News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von Einfach-Peter » 17.02.2010, 15:57
Hallo zusammen, ich habe heute folgenden Bericht in der Ostfriesen-Zeitung gelesen. Der Artikel ist wohl kein Ostriesenwitz. Mich würde Interessieren wie eure Meinungen zu der vorgehensweise der Feuerwehr ist. http://www.oz-online.de/?id=542&did=25493Haus in Schwerinsdorf abgebrannt Grüße Einfach-Peter
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von JayM » 17.02.2010, 16:16
Da war die Feuerwehr glaube ich schlecht informiert. Schau mal hier rein: http://www.photovoltaikforum.com/in-betrieb-f36/wohnhausbrand-t43920.htmlund hier http://www.feuerwehr.muenchen.de/bd70ausb/b76downl/Vortrag_Nov09.pdfVielleicht sollten wir doch alle mal bei unserer Feuerwehrwache vorbeigehen und auf die Besonderheiten, Beschraenkungen und Loeschmoeglichkeiten hinweisen. Ich verlasse mich darauf, dass die Feuerwache a) bei uns auch PV auf dem Dach hat (da sollten die doch Bescheid wissen) b) in Sichtweite unserer Anlage ist (da sollten sie auch schnell da sein, wenn's mal noetig ist) Gruss J
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von Elektron » 17.02.2010, 17:21
Hallo,
vielleicht sollte mal jemand den Hauptbrandmeister Sirke Jörg Siebens der vor der Kamera stand darüber informieren, bevor noch mehr Häuser abbrennen, weil sich die Feuerwehr nicht hintraut wegen der PV-Anlage. Auch die Aussage im TV-Bericht "die Feuerwehr Unfallkasse verbietet Löscharbeiten mit Wasser an intakten PV Anlagen", fand ich wohl übetrieben. Gibt es hier vielleicht einen Feuerwehrmann, der hierzu mehr Infos hat?
Gruß Elektron
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von Elektron » 17.02.2010, 17:24
Hallo, gerade noch im Netz gefunden unter: http://www.ff-uebersbach.at/index.php?photovoltaikDennoch schätzt zum Beispiel die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord Risiko beim Einsatz als relativ gering einGruß Elektron
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von SolAce » 17.02.2010, 17:41
Leider sind Informationen zur Brandbekämpfung von PV-Anlagen immer noch sehr ungenügend. Im Grunde genommen handelt es sich bei einer PV-Anlage um eine "elektrische Anlage", für die es sogar eine DIN-Norm zur Brandbekämfung gibt: http://www.bastian-feuerwehrtechnik.de/ ... _32_Kb.pdfHier werden beispielsweise unter anderem Mindestabstände für Sprüh- und Vollstrahl bei Nieder- und Hochspannungsanlagen vorgegeben. Ein Haus "kontrolliert" abbrennen zu lassen, nur weil darauf eine Photovoltaikanlage installiert ist sollte daher nicht gelten. Weitere Infos zu dem Thema habe ich hier zusammengetragen: http://www.photovoltaik-web.de/in-betri ... schen.htmlGruß Andy
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von jodl » 17.02.2010, 18:15
ein echtes Armutszeugnis für die beteiligten Feuerwehren und diesen sogenannten Hauptbrandmeister bei dem Videobeitrag dreht es mir echt die Zehennägel hoch, was da für ein Mist verzapft wird da wäre es beim nächsten Mal besser wenn die Herren gleich daheim bleiben würden dann wird wenigstens der Garten nicht zertrampelt wenn sie eh nicht löschen "können" ein Wohnhaus kontrolliert abbrennen lassen nur weil eine PV Anlahe auf dem Dach ist so einen Bockmist habe ich wirklich noch nicht gehört
Gruß, jodl
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von hans56 » 17.02.2010, 19:08
Ich bin seit Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr und hab schon einige Dachstuhlbrände mit gemacht. Allerdings noch nie einen mit einer PV-Anlage auf dem Dach. Vor einigen Monaten habe ich unsere Wehrführung angesprochen wie man mit einem solchen Fall umzugehen gedenkt. Zumindest vor einigen Monaten waren noch keine Empfehlungen dazu bekannt. Sollte das heute noch so sein, dann hat die Einsatzleitung in dem Fall möglicherweise folgerichtig gehandelt. Die Gesundheit der Einsatzkräfte geht vor. Außerdem ist davon auszugehen das die Einsatzleitung Funkkontakt mit Feuerwehrprofis hatte und da diese Vorgehensweise empfohlen worden ist. Zum Thema Dachstuhlbrand kann man folgendes sagen. Oft müssen die Ziegel runter um an die Glutnester zu kommen. Das geht, je nach Brandvortschritt, meistens nur von Außen. Das dabei eine PV-Anlage nicht wirklich hilft dürfte klar sein. Außerdem dürfte die Anlage auch noch die Einsturzgefahr erhöhen so das ein Innenangriff noch gefährlicher wird. Der heutige Stand in vielen Häusern mit Dachausbau und Dachisolation macht die Vorgehensweise von außen zwingend. Ich gehe davon aus das ein solcher Fall nicht so einfach zu lösen ist, dann kann kontrolliertes abbrennen lassen auch die Lösung sein
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von Elektron » 17.02.2010, 19:56
hans56 hat geschrieben:....Vor einigen Monaten habe ich unsere Wehrführung angesprochen wie man mit einem solchen Fall umzugehen gedenkt. Zumindest vor einigen Monaten waren noch keine Empfehlungen dazu bekannt. Sollte das heute noch so sein, dann hat die Einsatzleitung in dem Fall möglicherweise folgerichtig gehandelt....
Hallo, bereits im Jahr 200 5 haben wir uns hier schon über Brände von Häsuern mit PV Anlagen unterhalten und es gab bereits damals schon die Empfehlung der Berufsfeuerwehr aus München. Ich denke auch intern bei der Feuerwehren und Organisationen wird es sicherlich den einen oder anden Artikel in einschlägigen Magazin gegeben haben oder aber auch eine Art Anweisung wie in solchen Fällen zu verfahren ist. Der Link aus 2005: sonstiges-f13/sonnenstrom-und-florians-juenger-t83-s15.htmlNach 5 Jahren! sollte doch eine solche Information bis in kleinste Ortsfeuerwehr durchgedrungen sein. Hans56 hast Du vielleicht noch Infos zur Aussage: "die Feuerwehr Unfallkasse verbietet Löscharbeiten mit Wasser an intakten PV Anlagen"? Gruß Elektron
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von benchfrooser » 17.02.2010, 20:42
Ist klar wenn man nur draußen drauf spritzt, dass man dann den Brand nicht löschen kann. Bei einer Photovoltaikanlage handelt es sich um Niederspannung und man braucht mit Sprühstrahl 1m Sicherheitsabstand. So wie es dargestellt wird dürfte man in kein brennendes Haus rein gehen, in dem 230V Steckdosen verlegt sind. Außerdem ist Gleichspannung nicht so gefährlich wie Wechselspannung. http://de.wikipedia.org/wiki/Stromunfallhttp://www.ff-uebersbach.at/index.php?photovoltaikHochspannung beginnt erst ab 1000V.
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von Sonnenmelker » 17.02.2010, 20:59
Hallo, einfaches Leitungswasser hat etwa einen Widerstand von 20 Ohm / meter, nicht gerade viel. Wird aus einer Entfernung von 10m auf eine PV Anlage gespritzt sind das 200 Ohm. Nimmt man 500V an und spricht dem Feuerwehrmann 1kOhm zu, kommt man auf 1,2 KOhm. Bei 500V wären das dann 400mA, 5x mehr als "gesund" sind, ist nicht so ganz Ohne das Thema.
Gruß Manfred
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