News über Photovoltaik und Solarstrom
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von pvplaner2010 » 08.02.2012, 11:04
Frankreich braucht Strom aus Deutschland http://bazonline.ch/wirtschaft/agenture ... y/21335271Wie kann es nur sein, dass die Deutschen viele Jahre energiepolitisch belogen und betrogen wurden? Die nun abgeschalteten AKW wurden den Leuten nur vor die Nase gesetzt, damit die Bereiber Gewinne durch Stromexport machen konnten? Jetzt zahlt der Staat für die Altlasten, während die Kraftwerke mehr oder weniger fast nicht für den Eigenverbrauch notwendig waren? Oder warum konnten die Meiler abgeschaltet werden und wir exportieren in Spitzenzeiten weiter fröhlich Strom. Schön, dann bitte nun weitere AKW abschalten! Die AKW sind abgeschaltet und Frankreich zahlt für unseren Solarstrom 34 cent? Rundherum kann das alles nicht mehr stimmen, was uns die Politiker tagtäglich so vorgauckeln wollen. Mir fällt da nur noch Politikverdrossenheit ein. Die eine Partei lügt, die andere weiss es nicht besser, und die dritte ist zu schwach, um aufzubegehren. Sonnige Grüße
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von batome » 08.02.2012, 11:36
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von Weidemann » 08.02.2012, 12:39
Nach Angaben von Netzbetreibern kletterte der Verbrauch dort (in Frankreich) am Dienstagabend um 19.00 Uhr auf rekordverdächtigte 100,5 Gigawatt, was der Leistung von über 80 Atomkraftwerken entspricht. Der französische Stromverbrauch ist damit derzeit fast doppelt so hoch wie in Deutschland, das 15 Millionen mehr Einwohner hat.
Ein Grund dafür sei, dass es in Frankreich sehr viele Stromheizungen gebe, hiess es. Der Börsenstrompreis war mit 34 Cent je Kilowattstunde in Frankreich wegen der massiven Nachfrage fast dreimal so hoch wie zur selben Zeit in Deutschland.
Hui! 100GW Die Franzosen haben ja vor einem Jahr schon gegen den deutschen Atomausstieg protestiert, weil sie schon immer wussten, dass sie ohne unsere AKW Probleme bekommen würden...  naja, bei denen brauchts mal ein paar ordentliche Blackouts, bis die Politik überhaupt beginnen kann, sich aus dem Atomsumpf zu befreien. Aber für uns ist das ja gut, da rentieren sich unsere Spitzenlastkraftwerke ein bisschen besser...
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von eggis » 08.02.2012, 13:06
Na hoffentlich frieren die Flüsse nicht noch zu, sonst bekommen die Kohlekraftwerke noch Probleme mit dem Brennstoff.
Mit sonnigen Grüßen -eggis- "Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)SOLON P 220/6+ (230W) / SMA SB3300 TL HC Meine Anlage!!! hier klicken
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von batome » 08.02.2012, 13:39
Es wird jetzt aber m.E. klarer, wozu wir den sonst weitgehend überflüssigen AKW-Strom brauchten -> für die Kälteperioden. Damit blieb der Börsenstrompreis in DE auch an kältesten Tagen auf relativ niedrigem Niveau und wir konnten viel Strom zu hohen Preisen nach FR etc. exportieren. Nun sind die Preise zwar noch höher, aber leider auch bei uns. FR hat sich bisher auf die DE-Exporte verlassen können und sich natürlich nicht so kurzfristig umstellen können. Ob diese 3-6 Wochen im Jahr die Nutzung der AKWs rechtfertigt, würde ich aber auch bezweifeln. Trotzdem, irgendwas müssen wir uns schon einfallen lassen, für den Winter... 
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von Mühli » 08.02.2012, 13:47
Das ginge ganz einfach, günstig und effizient mit BHKW. Wenn jeder größere Wohnblock, Behörden oder Schulen sowas hätte, bräuchten wir keine Gaskraftwerke und hätten in Summe (durch die bessere Wärmenutzung) auch nicht mehr oder weniger Gasverbrauch. Zudem die Korrellation Wärmebedarf und Strombedarf absolut in die gleiche Richtung geht. Momentan dürften viele Heizkessel auf hoher Last laufen...und ziehen noch zusätzlich Strom anstatt welchen zu produzieren.
Aber das wird einfach zu schlecht gefördert und die Art der Förderung geht in die Falsche Richtung (Vollbetriebsstunden, hohe Auslastung etc.) man kriegt nämlich kaum Geld für die Einspeisung...also muss man klein auf EV dimensionieren.
Ich wäre nach wie vor für eine "Verfügbarkeitsprämie" für etwas größere Anlagen ab ~25kWel, Biogas genauso. Einfach die Generatoren etwas vergrößern, Notkühler dran und im Falle des Falles stromgeführt fahren.
Evtl. wird das mit den zunehmend günstigeren Akkus auch besser, dann kann man wenigstens viel EV haben. In diesem Fall erzielen die Akkus einen hohen Preishub und wären recht schnell rentabel.
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
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von Janek09 » 08.02.2012, 17:54
Du hast Recht Mühli, ich bin Arbeiter auf einer Kläranlage. Im Zuge einer energetischen Ertüchtigung wurde bei uns vor zwei Jahren eine Microgasturbine für unser Faulgas installiert. Die Turbine hat eine Nennleistung von 65KW, leider ist sie aber auf 50KW technisch begrenzt damit wir wenigstens noch ein kleines Stück vom Förderungskuchen abbekommen. Lohnen tut sich so eine Anlage aber auf alle Fälle. Gerade für Öffentliche Gebäuse wie Schulen, Museen und und und würde sich sowas absolut Lohnen anstatt riesige Gas oder Öl Brennwertkessel zu verbauen. Und wenn es kalt ist laufen diese Teile natürlich auch auf Vollast. Die Anlagen sind Modular und man kann bis zu 1MW elektrische Leistung ein kleines Kraftwerk bauen. Sogar Inselfähig sind die Turbinen. http://www.vta.cc/de/microturbine_funktion.html http://www.microturbine.com/prodsol/products/
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von abxy » 08.02.2012, 18:31
batome hat geschrieben:Ich habe mal nachgeschaut, die 34ct werden nie und nimmer in den Sonnenzeiten erreicht, sondern wenn dann abends*,
Also 34ct ist noch direkt billig gegenueber dem was die Franzosen morgen fuer ihren Strom an der Boerse zahlen muessen. 1,938 Eur/MWh oder 1.93Eur/KWh! Und das ist zwischen 10 - 11 Uhr mittags, also durchaus wann PV was leisten koennte. Das ist bislang bei weitem das hoechste was ich bislang gesehen habe. Die muessen wohl wirklich gewaltige Stromengpaesse haben um die Preise zu zahlen... Wobei das sinnvollste dagegen ist wohl das bessere Daemen der Haeuser und die Verwendung von Waermepumpen anstelle von einfachen Stromheizungen. 
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von Weidemann » 08.02.2012, 19:46
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/f ... -1.1279135Laut der Energieagentur Ademe sind ein Drittel aller öffentlichen und privaten Häuser mit Elektroheizungen ausgerüstet. In Neubauten liegt der Anteil noch viel höher. 80 Prozent davon sind laut Ademe mit Radiatoren bestückt. ... Gut für die Baufirma. Gut auch für EdF. So bleibt der Kraftwerkspark ausgelastet. Nur: Richtig heizen tun die Radiatoren nicht. Auch speichern können sie die Wärme nicht. Dänemark hat sie wegen ihrer mangelnden Effizienz sogar verboten.
Auf andere, widrige Weise wirken sich diese Heizkörper hingegen weit über die Grenzen Frankreichs aus. Sie sind der Grund dafür, dass sich an den Strombörsen in Europa gegen 19 Uhr die Blicke auf Frankreich richten. Dann kommt die arbeitende Bevölkerung in Frankreich nach Hause, schaltet die Heizung und andere Elektrogeräte ein.
Wie selbstbesoffen sind denn die französische Regulierung bzw. die Stromkonzerne?? In den meisten Neubauten Radiatoren, nichtmal Nachtspeicheröfen!!?? Die sind doch krank! Da muss doch jedem Kind auffallen, dass das nicht auf Dauer gutgehen kann  PS: Binnen zehn Jahren stieg der Verbrauch der Elektro-heizungen in Frankreich um ein Drittel an. Die Haushalte konsumieren inzwischen mehr als die Industrie insgesamt... Weil die Wärme verpufft, heizen sich viele von ihnen arm. Sie zahlen und zahlen, aber warm wird ihnen nicht. Zahlungsunwilligen hat EdF den Strom ganz abgedreht. In den Medien häufen sich nun Geschichten über Menschen, die bei drei Grad in der Wohnung ihr Essen auf Kerzen kochen. Energiepolitische Unabhängigkeit in einem hoch entwickelten Industrieland hatte man sich anders vorgestellt.
sonnige Grüße, -Weidemann-
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