Photon: Informationen zu Schneckenspuren

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Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon Weidemann » 01.01.2012, 19:46

So gut ich mich erinnere, hier aus der Photon 12/2011:
Es wurden zahlreiche Hersteller und Forschungseinrichtungen befragt.

Schneckenspuren treten einige Monate nach der Installation auf, bei zweitreihigen Herstellern, aber genauso bei Markenherstellern. Alle forschen daran. Nur Q-cells sieht in Schneckenspuren einen Mangel (wenn auch nur optisch), alle anderen Hersteller verweisen darauf, dass die Leistung ja nicht beeinträchtigt wird.

Bei Schneckenspuren sind immer Mikrorisse im Spiel, die aber auch bei Modulen ohne Schneckenspuren oft vorkommen und nur schwer zu vermeiden sind. Also hat ein Modul mit Schneckenspuren nicht notwendigerweise mehr Mikrorisse, als ein "sauberes" Modul.
(Daneben gibt es den Effekt auch rahmenförmig von den Zellrändern aus, da arbeitet sich das Material also zwischen den Zellen durch nach vorne).

Merkwürdigerweise zeigen Schneckenspuren angeblich nur solche Mikrorisse an, die bereits in der Produktion vorhanden sind, und entstehen nicht an Mikrorissen, die durch Transport etc. entstehen.

Geklärt scheint, dass durch die Rückseitenfolie Wassermoleküle eindringen, dabei Stoffe aus der Folie lösen und durch die Mikrorosse wandern. Vorne auf der Zelle lagert sich dieses Material ab, der Sauerstoff aus dem Wasser oxidiert dabei Stoffe aus der Zelle und/oder der EVA-Folie, und das sieht dunkel aus (gemessen wurden Polymer-Ablagerungen und Oxide, teils mit Phospor ungeklärter Herkunft), aber:
Die Zelle wird NICHT angefriffen, demzufolge verursachen Schneckenspuren KEINE Ertragseinbußen!

Man kann jedoch anhand der Schneckenspuren Mikrorisse betrachten und nach Zellbereichen suchen, die durch diese Mikrorisse von den Kontakten abgetrennt sind: Diese Bereiche liegen "brach" (allerdings ist das genauso bei Modulen ohne Schneckenspuren der Fall, auch die haben teils Mikrorisse, was aber auch bei den Flashtests berücksichtigt wurde).

CSI sagt, die Schneckenspuren seinen auf eine bestimmte Chemikalie zurückzuführen, die in der Zellherstellung bis 2010 eingesetzt wurde (auch bei anderen Herstellern), und dass das Problem somit gelöst sei, aber sie wollen nicht sagen worum es sich handelt.
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon buergersolar » 03.01.2012, 10:37

Schau mal hier: pv-module-f2/silicium-qualitaet-gt-modul-qualitaet-t22989-s80.html#p633586

Vielleicht kann ein Mod die Threads vereinen...

Sonnige Grüße
Zuletzt geändert von buergersolar am 03.01.2012, 11:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon Ruben24 » 03.01.2012, 11:08

Man kann jedoch anhand der Schneckenspuren Mikrorisse betrachten und nach Zellbereichen suchen, die durch diese Mikrorisse von den Kontakten abgetrennt sind: Diese Bereiche liegen "brach" (allerdings ist das genauso bei Modulen ohne Schneckenspuren der Fall, auch die haben teils Mikrorisse, was aber auch bei den Flashtests berücksichtigt wurde).

Mikrorisse führen nicht immer zu "abgetrennten" und somit "brach" liegenden Bereichen, solange die Finger ( dünne Striche ) der Zelle nicht unterbrochen sind. Erst wenn auch die Finger durchtrennt und der Bereich mit dem Mikroriss vollständig abgetrennt ist fällt dieser Teil an Leistung weg. Somit ist die oben aufgeführte Aussage nicht ganz richtig.

Gruss
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Re: Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon landshut » 05.01.2012, 20:03

Servus alle zusammen

und wie erklärt sich dann, das aus "normalen" Schneckenspuren die ja wie alle Hersteller behaupten keine
Leistungseinbrüche entstehen !

Bei mir gabs einige mit verschmorten Zellen die sahen 2 Wochen zuvor noch ganz schlicht wie "normale"Schneckenspuren
aus und jetz so wie unten auf dem Bild (zu Hotspot entwickelt) und wesentlich meinen String bremsen also ergibt sich eine
Leistungsminderung!!

mfg landshut
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Re: Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon Weidemann » 05.01.2012, 20:47

@landshut: Ich verstehe garnicht, wo da der Hotspot sitzt...
Wenn an der unteren Zellkante, der Punkt am Ende des Lötbändchens: ist er an der hinteren Sammelschiene, also unter der Zelle? den auf der Zell-Oberseite fließt an dieser Stelle ja kein Strom.

Bei der silbrigen Schneckenspur dürfte doch ebenfalls kein Strom fließen, solange das andere (nicht sichtbare) parallele Lötbändchen in Ordnung ist?
(Oder sind die Lötbändchen so knapp dimensioniert, dass nur eins ausfallen muss um den String deutlich zu bremsen?)
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon bettina » 05.01.2012, 21:01

hallo :)

Das sieht ja böse aus :roll: Kann mir schon vorstellen ,dass dieses nicht so bleibt und sich noch weiter verschlimmert .
In der Photon steht doch ein Betreiber drin , der über Leistungseinbußen klagt .
Um welchen Hersteller handelt es sich denn bei Dir ? Made Europa oder Asien ?


mfG
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Re: Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon eggis » 05.01.2012, 21:21

Moin landshut,

kannst du das Bild noch in einer höheren Auflösung einstellen?
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon Nobo » 09.01.2012, 11:35

@Landshut: dein potentieller Hotspot ist wegen dem Zellbruch entstanden und nicht wegen der Scheckenspur - die Schneckenspur, bzw. die Verfärbung der Zellfinger ist nicht ursächlich für deinen Hotspot und der eventuell daraus resultierenden Leistungsminderung.
Wie stark ist denn deine Minderleistung? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen das aufgrund des einzelnen Hotspot dort was messbares an Leistung verloren geht. Der Strom wird ja weiterhin produziert und abtransportiert. Wie sieht denn deine Modulrückseite aus, sind da schone kleine Blasen sichtbar?

Grüße der Nobo
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Re: Photon: Informationen zu Schneckenspuren

Beitragvon landshut » 09.01.2012, 17:47

Hallo

Die Platten mit den Blasen wurden schon gewechselt.
Richtig die Rückseite war schon verkokelt braun.

Hier mal ei paar Bilder mit hoher Auflösung
Ging leider nicht bild darf max 1 mb haben schade!!

mfg Landshut
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