neue Konkurrenz

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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon Cruso » 22.11.2011, 13:10

Holz sollte man fördern, wo es vor allem Gas nicht gibt. Ich würde sofort jedem Ölheizungsbesitzer ca.5.000,- € in die Hand drücken (geschenkt) , wenn er seinen Ölkessel gegen einen Holzkessel tauscht.
@pv berlin

Ihre Beiträge sind sehr zu schätzen, der Vorschlag ist jedoch eine Katastrophe.

Die Verteuerung der Heizkosten der letzten 8-10 Jahre hat zu einem Ausufern der Holzheizungen geführt, egal ob große oder kleine Haushaltskasse, es wurden zig Holzöfen angeschafft (deshalb auch der Boom bei den Baumärkten, am jeden Eingang steht ein Holzofen).

Die Holzindustrie verwertet ihren Abfall fast komplett selbst, an die Werke sind Trocknungskammern und oft auch Kraftwerke angegliedert, Restholz gibt es in bestimmten Regionen nicht mehr.

Zurück zu den Öfen.
Oft fehlt der Platz zum Lagern des Holz und es wird deshalb nur Holz für 1-2 Jahre gelagert, welches dann oft nicht trocken genug ist. Was in den Öfen sonst noch verbrannt wird möchte ich gar nicht wissen, bei unserem Nachbar steigt auch Rauch in verschiedenen Farben auf.
Da man sparen möchte wird dieses Holz in billigen Öfen mit sehr schlechtem Wirkungsgrad und schlechten Abgaswerten verheizt, ein guter Ofen wie ein Specht Xeeos oder Wallitherm kostet schnell über 3000 Euro (und man möchte ja sparen).

Die folgen kann man in kleineren Dörfen und Städten sehr gut sehen und riechen, beim Anheizen so zwischen 16-18 Uhr versinken die Orte in einer Staubwolke. Das Zeugs kann man dann auch gut auf der PV Anlage sehen.

Speziell um Ulm muss man auch sagen, da herrscht jetzt schon einen Monat Nebel, sprich die Abgase ziehen auch nicht gut weg.
Holz sollte man fördern, wo es vor allem Gas nicht gibt.

Einen Gastank kann sich jeder in den Garten stellen, zum Holztrocknen braucht man ja auch einen luftigen Ort.
Cruso
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon PV-Berlin » 22.11.2011, 16:30

cephalotus hat geschrieben:Heizen mit Holz halte ich dort für klug, wo es sonst kaum vernüftige Alternativen gibt und wo ein hoher Wärmebedarf vorliegt, der die Investition in eher aufwändigere Heizungstechnik amortisiert.
Also z.B. ländliche Regionen mit geringem Wert der Immobilie (damit ist eine energetische Sanierung nicht zu finanzieren) und Substitution einer Ölheizung oder denkmalgeschütze Gebäude mit hohem Wärmebedarf.

Holz würde ich nicht in Treibstoffe umwandeln, solange man an anderer Stelle noch mit Öl statt Holz heizt.


Das muss ich doch noch mal loben. Hat er viel besser gesagt als ich es je könnte.

Also ich bekomme fertiges Holz frei Hof für 70,- € (Hartholz) Festmeter für meinen Kamin, mit Restfeuchte < 15%. Ich könnte, wenn ich nicht der faulste Mensch der Welt wäre, mir so viel Holz aus dem Wald holen, wie ich wollte (nicht mein Wald) Ich glaube nicht, dass ich mal so geizig werde, dass ich meine Faulheit überwinden könnte. Ist das jetzt nun teuer?
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon GAST » 23.11.2011, 10:14

PV-Berlin hat geschrieben:
cephalotus hat geschrieben:Heizen mit Holz halte ich dort für klug, wo es sonst kaum vernüftige Alternativen gibt und wo ein hoher Wärmebedarf vorliegt, der die Investition in eher aufwändigere Heizungstechnik amortisiert.
Also z.B. ländliche Regionen mit geringem Wert der Immobilie (damit ist eine energetische Sanierung nicht zu finanzieren) und Substitution einer Ölheizung oder denkmalgeschütze Gebäude mit hohem Wärmebedarf.

Holz würde ich nicht in Treibstoffe umwandeln, solange man an anderer Stelle noch mit Öl statt Holz heizt.


Das muss ich doch noch mal loben. Hat er viel besser gesagt als ich es je könnte.

Also ich bekomme fertiges Holz frei Hof für 70,- € (Hartholz) Festmeter für meinen Kamin, mit Restfeuchte < 15%. Ich könnte, wenn ich nicht der faulste Mensch der Welt wäre, mir so viel Holz aus dem Wald holen, wie ich wollte (nicht mein Wald) Ich glaube nicht, dass ich mal so geizig werde, dass ich meine Faulheit überwinden könnte. Ist das jetzt nun teuer?


@PV-Berlin
Herzlichen Glückwunsch, 70€FM frei Haus oder für "noppes" aus dem Wald...
Bitte mal bei den Kollegen im entsprechenden Forum nachlesen.
Dort ist man froh entweder überhaupt noch was zu bekommen, oder aber das Holz für einen angemessenen Preis zu erhalten.

Hier am Niederrhein habe ich vor 2 Jahren mal beim Waldbesitzer und beim Forstamt nachgefragt, da sollte Laubmischholz (Hartholz) ab Waldweg 50€/rm kosten und das mit nem schönen Gruß von einem Bekannten...ohne noch nen 10er mehr....
Umrechnung 1RM =0,7FM...

Bin ich froh das ich immer mal wieder was für ne schmale Mark (€) bekommen kann.

Gruß
Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi
Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !!
Zitat von eggis!!
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon willswissen » 23.11.2011, 17:54

Ich bezahle z. Zt. 55 Euro/Ster, überwiegend Buche. Ist allerdings ein Nachbarschaftspreis.

Zurück zum eingangs zitierten Spiegel-Artikel. Beim Vergasen von Holz entsteht normalerweise eine ganze Menge Holzkohle. Da diese offenbar als wertarmes Abfallprodukt angesehen wird, steuert man den Betrieb so, dass die Kohle ebenfalls verbrannt wird, um den energetischen WG zu erhöhen. Das muss und wird hoffentlich nicht so bleiben. Im Kommentar 78 zu dem Artikel steht:

Allerdings ist Biomasse eigentlich viel zu wertvoll um verbrannt zu werden. Biomasse sollte vor allem zur Aufwertung von Böden genutzt werden, siehe z B

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitr...er-Terra-Preta

und zum dauerhaften Deponieren von CO2.
Das gilt insbesondere für Holzkohle, die ein unverzichtbarer Bestandteil der äußerst fruchtbaren Terra preta ist und in der Erde das CO2 dem Kreislauf für Jahrtausende entzieht. Ich stimme voll zu und empfehle, sich diesen Film anzusehen. Zur Ergänzung noch einige weitere Links:
http://www.ithaka-journal.net/inhalt/kl ... ng?lang=de mit zahlreichen aufschlussreichen Aufsätzen
/www.ithaka-journal.net/pyrolysereaktor
www.ithaka-journal.net/europas-erst-bio ... in-betrieb
http://worldstove.com/wp-content/upload ... Stove_In... : Anleitung zum Selbstbau
www.youtube.com/user/Worldstove
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon Pontijack 60 » 23.11.2011, 21:12

PV-Berlin hat geschrieben:Also ich bekomme fertiges Holz frei Hof für 70,- € (Hartholz) Festmeter für meinen Kamin, mit Restfeuchte < 15%. Ich könnte, wenn ich nicht der faulste Mensch der Welt wäre, mir so viel Holz aus dem Wald holen, wie ich wollte (nicht mein Wald) Ich glaube nicht, dass ich mal so geizig werde, dass ich meine Faulheit überwinden könnte. Ist das jetzt nun teuer?


Also ich bekomms zum selben Preis ( den Raummeter allerdings) obwohl ich schon fast IM Wald wohne und mein Lieferant nur 30m entfernt ist :juggle:
Berlin ist also kein gutes Pflaster für Brennholzhändler :shock:

Jack
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Re: neue Konkurrenz

Beitragvon PV-Berlin » 24.11.2011, 09:40

Raummeter! Sorry

Ich mus fairer weise dazu sagen, dass mein Lieferant eines meiner Pflegefälle ist. Soll heißen, als ich ihn kennen lernte, da hat er noch mit einer Stihl und einem Baumarktspalter rumgespielt. Heute ist er mit richtiger Technik ausgestattet, seine Logistik stimmt und auch sein Marketing.

Zu meinem Unglück kann ich so was nicht sehen und hab mal kurz im "Telefonbuch" nachgeschlagen und drei Tassen Kaffee mit ihm getrunken. Da ich solchen fleißigen Menschen kein Geld abnehme, bzw. damit mein Gewissen erleichtere schleicht mir sein Dank noch nach. Solche Menschen sind offensichtlich anständiger, als es die Polizei erlaubt und ich auch nur ahnen konnte.
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