Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanlagen

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Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanlagen

Beitragvon pvplaner2010 » 27.01.2012, 09:13

Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanlagen!

Die Frage ist, warum selbst Minister Röttgen solche Märchen verbreitet?


http://www.photon.de/newsletter/document/59943.pdf
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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon BzSzF » 27.01.2012, 10:22

moin,

also entweder hatte da ein Schlossherr aus Bonn seine Hände im Spiel oder ein Zubauboom wie der Dezember,
der laut dem Magazin digitimes maßgeblich durch Investoren aus Fernost (natürlich mit fernöstlichen Modulen)
ausgelöst wurde, soll so zukünftig eingedämmt werden.

beste grüße BzSzF
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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon Boelckmoeller3 » 27.01.2012, 10:38

Hallo,

selbst viele "verdiente" Mitglieder dieses Forums lassen sich bereits gerne manipulieren und vor den Karren der etablierten Energiewirtschaft spannen, wieso sollte man es bei einem Politiker nicht schaffen ?
Die Photon schreibt es schon ganz richtig, aber wenn man sieht wie hier im Forum in bereits voreilendem Gehorsam Diskussionen über Einführung von Wechselrichter-Fernwirktechnik, Bereitstellung von Blindleistung etc. ausschließlich zu Lasten und auf Kosten der Anlagenbetreiber bereits geführt werden und dass momentan selbst Netzbtreiber vor Ort noch keine Notwendigkeit zur ferngesteuerten Abregelung sehen, soll man sich da noch wundern ?

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon eggis » 27.01.2012, 10:49

Ein schöner Artikel von der Photon.
Seitdem die Photon aber eigene Großanlagen errichtet, könnte man dahinter auch ein Eigeninteresse vermuten. Schade, dass durch solche Erweiterungen des Tätigkeitsbereichs die Glaubwürdigkeit leidet. Da kann die Photon 1000 mal beteuern, dass es sich um eine andere Firma handelt. Da ist es für die Kritiker egal, ob die oben genannten Argumente richtig sind. Sie hat sich durch solche Unternehmungen angreifbar gemacht.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon Boelckmoeller3 » 27.01.2012, 10:53

Hallo eggis,

naja, dass die Photon schon immer für die PV war steht ja wohl außer Frage ?

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon rudis » 27.01.2012, 10:57

Das was Photon da schreibt ist schon lange allgemein bekannt. Das weiß natürlich auch Rötgen. In Wirklichkeit will man derzeit einfach keine Freiflächenanlagen mehr und bringt Scheinargumente, den wahren Hintergrund wird man offiziell nicht erfahren.
Imho fürchtet man sich vor zu viel Investitionen und damit Zubau.
Für schlaue Investoren aus dem Ausland wäre es ein leichtes hier schöne große Flächen anzupachten und mit (eigenen) Modulen voll zu pflaster.
Die Strategie von Rötgen macht wenn man es rein wirtschaftlich betrachtet auch Sinn, man sollte aber spätestens wenn FF-Anlagen für ~10Cent liefern können die Schleusen öffnen.
Zuletzt geändert von rudis am 27.01.2012, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
Stell dir vor es gibt Atomstrom und keiner kauft ihn!
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/
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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon eggis » 27.01.2012, 11:06

Moin Klaus,
Boelckmoeller3 hat geschrieben:naja, dass die Photon schon immer für die PV war steht ja wohl außer Frage ?

es geht doch um die Aussage "Große PVA´s belasten das Netz"?!
Der Kritiker fragt doch, welche MWp-Anlagen hat die Photon Power AG (heißt die so?) den in diesem Jahr (und in Zukunft) geplant hat und könnte Röttgens falsche Auffassung über die Netzbelastung zu Änderungen im EEG führen, die einer weiteren Unternehmung und somit den Gewinninteressen im Weg stehen?

Die Photon hat ja recht, wenn sie schreibt, dass auf der selben Fläche die für Biogasanlangen verwendet wird, sich mit PV-Modulen 10-20 mal mehr Energie ernten lässt. Die Menschen sehen aber wohl lieber 100ha Maisplantage als 10ha Modulfelder. ...weil sie´s nicht wissen?
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon Bongatz » 28.01.2012, 12:59

Unser Atomminister kennt sich nicht mit Solaranlagen aus. Den Bericht der Photon möchte ich gern unterschreiben, denn ich stimme voll und ganz zu.
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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon wesozell » 28.01.2012, 13:25

rudis hat geschrieben:Das was Photon da schreibt ist schon lange allgemein bekannt. Das weiß natürlich auch Rötgen. In Wirklichkeit will man derzeit einfach keine Freiflächenanlagen mehr und bringt Scheinargumente, den wahren Hintergrund wird man offiziell nicht erfahren.
Imho fürchtet man sich vor zu viel Investitionen und damit Zubau.
Für schlaue Investoren aus dem Ausland wäre es ein leichtes hier schöne große Flächen anzupachten und mit (eigenen) Modulen voll zu pflaster.
Die Strategie von Rötgen macht wenn man es rein wirtschaftlich betrachtet auch Sinn, man sollte aber spätestens wenn FF-Anlagen für ~10Cent liefern können die Schleusen öffnen.

Wenn Freiflächenanlagen für unter 10 Cent Strom liefern, braucht man keine "Schleusen" mehr öffnen, die gehen von ganz allein auf.
2013 erreichen wir sicherlich die 13Cent Marke und dann wird es schon richtig eng.
Nicht ohne Grund werden doch die Großanlagen besonders heftig angegriffen; denn wenn dieser Bremsversuch scheitert, ist die Zukunft nicht mehr aufzuhalten. Da nächstes Jahr Wahlen sind, sehe ich schwarz für die ewig Gestrigen.
Und Leute, wie unser Herr Rößler, sind als Bremsen halt hoffnungslos unterdimmensioniert :!: :!:
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Re: Keine erhöhte Netzbelastung durch große Photovoltaikanla

Beitragvon darwin » 30.01.2012, 21:21

*Dort, wo eine größere Photovoltaikleistung installiert ist, als vor Ort Abnehmer vorhanden sind, wird das Stromnetz verstärkt, um die Übertragungskapazität bereitzustellen. Diese Kapazitätserweiterung vermindert zudem Übertragungsverluste. Das hat physikalische Ursachen: Wenn die Netzbelastung sich verdoppelt, vervierfachen sich in etwa die Netzverluste. Werden aufgrund von Solaranlagen Netzbereiche verstärkt, so erhöht sich dadurch die Transportleistung dieser Netzbereiche und die Verluste sinken. Da die Netzverluste ein dominanter Kostenfaktor sind, verringert die solar induzierte Netzverstärkung bei korrekter Auslegung in der Regel die Netzkosten für die Verbraucher.*

Das Ganze würde übrigens genauso für ein Konventionelles Kraftwerk gelten.

Der Entscheidende Faktor ist aber ein anderer, die Kosten trägt nicht die PV, sondern der Netzbetreiber der diese Kosten weitergeben wird. In 10 oder 20 Jahren wird sich diese Netzverstärkung bezahlt gemacht haben. Bis dahin erhöht sich die Kostenbelastung für den Endverbraucher.
Da man Große PV-Parks aber gewöhnlich in der Pampa und nicht in München im Englischen Garten aufstellt. Vergrößert sich die Übertragungsstrecke für den PV-Strom. Halbe Netzverluste, bei doppelter Entfernung. Der Verbraucher wird nicht entlastet.
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