Beim herkömmlichen Mono-Silizium wird der Ignot langsam unter Drehbewegung aus der Schmelze gezogen (ein Impfkristall gibt die Erstarrungsrichtung vor), was zeit- und energieintensiv ist.
Polykristallines Si wird dagegen gegossen und erstarrt deshalb nicht als Einkristall, mit Nachteilen beim möglichen Wirkungsgrad.
Beim neuen Verfahren werden Impfkristalle auf den Boden der Gussform gelegt, darauf wird flüssiges Si gegossen, dass dann einigermaßen gerichtet monokristallin erstarrt, ausgehend von den Impfkristallen.
Die Kunst dabei ist, die (polykristalline) Kristallisation an den Wänden der Gussform so weit wie möglich zu vermeiden/verlangsamen, sodass ein möglichst großer quasi-mono-Bereich entsteht.
https://www.technologyreview.com/energy ... od=related
Es ergibt sich ein großer Siliziumblock, aus dessen zentralem Bereich (beinahe) Monokristalline Wafer gewonnen werden können. Die Ränder sind eher polykristallin, aber immernoch qualitativ hochwertiger als klassisches Poly-Material.
Das Verfahren wurde patentiert vor gut 20 Jahren, und von BP von 2006 bis 2010 in tausenden Modulen getestet und dann aus unbekanntem Grund eingestellt, die Technologie wurde an AMG verkauft (http://www.technologyreview.com/energy/ ... od=chthumb).
Jetzt sind die Patente ausgelaufen, und das Rennen beginnt vor allem bei den chinesischen Herstellern: Suntech, JA Solar, Renesola, LDK, Jinko stellen solche Wafer bereits her. Mindestens Suntech verkauft die Module bereits seit einigen Monaten (STP245S-20/Wd+).
Der Vorteil: Die Herstellungsmethode lässt sich leicht in bestehende Prozesse integrieren und schafft Zellen mit hoher Leistung, und das günstiger als mit Mono-Wafern (liegt sicher auch daran, dass man direkt vollquadratische Wafer erhält, während bei den runden Mono-Wafern noch hohe Sägeverluste entstehen.)
Dieses Material hat ein eigenartiges Aussehen, eben großteils "einfarbig" monokristallin, aber mit deutlich herausstechenden poly-Anteilen. Das Aussehen hängt wohl deutlich davon ab, ob die Wafer aus dem Zentrum der Gussform oder von den Rändern stammen, und unterscheidet sich teils deutlich:
pv-module-f2/modul-hat-fleckige-zellen-t70535-s30.html
Auch Schott stellt nun solche Wafer her: http://www.solarserver.de/solar-magazin ... sgrad.html






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