Explodieren bald die Modulpreise?

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Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon doschdi » 23.03.2010, 21:05

Hallo Gemeinde,

denkt Ihr die Modulpreise werden deutlich anziehen, unabhängig der EEG Entscheidung in Deutschland?

Gründe:

Der Yuan ist derzeit ja fest an den Dollar gefixed und der Euro seit Monaten auf Talfahrt Richtung 1,20 oder sogar Richtung Parität.

USA üben so weit als möglich Druck auf China aus, ihre Währung aufzuwerten, die Chinesen prüfen gerade die Auswirkungen. Die Entkoppelung vom Dollar würde den Yuan wohl deutlich aufwerten, Größenordnung 20-30% werden hier erwartet.

Hedged hier jemand gegen das Risiko, oder sieht niemand eine Gefahr in o.g. Problematik?
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon Sonnenmelker » 23.03.2010, 21:16

Hallo,
explodieren die Preise, implodiert die Nachfrage.
Da wird sich wohl ein Gleichgewicht finden.

Gruß
Manfred
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon Boelckmoeller3 » 23.03.2010, 21:20

Naja,

so auf Talfahrt ist der Euro doch nicht mehr. Griechenland scheint jetzt eingearbeitet zu sein.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon rundumadum » 23.03.2010, 21:24

Denke, die Modulpreise steigen kurzfristig gerade wegen der EEG-Entscheidung!

Denke, dass der Dollar nicht so leicht unter die 1,30 bzw. 1,35€/US-$ Marke fallen wird.

Stell dir mal vor der Yuan würde 20 - 30% an Wert gewinnen, was dies für Europa bedeuten würde?
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon Sonnenmelker » 23.03.2010, 21:51

Hallo,
Stell dir mal vor der Yuan würde 20 - 30% an Wert gewinnen, was dies für Europa bedeuten würde?

Das wird China nicht zulassen, denke die fühlen sich als Exporweltmeister ganz wohl.

Gruß
Manfred
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon doschdi » 23.03.2010, 21:52

rundumadum hat geschrieben:Denke, die Modulpreise steigen kurzfristig gerade wegen der EEG-Entscheidung!

Denke, dass der Dollar nicht so leicht unter die 1,30 bzw. 1,35€/US-$ Marke fallen wird.

Stell dir mal vor der Yuan würde 20 - 30% an Wert gewinnen, was dies für Europa bedeuten würde?


Denke mal weniger Import aus China und mehr Export dorthin.

Aber eines darf man nicht vergessen, hätten sie den Yuan nicht 2008 gekoppelt, wäre er jetzt schon auf diesem Level. Natürlich pushed das die chin. Exporte abartig, deswegen merken die nichts von Krise, ausser dass die Schiffe billig fahren und die Rohstoffe günstig sind. (im Verhältnis zu Nichtkrise)

Mal sehen, wie sie auf Google reagieren, hier will man sehen, wie weit man gehen kann, werden spannende Tage.

noch ein paar Fakten:

Chinas Handelsbilanzüberschuss ist nach Aussage von Ministerpräsident Wen Jiabao in den vergangenen Monaten stetig gesunken, Anfang März sei sogar ein Defizit aufgelaufen. Im ersten Drittel des Monats März wurde im Außenhandel ein Defizit von 8 Mrd USD verzeichnet, sagte Wen am Montag in Peking. Diese Entwicklung könnte Beobachtern zufolge die Forderung der USA und vieler anderer Staaten nach einer Yuan-Aufwertung schwächen.

Am Sonntag hatte bereits Chinas Handelsminister Chen Deming davor gewarnt, dass im März ein Handelsbilanzdefizit verzeichnet werden könnte. Es wäre der erste Fehlbetrag in der chinesischen Handelsbilanz seit April 2004.

Die USA und andere Staaten sind darüber besorgt, dass China mit dem Festhalten an einer unterbewerteten Währung die Exporte des Landes subventioniert. Das US-Finanzministerium legt am 15. April seinen halbjährlichen Bericht zur internationalen Wechselkurspolitik vor und könnte China darin der Währungsmanipulation bezichtigen.

Anfang des Monats hatte US-Präsident Barack Obama China dazu aufgefordert, einen "marktorientierten Wechselkurs" für seine Währung zuzulassen. Damit würde China einen wesentlichen Beitrag zum globalen Handelsausgleich leisten. Am Dienstag sprach sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle auf lange Sicht für einen flexiblen Yuan aus, zeigte jedoch Verständnis für China auf dem Weg dorthin. "Wir wünschen, dass eines Tages China einen voll flexiblen Wechselkurs hat", erklärte er. Der Weg dorthin sei jedoch für China "gar nicht so einfach", räumte Brüderle ein.
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon cephalotus » 23.03.2010, 22:15

rundumadum hat geschrieben:
Stell dir mal vor der Yuan würde 20 - 30% an Wert gewinnen, was dies für Europa bedeuten würde?


Dann wird der Akkuschrauber statt 9,99 Euro 12,99 Euro kosten und das Giftmüll-Plastik-Kinderspielzeug statt 0,99 Euro 1,29 Euro. Klingt für mich nicht so furchtbar.
Anders herum wären die deutschen Photovoltaiuk-Modulhersteller auf einen Schlag wieder konkurrenzfähig und x-tausend Arbeitsplätze im Land gerettet...


doschdi hat geschrieben:Chinas Handelsbilanzüberschuss ist nach Aussage von Ministerpräsident Wen Jiabao in den vergangenen Monaten stetig gesunken, Anfang März sei sogar ein Defizit aufgelaufen. Im ersten Drittel des Monats März wurde im Außenhandel ein Defizit von 8 Mrd USD verzeichnet, sagte Wen am Montag in Peking. Diese Entwicklung könnte Beobachtern zufolge die Forderung der USA und vieler anderer Staaten nach einer Yuan-Aufwertung schwächen...


Ist es denn realistisch, dass China diese Zahlen nicht nach Belieben erfindet? Ist ja schon ein Wahnsinns Zufall, dass das angeblich defizit jüngts dann auftritt, wenn es ihnen argeumentatibv entgegen kommt. Wer's glaubt...
Wenn China jetzt plötzlich ein Handelsdefizit hat, wer in der Welt hat dann plötzlich den Handelsüberschuss in derselben Größenordnung?
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon cephalotus » 23.03.2010, 22:17

doschdi hat geschrieben:Hallo Gemeinde,

denkt Ihr die Modulpreise werden deutlich anziehen, unabhängig der EEG Entscheidung in Deutschland?

Gründe:

Der Yuan ist derzeit ja fest an den Dollar gefixed und der Euro seit Monaten auf Talfahrt Richtung 1,20 oder sogar Richtung Parität.

USA üben so weit als möglich Druck auf China aus, ihre Währung aufzuwerten, die Chinesen prüfen gerade die Auswirkungen. Die Entkoppelung vom Dollar würde den Yuan wohl deutlich aufwerten, Größenordnung 20-30% werden hier erwartet.

Hedged hier jemand gegen das Risiko, oder sieht niemand eine Gefahr in o.g. Problematik?


Für Module "made in Germany" (oder made in Euro-Raum) spielt das alles keine Rolle.

Und wie will man "gegen das Risiko hedgen"?
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon orosee » 24.03.2010, 01:31

Abgesehen von den Wechselkursen steigen seit Jahresanfang die Preise fuer Wafer ohne Unterbrechung. Auf dem Spotmarkt fuer Module haben sich diese Woche die ersten Preiserhoehungen nach ueber einem Jahr Preisverfall gezeigt. Unsere Solarzellen, die bis Ende 2009 jede Woche preiswerter werden mussten, sind seit Januar bis heute gut 15% teurer geworden, trotzdem haben wir bei 100 MW Kapazitaet soviele Auftraege, dass wir erst ab Juni wieder neue Bestellungen ausliefern koennen. Wir erwarten allerdings auch, dass ab Ende April die Waferpreise wieder leicht nachgeben und dann in Q4 wieder etwas anziehen. Durch Verzoegerungen in der Fertigungskette werden sich die gestiegenen Kosten bei Modulen in den naechsten 2-3 Monaten zeigen.
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Re: Explodieren bald die Modulpreise?

Beitragvon Sensei » 24.03.2010, 05:37

cephalotus hat geschrieben:Und wie will man "gegen das Risiko hedgen"?



Z.b. indem man Kaufoptionen für den Yuan kauft. D.h. man zahlt heute eine Gebühr dass man am Tag X zu dem heute festgelegten Wechselkurs kaufen kann. Aber sowas sind natürlich immer nur Übergangslösungen.

-----

Explodieren bald die Modulpreise? Das kommt wohl ganz auf die (weltweite) Nachfrage an!

Bis ende des Jahres werden die Modulpreise wohl noch steigen und danach wieder fallen - Dollerkurs hin, Yuanbindung her. Schließlich haben wir im Moment endlich mal einen Käufermarkt.
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