News über Photovoltaik und Solarstrom
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von Spekulatius » 22.11.2010, 19:53
Der folgende Artikel wird allen Windverfechtern den Wind aus den Segeln nehmen: http://www.cincodias.com/articulo/empre ... scdiemp_6/Kurz und knapp: In Spanien wird der Einspeisetarif für PV-Freiflächen auf 14,2 cent gesenkt. Damit ist PV in Spanien billiger als Offshore-Wind. Und da PV nunmal die steilere Lernkurve hat, wird PV in Spanien auf Ewigkeiten billiger sein als Offshore-Wind. Für Spanien bedeutet das letztendlich ein Sieg der dezentralen, demokratischen Stromwirtschaft über die zentrale, oligopolistischen Stromwirtschaft. Die Wettbewerbsfront von PV gegenüber Offshore wird sich zunehmend nach Norden verlagern, und selbst in Deutschland wird PV bald die Schlacht gewinnen!!!!! Der Spekulatius 
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von buergersolar » 22.11.2010, 20:23
Naja, je nach Größe und Lage und Eigentumsverhältnissen würde ich die Freiflächenanlagen nicht als dezentral und demokratisch bezeichnen, sondern als genauso zentral und oligopolistisch wie Offshore-Wind.
Sonnige Grüße
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von Boelckmoeller3 » 22.11.2010, 20:32
Hallo, ich finde das ist trotzdem wieder mal eine von zahlreichen bemerkenswerten Nachrichten vom Weg der Erneuerbaren Energien hin zum preisgünstigen Energieträger der Zukunft.
Viele Grüße:
Klaus
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von cephalotus » 22.11.2010, 20:55
wie hoch ist der Einspeisetarif für offshore Wind in Spanien?
In Deutschland sind's 13ct/kWh (+2ct/kWh Sprinterbonus) in der Anfangszeit und anschließend 3,5ct/kWh
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
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von Spekulatius » 22.11.2010, 23:59
cephalotus hat geschrieben:wie hoch ist der Einspeisetarif für offshore Wind in Spanien?
In Deutschland sind's 13ct/kWh (+2ct/kWh Sprinterbonus) in der Anfangszeit und anschließend 3,5ct/kWh
In Spanien gibt es keinen Einspeisetarif für Offshore-Wind. Die momentane Gesetzgebung sieht umgekehrte Versteigerungen für die Festlegung der Tarife vor, mit einem Maximum knapp über 16 ct/kWh. Aufgrund des langwierigen Genehmigungsprozesses sind jedoch bislang keine Parks realisiert worden, sodass keine konkreten Tarifdaten vorliegen. Man geht auch nicht davon aus, dass sich in den nächsten 5 Jahren etwas tut. Ich orientiere mich für die Gestehungskosten von Offshore-Wind an den Investitionskosten der neuesten Windparks in der Nordsee. Wie folgende Studie zeigt, liegen die Briten z.Z. bei etwa €3,60/W Investitionskosten und entsprechenden Gestehungskosten von €0,18/kWh (Seite ix). Bis 2025 werden die Gestehungskosten nur leicht auf etwa €0,14/kWh fallen (Seite xii): http://www.theengineer.co.uk/Journals/1 ... waters.pdfAlpha Ventus hat etwa €4,2/W gekostet und wird mit den Gestehungskosten vermutlich so um die €0,20/kWh liegen. Bei diesen Kosten ist ersichtlich dass PV Offshore-Wind in sonnigen Regionen schon links überholt hat. Es ist auch offensichtlich, dass das auch in UK und DE bevorsteht. Der Spekulatius 
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von bimon » 23.11.2010, 00:36
Na, ich weiß nicht, warum man Wind-Offshore und PV unbedingt gegeneinander aus ausspielen muss. Weiß nicht ob man sich das schon leisten kann. Ohne die Zahlen anzweifeln zu wollen, es interessiert mich einfach. Warum wird dann überhaupt investiert, wenn die langfristig auf ihren 18 cent stehen bleiben werden und die EEG ja nur mit 15 Cent vergütet? Wenn die großen beim ersten Projekt in Kauf nehmen was abzuschreiben, ok. Aber wenn man bei BARD Offshore 1 mit 3,75 €/W rechnet, mal unabhängig ob es teuerer wird, dann kann es sich ja schon bei der Projektierung nicht rechnen laut der Studie... Oder fallen da noch andere echte Subventionen rein, die es dem Investor günstiger machen?
Zuletzt geändert von bimon am 23.11.2010, 00:52, insgesamt 3-mal geändert.
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von batome » 23.11.2010, 00:47
Spekulatius hat geschrieben:Kurz und knapp: In Spanien wird der Einspeisetarif für PV-Freiflächen auf 14,2 cent gesenkt. Damit ist PV in Spanien billiger als Offshore-Wind. Und da PV nunmal die steilere Lernkurve hat, wird PV in Spanien auf Ewigkeiten billiger sein als Offshore-Wind. Für Spanien bedeutet das letztendlich ein Sieg der dezentralen, demokratischen Stromwirtschaft über die zentrale, oligopolistischen Stromwirtschaft.
Ich würde nicht unbedingt von PV-Vergütungen auf PV-Kosten oder PV-Preise schließen. Kann auch gut sein, dass sich PV-Freiflächen 2011 dort gar nicht mehr rentieren. Schon heute ist der spanische PV-Markt so gut wie tot, die erreichen nicht mal die Deckelung von 0,5GW (den wir in DE auch gerne übernehmen können).
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von Spekulatius » 23.11.2010, 02:06
bimon hat geschrieben:Na, ich weiß nicht, warum man Wind-Offshore und PV unbedingt gegeneinander aus ausspielen muss. Weiß nicht ob man sich das schon leisten kann.
Offshore-Wind erfordert gigantische Investitionen und produziert Strom, der über das bestehende Netz Übertragen und verteilt werden muss. Beides spielt der zentralistischen Stromwirtschaft in die Hände. Mit einem Ausbau von Offshore wird der kleine Mann aus dem Stromgeschäft herausgehalten und ist weiterhin auf die zentralen Strukturen angewiesen. Die Grossversorger haben politisch die Weichen für einen Grossausbau von Offshore gelegt, mit dem Argument, nur mit Offshore sei ein massiver Ausbau von EE bei begrenzten Kosten möglich. Wenn jetzt Freiflächen-PV sich als die billigere Variante erweist, fällt dieses Kartenhaus in sich zusammen, und die Grossversorger verlieren ein wichtiges Machtinstrument. bimon hat geschrieben:Ohne die Zahlen anzweifeln zu wollen, es interessiert mich einfach. Warum wird dann überhaupt investiert, wenn die langfristig auf ihren 18 cent stehen bleiben werden und die EEG ja nur mit 15 Cent vergütet? Wenn die großen beim ersten Projekt in Kauf nehmen was abzuschreiben, ok. Aber wenn man bei BARD Offshore 1 mit 3,75 €/W rechnet, mal unabhängig ob es teuerer wird, dann kann es sich ja schon bei der Projektierung nicht rechnen laut der Studie... Oder fallen da noch andere echte Subventionen rein, die es dem Investor günstiger machen?
Die Britischen Offshore Parks werden mit normalen Grosshandelsstromtarif und 2 Britische EE-Zertifikate pro MWh vergütet, damit kommen sie ungefähr auf €0,18/kWh. Wie sich die Deutschen Anlagen rechnen ist mir auch ein Rätsel. Die ersten werden leicht von der EU bezuschusst, allerdings macht das den Kohl nicht fett... Der Spekulatius 
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von Spekulatius » 23.11.2010, 02:13
batome hat geschrieben:Ich würde nicht unbedingt von PV-Vergütungen auf PV-Kosten oder PV-Preise schließen. Kann auch gut sein, dass sich PV-Freiflächen 2011 dort gar nicht mehr rentieren. Schon heute ist der spanische PV-Markt so gut wie tot, die erreichen nicht mal die Deckelung von 0,5GW (den wir in DE auch gerne übernehmen können).
Der Markt ist tot aufgrund des bürokratischen Genehmigungsverfahren, in dem Quartalsweise Projekte aus einer langen Anmeldeliste tröpfchenweise zum Bau freigegeben werden. Die €0,142/kWh verderben den Investoren natürlich den Spass, ermöglichen jedoch in Südspanien (1600 kWh/kWp) eine angemessene Rendite bei Systempreisen von €2,10 - €2,20. Es ist fast so angespannt wie Freifläche Deutschland in 2011, aber dennoch machbar wenn Du die Module zu €1,20 bekommst. Der Spekulatius 
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von PV-Berlin » 23.11.2010, 09:17
In Spanien sollte man langsam reale Strompreise installieren. Auf den Kanaren ist der Strom viel zu billig. WKA auf See zu bauen, auf solch eine Idee kommen die Spanier nicht! Die WKA, die ich kenne, haben Stundenzahlen von weit über 6.000 h und müssen kaum Stürme fürchten, geschweige denn Schnee und Eis. Also sind WKA auf den Inseln *Kanaren sehr rentabel. Diese Investoren machen en nix unter 10% Zinsfuss und mit maximal 10 Jahren Abschreibung. So viel zu den spanischen WKA. Mit moderaten Strompreissteigerungen, guten Klimaanlagen, dem Einsatz von Energiespartechnik usw. kann man sicherlich 20% oder mehr Strom sparen. Daher muss man in Spanien das ins Auge fassen, zumal die Energiekonzerne nicht grade solvent sind.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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