Info über Akkus von SOLON

News über Photovoltaik und Solarstrom

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Info über Akkus von SOLON

Beitragvon kegeljunge » 30.11.2011, 09:41

Moin Gemeinde
Habe gerade im Photon-Newsletter diesen Bericht gelesen:

http://www.photon.de/newsletter/document/57317.pdf

In der Suche hab ich sonst nichts zu dem Thema gefunden (hoffe ihr belehrt mich da jetzt nicht eines besseren :) )

Da steht ja, dass Akku's angeboten werden sollen mit einer Speicherkapazität von 24kwh/Tag.
Das ganze soll max. 8.000 Euro kosten und mind. 10 Jahre halten.

Kleine Milchmädchen-Rechnung mit vereinfachten Zahlen:

24kwh/Tag bedeutet Ersparnis von ca. 5 Euro (angenommener kwh-Preis von ca. 20 Ct.)
Somit pro Jahr 5*365 = ca. 1.500 Euro
in 10 Jahren somit 15.000 Euro Ersparnis.

Das hieße doch, dass sich die Dinger schon nach ca. 5 Jahren selbst bezahlt gemacht haben.
Voraussgesetzt, die PV-Anlage ist groß genug und kann die 24kwh/Tag auch bringen und somit die Akkus voll halten und man braucht die 24 kwh auch am Tag..

Hab ich da einen Denkfehler drin?

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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon Ryan » 30.11.2011, 10:55

Hi,

kegeljunge hat geschrieben:24kwh/Tag bedeutet Ersparnis von ca. 5 Euro (angenommener kwh-Preis von ca. 20 Ct.)

24kwh.
Je tiefer eine Batterie entladen wird, umso geringer ist die Lebensdauer. Daher geht man von Entladetiefen von max. 50% aus, d.h. bei dieser Batterie stünden Dir 12kwh zur Verfügung wenn Du die angegebenen 10 Jahre erreichen willst (geht man mal davon aus dass die Werbeaussage mit den 10 Jahren stimmen).

20ct.
Wie kommst Du auf diesen Wert?
Speichersysteme sind sinnvoll um den Eigenbedarf zu erhöhen um damit eine höhere Vergütung als bei Volleinspeisung zu erreichen. Es kommt auf Deinen Tarif an für EV, Volleinspeisung und Haushaltsstrom wie hoch hier der Vorteil ist. Bei mir läge derzeit der Vorteil bei ca. 4ct. für jede kwh die ich selbst verbrauche anstelle diese ins Netz einzuspeisen.

Das ganze soll max. 8.000 Euro kosten

Wirklich? Auch inkl. Einbaukosten?
Bei einem anderen Anbieter kostet nur die Batterie für 16kwh ca. 12.000€. Und dann kommen noch die Installationskosten hinzu.
Es sind daher die Gesamtkosten zu betrachen.

pro Jahr 5*365

Es gibt genug Tage, vor allem im Winter, wo Du noch nicht mal Ansatzweise die 24 oder auch nur die 12kwh erzeugst. Ich hatte in den letzten Wochen so einige Tage bei denen nur 3-4 kwh erzeugt wurden. Die 365 Tage sind daher unrealistisch.

Dies meine ersten Gedangen zu Deiner Rechnung.

Gruß,
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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon PV-Berlin » 30.11.2011, 11:05

Für D. ist es bei den heute verwendeten Stromzählern und der ungünstigen PV Ertragssituation (Winter) totaler Unsinn sich für 8.000 € einen Speicher mit 12 kWh verfügbarer Kapazität (Bleiakku) (BAE vermute ich mal) hinzustellen.

BAE

Bei 14 Cent Strompreis (Netz) und PV Strom zu 12 Cent und der Ersparnis eines Dieselgenerators schaut die Sache schon viel freundlicher aus. Dazu muss man natürlich gewährleisten, dass der Akku das Netz vorspielt.

Generator
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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon kegeljunge » 30.11.2011, 11:30

Hi
Ich wusste doch, dass es sich nicht so einfach darstellt, wie man anfangs denkt.... ;-)

@Ryan:
Sollte ja auch nur eine überschlägige Rechnung sein.
Ich hatte die 8.000 Euro und 24kwh aus der verlinkten Pressemitteilung entnommen.
Die 20 ct. sollte der Preis für eine Kwh vom Stromlieferanten sein (ebenfalls überschlägig).
Da hatte ich allerdings die Eigenverbrauchsregelung außen vor gelassen.

Und mit den Tagen ohne 24kwh Ertrag hast du natürlich auch recht.
Ebenfalls der überschlägigen Rechnung geschuldet.

Ging mir ja auch nur drum, zu checken, ob sich die Investetion so gut darstellt, wie man anfangs denkt.

@PV-Berlin:
Ob Bleiakku's umwelttechnisch sinnvoll sind, lassen wir mal dahin gestellt.... :-)

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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon PV-Berlin » 30.11.2011, 11:40

Sie Solon SE verwendet ja Bleiakkus. Blei wird zu 100% recycelt, also wo liegt das Problem? Es gibt nicht genügend Blei auf der Welt, daher ist diese Technologie eh sehr beschränkt. Wir brauchen Speicher, die aus Abfall Stoffen gebaut werden können. Natrium und Schwefel gibt es in Hülle Fülle.
Kanada hat bestimmt 1.000.000 Tonnen Schwefel auf Halde und jeden Tag kommen noch einige tausende Tonnen dazu . Ölsande

Damit kann man zwar keine Klein Akkus bauen, aber wer will das schon in D? 500 MWh Blöcke, damit ließe sich auch Geld verdienen. Regelenergie.
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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon open source energy » 30.11.2011, 12:09

Moment aber Bleiakkus sind Pufferakkus und haben in erster Linie keine hohe Ladeyklenfestigkeit. Und 24 1kWh Bleiakkus gibt es schon wesentlich günstiger.


http://www.preisroboter.de/n/autobatterie+120+ah.html

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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon PV-Insel » 30.11.2011, 14:12

Ohne mich genauer über den Speicher informiert zu haben, glaube ich nicht dass es Blei-Säure ist, Blei-Säure ist wesentlich günstiger und normalerweise ungeeignet für relativ schnelle Entladungen (alles über C10 wäre ziemlich ineffizient). Außerdem ist bei Blei-Säure regelmäßige Wartung (Nachfüllen von dest. Wasser) notwendig. Die Autobatterien von OSE haben allerdings sehr wenig mit stationären Blei-Säure Akkus zu tun, denn die kannst du max. 30 % entladen (stationäre können 80 % entladen werden) und geben nur rund ein Fünftel der Zyklen.
Ich tippe mal schon auf Li-Ion, damit wäre auch das volle Potential nutzbar, allerdings frage ich mich schon, ob das Ding auch wirklich 10 Jahre hält (bei Blei-Säure wäre das weniger problematisch).
Fast 400 €/kWh ist schon mehr als doppelt so teuer wie sehr gute stationäre Blei-Säure Akkus OPzS mit allen Margen und USt. draufgerechnet.

Grüße
PV-Insel
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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon firestarter » 30.11.2011, 15:51

huhu

noch ein Einwand zu den Berechnungen hier...
in der PM hieß es, dass es für Objekte mit 4.000-5.000 Stunden gedeacht ist.
Nimmt man nun an, dass durchaus 30% eh schon durch (direkten) Eigenverbrauch machbar ist
und man nun hier auf 70% kommen soll
ja dann, haben wir tatsächlich 4.500kwh p.a. x (70%-30%) = 1.800kwh im Jahr drin gebunkert

Na dann
sieht die Rechnung noch düsterer aus.

Der Schwenk vom Solar zum Akkuanbieter wird nicht Solon retten
und erst recht nicht den dt. Markt, denn wenn siech das durchsetzen sollte dann wären schnell andere da.
Akkus können die Chinesen nämlich schon deutlich länger produzieren/exportieren, als PV.
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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon PV-Berlin » 30.11.2011, 16:03

Das System besteht aus einem Speicherblock mit 24 in Reihe geschalteten Bleiakkuzellen sowie einem Schaltschrank mit der dazugehörigen Elektronik.


Ich hätte das ja nicht geschrieben, wenn es nicht so wäre. Der Technik Vorstand mit seinem Dr.Titel ist ein selten .....
Wenn dieser Vorstand wenigstens bei GE angeklopft hätte, könnte ich ihn noch für voll nehmen, aber er hat.... Die Solon SE wird bis zum 30.06.2012 hoffentlich einer "Lösung" zugeführt. Dann kann man mal ernsthaft ohne Dr. Titel und ohne Krawatte mal Tacheles mit der KV reden. Es wäre ja nicht so, dass da alle vollkommen nutzlose Dummschwätzer sind. Ist die Klitsche von seinem Ballast befreit, kann man ja Großmogul W. einen Tipp geben. Der hat inzwischen genug Erfahrungen mit PV und der hat oft genug gezeigt, was geht, wenn da Gehirn zu Werke geht. Dann ist auch genügend Geld da, denn das ist in D. noch nie ein Problem für gute Leute gewesen. Im Grunde gibt es viel zu viel Geld für viel zu wenig Hirn.

wer wirklich meint, er brauchte in seinem EFH in D. einen Speicher, den bitte ich zu warten, bis GE seine Produktion hochgefahren hat. Leider sind die restlos ausverkauft für 2012 und 2013. Aber 2014 wollen sie ja auf XXX MWh kommen und das waren die Pläne vor dem Start. Ich denke GE wird da zumindest verdoppeln, wenn nicht sogar noch mehr. Der Markt ist einfach gigantisch groß und wächst jetzt schon um mehr als 30% p.A. Lösungen ab 20 kWh . Da in weiten Teilen der Welt der Netzausbau niemals Schritt halten kann mit der Steigerung des Stromhungers.
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Re: Info über Akkus von SOLON

Beitragvon open source energy » 30.11.2011, 16:11

Was viele auch nicht beachten, bei 70% Eigenanteil stellt sich natürlich die Frage wie lange man Unternehmer ist!
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