News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von ghostr888 » 05.01.2012, 10:36
interessanter bericht wie ich finde http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13798376/Oesterreich-rettet-die-deutsche-Stromversorgung.htmlhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,807268,00.htmlzb Nach Informationen der "Welt" musste der Netzbetreiber Tennet bereits am 8. und 9. Dezember erstmals auf die von der Bundesnetzagentur definierte "Kaltreserve" österreichischer Kraftwerke zurückgreifen, um die Stabilität der Stromversorgung noch garantieren zu können. Dafür musste unter anderem auch ein altes Öl-Kraftwerk bei Graz wieder ans Netz gebracht werden
An diesen Tagen sorgte das Sturmtief "Ekkehard" für ein fast volles Windkraftangebot von rund 20.000 Megawatt in Norddeutschland, das aber wegen fehlender Leitungen nicht nach Süden transportiert werden konnte. Erschwerend sei hinzu gekommen, dass der Block C des Atomkraftwerks Gundremmingen der RWE AG unplanmäßig abgeschaltet war, weil zwei der 784 Brennelemente wegen leichter Defekte ausgetauscht werden mussten.
Um die Belastung der Nord-Süd-Trassen im deutschen Stromnetz zu reduzieren, mussten deshalb dringend Kraftwerkskapazitäten in Süddeutschland hochgefahren werden – die aber wegen der AKW-Abschaltungen und des ungeplanten Brennelemente-Wechsels in Gundremmingen nicht mehr zur Verfügung standen.
Der Netzbetreiber Tennet sah sich deshalb gezwungen, beim Kraftwerk Neudorf-Werndorf in der Steiermark, das dem österreichischen Energiekonzern Verbund AG gehört, zeitweise bis zu 150 Megawatt Leistung abzurufen. Das Kraftwerk verfeuert Schweres Heizöl.
ob es das weisheits letzter schluss ist, hier die kraftwerke abzuschalten, und dafür im ausland bei stromknappheit ölkraftwerke zu starten, sicherlich nicht. zudem hat es bis jetzt noch gar keinen richtigen winter gegeben. warten wir mal ab was noch so kommt grüße
Zuletzt geändert von ghostr888 am 05.01.2012, 11:31, insgesamt 1-mal geändert.
-
ghostr888
- Vielschreiber

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 189
- Registriert: 06.04.2011, 20:48
- PV-Anlage [kWp]: 29
- Info: Betreiber
von solder » 05.01.2012, 11:25
So wie ich es verstanden habe, war es das starke Ungleichgewicht bei der Stromerzeugung und die gleichzeitig fehlenden Leitungen in den Süden, die das Problem verursacht haben. Im Norden war ja genug Strom da und im Süden genug Verbrauch. Hätte man nicht mit Kraftwerken ebenfalls im Süden gegengesteuert, dann wäre die Leitung "abgeraucht". Grund war doch eigentlich ohnehin die ungeplante Abschaltung des KKW-Blocks und nicht die hohe Windstromerzeugung im Norden. Dass mehr Transportleitungen in den Süden gebraucht werden ist ja nicht neu und mit den Offshore-Windparks wird das Problem nicht kleiner. Man hat nur 10 Jahre gewartet, weil man gehofft hat, die KKW weiter betreiben zu können. Letztlich ging es dann noch schneller als mit Rot/Grün vereinbart (hier war ja von einem stufenweisen Ausstieg die Rede und nicht von 8 auf einen Schlag). Da ist doch das Problem!
Solder
P.S. EEX: Diese Nacht sogar 23GW Windleistung, war 50% der Stromerzeugung und Vormittag noch 30%
-

solder
- Fleißiges Mitglied

-
- Beiträge: 406
- Registriert: 01.07.2009, 13:18
- Wohnort: 38162 Cremlingen
- PV-Anlage [kWp]: 8,46
- Info: Betreiber
von bskf » 05.01.2012, 11:40
Hallo,
die Situation ist für mich der Beleg, dass off-shore in Nord-/Ostsee kurz-/mittelfristig nicht weiterhilft, da die notwendigen Vorraussetzungen zur Verteilung / Speicherung nicht gegeben sind.
Vorrang sollten WKAs im Süden, mehr PV im Norden und Feldprojekte für dezentrale Speicher haben.
Grüße
bskf
-
bskf
- Vielschreiber

-
- Beiträge: 267
- Registriert: 05.12.2010, 19:34
- Wohnort: 10xxx
- Info: Solarteur
von Weidemann » 05.01.2012, 11:51
Lustig, dass ausgerechnet ein AKW Auslöser des Problem war  Da sieht man mal, von wegen sichere Versorgung... Eine Tennet-Sprecherin sprach von einer "Vorsichtsmaßnahme".
Die Tennet griff offenbar auf die österreichischen Reservekraftwerke zurück, weil diese gut an das Tennet-Netz in Deutschland angeschlossen sind. Die deutschen Reservekraftwerke liegen in demgegenüber in den Netzzonen von RWE und EnBW, in Mainz, Mannheim und bei Saarlouis. Auf diese Anlagen mussten die Betreiber bislang nicht zurück greifen.
es hätte also noch Reserve in Deutschland gegeben. Dank der gebuchten Reservekraftwerke mit einer Leistung von rund 1075 Megawatt in Österreich und 1000 Megawatt in Deutschland...
es ist nicht so, dass uns die Österreicher heldenhaft beispringen, sondern diese Leistung war im Vorfeld bereits von uns Stromkunden bezahlt! Also nichts außergewöhnliches.
sonnige Grüße, -Weidemann-
-
Weidemann
- Moderator
-
- Beiträge: 3599
- Registriert: 09.08.2009, 11:01
- Wohnort: Bayern
- PV-Anlage [kWp]: 14
- Info: Betreiber
von Mr.10.000Volt » 05.01.2012, 12:05
Bevor wir jetzt Kniefälle vor den Jungs von Tennet machen  sollten die Fragen beantwortet werden:  Wer hats bezahlt  Wer verdient dran Es würde mich nicht wundern, gäbe es eine "Verwandschaft" zwischen Tennet und diesem Kraftwerk in Ö.
Zuletzt geändert von Mr.10.000Volt am 05.01.2012, 12:24, insgesamt 1-mal geändert.
Wer, wenn nicht wir....
wann, wenn nicht jetzt?????
-

Mr.10.000Volt
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1760
- Registriert: 31.01.2009, 16:46
- Info: Betreiber
von batome » 05.01.2012, 12:14
bskf hat geschrieben:Hallo,
die Situation ist für mich der Beleg, dass off-shore in Nord-/Ostsee kurz-/mittelfristig nicht weiterhilft, da die notwendigen Vorraussetzungen zur Verteilung / Speicherung nicht gegeben sind.
Vorrang sollten WKAs im Süden, mehr PV im Norden und Feldprojekte für dezentrale Speicher haben.
Hilft doch alles nichts gegen regionale Windstromüberschüsse im Norden. Naheliegend wäre doch einfach der weitere Netzausbau (bzw. HGÜ-Netz), dies löst das aktuelle Problem und darum kommen wir nicht herum. Dann können wir gerne mehr Wind ausbauen. PV im Norden hilft niemanden, die Stromerzeugung geht bei höchsten Strombedarf (Wintermonate) gegen Null und die Überschussproblematik wird damit nicht gelöst, höchstens noch verstärkt.
-
batome
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1282
- Registriert: 10.09.2009, 15:31
- Info: Interessent
von bskf » 05.01.2012, 12:26
batome hat geschrieben:bskf hat geschrieben:Vorrang sollten WKAs im Süden, mehr PV im Norden und Feldprojekte für dezentrale Speicher haben.
Hilft doch alles nichts gegen regionale Windstromüberschüsse im Norden..
Das nicht, aber gegen Stromunterversorgung im Süden (gut, gilt nicht für PV im Norden). Auf jeden Fall mehr als kostenintensive off-shore-WKAs und dafür notwendigen zusätzlichen Netzausbau (sprich noch mehr Leitungen als ohnehin notwendig). Grüße bskf
-
bskf
- Vielschreiber

-
- Beiträge: 267
- Registriert: 05.12.2010, 19:34
- Wohnort: 10xxx
- Info: Solarteur
von batome » 05.01.2012, 12:35
Wir haben also Windstromüberschüsse im Norden, aber nicht ausreichend Leitungskapazität, um diese in den Süden oder Westen zu bringen. Das lösen wir dann damit, das wir im Süden mehr Wind ausbauen. Im Sommer haben wir dann Überschüsse im Süden (bei Schönwetter durch PV, Wind kommt dann auch noch hinzu) und lösen das damit, das wir PV im Norden ausbauen. Richtig so? 
-
batome
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1282
- Registriert: 10.09.2009, 15:31
- Info: Interessent
von eggis » 05.01.2012, 12:51
batome hat geschrieben:Im Sommer haben wir dann Überschüsse im Süden (bei Schönwetter durch PV, Wind kommt dann auch noch hinzu)
Seit wann haben wir PV-Überschüsse im Süden? Die Großverbraucher sind doch alle im Süden. Ins EnBW Netz wurden in den letzte Stunden mal grade 400MW Windleistung eingespeist. Bevor nicht die 5 GW Grenze ereicht wird, brauch sich niemand über zu viel Windstrom beschweren. Die Übertragungskapazität aus dem 50Hertz Netz über Thüringen nach Bayern beträgt ca. 2 GW. Das ist etwas zu wenig, wenn 9 GW (nur bei 50 Hertz) Windleistung anliegen.
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
-

eggis
- Moderator
-
- Beiträge: 15173
- Registriert: 09.10.2007, 21:30
- Wohnort: bei Lübeck
- PV-Anlage [kWp]: 6,9
- Info: Betreiber
von GAST » 05.01.2012, 14:00
Hallo, wir (Die Netzbetreiber) haben die Übertragungskapazitäten halt nicht an dem Ausbau der Erzeugerkapazitäten angepasst. Warum muss das jetzt "Heldenhaft" so ausgelegt werden als hätten sie einen Zusammenbruch des Europäischen Verbundnetzes verhindert??!! Im Verbundnetz gehört es nunmal dazu das man den Strom von da bekommt wo er gerade vorhanden ist und entsprechend auch da verbraucht wo er benötigt wird!!
Zudem verstehe ich nicht warum man im Süden den höchsten Stromverbrauch haben sollte, irgendwie lese ich immer das NRW den höchsten Bedarf und auch die höchste Erzeugung hat??
Neue Leitungen helfen ja gleich doppelt, zum einen verhindern sie bei viel Wind das die Windräder rausgedreht werden und zum anderen sorgen sie auch dafür das bei viel Sonne die PV abgeschaltet werden müssen.
Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
-

GAST
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2833
- Registriert: 05.09.2005, 15:43
- Wohnort: Niederrhein
- PV-Anlage [kWp]: 8,44
- Info: Betreiber
Zurück zu PV-News
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste
|