News über Photovoltaik und Solarstrom
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von eggis » 06.02.2012, 22:35
Moin!  Über 100 Jahre hat sich am Prinzip des Trafos wenig geändert. Auf der einen Seite kommt eine Spannung rein und über Wicklungen wurde festgelegt, welche Spannung auf der anderen Seite wieder herauskommt. Nun hat es der Hersteller Maschinenfabrik Reinhausen GmbH geschafft, ein "Getriebe" in den Trafo einzubauen, dass je nach Einspeisung die die Spannung im Ortsnetz steuert und so mehr Kapazitäten schafft. Neues Techniksystem verbessert Einspeisung von erneuerbaren Energien (n-ergie-netz.de)Zukunftsvision: MR macht Ortsnetztransformatoren regelbar (reinhausen.com)Wenn man sich die Entwicklungen in der Wechselrichtertechnik in den letzten Jahre anschaut, fragt man sich, warum hat das so lange gedauert, bis man diesen Schwachpunkt im Netz beseitigt.? Selbst der SFV empfiehlt Speicher für Zeiten hoher Netzspannung, obwohl der Strom evtl. an anderer Stelle gebraucht wird.
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von Cruso » 06.02.2012, 22:43
Alte Technologie (die Wort beißen sich förmlich). Die Technik gab es schon vor den Transistoren.
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von darwin » 06.02.2012, 23:27
Was hat ein Stufenschalter mit Wechselrichtern zutun ? Prinzipiell könnte man jeden Trafo gegen eine WR austauschen - damit wäre man dann sehr frei in den Regelmöglichkeiten.
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von JayM » 06.02.2012, 23:44
darwin hat geschrieben:Was hat ein Stufenschalter mit Wechselrichtern zutun ? Prinzipiell könnte man jeden Trafo gegen eine WR austauschen - damit wäre man dann sehr frei in den Regelmöglichkeiten.
Mit Wechselrichtern statt Trafos könnte man auch kürzere Verbindungen auf Hochspannungsgleichstrom (HVDC) umstellen, was die Leitungsverluste minimiert und Leitungskapazitäten erhöht. Bis jezt ist das wegen der Gleich- und Wechselrichter noch zu teuer. Wäre mal interessant auszurechnen wie billig Gleich- und Wechselrichterstationen werden müssen, um statt des geplanten (3800 km?) Netzausbaus das bestehende Leitungsnetz bei gleicher Ausbaukapazität auf eine Mischung von Gleich- und Wechselstrom umzustellen. Gruß Jochen
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von GAST » 07.02.2012, 00:41
Hallo, das "Problem" ist ja das so ein Trafo eine halbe ewigkeit hält, zudem ist der "große" Ausbau an PV erst seit etwa 2,5 Jahren relevant, bis da die Hersteller von Trafos reagieren vergeht Zeit, zudem dürften die Regelbaren Trafos auch teurer sein, haben evtl. höhere Verluste und Langzeiterfahrungen gibts da auch nicht wirklich.... Also was machen die EVU?? Sie verbauen das was sie schon immer im dutzend eingekauft haben...sind halt "gewohnheitstiere"....da braucht man erstmal dutzend Jahre "Feldtest" bevor sowas evtl. im Netz getestet und eingesetzt wird...
Aber schön das es mal jemand erkannt hat das man mit anderer Technik ne Menge machen kann!!
gruß Jörg
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von Chiemseer75 » 07.02.2012, 09:42
-Mahl ganz ehrlich, würde sich der Rest der Deutschen Industrie auch so "gestrig" verhalten wie unsere Energieversorger, währen wir dann wohl noch Konkurenzfähig?? Das Problem ist halt immer, wenn es jemandem über Jahrzehnte wirtschaftlich zu gut geht, dann wird man faul und träge !! Und genau das ist jetzt der Fall, der Netzausbau wurde über Jahrzehnte vernachlässigt, die Erneuerbaren ewig ignoriert und jetzt wird versucht diese zu bekämpfen, anstatt sie als Chance zu sehen und sich bestmöglich damit zu arangieren! Irgendwann muss eh auf 100% EE umgestellt werden und mit abbezahlten EE-Anlagen wird irgenwann wesentlich mehr Geld zu verdienen sein als mit allen anderen Energieerzeugungsformen, da die Primärenergie (Wind,Sonne,Wasser) nicht zugekauft werden müssen. Das Problem ist nur das jeder Manager heute anscheinend zu dumm ist um länger als ein paar Jahre in die Zukunft zu denken!! Die Hauptsache die Boni fürs laufende Jahr sind sicher, was danach kommt ist egal denn dann verlass ich das sinkende Schiff mit fetter Abfindung!!!
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von GAST » 07.02.2012, 10:48
Chiemseer75 hat geschrieben:-Mahl ganz ehrlich, würde sich der Rest der Deutschen Industrie auch so "gestrig" verhalten wie unsere Energieversorger, währen wir dann wohl noch Konkurenzfähig?? Das Problem ist halt immer, wenn es jemandem über Jahrzehnte wirtschaftlich zu gut geht, dann wird man faul und träge !! Und genau das ist jetzt der Fall, der Netzausbau wurde über Jahrzehnte vernachlässigt, die Erneuerbaren ewig ignoriert und jetzt wird versucht diese zu bekämpfen, anstatt sie als Chance zu sehen und sich bestmöglich damit zu arangieren! Irgendwann muss eh auf 100% EE umgestellt werden und mit abbezahlten EE-Anlagen wird irgenwann wesentlich mehr Geld zu verdienen sein als mit allen anderen Energieerzeugungsformen, da die Primärenergie (Wind,Sonne,Wasser) nicht zugekauft werden müssen. Das Problem ist nur das jeder Manager heute anscheinend zu dumm ist um länger als ein paar Jahre in die Zukunft zu denken!! Die Hauptsache die Boni fürs laufende Jahr sind sicher, was danach kommt ist egal denn dann verlass ich das sinkende Schiff mit fetter Abfindung!!!
Fast 100% Zustimmung....allerdings denken die Manager keine wenigen Jahre in die Zukunft, sondern maximal die nächsten 2-3 Quartale, der Rest ist egal, denn es zählt immer nur die nächste Quartalsveröffentlichung um vor den Aktionären (meist Banken) gut dazustehen und die eigenen Boni zu sichern. Würden die Manager wirklich langfristig denken, dann hätten wir auch auf Seiten der EVU große Kapazitäten an PV und Onshore, so wie sie heute bei Investmentgesellschaften zu finden sind. Gruß Jörg
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von Mühli » 07.02.2012, 11:01
Das muss man auch mal anders sehen. Wir leben zwar in Bananistan, aber wir haben eine sehr sichere Stromversorgung. Jeder Mist ist genormt und dreifach geprüft. Und das ist auch gut so. Macht viel Arbeit, bringt aber auch Sicherheit und Zuverlässigkeit. Deshalb haben wir selten Stromausfälle und immer genug Strom.
Wegen der Weitsicht stimmts schon was ihr sagt. Aber man muss die Netzbetreiber auch ein bisschen in Schutz nehmen. Hier im Forum werden gerne alle möglichen Studien veröffentlich, meist liegen sie daneben. Gestern die BMU-Studie von 2006 gesehen. Dort heißt es, "maximaler Zubau der PV und das höchste der Gefühle sind 600MWp/Jahr" Dass wir 2011 mal das 12-fache zugebaut haben, wussten nicht mal die schlauen Studienschreiber. Windkraft Offshore wurde 2012 schon sehr stark eingeschätzt, da kam aber noch nicht viel. Auch andere EE-freundliche Studien liegen nicht näher am Ergebnis. Und selbst im Forum liegt man mit Schätzungen daneben. Andererseits muss ich sagen, sie solltens jetzt kapiert haben und es wird langsam Zeit, die Netze zu verbessern und auf die neuen Problematiken der EE umzustellen.
"Gestrig" muss nicht immer negativ sein. Man darf nur nicht vorgestrig werden. Und ich muss nicht immer der erste sein, der den neuesten Trend/Schmarrn mitmacht, das kann auch mal danebengehen. Bei Strom wäre das nicht gut...
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
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von nautica » 07.02.2012, 11:14
JayM hat geschrieben:Wäre mal interessant auszurechnen wie billig Gleich- und Wechselrichterstationen werden müssen, um statt des geplanten (3800 km?) Netzausbaus das bestehende Leitungsnetz bei gleicher Ausbaukapazität auf eine Mischung von Gleich- und Wechselstrom umzustellen.
Hätte diese Mischung nicht auch Auswirkungen auf die Stabilität des Netzes ? Momentan gibt es ja eine "einheitliche" Frequenz im europäischen Verbundnetz, die vielleicht leichter zu managen ist, als "asynchrone" Gleichstromverbindungen in der "Netzmitte" anstatt wie bisher zur Anbindung auf höchster Ebene.
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von bskf » 07.02.2012, 11:18
Hallo,
zum Thema "Langfristigkeit": Auf den Berliner Energietagen 2011 berichtete der Leiter Netz der Stadtwerke Regensburg von den dem Pilotprojekt des regelbaren Ortsnetztrafos und auch, dass er diesen Typ -sofern ohnehin ein Austausch eines Trafos anstünde- bereits gerne einsetzen würde. Allerdings rechnete er mit der Marktfähigkeit erst für 2013/2014. Das Thema wurde auch in der Roland Berger/Prognos-Studie "PV-Roadmap" Ende 2010, S.152, beleuchtet.
Grüße
bskf
Zuletzt geändert von bskf am 07.02.2012, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
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