Schweizer PSP-Kraftwerk-Betreiber jammern

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Re: Schweizer PSP-Kraftwerk-Betreiber jammern

Beitragvon PV-Berlin » 14.11.2011, 09:28

Es würde mich sehr überraschen, wenn es Italien jemals gelingt, effektiv die kWh aus PV billiger als in D. darstellen zu können. Offensichtlich ist das Thema für viele zu komplex, um zu verstehen, dass es kaum von Relevanz ist, ob man 700 kWh je kWp "bekommt" oder 1.500 kWh je kWp. *Anschauliche Übertreibung.

Deshalb gehen auch viele den dümmlichen Gequatsche von das Öttiger auf dem Leim.

nach einer Lernkurve von 2 bis 5 Jahren, sollten Länder wie die Schweiz und Japan die effektiv niedrigsten Kosten je kWh PV Strom erreichen können. Ich bitte auch darum, dass man nicht immer nur Cent je kWh betrachtet. Zum Beispiel ist der effektive Strompreis in der Schweiz selbst für private Haushalte ein Witz. Um Vergleiche auf Länderebene zu machen, sollte man sich nicht Cent je kWh anschauen, sondern eher die durchschnittlichen Stromkosten zu den Durchschnittlichen verfügbaren Einkommen. In der Industrie muss man sich die Stückkosten anschauen. Ob bei Lohn oder Energie, da ist Deutschland im übrigen Weltspitze im Positiven. Genau deshalb sind im übrigen, die diversen Maßnahmen der Bundesregierung volkswirtschaftlicher Unsinn.

Die Schweizer mit ihrer aggressiven Strom-Industrie machen im Grunde folgendes: Sie tauschen Zinsen und nutzen die Situation, dass es in der Schweiz kaum noch Möglichkeiten gibt, in reale Investments zu gehen (Realwirtschaft) daher ersticken die Banken in gigantischen Bergen von super billigen cash. Da das Thema Strom im Grunde pure Kapitalgeschäfte sind, in dem kaum Personal benötigt wird und das Risiko verhältnismäßig überschaubar ist, passt das zum Ansatz hoher Wertschöpfung und exorbitanter niedrigster Lohnstückkosten.

In Kaufkraft gemessen, habe ich schon Strompreise gesehen, die bei einem "normalen" Verbrauch von 3.500 kWh (4 Personen) ca. 50% des durchschnittlichen Einkommens (Stadt) entsprechen. Entsprechend ist es für den Normalhaushalt in solchen Länder schlicht purer Luxus Strom zu nutzen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Schweizer PSP-Kraftwerk-Betreiber jammern

Beitragvon irgendwer » 14.11.2011, 10:00

In der vergangenen Woche hatte die norwegische Industrie- und Energie-Gewerkschaft angekündigt, dass es mit ihr solche Pläne nicht geben werde. Die negativen Folgen für die Umwelt seien nicht ausreichend bedacht worden.

Merkwürdig ist schon, dass die Norweger dagegen beim Öl wesentlich geschickter agieren.
Norwegen könnte prinzipiell ja das Öl seiner Bevölkerung und Industrie ebenfalls spotbillig zur Verfügung stellen und die Norweger würden Öl verschwenden wie sie momentan Strom verschwenden.
Die Ölexport-Einnahmen stützen momentan das Norwegische Staatsbudget und die Altersvorsorge. Das Gleiche könnte man auch mit Stromexport-Einnahmen machen.

PV-Berlin hat geschrieben:Sie tauschen Zinsen und nutzen die Situation, dass es in der Schweiz kaum noch Möglichkeiten gibt, in reale Investments zu gehen (Realwirtschaft) daher ersticken die Banken in gigantischen Bergen von super billigen cash.

Sollte dem so sein, so ist es um so bedauerlicher, dass die Schweizer Stromwirtschaft die tiefen Zinsen nicht benutzt, um in erneuerbare Kraftwerke mit verhältnismässig hohen Kapitalkosten (hoher Capex und tiefer Opex) zu investieren. (Momentan investieren sie ja vor allem Gas- und Kohlekraftwerke wo die Kapitalkosten vergleichsweise eher klein sind).
Im übrigen sind die Immobilienpreise in der Schweiz in den letzten 10 Jahren massiv angestiegen.
Das billige cash wurde schon ver(sch)wendet - einfach nicht für nachhaltige Investitionen, sondern insbesondere zur Aufblasung des Immobilienmarkts.
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Re: Schweizer PSP-Kraftwerk-Betreiber jammern

Beitragvon PV-Berlin » 14.11.2011, 10:18

Wenn die Schweitzer sehen, dass man mit PV ähnliche Renditen einfährt wie mit Kohle und Gas, dann sind die dabei. Noch ist dem nicht so ganz, bzw. man muss dazu auch die Trägheit der Köpfe bedenken. Ich habe ca. 10 Jahre gebraucht, um vom Erstkontakt PV zu ersten Umsetzung zu kommen. Soooo ganz offensichtlich, dass das mit PV wohl funktionieren wird, ist es noch nicht sehr lange.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Schweizer PSP-Kraftwerk-Betreiber jammern

Beitragvon Mühli » 14.11.2011, 13:51

@irgedwer

genau das meinte ich, Norwegen braucht nur sehr geringe Mengen des eigenen Erdöls und exportiert lieber.
Beim Strom ginge das genauso....bräuchten auch nur in den Öl-Rentenfonds einzahlen, da hätte die gesamte Bevölkerung was davon.

Bin mir nämlich sehr sicher, dass, wenn sie wollen würden, das Öl noch billiger wäre, als der Wasserkraft-Strom.

Gruß
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