General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

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Re: General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

Beitragvon Cleanthinking » 27.04.2011, 06:56

General Electric hat ja mit Ecomagination ein sehr interessantes Programm aufgelegt, um gezielt Partnerschaften, Unternehmen, Erfinder etc. zu finden und ggf. zu finanzieren. Es gibt beispielsweise auch einen Wettbewerb, der in Deutschland nicht so wirklich überragende Resonanz erhält.

Hier ein Beitrag über GE ecomagination Challenge im Nachgang zu einem ausführlichen Gespräch mit dem zuständigen Manager, mit Tore Land: auf meiner Homepage.
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Re: General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

Beitragvon moderne-energie » 14.10.2011, 22:08

Hallo,

General Electric macht nun ernst mit der Modulproduktion:

After months of lobbying, Aurora, Colorado will become the home of General Electric's proposed 400-megawatt cadmium telluride (CdTe) solar panel factory, according to Colorado Energy News and other sources.


GE said that it has closed more than 100 megawatts of orders, including 60 megawatts with NextEra, an existing GE wind customer. The firm will be building a 400-megawatt factory in the U.S. with production starting in 2013. That would make it the largest solar plant in the U.S.

GE said that when the 400-megawatt factory comes on-line in 2013, the efficiency will be above 13 percent.


Quelle: http://www.greentechmedia.com/articles/ ... -Colorado/

Wann steigt Siemens bei PV ein?? Haben sie sich mit Solarthermie verspekuliert?

Der Siemens-Konzern setzt beim Ausbau seines Solargeschäfts auf die Entwicklung von Großkraftwerken. Die Münchener schlagen damit einen anderen Weg ein als der Konkurrent Bosch und andere deutsche Solarfirmen wie Solarworld oder Q-Cells, die Solaranlagen vor allem für Hausdächer bauen.

FRANKFURT. Vorstandschef Peter Löscher schwebt dagegen die Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken vor, wie sie in Spanien und im Süden der USA gebaut werden. Diese Solargroßprojekte würden von den großen Energiekonzernen nachgefragt, seien also eine ideale Abrundung der Angebotspalette, hieß es im Konzern.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 281104=all

LG,
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Re: General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

Beitragvon Mühli » 15.10.2011, 06:28

Glaub bei Siemens hat das irgendwie strategische Gründe. Bei Solarthermie-Kraftwerken haben sie jedenfalls den Vorteil, viele Komponenten selber zu produzieren/zu liefern.

Das System selber halte ich auch für sinnvoll, weil man damit einfach Strom speichern kann (in Salztanks...als Wärme) und damit 24h abdecken kann.
Und/oder den Vorteil, dass man konventionelle Kraftwerke zu 100% ersetzen kann (je nach Standort) und zudem noch Abwärme gewinnt (entsalzung von Meerwasser, Prozesswärme)

Wenn die Voraussetzungen also passen, ist es sicherlich "besser" als PV.
Ich denke da an diverse Wüstenländer mit Wasserknappheit und Ölreserven. Tagsüber können sie die Sonne arbeiten lassen, Nachts Öl zufeuern.
Bei PV bräuchte man "notfalls" 3 Systeme, eben die Module, die Entsalzungsanlage und trotzdem Dieselgeneratoren/andere Kraftwerke.

Gruß
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Re: General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

Beitragvon GAST » 15.10.2011, 16:42

Hallo,
ich kann mir vorstellen das Siemens die Thermische Solarsparte bevorzugt weil sie so ihren Gechäftsbereich "konventionelle Kraftwerkstechnik" ins Erneuerbare Energienzeitalter überführen können.
Der Turbine ist es egal durch welche Wärmequelle das Wasser verdampft wurde, solange die Dampfparameter stimmen.
So schlägt man also 2 Fliegen mit einer Klappe.
Mir selber ist es auch egal ob ich meinen Strom von einem thermischen Solarfeld oder von einem Photovoltaikmodul (oder anderen EE) stammt, hauptsache ist doch das wir keine wertvollen Recourcen wie Erdöl, Kohle und Erdgas zur Stromversorgung verbrannen müssen, diese werden wir noch für wesentlich sinnvollere Dinge benötigen.
Wobei das große Angagement in ST-KW ein gleichzeitiges Angagement im PV Sektor nicht ausschließen muss, zumindest WR bietet Siemens ja mittlerweile wieder unter eigenem Namen an....auch wenn diese eigentlich von einer anderen Firma stammen.

Gruß
Jörg
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Re: General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

Beitragvon PV-Berlin » 16.10.2011, 11:36

Ich sehe nicht, dass die Spiegel Dinge können, die PV nicht könnte. Man kann ohne "Utopia" aus Strom auch Wärme machen. Sogar noch viel effizienter.
PV in Gebieten zu stellen, die nicht ganz so heiß sind und den Strom dann in Gebieten über Wärmepumpen (Faktor 4) zu wuppen, die 70 Grad in der Sonne haben, ist unvergleichlich leicht zu machen. PV kann man auch in topografisch unwirklichen Gebieten platzieren, zumal man Heute auf einen ha Land locker 1 MWp hinbekommt. Am Meer der großen Afrikanischen Länder kann man mit WKA und PV prima Unmengen Strom produzieren und zu den Zentren (Städten) transportieren. Dass dabei am Tage noch jede Menge Kälte als Abfallprodukt abfällt, wird sogar noch vergessen.

Wärme zu transportieren ist ungleich aufwendiger. Dass eine solche Lösung sozusagen als Leistungspuffer fungiert ist ein netter Nebeneffekt.
Bei Kosten von sagen wir mal 1.500 € je kWp > 1.500 kWh je kWp (Ägypten, Saudiarabien, Syrien, Israel, Libyen) und den hohen Kälte Bedarf am Tage könnte sich so ein aufwendiges System schon Heute rechnen. Bei 200 Sonnigen Tagen a Minimum 6 h Einsatzzeit für WP und Salzspeicher.Bei Geothermie wird ja auch mit Niedertemperatur dampf gearbeitet. *knapp über 200° C. Zur Not kann man das Salz ja direkt über PV Strom Nachheizen. *Überschuss-Schwankungen.

Denn die Idee mit dem Salz hat schon was, nur mitten in der Wüste ohne Wasser ein solches System installieren zu wollen, erscheint mir abwegig zu sein.
Große Städte haben genug Abwasser. Der Dampf ist ja immer sauber.

*Einfach als Nicht Techniker in den Tag geträumt.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

Beitragvon irgendwer » 16.10.2011, 11:47

Die Dampfturbine eines GUD-Kraftwerks lässt sich auch solarthermisch speisen, womit man sich die Kosten der Dampfturbine und des Kühlturms sparen kann:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_El_Kureimat

Aber auch das lohnt sich nur dann, wenn die Spiegel und die Röhren günstiger sind als die PV-Module mit Wechselrichter.
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Re: General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

Beitragvon bimon » 20.10.2011, 14:40

Was wird hier denn auf Basis eines zwei Jahre alten Handelsblatt-Artikels diskutiert?
Vor ein paar Wochen konnte man doch überall folgendes lesen:
"[...]Nach Ankündigungen von Süß wird sich Siemens künftig mehr auf die Photovoltaik konzentrieren, da sich die Erwartungen bei der Solarthermie bislang nicht erfüllt haben. Süß will in dieses Geschäft investieren. Vor zwei Jahren hatte Siemens ein israelisches Solarthermieunternehmen gekauft, um den Wiedereinstieg ins Solargeschäft zu schaffen. Dass die Solarsparte vor gut zehn Jahren an den Shell-Konzern verkauft wurde (von dem sie wiederum bei Frank Asbecks in dessen Unternehmen Solarworld gelandet ist), wird heute in Siemens-Kreisen als Fehlentscheidung gesehen.[...]"

http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/ ... ft/55137/1
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Re: General Electric steigt in PV-Modulproduktion ein

Beitragvon PV-Berlin » 20.10.2011, 15:06

Einfach mal Hochrechnen für Desert, Griechenland Offshore usw. :

Reine HGÜ Kosten je km See Verlegung = 1,6 Mill. € je km bei einer 400 MW Leitung
dabei ist noch keine Umrichterstation mit drin.


Siemens Aussagen zu PV sind logisch sehr vorsichtig und bezogen sich bisher im Bereich Modul als Projektführerschaft. Das Siemens zuschlagen wird, steht außer Frage, ohne eigene Pipeline auch im Bereich Modul wird man auf Dauer nicht mitspielen dürfen. Zum ersten mal seit Dekaden, kann Siemens in ein Zukunftsmarkt einsteigen und zahlt dabei nicht nur keinen "Guten Willen" sondern bekommt das noch mit Diskont auf den Buchwert.

Den Fehler kann ich nicht erkennen, denn die Dinge von der Bastelstube zur Industrie reife zu bringen hat man sich glatt gespart. Jetzt passt das Thema PV auch zum Siemens Portfolio. Im Grunde kommt nur ein möglicher Partner in Frage, der auch entsprechende ausreichende Kompetenzen für das akute Thema PV 2.0 mitbringt, aber Siemens handelt nicht immer ganz logisch!

Marketingmethodisch wäre das der Knall im All:
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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