News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von GAST » 07.02.2012, 14:11
@PV-Berlin, es geht hier nicht darum eine Q-cells oder Solarworld zu retten, es geht sich darum das wir eine Energiewende weg von ATom, Kohle und leztenedes auch Erdgas hin zu EE möchten. Das geht aber nur wenn weiterhin eine gewisse (nicht durch übermäßige Rendite getriebene) Investitionsfreiheit bei PV bleibt und nicht der Zubau per Gesetz "verboten" wird!! Wenn es rein um die Kosten gehen würde, dann müsste man sofort ohne Netzprüfung u.ä. jede PV ans Netz nehmen dürfen....
Wir erinnern uns das jeder aber auch jeder für die Kosten seines Netzanschluses selber aufkommen muss, ausser die 4G mit ihren Offshore Anlagen, warum?? Ich habe nichts gegen OffShore, aber wenn dann zu identischen Bedingungen wie sie für andere auch verpflichtend ist!!
Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
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von Cruso » 07.02.2012, 15:04
Ab 01.07.2012 könnten ganz Spitze auf die Idee kommen nun endlich mal echte EE EVU gründen zu wollen, denn dann wäre der Zwangs-Markt beendet. Natürlich setzt das vor raus, dass das ganze unsinnige EEG gekippt wird.
Nur ein Passus braucht es noch: "Strom aus EE Quellen ohne KWK, PSW und Biogas (Neuanlagen) hat Vorrang bei der Einspeisung. Die Netzagentur wird ertüchtigt, ein entsprechendes Portal für alle Marktteilnehmer umgehend bereit zu stellen." 01.01.2013
Allgemeiner Passus zu allen Energien: "Durch Abgaben und Steuern auf den Energieträger müssen mindestens alle Kosten abgedeckt werden, die durch den Energieträger und dessen Folgen selbst entstehen. Um den Markt reagieren lassen zu können, gibt es eine Übergangszeit bis 2025 (Lineare Steigerung) . Ansonsten wird den Marktkräften freien Lauf gelassen. Aller Strom aus nicht EE Quellen muss über die Börse angeboten werden. Zuschüsse werden untersagt (Bund, Land und Gemeinde). Bürgschaften jeglicher Art sind im Energiebereich untersagt. Auf alle importierten Güter wird nach o.g. Richtlinie (Energiepass) Steuern und Abgaben bei der Einfuhr erhoben."
Ich finde persönlich ja die freie Marktwirtschaft klasse. Liberalismus in Reinform wird automatisch zu 100% EE führen müssen. Natürlich ist mir bewusst, dass keine Regierung (egal welche) ein solche Rücknahme des Staates veranlassen wird. Aber auch ohne "Regelung" wird Röslein möglicher Erfolg als Beschleuniger wirken. Im übrigen war und ist es nicht Aufgabe des EEG eine vertikale Struktur zu erschaffen, in der Erträge erwirtschaftet werden, die unangemessen hoch zum wirtschaftlichen Risiko stehen. Ähnliches gilt für Biogas, Klein KWK, Onshore und auch bald Offshore.
Genau das würde bei mittelfristig fallenden PV Preisen spätestens 2017 (Kosten, technologischer Fortschritt) kommen, Wind Onshore is ja schon sehr nahe dran. Die großen Vier müssen aber alles tun um dies zu verhindern, weil ihr Geschäft in der jetzigen Form nicht mehr tragbar ist und die großen Konzerne sich nicht so schnell auf dies ausrichten können. Vor allem werden an alle großen Vier hohe Dividendenerwartungen gestellt und mit deren Investoren ist nicht zu spaßen. Die großen Vier werden alles tun, um das Netz für PV dicht zu bekommen. Kleinanlagen werden durch die 70% Regel verteuert, mit größeren Anlagen sind 2 GW Zubau im Jahr schnell erreicht. Sofern man ein wenig in den Agrarzeitschriften blättert, die Landwirte haben noch einen hohen Geldanlagebedarf in PV und Wind. Und traditionell gehen die alle zur Bundestagswahl und gehören nicht zu den Nichtwählern. Spätestens 2013 kommt es also wieder anderst.
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von mawerix » 07.02.2012, 15:30
Ich habe Sonntagabend untenstehenden Vorschlag in das Zukunftsforum der Bundeskanzlerin http://www.dialog-ueber-deutschland.de eingestellt  , aber bis jetzt ist er nicht freigeschaltet, warum nur???? Förderung dezentraler Stromspeicher
Es ist viel die Rede davon, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien durch unsere maroden Stromnetze behindert wird. Dies wird durch das unzureichende Konzept der ziemlich einseitigen Konzentration auf off-shore Windenergie verschärft. Strom aus erneuerbaren Energien, insbesonder Photovoltaik (PV), muss möglichst dezentral erzeugt und auch nahe am Erzeuger verbraucht werden. Dies kann man fördern, indem möglichst jede PV-Anlage mit einem Speicher, sprich einem intelligent geregelten Batteriesystem, verbunden wird. Dadurch kann bei privaten PV-Anlagen der Eigenverbrauch erheblich gesteigert werden und die Netze werden durch den nicht eingespeisten und im Haus verbrauchten Strom nicht belastet.
Ich schlage deshalb vor die Förderung von PV von der Förderung der Generatoren durch Einspeisevergütung auf die Förderuung von intelligenten Speichersystem und Eigenverbrauch umzuschichten. Die Speichersysteme könnten in Sonnenschein armen, aber windreichen Zeiten auch zur Speicherung von Stromerzeugungsspitzen aus anderen Energiequellen genutzt werden. Wenn diese Systeme möglichst flächendeckend vorhanden wären, würden die Netze erheblich entlastet.
Überhaupt fällt auf, dass dort fast keine Vorschläge zu EE vorkommen. Passt voll ins Bild Gruß mawerix
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von Besessen » 07.02.2012, 17:13
mawerix hat geschrieben:Ich habe Sonntagabend untenstehenden Vorschlag in das Zukunftsforum der Bundeskanzlerin http://www.dialog-ueber-deutschland.de eingestellt  , aber bis jetzt ist er nicht freigeschaltet, warum nur????
Ich möchte Dir nicht zu nahe treten aber das ist ein alter Hut was die Forderung nach Speicher angeht. Ist auch nur ein Puzzleteil von vielen. Aber fragen kost ja nix. 
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von mawerix » 07.02.2012, 17:22
@besessen Das ist mir bekannt, aber denen vielleicht nicht
Ich bin Physiko-Chemiker und beobachte seit den 70er Jahren die Bemühungen vernünftige Speicherlösungen zu finden. Es gibt viele interessante Lösungsansätze jenseits von Pb und Li, die aber immer wieder in der "Versenkung" verschwinden, weil sie politisch nicht gewollt werden.
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von open source energy » 07.02.2012, 18:39
mawerix hat geschrieben:Ich habe Sonntagabend untenstehenden Vorschlag in das Zukunftsforum der Bundeskanzlerin http://www.dialog-ueber-deutschland.de eingestellt  , aber bis jetzt ist er nicht freigeschaltet, warum nur???? Förderung dezentraler Stromspeicher
Es ist viel die Rede davon, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien durch unsere maroden Stromnetze behindert wird. Dies wird durch das unzureichende Konzept der ziemlich einseitigen Konzentration auf off-shore Windenergie verschärft. Strom aus erneuerbaren Energien, insbesonder Photovoltaik (PV), muss möglichst dezentral erzeugt und auch nahe am Erzeuger verbraucht werden. Dies kann man fördern, indem möglichst jede PV-Anlage mit einem Speicher, sprich einem intelligent geregelten Batteriesystem, verbunden wird. Dadurch kann bei privaten PV-Anlagen der Eigenverbrauch erheblich gesteigert werden und die Netze werden durch den nicht eingespeisten und im Haus verbrauchten Strom nicht belastet.
Ich schlage deshalb vor die Förderung von PV von der Förderung der Generatoren durch Einspeisevergütung auf die Förderuung von intelligenten Speichersystem und Eigenverbrauch umzuschichten. Die Speichersysteme könnten in Sonnenschein armen, aber windreichen Zeiten auch zur Speicherung von Stromerzeugungsspitzen aus anderen Energiequellen genutzt werden. Wenn diese Systeme möglichst flächendeckend vorhanden wären, würden die Netze erheblich entlastet.
Überhaupt fällt auf, dass dort fast keine Vorschläge zu EE vorkommen. Passt voll ins Bild Gruß mawerix
Danke für Dein Arbeit zur Steigerung zur Darlegung des Potentials der PV. Jedoch widerspricht diese Idee den Grundsätzen des Wind / PV Verhältnisses. Mit den Speichern im eigenen Haus wird nichts erreicht außer die zusätzliche Belastung des des Netzes in den Übergangszeiten durch die Speicher. Im Sommer sind die kleinen Speicher so oder so schnell voll und der PV Strom muss wieder ins Netz eingespeiset werden, das gilt auch in Urlaubszeiten. Zudem machen die kleinen Anlagen nicht den Löwenanteil bei den PV Systemen und die EFHs nicht den Löwenanteil des Verbrauches aus. Wenn wir auf einen EE Mix umsteigen wollen, dann gibt es meiner Auffassung nach nur wenige Möglichkeiten das zu erreichen. Der Wind muss im Winter verteilbar sein, das bedeutet aber, dass wir den Netzausbau dringend brauchen oder aber wir brauchen saisonale Speicher um auf den Wind im hohen Norden in Süden verzichten zu können, dieser muss dann aber im Sommer geladen werden um im Winter auch eine Verfügbarkeit von Strom zu haben. Ich plädiere sogar die Förderung für Eigenverbrauch auszusetzen
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von Besessen » 07.02.2012, 18:42
mawerix hat geschrieben:@besessen Das ist mir bekannt, aber denen vielleicht nicht
Ich bin Physiko-Chemiker und beobachte seit den 70er Jahren die Bemühungen vernünftige Speicherlösungen zu finden. Es gibt viele interessante Lösungsansätze jenseits von Pb und Li, die aber immer wieder in der "Versenkung" verschwinden, weil sie politisch nicht gewollt werden.
Naja, da gebe ich Dir recht, das einige Politik Nasen, ich sag mal fehlbesetzt sind. Wenn ein Mediziner das Wirtschaftsministerium anführt, wirft das schon fragen auf. Aber zur Ehrenrettung hat ja unsere Angi ja auch irgendwas mit Physik zu tun gehabt! Ach nee entschuldige den Irrtum meinerseits, sie hatte ja als Physikerin den Atomausstieg rückgängig gemacht um ihn dann wieder einzuführen. Von daher schadet es vielleicht wirklich nicht, die da oben nochmal anzustupsen. Sonnige Grüße Henry
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von mawerix » 09.02.2012, 11:38
@open source energy Zugegeben, auf den Netzausbau bzw. Modernisierung kann nicht verzichtet werden, aber vielleicht kann er etwas niedriger ausfallen und statt hauptsächlich auf off-shore-Windparks zu setzen, die Regionalisierung der Energieerzeugung fördern. Das gefällt natürlich den G4 nicht, aber ich denke dass es im Interesse der Verbraucher und Klein-Investoren wäre. Hier im Süden der Republik, am westlichen Bodensee / Hegau gibt es ein Bürgerunternehmen ( http://www.solarcoplex.de ), das im Jahr 2000 von wenigen Enthusiasten gegründet wurde und sich inzwischen zu einer AG mit knapp 800 Aktionären (inkl. mir und einer Frau  ) gemausert hat, die in der Region 70 Mio Euro in Erneuerbare Energieerzeugung investiert haben. Es wird versucht durch einen den vorhandenen Resourcen angepassten Mix aus PV, Bioenergie, Wind- und Wasserkraft das Ziel zu erreichen bis 2030 die Region komplett aus regenerativen Energien zu versorgen. Das war 2000 utopisch, heute sind wir auf eine sehr guten Weg. Meine Forderung zur Förderung von Speichersystemen ergibt sich aus der Tatsache, dass es nach wissenschaftlichen Untersuchungen durchaus möglich ist, ein EFH zu 80-90% mit den PV-erträgen zu versorgen. s. auch den Thread "Hausbatterien pro und contra" hier im Forum, Beitrag von solarfan auf S.7 unten. Sonnige Grüße vom Bodensee mawerix
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von open source energy » 09.02.2012, 12:00
mawerix hat geschrieben:@open source energy Zugegeben, auf den Netzausbau bzw. Modernisierung kann nicht verzichtet werden, aber vielleicht kann er etwas niedriger ausfallen und statt hauptsächlich auf off-shore-Windparks zu setzen, die Regionalisierung der Energieerzeugung fördern. Das gefällt natürlich den G4 nicht, aber ich denke dass es im Interesse der Verbraucher und Klein-Investoren wäre. Hier im Süden der Republik, am westlichen Bodensee / Hegau gibt es ein Bürgerunternehmen ( http://www.solarcoplex.de ), das im Jahr 2000 von wenigen Enthusiasten gegründet wurde und sich inzwischen zu einer AG mit knapp 800 Aktionären (inkl. mir und einer Frau  ) gemausert hat, die in der Region 70 Mio Euro in Erneuerbare Energieerzeugung investiert haben. Es wird versucht durch einen den vorhandenen Resourcen angepassten Mix aus PV, Bioenergie, Wind- und Wasserkraft das Ziel zu erreichen bis 2030 die Region komplett aus regenerativen Energien zu versorgen. Das war 2000 utopisch, heute sind wir auf eine sehr guten Weg. Meine Forderung zur Förderung von Speichersystemen ergibt sich aus der Tatsache, dass es nach wissenschaftlichen Untersuchungen durchaus möglich ist, ein EFH zu 80-90% mit den PV-erträgen zu versorgen. s. auch den Thread "Hausbatterien pro und contra" hier im Forum, Beitrag von solarfan auf S.7 unten. Sonnige Grüße vom Bodensee mawerix
Ich sage ja nicht, dass es nicht möglich ist, aber das "Problem" bei der Sache ist wie überall, die Kosten für die letzen 10% werden teuer, so oder so. Denn ein EVU wird Ihnen den Strom nicht für 19 Cent verkaufen wenn Sie NUR 500kWh im Jahr abnehmen. Das ist im Übrigen bei ST Anlagen das "gleiche" Problem, ich kann nicht auf die Basisinfrastruktur verzichten. Zudem sollte man auch das "Big Picture" nicht aus den Augen verlieren. Dieses zeigt doch klar, dass EFH max 25% am Stromverbrauch ausmacht und nicht jedes Haus ist so versorgbar. Daher halte ich denzentrale Speicher gesteuert durch das Netz als die beste und effizienteste Lösung. Hier noch unser Herr Rösler... http://www.bundestag.de/Mediathek/index ... ask=search
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von eggis » 09.02.2012, 14:13
Wer die Protokolle zur aktuellen Fragestunde (Haltung der Bundesregierung angesichts der unterschiedlichen Positionen der beteiligten Bundesministerien) nachlesen muss, weil ihm nicht genug Internetbandbreite zur Verfügung steht, hier der Link. http://www.bundestag.de/dokumente/proto ... /17157.pdf (ab Seite 18790)
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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