Montio hat geschrieben:Mit der 70% Regelung ist ja kaum mit Ertragseinbußen zu rechnen. Demnach äendert sich auch kaum etwas an den Vollaststunden.
Eine 100kWp Anlagen, die 100.000kWh liefert hat 1000 Volllaststunden. Dieselbe Anlage auf 70kWp gedrosselt hat meinetwegen 98.000 kWh Ertrag und somit 1.400 Volllaststunden.
cephalotus hat geschrieben: ... Wir haben schon heute temporär massive Stromüberschüsse. ...
Gibst irgendwo eine WWW-Quelle wo man das nachverfolgen kann?
Danke Gruß Montio
Hallo, es gibt auf der Seite http://www.netzfrequenzmessung.de/index.htm teilweise Infos über Frequenzregelmassnahmen, in einem früheren Beitrag war eine Verlinkung zu einer Netzbetreiberseite auf der beschrieben steht was wann durch welche Massnahmen gemacht wurde. Ich habe da nur das Beispiel von Weihnachten 2008 genau gelesen, damals war aufgrund der beginnenden Weltwirtschaftkriese in Verbindung mit einem viel zu hoch prognostzierten Verbrauch und gleichzeitig einer Starkwindfront eine Menge Regelleistung inkl. Abschaltung von Windparks die Netzfrequenz überhaupt nur zu halten.
Ansonsten sollte man bei Tante Googel fündig werden.
Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
Damit hat die Offshore in UK jetzt ein kleines Problemchen.
Offshore Wind war das Wunderheilmittel der Britischen Regierung, um den unterirdischen EE-Anteil von 4% auf 15% in 2020 raufzuschrauben (Seite 5 im Plan unten). Dafür sollten bis 2020 28GW an Windkapa ausgebaut werden (Seite 153). Die schrecklich ineffiziente PV sollte bis 2020 mit 2,7 GWp kumuliert beglückt werden (Seite 153).
Jetzt wird aber die Offshore einen kleinen Teil der Torte an die PV abgeben müssen. 50%? 75%? Oder vielleicht die ganze Torte mitsamt Kirsche? Schon mit der hälfte langt es für 47GWp in 2020.
Wieso? 1) Weil das Kapital sich nicht SO richtig mit den rauhen "Deadliest Catch"- Küsten vor Schottland anfreunden möchte 2) Weil die Damen in den planning committees über einen wilden Spargelwuchs in der lovely country side "not amused" sind, dafür aber die PV-Anlagen "brilliant" finden.
Ich denke das "brillant" kann man auch so werten: 90% der Flächen für PV liegen im Oberhaus. Warum da auf fremden Boden (Küste) investieren? Das wäre total untypisch wenn man die Alternative hat.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Während Politik und Medien auf PV eindreschen, wollen sich die G4 für ihre Offshor-Lieblinge neben der großzügigen Vergütung noch ca. 1 Cent bei den Netzentgelten genehmigen....
Etwa 15 Milliarden Euro wird es allein kosten, die Seeleitungen zu installieren, um den Offshore-Strom an Land zu bringen. Der Hochspannungsnetzbetreiber Tennet, der für die Anbindung der Parks verantwortlich ist, hat unlängst die Politik alarmiert. Man sehe sich nicht in der Lage, diese Mittel aufzubringen
Weniger als einen Cent Mehrkosten pro Kilowattstunde
In der Branche ist es längst eine ausgemachte Sache, dass die Verbraucher für die Mehrkosten aufkommen müssen. Deutlich weniger als einen Cent pro Kilowattstunde müssten die deutschen Stromkonsumenten für die neuen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) bezahlen, um den Strom an Land zu bringen, schätzt Hans Bünting, Finanzchef und designierter Chef von RWE Innogy, dem grünen Tochterunternehmen des Versorgers.
Gegen die gehört einmal massiv Druck gemacht. Offshore ist ökonomisch absoluter Schwachsinn. Die Windbranche durchläuft eh eine ungeheure Konsoldierungsphase, ein Hersteller findet nicht einmal einen Investor, welcher seine Offshore Allüren finanzieren möchte. Weltweit gibt es genügend Küstenstreifen, da wird nie jemand ins Meer bauen wollen.
Was beim Offshore Wind bisher noch nicht diskutiert wurde und jetzt bin ich einmal beim Menschlichen (nicht beim Wirtschaftlichen). Es gibt Leute, die das aufbauen müssen (sagen wir es konkret - Männer - ne Frauenquote kommt da bestimmt nicht ). Das wird bei der Menge und auf See nicht ohne Unfälle abgehen. Nur können die Leute - anders als an Land - eben nicht ruckzuck ins Krankenhaus gebracht werden. Das kann Stunden dauern. sunraven
Sunraven hat geschrieben:Was beim Offshore Wind bisher noch nicht diskutiert wurde und jetzt bin ich einmal beim Menschlichen (nicht beim Wirtschaftlichen). Es gibt Leute, die das aufbauen müssen (sagen wir es konkret - Männer - ne Frauenquote kommt da bestimmt nicht ). Das wird bei der Menge und auf See nicht ohne Unfälle abgehen. Nur können die Leute - anders als an Land - eben nicht ruckzuck ins Krankenhaus gebracht werden. Das kann Stunden dauern. sunraven
Wobei das Argument nicht zählt...Offshore Bohrplattformen liegen teilweise so weit draussen, da hat man erfahrung mit dem Heli Fliegen bei wiedrigsten Umständen wenn es wirklich sein muss. Ich hoffe nur das die Monteure dann auch die selbe Ausbildung bekommen wie die der Öl/Gas-Plattformen!! Wobei ich eh nicht für offshore bin, es gibt auf dem Festland ausreichend Platz um dort WEA zu bauen und zu betreiben, da kann man den "Netzcent" eher in die Vergütung als in die überflüssigen Netze stecken!! Zudem haben dann auch nicht nur die großen die Chance auf ihren Reibach, sondern auch jeder der ein "paar"€ investieren möchte und dem vielleicht das Dach für ne PV fehlt. Man könnte den Gegener ja mal zeigen wie sich ein neues AKW oder KohleKW in die Landschaft "einfügt"...so ein 180m Kühlturm wie bei der Steag in Walsum auf dem zu über 80% des Jahres eine "Wolke" steht unter der man schonmal nassregnen kann obwohl es eigentlich trocken ist macht sich überm eigenen Häusschen bestimmt ganz toll Bin letzte Tage durch NL gefahren, da findet man an der Küste Plakate von Anwohner wo man gegen das AKW Bossele2 protestiert, wenn man dan entlang der deutsch/niederländischen Grenze fährt findet man Plakate wo man gegen Windenergieanlagen in seiner Region ist....und PV wird kaum gefördert
Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
Sunraven hat geschrieben:Was beim Offshore Wind bisher noch nicht diskutiert wurde und jetzt bin ich einmal beim Menschlichen (nicht beim Wirtschaftlichen). Es gibt Leute, die das aufbauen müssen (sagen wir es konkret - Männer - ne Frauenquote kommt da bestimmt nicht ). Das wird bei der Menge und auf See nicht ohne Unfälle abgehen. Nur können die Leute - anders als an Land - eben nicht ruckzuck ins Krankenhaus gebracht werden. Das kann Stunden dauern. sunraven
War gerade auf einem Seminar der Berufsgenossenschaft. Erschreckend, was da auf die Offshore-arbeiter zukommt. So wie es aussieht werden die Arbeiter dort als risikoreichste Gruppe überhaupt eingestuft. Denn bei Sturm bringt auch ein Heli nichts und wenn man ein paar Tage auf Rettung warten muss können schon kleine Verletzungen schwere Langzeitfolgen haben. Schlimm für die, die da arbeiten; und schlimm für alle anderen die dadurch höhere Beitrage für die Berufsgenossenschaften zahlen müssen, denn das hohe Risiko müssen alle mittragen. Es ist wahnsinn, wieviel Geld in diese Technik gesteckt wird und vor allem wie die Leute dort verheizt werden. Wenn keine etwas unternimmt, wird Offshore der Industriebereich mit den meisten Toten pro 1000 AN. In der Presse sind es dann später "die Erneuerbaren" die gefährlich sind...
PV-Abhängiger
Haste einmal PV-Strom geschnuppert, willste immer mehr...