Sonnenmelker hat geschrieben:Moin,
Ja, wie bei der Unterhaltungselektronik auch. Warum soll es hier anders sein?
Weil man aus dem Niedergang dieses Industriezweiges gelernt hat ?
Als nächstes ist die Automobilindustrie dran, dann der Maschinenbau.
Gruß
Manfred
Zunächst: Ist es dir bei deinen eigenen Kindern gelungen, dein Erfahrungen ihnen übertragen zu können? Insbesondere das sie die schlechten nicht nocheinmal machen mussten? Mir ist es nicht gelungen.
Dann zur Technik und ihrer "Haltbarkeit" in D oder EU: Es gibt auch durchaus gute Gründe warum die U-Elektronik und deren Schwierigkeiten in D nicht direkt mit der Modul-, Automobilindustrie und dem Maschinenbau vergleichbar ist. Wäre der Maschinenbau und die Automobilindustrie auch dran, dann wäre dieser Stein bereits in den 70gern gefallen. Diese "Anderen" haben aber etwas geschafft, um Ihre Position über Jahrezehnte dennoch zu behaupten.
Werkzeugmaschinen mit kodierten&signierten Werkzeugen, Maschinen mit "optischen und mechanischen Täuschungen", die beim Kopieren nicht verwenbare Gerätschaften hervorbrachten. Also (auch) Ideen verwendet, um das Knowhow (die grandiose Idee) zu schützen und die Bindung an den Qualitätsgaranten zum einen eindeutig und nachvollziehbar zu gestalten. Genau diese Ansätze sind auf dem Modulmarkt (solange das System die Margen speiste) nicht aktiv und umfassend durch die "Großen" in D vorangetrieben worden. Ich weiß es gibt für alles irgendwelche Nischenlösungen, aber der richtige Zug ist nicht zu erkennen. Eine intelligente vom Modulhersteller funktionell bestimmte Modulanschlussdose ist da ein möglicher Ausweg. Es werden jedoch nur die Kosten dieses Mehrwertes erkannt und der Nutzen kleingeredet.
Ich denke, dass die Branchen in den fetten Jahren ihr Entwicklungs- und teilweise Forschungsbudget verstärkt speisen müssen, um sich selbst einen schwer kopierbaren Vorsprung zu sichern.
Viele geben aber aufgrund der aktuellen Zahlenlage in ihren Bilanzen frühzeitig auf und haben die notwendigen Perspektiven dann weder in den Köpfen noch auf den Konten. Insbesondere die Gesellschaften, die sich das Geld zur Zwischenfinazierung auf dem Börsenmarkt erwarten, sind derezit auf einer schlechten Position. Familiengeführte Firmen haben dort mehr Entscheidungsspielraum, gucken aber oft auch nur wie das Kaninchen auf die Schlange (der Zahlen). Wer nur Ideen im Finanzgestrüb entwickelt, sollte versuchen, das Kerngeschäft auf Anlageberatung oder Bank zu verlagern.
Ob eine meiner Halbweißheiten auf Shott zutrifft, weiß ich nicht und habe ich auch nicht geprüft. Aber bevor wir beklagen, dass sich wiedereinmal etwas verändert hat (und einige diesem Trend folgen), sollte man fragen, was die Veränderungen verursachen und ob dadurch (nur) Nachteile entstehen.
Grüße