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Beitragvon HugoHiasl » 18.10.2009, 13:58

Auch wenn ich mich vielleicht unbeliebt mache...

Ich denke vieles von dem was die von sich geben, hat schon Hand und Fuß.

Nur weil ich für eine Technologie bin und auch gerne die wirtschaftlichen Möglichkeiten nutzen möchte, die diese mir bietet, muss ich sie mir doch nicht schön reden und auch nicht jede Kritik als "total verblödet" darstellen.

Solange die Gesetzgebung die Einspeisevergütung garantiert, kann man sie mitnehmen. Ich muss sie mir und auch meinen Nachbarn deswegen doch nicht schön reden. Die Renditen von Photovoltaikanlagen sind nicht so hoch, daß sie komplett aus den üblichen Renditen anderer Projekte rausfallen.

Dass Sonnenenergie kein Grundlastsystem ist, ist doch wohl klar. Daß man die schnell reagierenden Kraftwerke zum Ausgleich der Schwankungen braucht ist damit wohl auch logisch. Wer möchte schon 10 mal am Tag nen Stromausfall von ein paar Sekunden? Und diese Spitzenlastkraftwerke laufen nun mal mit Gas.

Genauso die Merrit-Order-Geschichte, die hier schon zigmal breit getreten wurde. Durch die PV-Anlagen wird die übliche Zuschaltreihenfolge von Billig nach Teuer zum Teil ausser Betrieb gesetzt. Ein Teil der Grundlast wird dort ja dann von den teuren Pv_Anlagen geliefert. Der übriggebliebene Bedarf wird dort dann von den ansonsten günstigsten Kraftwerken geliefert. Aber nur zu einem Teil. Denn Die Schwankungen aus dem PV-Bereich müssen noch immer von hochreaktiven Spitzenlastkraftwerken abgefedert werden, auch wenn noch normale Kapazitäten vorhanden wären.

Meiner Meinung nach verteuert die erneuerbare Energie natürlich den Strom für alle Kunden. Aber man muss sich eben entscheiden, was man will. Günstigen Atomstrom oder Strom aus erneuerbaren Energien und etwas mehr Unabhängigkeit von Energieimporten. Und das kostet dann eben etwas Geld.
HugoHiasl
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Beitragvon hadl » 18.10.2009, 16:58

HugoHiasl hat geschrieben:Auch wenn ich mich vielleicht unbeliebt mache...

Ich denke vieles von dem was die von sich geben, hat schon Hand und Fuß.

Nur weil ich für eine Technologie bin und auch gerne die wirtschaftlichen Möglichkeiten nutzen möchte, die diese mir bietet, muss ich sie mir doch nicht schön reden und auch nicht jede Kritik als "total verblödet" darstellen.

Solange die Gesetzgebung die Einspeisevergütung garantiert, kann man sie mitnehmen. Ich muss sie mir und auch meinen Nachbarn deswegen doch nicht schön reden. Die Renditen von Photovoltaikanlagen sind nicht so hoch, daß sie komplett aus den üblichen Renditen anderer Projekte rausfallen.

Dass Sonnenenergie kein Grundlastsystem ist, ist doch wohl klar. Daß
man die schnell reagierenden Kraftwerke zum Ausgleich der Schwankungen braucht ist damit wohl auch logisch. Wer möchte schon 10 mal am Tag nen Stromausfall von ein paar Sekunden? Und diese Spitzenlastkraftwerke laufen nun mal mit Gas.

Genauso die Merrit-Order-Geschichte, die hier schon zigmal breit getreten wurde. Durch die PV-Anlagen wird die übliche Zuschaltreihenfolge von Billig nach Teuer zum Teil ausser Betrieb gesetzt. Ein Teil der Grundlast wird dort ja dann von den teuren Pv_Anlagen geliefert. Der übriggebliebene Bedarf wird dort dann von den ansonsten günstigsten Kraftwerken geliefert. Aber nur zu einem Teil. Denn Die Schwankungen aus dem PV-Bereich müssen noch immer von hochreaktiven Spitzenlastkraftwerken abgefedert werden, auch wenn noch normale Kapazitäten vorhanden wären.

Meiner Meinung nach verteuert die erneuerbare Energie natürlich den Strom für alle Kunden. Aber man muss sich eben entscheiden, was man will. Günstigen Atomstrom oder Strom aus erneuerbaren Energien und etwas mehr Unabhängigkeit von Energieimporten. Und das kostet dann eben etwas Geld.


Hallo Hugo Hiasl.
Bevor Du den „Merit Order“ Effekt etwas abfällig mit „Breittreten“ erwähnst, solltest Du Dich erst mal etwas näher damit beschäftigen.
http:http:
http://www.sfv.de/artikel/wind-_und_sol ... effekt.htm
Dann wirst Du feststellen,dass der „Merit Order“ Effekt ausschließlich den Börsen Preisbestimmungs Prozess beeinflusst, in Folge dessen an der Leipziger Strombörse durch die zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbare - aber nicht handelbare - EEG Strommenge verhindert, dass das nächst teuere Kraftwerk zur Börsen Preisfindung in Betracht kommt. Dies geschieht zum Vorteil der Verbraucher und zum Nachteil der Kraftwerksbetreiber, weil der so genannte „Mitnahme Effekt“ für die unter dem Börsenpreis produzierenden Kraftwerke- für die ja auch der Börsen Preis gilt – wesentlich geringer wird. So war es jedenfalls bis zu der vom Bundesumwelt Ministerium 2007 in Auftrag gegebenen Untersuchung.
hadl
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