Kostenstruktur in der Photovoltaikbranche und zukünftige Ent

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Re: Kostenstruktur in der Photovoltaikbranche und zukünftige

Beitragvon GAST » 10.11.2011, 21:52

dpark hat geschrieben:Ich persönlich kann die im Forum scheinbar weit verbreitete "Abneigung" gegen FirstSolar Module nicht ganz nachvollziehen. Sie bringen im Vergleich zu kristallinen Modulen auf die Fläche gesehen leider deutlich weniger, aber performen selbst im Vergleich zu guten Kristallinen deutlich besser, so zumindest meine Erfahrung. Der Mehraufwand für UK und Kleinkram kann sich dann je nach Dach und Größe rechnen oder auch nicht. Ob man für 0,70€ zu FS greift oder sich für 0,80+€ 2-Tier+ Kristalline holen sollte, kann man ja nicht pauschalisieren. Jedoch, da geb ich Recht, sinkt die Bedeutung der Komponentenpreise in letzter Zeit rapide, da die restlichen Kosten im Vergleich gleichbleiben oder ggf steigen.


Bist du dir sicher das die FS besser "performen"
Ich kenne einige die kleinere Anlagen mit DS haben, jetzt im dritten/vierten Jahr haben sie bei eigentlich besseren voraussetzungen schlechtere Erträge wie ich mit meinen kristallinen+ Verschattung...

Zudem ist heute Dachfläche viel zu knapp als das man diese mit DS mit schlechtem Wirkungsgrad belegen sollte....bei Vergütungen von weit über 50ct mag es OK gewesen sein....

Gruß
Jörg

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Re: Kostenstruktur in der Photovoltaikbranche und zukünftige

Beitragvon dpark » 11.11.2011, 15:19

Ich spreche von Projekten in Größenordnung >300 kWp. Wenn ich bei Dächern mit -24° Ausrichtung und 14° Neigung statt 525 kWp (mit Suntech 235er Poly) nur 375 kWp (mit FS 377er) installieren kann, dafür aber statt 915 kWh/kWp mit 970 kWh/kWp rechnen kann (PLZ:153xx), dann könnte das eine Überlegung wert sein. Es hängt natürlich immer davon ab, was der Investor/Kunde/Anlagenbetreiber haben will.

Vielleicht kurz zur Verdeutlichung
Kristallin
480.375 kWh
0,2623 €/kWh
126.002 € Ertrag
~1.800€ je kWp Kaufpreis, also 945.000€

Dünnschicht
363.750 kWh
0,2637 €/kWh
95.920 €
~1.700€ je kWp Kaufpreis, also 637.500€

Pauschal kann man nicht sagen, was nun besser ist. Die Kaufpreise sind natürlich geschätzt, entsprechen aber in etwa denen, mit den wir bei uns arbeiten.

Dabei sollte ich vielleicht anmerken: Die Werte beziehen sich auf PV-Sol Planungen und Ertragsgutachten. Inwiefern dann die Realität dies bestätigt, kann ich nicht mit der nötigen Sicherheit sagen. Meine Erfahrung ist allerdings, dass die Tendenzen der Ertragssimulationen meistens richtig sind.
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Re: Kostenstruktur in der Photovoltaikbranche und zukünftige

Beitragvon Retrerni » 12.11.2011, 22:00

dpark hat geschrieben:Ich spreche von Projekten in Größenordnung >300 kWp. Wenn ich bei Dächern mit -24° Ausrichtung und 14° Neigung statt 525 kWp (mit Suntech 235er Poly) nur 375 kWp (mit FS 377er) installieren kann, dafür aber statt 915 kWh/kWp mit 970 kWh/kWp rechnen kann (PLZ:153xx), dann könnte das eine Überlegung wert sein. Es hängt natürlich immer davon ab, was der Investor/Kunde/Anlagenbetreiber haben will.

Hm, das glaubst Du wirklich, daß die Firstsolar hier 6% Mehrerträge aufgrund ??? liefern? Sie haben einen etwas besseren Temperaturkoeffizienten, nur würde ich dem nicht einen derartigen Mehrertrag unterstellen. Zudem ist ja die Rücklaufzeit in etwa gleich, danach aber der Ertrag der Polys höher, da größere Anlagenleistung.

Ciao

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Re: Kostenstruktur in der Photovoltaikbranche und zukünftige

Beitragvon Benutzer5 » 12.11.2011, 23:25

dpark hat geschrieben: dafür aber statt 915 kWh/kWp mit 970 kWh/kWp rechnen kann (PLZ:153xx)


Hallo
Sehe ich auch sehr skeptisch. Würde sogar soweit gehen und sagen: NIE im Leben, PVSOL hin oder her.
Man möge mir gern ein Praxisbeispiel zeigen, welches diese Annahme auch nur annähernd bestätigt.

Alex
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Re: Kostenstruktur in der Photovoltaikbranche und zukünftige

Beitragvon GAST » 13.11.2011, 00:26

Hallo,
auch wenn es mittlerweile vom Thema abweicht.
Meine Dachanlage hat laut PVGIS-10% und PV-Sol eine Ertragserwartung von ~ 785kWh/kWp....montiert im April 2010.
In 2010 hatte ich 737kWh....laut Prognose fehlen etwa 130kWh/kWp für die ersten 3,5Monate...
In diesem Jahr habe ich die 890kWh schon überschritten....
Die DS Anlagen aus meinem Kollegenkreis liegen nachdem sie das erste Betriebsjahr phänomenal gelaufen sind mittlerweile hinter meiner Anlage zurück...und das obwohl PVGIS höhere Prognosen für diese Ausrichtung vorhersagt.*wobei sie die Prognose noch erreichen.

Also gewisse Vorteile mag der Temperaturkoeffizient ja haben, aber das ganze "Schwachlicht" verhalten ist mMn "Schwachsinn"....

Zu den eigentlichen Kosten....
Die Gesammtsumme ist natürlich ein nicht zu vernachlässigender Faktor....300K€ sind ne Menge Moos....allerdings auf 10Jahre gerechnet bin ich +-0 und auf die 20 Jahre gerechnet bin ich mit Kristallin +300K€ ....da muss ne alte Frau lange für Stricken!!
Wenn jetzt das Argument kommt das man evtl. keinen Kredit in der für Kristalline Module benötigten Höhe bekommt, dann baut man halt kleiner und einige Zeit später kann man dann immer noch erweitern ;)

Aber jeder wie er mag!!

Gruß
Jörg
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Re: Kostenstruktur in der Photovoltaikbranche und zukünftige

Beitragvon Zentralschmiertechnik » 13.11.2011, 00:45

Benutzer5 hat geschrieben:
dpark hat geschrieben: dafür aber statt 915 kWh/kWp mit 970 kWh/kWp rechnen kann (PLZ:153xx)


Auweia,na dann mal Belege über die unglaublich gute Leistungsausbeute von FS vs. PHX bei meinen Projekten siehe Anlage

http://www.mowi-zsa.de/moewius-buergfeldschule/

viel Spass beim auswerten,allerdings möchte ich noch ein paar Anmerkungen zu den zwei Anlagen zur besseren Verständigung nachtragen.

Die FS ist noch mit Trafogeräten ausgerüstet macht minus 2,5% ,durch Verschattungen kommen noch einmal 2 % hinzu,die FS sind nicht vorsortiert-macht auch bei 2,5Watt Leistungsklassen (FS 270,272,275 usw.) auch keinen Sinn.

insgesamt habe ich durch die kristalline Technik ca. 4 bis 5% Vorteile.

Wenn Du den Jahresvergleich zwischen beiden Anlagen anschaust,wirst Du ca. 15% Mehrertrag bei PHX gegenüber den DS von FS feststellen können abzgl. der von mir oben genannten Verluste habe ich immer noch fast 10% Mehrertag gegnüber FS.

So sehen Praxistaugliche Zahlen aus ,schliesslich gehören mir ja beide Anlagen und ich kann gut zwischen durchschnittlichen und sehr guten Anlagen unterscheiden.

Ausserdem ist das Problem der Degradation bei DS (FS) noch nicht über Langzeitversuche -ausser in der Simulation-hinausgekommen.

Die höheren Werte nach PV Sol usw. rühren daher,dass im Sommer (zumindest wenn es warm wird) FS den TK (hier 0,25%/K)leicht ausspielen kann ,gegenüber der kristallinen Technik (im Schnitt um die 0,43%/k).

Allerdings zeigen nur die Monate Juni bis August bessere Werte gegenüber der kristallinen Technik,am Jahresende reicht es aber nicht aus,den Sieg nach Hause zu fahren.


Gruß ZST
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Re: Kostenstruktur in der Photovoltaikbranche und zukünftige

Beitragvon PV-Berlin » 13.11.2011, 13:06

Wenn, dann wird man Dünnschicht dort einsetzen, wo ein Rahmenlose Modul vom Vorteil ist und wo Schnee und starker Wind nicht zu erwarten sind plus sehr niedriger Montagekosten plus sehr hohe Temperaturen. (> 30° C auf dem Glas)

Noch! Denn man darf ja vermuten, dass die Si Module, die Heute sozusagen unspezifisch produziert werden durchaus das Potential haben grade in Großanlagenbau 100% passend konfiguriert zu werden.

Was spricht dagegen, das Si Module keinen besseren Temp. Koeffizienten haben können? *
Was spricht dagegen, dass man die Wärme nicht "wegbekommt"?
Was spricht dagegen, grade bei Si Module Fertigungsstrecken aufzubauen, die Module mit 500 bis weit über 1.000 Wp rauszuhauen?
Was spricht dagegen, dass man Glas in Glas Module im Si Bereich baut? Ohne Rahmen und für Gebiete mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit?
Was spricht dagegen, dass bei der Menge der Si Buden, nicht einige Module so bauen, das man keine "Halterungen" braucht?
(direkte Montage auf Gestell mit 08/15 Schrauben/Stecker Klicks usw.)

Die Kosten Glas zu Wp sind bei Si deutlich günstiger. Die Kosten steigen nicht exponentiell zur "Fläche" des Modul, da es der Si Zelle "egal" sein kann, ob da 45/ 60 oder "1.000" Schwestern verschaltet werden in einem Modul.

Den grundsätzlichen Flächenbedarf sehe nominal weniger wichtig. Aber in Bezug auf das Thema Kabel macht es eben einen dramatische Unterschied, ob ich auf einen ha > 1,1 MWp oder 0,2 MWp baue . Der Kupferbedarf hat ja zwei Parameter Strecke und Strom. Dass die DC Kabel billiger werden, daran glaube ich nicht. Dieser Kostenblock ist unerschütterlich. Ähnlich wie das Untergestell.

Ich sehe z.Z. nur drei Firmen, die im DS Bereich überhaupt die nächsten 3 Jahre überleben können: FS, die Japanische Antwort und GE, den Rest beerdigt man früher oder später. Dass die besten 20 SI Buden nun alle sich die Zähne an den drei Buden ausbeißen werden, ist eher unwahrscheinlich.

Schon in diesem Jahr war für FS in D. nix mehr zu holen. Jeder der ersten 5 Si Bunden hat mehr Wp verkauft im Bereich Großanlagen, als eine FS. in 2012 sage ich vor raus, dass die FS in D. nicht mal unter den ersten 10 Lieferanten zu finden sein wird.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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