Netmeetering "Eigenkreation" was haltet ihr davon??

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Re: Netmeetering "Eigenkreation" was haltet ihr davon??

Beitragvon Chiemseer75 » 28.02.2012, 13:35

@PV-Berlin

CO² technisch habe ich in den letzten Jahren viel durchgesetzt PV-Anlagen auf dem Haus meiner Eltern,in dem Haus in dem Ich wohne und meinen Schwiegervater so wie dessen Vater konnte ich auch von PV überzeugen.
Desweiteren habe meine Eltern noch eine 13m² große Solarthermie und einen Scheitholzkessel so dass sich diese bei der Wärmeenergie fast Klimaneutral versorgen.
Ich hier habe den Ölkessel erneuert eine Solarthermie zur Heizungsunterstützung dazu gebaut und ein paar Isoliermaßnahmen am Haus durchgezogen.
Der Ölverbrauch ist dadurch von >4000Liter/a auf <1000Liter/a gesunken für 2Wohnungen a 90m²

Nur mein weiter Arbeitsweg schlägt sich negativ auf die CO² Bilanz nieder wird aber durch den Stromanbieterwechsel zu Naturstrom und die PV Anlagen z.T wieder kompensiert.
Würde sich jeder in DE soviel Gedanken machen zum diesem Thema,dann würde sich der Energiebedarf im privaten BEreich vermutlich vierteln.
Ach ja die schlimmsten Energieverschwender hier bei uns im schönen Voralpenland (Ich wohne direkt mit Bergblick) sind die Ferienwohnungen der "Besserverdienenden Großstädter" diese sind nur wenig vor Ort die Wohnung so wie WW muss das ganze Jahr auf Standby geheizt werden.
Die Engeriekosten sind einem Großteil dieses Klientels scheiss egal >>da genug Geld vorhanden ist << und so leistet man sich den Luxus des Energieverschwendens. Und diese Wohnungen machen bei uns teilweise 30% eines Dorfes aus!!
Der kleine Michel dagegen den du so gerne kritisierst tut zum Teil alles um seine Kosten für Energie runter zu bekommen,denn er kann es sich nicht leisten auf dauer tausende von Euros aus dem Kamin zu blasen.

Aber das war jetzt ganz schön off Topic :) ICh wollte dir nur mal aufzeigen wie es hier so ist.
Ach ja Eigenheimzulage gibts schon lange nicht mehr und der Baugrundpreis liegt hier bei 270€/m² echt günstig :)
Liebe Grüße
Chiemseer75

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Re: Netmeetering "Eigenkreation" was haltet ihr davon??

Beitragvon PV-Berlin » 28.02.2012, 14:01

Ich möchte ja auch niemanden direkt kritisieren und logisch tun Gott sei dank sehr viele Menschen einiges um CO² zu sparen.

Aber Fakt bleibt ca. 70 m² zu viert bewohnt mit < 60 kWh je m² und Jahr incl. Warmwasser und das alles ohne KfW , EEG etc. ist einfach unschlagbar. * weniger als 20 m² je Person

Rechne nur mal eine Flugreise p.A. (3 Liter Kerosin p.P. je 100 km) * Ich mache leider mehr

1.000 Liter Diesel sind ca. 11.000 kWh nur mal so zum nachrechnen.


*Das Ferienwohnungsproblem in D. ist nicht nur energetisch bedenklich. die 270,- € je m² Bauland haben ja ihre Ursache. Denn der Preis passt ja nicht in die Einkommenslandschaft der Gegend (Tourismus, Landwirtschaft etc.)

Ich bin ja in eurer Gegend seit mehr als 10 Jahren ein Dauergast (brav in Pension.) Schon weil ich die Leute so mag würde ich nie eine Wohnung dort kaufen. So kann ich im Stall mir mal richtige Arbeit anschauen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Netmeetering "Eigenkreation" was haltet ihr davon??

Beitragvon Chiemseer75 » 28.02.2012, 14:18

Das ist mir schon klar das es energetisch günstig ist wenn man auf 70m² zu viert wohnt und das in einem riesen Wohnblock, denn da heizt ja auch die eine Wohnung z.T die andere mit!
Das schlimmste ist energetisch der Große schlecht isolierte 1.Fam Bungalow mit 200m² Wohnfläche und 5000Liter Heizölverbrauch im Jahr.
Aber diese Häuser werden nach und nach saniert spätestens wenn das Öl 2€/Liter kostet da bin ich mir sicher.
Liebe Grüße
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Re: Netmeetering "Eigenkreation" was haltet ihr davon??

Beitragvon VielLicht » 28.02.2012, 16:34

energyturnaround hat geschrieben:
Naja was ist wenn es bei dir kalt ist (=Speicher leer) und die Sonne nicht scheint. Auf diesen Fall muss sich der Versorger einstellen, kann sich aber nicht vorbereiten, weil er den Füllstand nicht kennt. Erst wenn du Strom beziehst "merkt" er es. D.h. die Leistungs- und Erzeugungskapazität muss darauf ausgelegt sein.


Wie oben schon geschrieben, soll die WP eine ZUSATZHEIZUNG zur (bestehenden) fossilen Heizung sein. Wenn die WP nur den eigenen PV Strom verbraucht (und vielleicht noch nachts also während Niedriglastzeiten) dann ist keinerlei zusätzliche Leistungs- und Erzeugungskapazität notwendig. Setzt aber eine intelligente Haustechnik voraus.

REINE WP Heizungen führen zu den von Dir genannten Anforderungen.


energyturnaround hat geschrieben:Was du mit intelligenter Haustechnik meinst ist mir nicht ganz klar. Bei einer Wärmepumpe macht das noch Sinn, aber bei Waschmaschine und Co eher weniger (LINK)


Dieser Blog war sehr wohl bekannt. WP kommen da nicht vor.
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Re: Netmeetering "Eigenkreation" was haltet ihr davon??

Beitragvon energyturnaround » 28.02.2012, 19:27

@VielLicht:
Dann habe ich für den Moment nichts mehr gegen dieses Szenario einzuwenden.

Aber da ich ein schlechter Verlierer bin :wink: möchte ich nur anmerken, dass die wenigsten sowohl Wärmepumpe als auch Öl- oder Gasheizung (neu) installieren und das somit (aus meiner Sicht) auch nicht die Breite Masse sein wird.
Ein paar Leute werden ihre alte Heizung (für die Übergangszeit, bis die Heizung kaputt/unrentabel ist) mit einer WP ergänzen, aber beides neu installieren ist wohl unwirtschaftlich (meine unbedründete geschätze Meinung).
Wärmepumpen alleine dagegen werden wohl weite Verbreitung (bessere Dämmung, weniger Wärmebedarf, langfristig Strom billiger als lagerbare gasförmige/flüssige Kraftstoffe da nur "umständlich" über Strom zu erzeugen) erfahren und dann ist das dem Szenario näher, vor dem ich gewarnt habe.
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Re: Netmeetering "Eigenkreation" was haltet ihr davon??

Beitragvon VielLicht » 28.02.2012, 21:05

cephalotus hat geschrieben:
Was wir die nächsten 10 Jahre brauchen ist vor allem der Netzausbau, der Netzausbau und nochmal der Netzausbau.

Dann brauchen die EE als Netzdienstleister, dann die flexiblen Kraftwerke statt unflexibler Dauerläufer und dann erst brauchen wir Kurzzeitspeicher und Reservekraftwerke.
In 10 Jahren brauchen wir nicht einen einzigen Langzeitspeicher, was natürlich nicht heißen soll, dass man die nicht weiter entwickeln und ausprobieren sollte.



Kurzeitspeicher (Stunden bis 1-2 Tage), sofern sie nahe am Erzeuger sind, vermindern die Netzbelastung. Der Tagesverlauf vom PV Strom ist klar vorhersehbar, und den Mittagsüberschuss für den Abend zu speichern ist sicherlich sinnvoller als ein Kraftwerk für eine Stunde am Tag anzufahren.

Kurzeitspeicher als Teil einer PV Installation ist optimal; Speicherung als elektrische Energie beim PV Großanlagen, oder als thermische Energie beim Verbraucher/Anlagen mit EV.


Volle Zustimmung was Langzeitspeicher anbegeht. Hier sollte man nachdenken wie der EE Überangebotsstrom dazu verwendet werden kann den GLEICHZEITIGEN vorhandenen Gas/Ölverbrauch zu ersetzten.


cephalotus hat geschrieben:Volkswirtscahftlich ist das EEG das perfekte Modell, denn es führt theoretisch dazu, dass EE Strom exakt soviel kostet, wie es tatsächlich kostet und es keine Mitnahmeeffekte gibt. Was das EEG nicht kann, ist das optimale Mischungsverhältnis zu finden.

In einem perfekten System wäre Eigenverbrauch übrigens verboten.


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