neue Konkurrenz

News über Photovoltaik und Solarstrom

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neue Konkurrenz

Beitragvon Stromgeil » 21.11.2011, 07:13

http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 58,00.html

das wäre meiner meinung ja nicht so schlecht, lokale holzabfälle gut zu verwerten.

dies aber als aussichtsreiche technologie für die zukunft darzustellen, soviel holzköpfe zu verbrennen gibts es nichtmal in <beliebige stadt>
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon open source energy » 21.11.2011, 07:26

Holzvergasung ist ja wie im Artikel steht nichts neues!

Die Frage stellt sich immer, wieviele kWh kann man aus nachwachsende Rohstoffen überhaupt erzeugen. Als Regelleistung hinter PV und Wind und als Backup sicher eine gute Idee.
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon PeterQ » 21.11.2011, 08:09

"Ohne öffentliche Unterstützung wäre die Holzvergasung momentan nicht wirtschaftlich", erklärt Schütte.


Das als Konkurrenz darzustellen, na ich weiß nicht. Eher als mögliche Ergänzung.
Meine Meinung dazu.

Sonnige Grüße Peter
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon JschulzeP » 21.11.2011, 08:49

Holzvergasung!!!
Sehr heikles Thema,denn es gibt bis heute keine serienreife Anlage und auch keine die 8000 std im Jahr gelaufen hat.
Holzvergasung im BHKW versteht sich.
Da mach ich mir keine Gedanken mehr zu !
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon PV-Berlin » 21.11.2011, 10:26

Berlin hat den Bau einer zweiten Anlage untersagt, da die Mengen zum großen Teil schon Heute aus Polen usw. kommen. Man überschätz die Möglichkeiten bei weitem, denn auch schon Heute wird kaum noch Holz ungenutzt gelassen. Viel effektiver ist es, Holz im Wärmebereich zu nutzen, was ja im übrigen stark im Kommen ist. Holz ist sozusagen ein Superspeicher. Diesen nicht zu nutzen wäre selten dämlich. Auch der WG ist bei diesem Einsatz deutlich besser, als wieder dumm über Dampf & Co. daraus Strom zu machen.

RWE_Berlin_Holz
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon pseudoruprecht » 21.11.2011, 21:19

PV-Berlin hat geschrieben:Auch der WG ist bei diesem Einsatz deutlich besser, als wieder dumm über Dampf & Co. daraus Strom zu machen.


Der Verdrängungsmechanismus, der die Thermodynamik hier seit ihren Anfängen im Griff hat ("Wieso, 35% Wirkungsgrad bei einem - bekannterweise - endlichen Primärenergieträger ist doch super, Carnot ist auch nicht viel besser!") wird in seiner reinen Schönheit eigentlich nur noch von Wegschieben der Entsorgungsproblematik bei den Atomis übertroffen. Ich gebe Dir also recht, Speicher (Kohle, Holz, Gas) zu Wärme zu Strom (der sich dann nicht Speichern lässt) ist nicht mehr ganz zeitgemäß.
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon Cruso » 21.11.2011, 22:07

Man überschätz die Möglichkeiten bei weitem, denn auch schon Heute wird kaum noch Holz ungenutzt gelassen.


Dazu muss man einfach auch die Lage im Großraum Ulm/Neu-Ulm kennen.

Seit der Nachkriegszeit gibt es ein größeres Fernwärmenetz.
Ulm ist nicht zu weit entfernt zu größeren Holzindustrien bzw. großen Waldgebieten Oberschwabens.
Die SWU (Stadtwerke Ulm) und EnBW betreiben im Ulm (Söflingen) ein Hackschnitzel Dampfkraftwerk mit 5 MW elektrisch welches am Tag so 20 LKW Holz verfeuert. Ein sehr geringer Teil davon darf sogar belastetes Abfallholz sein.

Ich kann diverse Dinge um die spez. Subventionen für Holz Biomasse nicht verstehen.
Verbrenne ich Holz in der Müllverbrennungsanlage gibt es kaum was, beim Biomassewerk umso mehr.

Man darf also sicherlich vermuten (ohne zu rechnen), dass das Abfallholz sofern es überhaupt Abfall ist (Sägespäne etc.) zum Verheizen reicht.

Bei den vielen Holzwerken in Oberschwaben bleibt sicherlich nichts ungenutzt. Die Betriebe der Holzindustrie unterhalten zum Teil selbst Kraftwerke:
http://www.schneider-holz.com/Biopower.78.0.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Holzwerk_S ... zkraftwerk

Übersichtskarte von Heizwerken (Holz, nicht vollständig):http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/26483/anlagen_zur_energetischen_nutzung_biomasse.pdf?command=downloadContent&filename=anlagen_zur_energetischen_nutzung_biomasse.pdf
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon PV-Berlin » 22.11.2011, 09:07

Wenn ich etwas zu melden hätte, würde ich Anlagen fördern, die aus Abfallholz & Restholz Brennstoffe machen, die man hübsch transportieren kann und in hypermoderne Holz-Brennwert-Technik zum Einsatz kommen können. Die Keller privater Haushalte kosten der Allgemeinheit keinen Cent. Also tolle Energiespeicher.

Ich denke, dass die neuen Öfen WG haben, die nicht mal im Ansatz eine Stromkiste schaffen kann. Da man ohnehin selbst in Passivhäusern Heizungen benötigt, bleiben die Kosten noch im Rahmen. ( 10.000 bis 20.000 € hab ich gehört) da über die Spareffekte und/ oder über das Grüne Gewissen viele das ja schon Heute machen.

Grade im kleinteiligen EFH Bereich sehe ich Holz weit vorne. Zentrale Super- Brenner bringen uns nicht weiter, da der Nachschub doch recht begrenzt ist. Man rechne sich nur mal die kWh in Holz aus, die eine Stadt wie Berlin bräuchte. Da holzen wir ganz Deutschland ab. Super Idee. Die Ecke um Ulm kenne ich gut, da gibt es mehr als genug EFH und kleine MFH, die reichen auf alle Fälle alles an Holz (Reste) zu verarbeiten, wenn man das wollte.

Jeder Brennstoff hat seine Stärken in einem bestimmten Band. Holz fängt bei 0 kWh Jahresbedarf an. Daher wäre es blöd, diesen Brennstoff "oben" einzusetzen.

Holz sollte man fördern, wo es vor allem Gas nicht gibt. Ich würde sofort jedem Ölheizungsbesitzer ca.5.000,- € in die Hand drücken (geschenkt) , wenn er seinen Ölkessel gegen einen Holzkessel tauscht. das wäre volkswirtschaflich höchst wirtschaftlich.
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon GAST » 22.11.2011, 09:49

@PV-Berlin
Es gibt da ja gewissen Unterschiede, nehme ich einen Stückholzkessel oder einen mit Pellets??
Bei Pellets mache ich mir die Finger nicht schmutzig, muss lediglich ab und an mal den Nachschub ordern, Nachteil ist das ich da weiterhin am "Tropf" einiger Versorger (Pelletsproduzent) hänge.
Bei Stückholz brauche ich aber das ganze Equipment wie Säge, Spalter, Stammholz, evtl. noch ein passendes Zugfahrzeug und einen Anhänger und meine Arbeitskraft....oder ich muss jemand finden der es mir fertig anliefert.
Wenn man sich in dem Bereich auskennt, dann erkennt man das es mittlerweile richtig schwierig geworden ist noch irgendwo bezahlbares Holz zu kaufen...vor einigen Jahren war der Waldbesitzer froh wenn ihm jemand die Kronen aus dem Wald geholt hat, heute meinen viele das diese mit Gold aufzuwiegen sind....
Es geht halt alles zu Großverbrauchern.

Trotzdem finde ich die Holzheizung hat Zukunft und schafft eine gewisse unabhängigkeit von Importen.
Moderne Holzvergaser haben einen Wirkungsgrad von weit über 90%...soviel besser ist Gas und Öl auch nicht wenn man sich die Zahlen mal genauer ansieht.

Gruß
Jörg
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Zitat von eggis!!
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon cephalotus » 22.11.2011, 10:03

Heizen mit Holz halte ich dort für klug, wo es sonst kaum vernüftige Alternativen gibt und wo ein hoher Wärmebedarf vorliegt, der die Investition in eher aufwändigere Heizungstechnik amortisiert.
Also z.B. ländliche Regionen mit geringem Wert der Immobilie (damit ist eine energetische Sanierung nicht zu finanzieren) und Substitution einer Ölheizung oder denkmalgeschütze Gebäude mit hohem Wärmebedarf.

Holz würde ich nicht in Treibstoffe umwandeln, solange man an anderer Stelle noch mit Öl statt Holz heizt.
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