Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

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Re: Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

Beitragvon open source energy » 18.06.2012, 14:39

Die Frage stellt sich doch, was die Mehrkosten /Wp sind und da hast du von großen Zahlen gesprochen, wenn zwei Hersteller jeweils NUR Zellen einkaufen und zwar von der gleichen Quelle, der eine sitzt in China und der andere in Europa / Deutschland.

Jetzt war meine Frage wie hoch die Mehrkosten /Wp sind für die Maschinenabschreibungen der Modulfertigung, das ist kein Eiertanz sondern eine einfach und realistische Frage. Ich weiß nicht worauf Du hinaus möchtest.
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Re: Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

Beitragvon Sonnenstevie » 18.06.2012, 14:40

Ralf Hofmann hat geschrieben:Also, wenn`s nicht an schlechter Qualität und zu hohen Herstellungskosten liegt, dass die deutschen Unternehmen Marktanteile aufgrund zu hohen Marktpreises verlieren, woran dann?
Was soll da das Management falsch gemacht haben?
An den lausigen paar Millionen für die Prunkbauten von Q-Cells und anderen kann`s ja wohl nicht liegen, hier geht`s um erheblich größere Beträge, um Milliarden.

Um die gleichen Milliarden nämlich, die bei nahezu allen chinesischen Herstellern als Minus in den Büchern stehen, weil sie unter Herstellungskosten verkaufen können.
In einer ungeschützten Marktwirtschaft wie unserer geht man dann eben pleite.
In einem Land wie China mit strategischen Wirtschaftsinteressen und einer prallvollen Kriegskasse bekommt das betroffenen Unternehmen dann eben noch ein paar mehr Kisten mit Geld hinten `reingeblasen und vor fragt ein roter Funktionär mit einem Lächeln auf den Lippen, ob denn auch der Druck stimmt.


Bei dieser Diskussion wird immer vergessen oder unterschlagen, dass die deutschen Unternehmen auch massiv subventioniert worden sind durch Investitionszulagen und Investitionszuschüsse. Die deutsche Solarindustrie hat ihren Schwerpunkt in Ostdeutschland, weil es diese Subventionen in Ostdeutschland gab und in Westdeutschland nicht.

Insofern halte ich es für reichlich verwegen, von "einer ungeschützten Marktwirtschaft wie unserer" zu sprechen.

Viele Grüße


Stevie
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Re: Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

Beitragvon open source energy » 18.06.2012, 14:45

Zudem hat ja Centrosolar, wie ich es aus dem Video entheben kann KEINE Zellproduktion...

http://www.centrosolar.de/unternehmen/u ... romfabrik/

Ich denke schon, dass die das richtig machen und die Aussage, dass die Produktionskosten hier nicht höher sind als anders wo auf der Welt sehe ich genauso .
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Re: Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

Beitragvon irgendwer » 18.06.2012, 16:23

Sapperlot. Kein Wunder ist es dem Kecks verleidet und hat sich in sein Lebkuchenhaus verkrochen.

Die Produktionskosten beinhalten immer auch die Finanzierungskosten der Fabrik (Gebäude, Boden und Anlagen) und diese Fallen auch ohne Zellproduktion an - die Chinesen haben auch dann noch einen Finanzierungskostenvorteil und somit einen Produktionskostenvorteil.

Und die Zellproduktionskosten kann man nur dann 100% ignorieren, wenn alle Deutschen PV-Modul Hersteller die Zellen ausschliesslich in China eingekauft hätten.
OSE, Belege doch bitte deshalb, dass sämtliche insolventen Deutschen PV-Modulhersteller ausschliesslich Chinesische Zellen in ihren Modulen verbaut haben (und deswegen die Zellproduktionskosten irrelevant sind)?
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Re: Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

Beitragvon open source energy » 18.06.2012, 16:49

Jetzt mal langsam... und bitte nicht frech werden!

Wir reden hier vom Vergleich von einzelnen Firmen richtig? Sicher stecken die Finanzierungskosten in den Fertigungskosten...aber noch immer frage ich Dich wie hoch die sind?

Bislang nur persönliche Angriffe und keine Antwort :roll:
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Re: Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

Beitragvon irgendwer » 18.06.2012, 17:31

Bitte nicht lügen, dass ich keine Antwort geliefert hätte:
irgendwer hat geschrieben:Eine Dünnschichtfabrik hat vor einigen Jahren noch €2 /W (pro Watt jährlicher Produktionsleistung) gekostet.
Wenn man diese Fabrik in 3 Jahren amortisieren muss und einen Zins von 10% annimmt, dann sind das 77 cents/W Produktionskapitalkosten pro Modul (im Schnitt).
Wenn man diese Fabrik gar nicht oder erst in 20 Jahren amortisieren muss und einen Zins von 0% annimmt, dann sind nur 0 bis 10 cents/W Produktionskapitalkosten pro Modul.

Das ist ein himmelweiter Kostenunterschied, selbst wenn die Produktionsfabrik inklusive Anlagen 100% identisch ist.


irgendwer hat geschrieben:Kristalline Zellen benötigen noch Diamantsägen, Ätzanlagen, Hochtemperaturöfen (für die Wafer), Dotierungsanlagen, Beschichtungsanlagen, Anlagen für die Aufbringung der Leiterbahnen etc. . Solche Anlagen gibt's nicht zum Aldi-Preis.
(Die Zellen werden nicht aus Deutschland importiert sondern in China produziert)

Du kannst die obigen Produktionskosten auch Dritteln - der Kostenunterschied bleibt enorm abhängig von der Finanzierung
.


OSE hat geschrieben:Wir reden hier vom Vergleich von einzelnen Firmen richtig?


Wir reden hier von den insolventen PV-Firmen (Titel heisst: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“) und Du behauptest, dass die Zellproduktionskosten keine Rolle spielt, weil die insolventen PV-Modulhersteller die Zellen allesamt bei den gleichen Chinesischen Lieferanten bestellt haben, wie ihre Chinesische Konkurrenz: Gut meinetwegen - Dann belege aber bitte, dass sämtliche insolventen Deutschen PV-Modulhersteller ausschliesslich Chinesische Zellen in ihren Modulen verbaut haben (und deswegen die Zellproduktionskosten irrelevant sind in der Kostenrechnung).
Wenn Du schon solche Behauptungen aufstellst (Zellkosten dürfen ignoriert werden), dann musst Du sie auch belegen und musst mich deswegen nicht persönlich angreifen. Im Gegensatz zu Dir habe ich Dich anständig gefragt.
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Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

Beitragvon open source energy » 18.06.2012, 19:30

Irgendwer bitte Lege Mir Foch krone falschen aussagen in den Mund ich habe nicht von allen sondern manchen!

Zudem war Deine konkrete Aussage auf ds bezogen.

Mir geht es nur darum dass bei der gleichen Konstellation z.b. Beide kaufen Zellen bei motech ein... Wie hoch sind dann die Finanzierungskosten der Maschinen in der kristallinen Fertigungsanlage.

Ich verstehe überhaupt nicht wie du auf alle kommst...
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Re: Kirsch: „Viele Solarunternehmen sind zu Recht pleite“

Beitragvon Ralf Hofmann » 18.06.2012, 19:48

Hallo Stevie,

Sonnenstevie hat geschrieben:Bei dieser Diskussion wird immer vergessen oder unterschlagen, dass die deutschen Unternehmen auch massiv subventioniert worden sind durch Investitionszulagen und Investitionszuschüsse.


Du hast natürlich Recht, die Bundesländer und imho auch die EU hat für den Aufbau einige hundert Millionen zugeschossen, i.d.R. einmalig für jede Firma.
Wenn man das aber in Relation setzt zu den Milliarden, die allein bei den größten chinesischen Anbietern bereits das 2. Jahr zu beinahe Nullkonditionen im Auftrag der KP bereitgestellt wurden und vermutlich auch noch in Zukunft werden sehe ich da schon ein erhebliches, marktverzerrendes Ungleichgewicht.

Das sind einfach Geldsummen, die in Europa in solchen Zusammenhängen keiner kennt und auch nicht leisten kann.
Also müssen diese einseitigen "Anschubfinanzierungen" auf chinesischer Seite durch ein schnelles Eingreifen der europäischen Politik neutralisiert werden, sonst ist unsere Solarindustrie erstmal platt.
Da hier erkennbar nix passiert und die chinesische Seite die Erfolge ihrer Finanzpolitik täglich sieht, wird`s auch mit der Pleitewelle hier genau so weitergehen wie gehabt, warum auch nicht?
MfG
Ralf Hofmann

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