News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von neuharlingerstrom » 19.01.2010, 11:10
http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/ ... 002391/67/Auch als "Gegengewicht" zu sonstigen unbestätigten Meldungen die hier bereits öfter kursierten. Also nochmal kurz aus dem o.g.Artikel: Entscheidung diese Woche ...Kabinettsvorlage im Februar .... (und dann muß das noch durchs Parlament)
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von neuharlingerstrom » 19.01.2010, 11:24
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von Alex_2603 » 19.01.2010, 16:18
Vielleicht sollte Herr Röttgen mal in seinem eigenen Ministerium nachforschen, bevor er irgendwelche Beiträge zu diesem Thema äußert. Da gibt es ein sehr interessantes Dokument, das auf den 23.12.2009 datiert ist, in dem wortwörtlich steht, dass die erneuerbaren Energien nicht der Preistreiber bei den Strompreiserhöhungen sind. Weiter kann man da lesen, dass viele Kennzahlen, wie z.B. die Minderung des Energieimports (z.B. Steinkohle) in Deutschland allein durch die EE's mittlerweile ca. 3,5 Mrd € betragen. Wenn man die Energieeinsparungen der sonstigen EE's berücksichtigt, sind wir schon auf ca. 6,5 Mrd €. Warum rechnet das denn niemand ein? In den achso günstigen AKW-Strom? Wenn sogar das BMU diese Ansicht vertritt, muss ich mich schon fragen, warum jetzt derart drastische Kürzungen der PV-Vergütung in Betracht gezogen werden. Selbst der BSW-Solar ist für vernünftige Kürzungen eingetreten, kürzlich stattgefundene Gespräche zwischen Industrie und Wirtschaft wurden hier schon reichlich gepostet bzw. dokumentiert.
Wenn ich mich nochmal zu der altbekannten AKW-Problematik äußern darf: 2,5 Milliarden Euro (!!!) werden für den Abbau des Lagers Asse veranschlagt, wobei ich nicht glauben kann, dass diese Zahl auch nur entfernt realistisch ist. Die Zahl bezieht sich schliesslich auf die Umlagerung des belasteten Mistes, andere Lösungen hat beispielsweise der B.U.N.D. in einem Gutachten vorgeschlagen. Die Kosten hierfür wären allerdings massiv höher. Unabschätzbar derzeit. Hat jemals einer diese Zahlen in den ach so billigen Atomstrom eingerechnet? Wobei dies ja wirklich nur die Spitze des Eisberges ist. Aber die PV-Förderung muss unbedingt gekürzt werden. Naja. Kann jeder seine Meinung dazu haben. Ich habe eine.
Wir sollten doch versuchen, die Welt soweit bewohnbar zu halten, dass nachfolgende Generationen nicht mit dem Finger auf uns zeigen. Ich persönlich habe zwei kleine Kinder, denen ich nicht irgendwann einmal erklären will, dass ihr Vater ohne Protest hingenommen hat, dass dieser Planet irreversibel zu Grunde gerichtet wurde. Wenn ich einigermaßen richtig gerechnet habe, dann trifft die EEG-Umlage jeden deutschen Haushalt mit ca. 50 € im JAHR. Und das ist eine sehr, sehr großzügige Schätzung, wenn ich die Zahlen der BNetzA und des BMU zu Grunde lege. Das sind aufgerundet 4,20 € im Monat. Leute, mal ehrlich: Wer gibt denn nicht mindestens das zehnfache im Monat für völlig unnötige Dinge aus?
Okay, ich habe jetzt das Thema vielleicht ein wenig verfehlt, aber ich muss meine Meinung auch mal loswerden...
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von hans56 » 19.01.2010, 16:41
Die Frage nach dem Warum läst sich leicht beantworten. Das EEG ist ein rot/grünes Gesetz und die jetzige Regierung hat für die Kürzungen bei der letzten Wahl eine Mehrheit bekommen. Die Tigerentenkoalition macht nur das was sie vor der Wahl angekündigt hat. Das kann man ihnen noch nicht einmal vorwerfen
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von Alex_2603 » 19.01.2010, 17:30
hans56 hat geschrieben:Die Frage nach dem Warum läst sich leicht beantworten. Das EEG ist ein rot/grünes Gesetz und die jetzige Regierung hat für die Kürzungen bei der letzten Wahl eine Mehrheit bekommen. Die Tigerentenkoalition macht nur das was sie vor der Wahl angekündigt hat. Das kann man ihnen noch nicht einmal vorwerfen
Ich denke, so einfach darf man es sich nicht machen. Rot/Grün war für meine Begriffe zu weit an den Realitäten entfernt, allerdings macht es der Rest nun leider nicht besser. Aber wie gesagt, nur meine Meinung, daher nicht Beschwerdeberechtigt! 
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von user4711 » 19.01.2010, 20:18
hans56 hat geschrieben:Die Frage nach dem Warum läst sich leicht beantworten. Das EEG ist ein rot/grünes Gesetz und die jetzige Regierung hat für die Kürzungen bei der letzten Wahl eine Mehrheit bekommen. Die Tigerentenkoalition macht nur das was sie vor der Wahl angekündigt hat. Das kann man ihnen noch nicht einmal vorwerfen
Da stimme ich voll zu, jedoch ist es Ihnen vorzuwerfen, dass Sie für Ihr handeln keine Verantwortung übernehmen. Wer wird wegen Asse in die Verantwortung genommen, bzw. kann in Verantwortung genommen werden. -> Sie versenken Milliarden, zerstören Landschaften und unsere Zukunft und finden sich prima. Es sollte Ihnen nur der Glaube genommen werden, dass es die anderen nicht merken. Habe gelesen, es gibt einen Parteispendenaufruf zum Erhalt des Atomausstiegs analog zum Hotelgewerbe. Viele Grüße user4711
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von flowersun » 19.01.2010, 21:21
Die eigentliche Stromerzeugung, der an der Börse gehandelte „Kaufpreis ab Kraftwerk“ stellt nur einen kleinen Teil der heutigen Stromkosten dar - derzeit rund zwanzig Prozent. Deutlich stärker schlagen die politisch erzeugten Preisbestandteile auf den Endpreis durch. Dabei ist die viel diskutierte Förderung der erneuerbaren Energien mit weniger als fünf Prozent noch der kleinste Einzelfaktor. Doch zusammen mit Ökosteuer und Mehrwertsteuer summieren sich die vom Staat erhobenen Steuern und Abgaben auf rund vierzig Prozent des Endpreises. Der eindeutig größte Einzelposten mit 40 Prozent des Strompreises jedoch entfällt auf die Netzdurchleitung, also den Stromtransport vom Kraftwerk bis zum Kunden. Und weil die Mehrwertsteuer auch auf den Transportkostenanteil erhoben wird, bestimmen die Kosten der Durchleitung heute letztlich fast die Hälfte des Endkundenpreises.. Doch das war den Netzbetreibern zu wenig. Sie protestierten. Im letzten Moment wurde eine garantierte Rendite von 9,29 Prozent festgelegt, ein Wert, den normale Unternehmen oder Geldanleger nur erreichen, wenn sie dafür auch ein hohes Risiko eingehen.... . Egal wie viel Strom sie transportieren: Ihre Erlöse sind nun staatlich garantiert. Wenn etwa 20 Prozent weniger Strom durch die Netze transportiert wird, dürfen sie die Preise um 20 Prozent anheben, um den gleichen Erlös zu erzielen. http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2009/1012/00_netzentgelte.jsp9,29% Rendite ohne jegliches Risiko, garantiert bis zum Sankt Nimmersatttag. Und wer bezahlt es? Ich bin mal gespannt wann die Nachricht kommt, dass eine bislang unbekannte EON- oder RWE-Tochter/Stiftung der FDP/CSU einen nennenswerten Betrag gespendet hat. Nun wird auch ein Projekt wie Desertec rentabel, wenn die Milliardeninvestition in die Trasse garantiert zu 9% verzinst wird. Genau wie das blöde Kabel von der Nordsee ins Ruhrgebiet (und zur Sicherheit im nächsten Jahr noch eines in die andere Richtung, kann ja nicht teuer genug sein). Lasst uns "Netzbetreiber" werden.
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von benchfrooser » 19.01.2010, 21:39
@flowersun: Die Sache stinkt einfach bis zum Himmel.
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von neuharlingerstrom » 29.01.2010, 17:25
Röttgen verteidigt Kürzungspläne (erneut, vor BEE-Neujahrsempfang) http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/ ... 002416/67/Wahrscheinlich macht es mehr Sinn sich direkt mit dem Wirtschaftsminister Herrn Brüderle über den Elefanten im dt. Solarpotezellanladen rumtramplenden Herrn Röttgen zu unterhalten
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von user4711 » 30.01.2010, 21:05
Wie war der Spruch noch, irgendwas mit Regen und Traufe, Die Frage ist nun wer ist die Traufe. Was ist die Steigerung von Traufe? Wasser pur oder?
Alles nur eine Sache der Kleidung.
Viele Grüße user4711
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