News über Photovoltaik und Solarstrom
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von user4711 » 19.01.2012, 21:10
Hallo, habe gerade den Link gefunden. http://www.sma-corporateblog.com/2012/01/19/„weiterer-solarstromausbau-erhoht-strompreise-nur-noch-marginal/#more-984 Da der Herr mir aus der Seele spricht, habe ich den link hier schnell eingestellt. Die Argumente sind für mich schlagkräftig, jedoch wurde eines nicht dargestellt, die Frage ist wozu er dies vergessen hat. Ich bin für Transparenz und möchte das eine, welches mir abgeht beifügen. Man stelle sich vor, was passiert, wenn der ganze Zubau nach 20 Jahren Zug um Zug dann mit einer Einseisevergütungen von ggf <5 cent auf den Mark geworfen wird. Ich kann die Verbraucher nur bedauern, es scheint eine Reduzierung des Strompreises künfig unausweichlich zu sein. Interessant finde ich auch den Hinweis, dass die Deckelung, Prognoise auf 2016, kaum eine Veränderung beim Strompreis bingt, wohl aber bei der Deckung des Stroms über PV-Anlagen. -> Für mich war des Lesen des Betrag eine Freude, ich hoffe die Info wird auch mal im Spiegel oder mehreren Tageszeitungen verbreitet. Viele Grüße user4711
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von sandraenkhardt » 19.01.2012, 21:20
Wir sind zwar nicht der SPIEGEL, aber einen Beitrag dazu hatten wir auch http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/ ... 100006950/Ich war bei der Pressekonferenz dabei, als die Studie vorgestellt wurde. Es waren durchaus große Medien dabei, allerdings blieben auch einige Fragen offen und die vollständige Studie gibt es wohl auch erst in einigen Wochen.
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von user4711 » 19.01.2012, 21:50
sandraenkhardt hat geschrieben:Wir sind zwar nicht der SPIEGEL, aber einen Beitrag dazu hatten wir auch photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/marginale-preiseffekte-durch-photovoltaik-zubau_100006950/
Ich war bei der Pressekonferenz dabei, als die Studie vorgestellt wurde. Es waren durchaus große Medien dabei, allerdings blieben auch einige Fragen offen und die vollständige Studie gibt es wohl auch erst in einigen Wochen.
Welche Fragen blieben offen, ich war nicht dabei und würde gerne wissen was auf schwachen Füßen steht. Die Zeitungsleute haben eine Nase für Schwächen, ich würde mich gerne weiterbilden. Viele Grüße user4711
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von sandraenkhardt » 19.01.2012, 22:00
Zum Beispiel die Entwicklung der EEG-Umlage bei einem anhaltend hohem Zubau von PV bei etwa 7 oder 7.5 Gigawatt pro Jahr. Prognos hat sich zunächst auf die Annahmen der Mittelfristprognose der UNB gestützt und die sehen deutlich weniger PV pro Jahr bis 2016 vor.
Prinzipiell ist die Kernaussage ja nicht falsch, nur eben bei gezielten Nachfragen fehlten eben (noch) die präzisen Antworten. Soetwas ist dann dann etwas ärgerlich, gerade wenn man auch die großen Medien erreichen will.
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von Mühli » 19.01.2012, 22:22
Wieviel wir zubauen können ist für mich keine PV-eigene Frage mehr, auch die Kosten der PV selber sind die nächsten Jahre uninteressant. Eher die Frage, was wir mit soviel Solarstrom zur falschen Zeit tun sollen und wie wir die Netze so stützen können dass die PV tatsächlich herkömmliche Kraftwerke verdrängen kann. Momentan haben wir zwar nur 3% Solarstrom, an guten Tagen decken wir aber schon ~70% des Strombedarfs ab. Wenn wir auf 7% kommen, haben wir an sonnigen Tagen definitiv zu viel Strom im Netz, der muss dann weg.
Das ist einerseits eine technische Frage, wieweit Akkus oder Netze die nächsten Jahre kommen andererseits eine politische, denn bestimmte "notwendige" Peripherie wie Gaskraftwerke oder Netze sind momentan kaum wirtschaftlich und darauf haben wir als Betreiber keinen Einfluss. Da hängen auch viele andere EEs dran, von falsch vergüteten/betriebenen Biogasanlagen bis zu BHKW die viel zu wenig gefördert werden. Oder auch das Ausland, also Österreich, Schweiz, die über die Pumpspeicher verfügen, die wir bräuchten. Solange die weiterhin Nachts gefüllt werden und nicht auf PV-Strom umgestellt werden, helfen sie auch nix. Ob und wie die Marktwirtschaft (Mittags Gratisstrom) das regeln wird...weiß ich nicht. Andere Länder haben andere Interessen, wollen Atomstrom verkaufen oder sind nicht wirklich grün...
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
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von user4711 » 19.01.2012, 22:28
@ sandraenkhardt
Danke, fürs Feedback, kaum zu glauben, das man sich diese Blöse gibt. Wohl mit heißer Nadel gestrickt.
Ja ich glaube von meinem Bauchgefühl und meiner Prognosefähigkeit auch, dass die Aussage plausible ist, das Gedankengebäude muss aber schon ein kleines Erdbeben aushalten. Dann hoffe ich mal, dass die Blöse rechtzeitig ausgemerzt werden kann.
Viele Grüße user4711
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von superhaase » 20.01.2012, 10:50
Mühli hat geschrieben:Momentan haben wir zwar nur 3% Solarstrom, an guten Tagen decken wir aber schon ~70% des Strombedarfs ab. Wenn wir auf 7% kommen, haben wir an sonnigen Tagen definitiv zu viel Strom im Netz, der muss dann weg.
Wie kommst Du denn auf so einen Unsinn? Völlig abstruse Zahlen!
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von GAST » 20.01.2012, 17:57
superhaase hat geschrieben:Mühli hat geschrieben:Momentan haben wir zwar nur 3% Solarstrom, an guten Tagen decken wir aber schon ~70% des Strombedarfs ab. Wenn wir auf 7% kommen, haben wir an sonnigen Tagen definitiv zu viel Strom im Netz, der muss dann weg.
Wie kommst Du denn auf so einen Unsinn? Völlig abstruse Zahlen!
Ganz so abstrus sind diese Zahlen nicht, der 3% PV Anteil am Gesammtstrom dürfte eher von Anfang 2011 als von den Zahlen von Ende 2011 stammen. Wenn wir dann sehen das wir im Juni schon über 13,5GW Spitzenleistung im Netz hatten (bei ~18,4GWp Modulleistung), dann wissen wir das wir in diesem Sommer bei vorraussichtlich 25GWp Modulleistung an die 18GW Spitzenleistung erreichen werden... Sind dann zwar "nur" 50% von der Prognose zu den niedrigsten Tagesverbrauchswerten, aber nicht so ganz ohne wenn man bedenkt das AKW und BraunKKW nicht so ohne weiteres runterregeln möchten, können oder dürfen... Wenn wir dann auf 7% PV Gesammtstrom kommen, dann haben wir an Verbrauchsschwachen Tagen wohl über 100% PV in der Mittagsspitze... Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
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von superhaase » 20.01.2012, 18:32
GAST hat geschrieben:Sind dann zwar "nur" 50% von der Prognose zu den niedrigsten Tagesverbrauchswerten, ...
Ach ja? Es gibt Tage mit nur 36 GW Mittagslast? Das wäre mir wirklich neu. ... aber nicht so ganz ohne wenn man bedenkt das AKW und BraunKKW nicht so ohne weiteres runterregeln möchten, können oder dürfen...
Das ist eben dann der entscheidende Punkt: Die EE haben per Gesetz Vorrang. Die EE-Leistungen lassen sich gut prognostizieren, so dass Grundlastkraftwerke planbar für ganze Tage oder Wochen gedrosselt oder vom Netz genommen werden können. Dann rentieren sich auch Mittellast und Spitzenlastkraftwerke wieder, wenn sie dadurch vermehrt zum Einsatz kommen können. Auch der Neubau für GuD als Brückentechnologie würde sich rentieren, was derzeit von Investoren verneint wird, weil die alten Grundlastdreckschleudern ja durchlaufen und die Netze verstopfen und den Strom dann ins Ausland drücken, wenn mal Wind und/oder Sonne viel liefern. Die Grundlastkraftwerke müssen gedrosselt oder zeitweise abgeschaltet werden, alles andere hat keinen Sinn. Auf den Börsen-Strompreis hat das kaum Einfluss, denn die dreckigen Grundlastschleudern sind selten preisbestimmend. Schließlich ist doch das Ziel der Energiewende, von den fossilen Brennstoffen (dazu zähle ich auch Uran) wegzukommen. Was hätte es also für einen Sinn, wegen der Grundlastkraftwerke den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu stoppen oder zu bremsen? Keinen! Man muss sich die perfide Argumentationsweise der Anti-PV-Lobby bzw. Anti-EE-Lobby der 4 Stromkonzerne nur mal zur Brust nehmen und ordentlich analysieren, dann kommt man darauf, was wirklich dahinter steckt: Sie wollen mit dem Gerede von Netzengpässen und Nichtintegrierbarkeit des schnellen EE-Ausbaus etc. nur ihr Geschäft mit ihren alten abgeschriebenen Dreckschleudern möglichst lange am Leben halten. Aber das muss man ihnen nicht durchgehen lassen, denn darauf haben sie keinen Anspruch. Die richtige ANtwort auf den schnellen EE-Ausbau ist nicht, den EE-Ausbau zu bremsen, sondern die Grundlastkraftwerke zeitweise vom Netz zu nehmen bzw. zu drosseln. Für längere dunkle Flautephasen, die sich ja Tage vorher ankündigen, kann man sie dann wieder hochfahren. Nur so macht Energiewende Sinn. Nur so wird weniger CO2 und anderer Dreck ausgestoßen. ciao, sh
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von Mühli » 20.01.2012, 19:11
Ob meine Zahlen jetzt richtig sind oder nicht...das Prinzip kam rüber, oder? Glaube diese 70% mal gelesen zu haben, kann sich aber auch auf Bayern beziehen, da glaub ich das sofort... Laut EEX haben wir aktuell ca. 62TW Mittagslast. Ist die Hälfte im Sommer soo unrealistisch?
In dem Dorf wo meine Anlage steht, ist es jetzt definitiv soweit, dort wird deutlich mehr Produziert als gebraucht wird. Immerhin haben wir dort dieses Jahr mal flotte 70kWp zugebaut und es sind nur ein paar Häuser. Die einzige Industrie ist ein Sägewerk das lediglich ein Schneidgatter hat. Und "mein" Dorf ist Solartechnisch eh nicht grad das beste, da gibts gaaanz andere Ortschaften wo ein großer Bauer schon mehr auf dem Dach hat.
Grundlastkraftwerke heißen ja nicht umsonst so, auf Dauer müssen sie aber weg, das ist klar. Die Nacht-Grundlast müsste in sonnigen Wochen dann von den Mittellastkraftwerken abgefangen werden, dann könnte man tatsächlich die Braunkohlestinker den Sommer über abschalten.
Ich glaube, irgendwann wird der Markt das schon regeln und wenns genügend Gratis-Strom gibt, werden sich auch Unternehmen finden die den brauchen/speichern können. Dazu gehört aber auch, endlich mal die Pumpspeicher auf Solar anstatt Kohle umzustellen.
Wir haben einen ganz in der Nähe, zwar nur ein sehr kleiner, aber egal. Der wird definitiv jede Nacht vollgepumpt, egal wie das Wetter ist. Er müsste aber Mittags vollgepumpt werden und abends wieder abgelassen. Von miraus dann noch einen Teil in der Nacht füllen damit er morgens auch laufen kann. Aber dass da jemals Mittags gepumpt wurde, nein, wär mir nicht aufgefallen. Wäre aber auch 1MW womit man nen ganzen Solarpark abpuffern könnte. Nicht lachen, ist eben ein kleines PSW
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
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