PV-Ausbau erhöht Strompreis nur noch marginal

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Re: PV-Ausbau erhöht Strompreis nur noch marginal

Beitragvon user4711 » 21.01.2012, 22:39

FrankTorsten hat geschrieben:
user4711 hat geschrieben:
Unter der Quelle
http://energieberater.harzenergie.de/Co ... 202006.pdf
Ist nur der Privathaushaltsverbrauch so 140 Milliarden kWh.

Viele Grüße
user4711


Hmmm ... käme mir jetzt aber SEHR wenig vor. (???)

Rein von der Logik her. Wenn ich jetzt - nur als grobe Überschlagsrechnung - die im letzten Jahr eingesammelten rund 12,9 Mrd. EEG-Umlage nehme - und die durch die 3,52 cent Umlagehöhe teile, komme ich auf rund 366,4 Mrd. kWh Stromverbrauch, der dahinter steckt - also rund 60% des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland.

Wenn wirklich nur die Privathaushalte mit 140 Mrd. kWh die EEG-Umlage bezahlt hätten, dann wären ja gerade mal 4,9 Mrd. eingesammelt worden.


Solle eine Obergrenze sein (je weniger mit zahlen, deso größer die Abgabe, wenn Die Abgabe aber schon bei ungünstiger Rechung klein ist, dann erkennt man, dass das Thema dieses Threat sehr richtig ist)
Die Forderung der kleiner 2% Partei sieht man dann im richtigen Zusammenhang.

Fakt ist, dass die Umlage, die Mehrbelastung nun sinken wird und die Vorteile nicht nur vorhergesagt werden, sie werden sichtbar und immer mehr.

Umgedreht kann man auch sagen,solange keine klare Rechung vorgezeit wird (wir wollen schon überzeugt und für voll genommen werden), in der die herbeigeredete Mehrbelastung sichtbar ist, kann man das Ganze als Meinungsmache ansehen und die "Meinungsmacher" in die entsprechende Schublage stecken sowie seine Wahlentscheidungen entsprechend treffen.

Viele Grüße
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Re: PV-Ausbau erhöht Strompreis nur noch marginal

Beitragvon darwin » 22.01.2012, 01:32

GAST hat geschrieben:
darwin hat geschrieben:EEG umlage wird nicht nur von den Haushalten bezahlt - sondern auch vom Gewerbe.


Stimmt, wobei ja mittlerweile die ~1600 größten Stromverbraucher eine stark reduzierte Umlage von 0,05ct/kWh zahlen während gerade die ja von den niedrigeren Börsenstrompreisen (MerritOrderEffekt) profitieren können wenn sie es richtig anstellen.

Aber so ziemlich jeder Mittelständler dürfte die volle Umlage zahlen, dazu natürlich Handwerker, Handel usw.

Also dürften warscheinlich zwischen 10-35% des Gesammtstromverbrauchs mit der reduzierten Umlage entlastet werden!!
Dazu bekommen die ganz großen dann auch noch die Netzentgeltbefreiung!!


Deshalb schrieb ich Gewerbe und nicht Industrie. Ökostromanbieter sind übrigens auch befreit bzw. gedeckelt, allerdings dürfen die ja auch keinen EEG Strom vermarkten - Wobei das wohl noch marginal ist.

Dazu kommen wohl noch Gemeinden, Landkreise und ähnliche öffentliche Einrichtungen wie Schulen. 360 TWh wurden ja grob überschlagen von 600 TWh Gesamtverbrauch - was halt den 60% entspricht.
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Re: PV-Ausbau erhöht Strompreis nur noch marginal

Beitragvon rollkopp » 22.01.2012, 15:24

Sorry, aber Gemeinden und Kreise sind für ihre Einrichtungen wie z.B. Schulen nicht von der Umlage befreit. Da muss genau wie jeder Haushalt oder Handwerksbetrieb die Umlage gezahlt werden.

Die große Differenz zwischen 607 TWh Brutto-Stromverbrauch in Deutschland und 383 TWh nicht privilegierter Letztverbrauch gehen zum einen auf den privilegierten Verbrauch (85 TWh) und zum anderen auf Eigenerzeugungsanlagen wie diese in Ensdorf im Saarland, wo man sich im Juli 2011 zwischen Saarstahl und VSE geeinigt hat, 24,7 Mio. EUR Umlage künftig nicht mehr zahlen zu müssen:
http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarwirtschaft/meldungen/art289659,3852939#.TxwbDPlZqgE
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Re: PV-Ausbau erhöht Strompreis nur noch marginal

Beitragvon Weidemann » 22.01.2012, 15:34

darwin hat geschrieben:Seite 63 - Den Sprung von 1 auf 50 Wohnungen beachten - Dort nihmt man immer noch an das 160 A ausreichend sind.
Bei 3 Personen pro Wohnung 1000 KWh/Jahr und Person sind es etwa 0,4 A pro Person also 60 A Dauerlast. Der Faktor 3 War also schon zu hoch angesetzt. PV kann definitiv die NS-sprengen.

Das sagt, dass du vom Hausanschluss her gesehen 110 kW auf dem 50-Parteien-Haus unterkriegst... reicht doch :roll:
Laut dieser Rechnung und bei 3 Bewohnern pro Wohnung wären wir deutschlandweit auf 0,7 kW / Einwohner, also 60GW schon auf Wohnhäusern :wink: (natürlich eh eine Unsinn-Rechnung).
Der größere Teil der Anlagen liegt aber nicht auf Wohnhäusern, sondern auf LWS und Gewerbe.

Es schon mal eng werden im NS-Netz in manchen Dörfern, aber dann muss halt der Trafo getauscht werden. Das ist auf jeden Fall weniger Aufwand, als die Stromautobahnen von Nord nach Süd bzw. die ANbindung von Offshore-Parks.

(irgendwo habe ich gelesen, dass der Netzausbau für PV im Moment der größte Kostenanteil beim Netzausbau ist :lol: was ja nur heißt, dass im Moment praktisch NICHTS am Netz ausgebaut wird :| )

darwin hat geschrieben:Ökostromanbieter sind übrigens auch befreit bzw. gedeckelt, allerdings dürfen die ja auch keinen EEG Strom vermarkten - Wobei das wohl noch marginal ist.

Bisschen korrekter könntest du dich schon ausdrücken, nämlich so:
Wegen des direktvermarkteten EE-Strom sinkt die EEG-Umlage, dafür zahlen Kunden bei solchen Anbietern (derzeit nur Naturstrom?) nur die halbe EEG-Umlage.

@rollkopp: interessanter Artikel!
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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