Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon amoss » 17.03.2010, 22:36

@cephalotus: In diesem Punkt wirst du dich mit mir (und vielen anderen hier, die ähnlich wie ich denken) sicherlich nie einig werden.
Kaum einer hier wird gegen die allmähliche Absenkung der Vergütung sein, wohl aber gegen den Kahlschlag, der derzeit außer der Reihe erfolgen soll.

Denn Fakt ist, die Energieversorgung ist IMMER ein Geschäft - niemand liefert Energie ohne Gegenleistung.
Fakt ist, Energie kostet etwas, da sie uns nunmal nicht zufliegt.
Fakt ist, dass PV eine der "guten" Energien ist und einen wichtigen Teil im Mix darstellt
Fakt ist, wir haben endliche Landschaften, aber noch 90+X% freie Dächer

Fakt ist, PV wäre nach wie vor ohne gute Förderung kein Selbstläufer, OBWOHL sie doch so "gut" ist
Fakt ist, teueres Geld für Energie muss gezahlt werden, egal ob AKW+versteckte Kosten oder Solar+direkt bezahlt

Fakt ist, im Zweifel zahlen die meisten Menschen das selbe Geld lieber für den größten Gesamtgegenwert
Fakt ist, wir zahlen lieber für Strom, der keine zusätzlichen Flächen verbraucht (Dächer), keine Emissionen oder Strahlung hat

Fakt ist, ich finde nichts verwerfliches daran, denen, die ihre Dächer zur Energieversorgung zur Verfügung stellen etwas zu zahlen, auch nicht, wenn diese Zahlung "staatlich verordnet" ist. Denn eine staatliche Lenkung (und damit Vergütungsfestlegung) bei der PV-Sparte stellt sicher, dass weiterer Mehrwert über den reinen Stromgewinn hinaus geschaffen wird, nämlich neben der Energie auch
-der Erhalt der Landschaft (auf Dächern geht diese nicht verloren),
-Dezentralität (Energienetz statt nur Zentren),
-eine enorme Anzahl regionaler Arbeitsplätze (die die Dezentralität automatisch mit sich bringt),
-Substitution von anderen, belastenderen Energieformen usw. Das mal nur als Beispiele, die Liste lässt sich verlängern.

Wird unkontrolliert gekürzt wie derzeit, gibt es Marktverwerfungen, die mehr schaden als nützen, gesamtwirtschaftlich gesehen - der Beweis ist die aktuelle Sitation in der Branche. Und es besteht die Gefahr, dass all' die genannten Mehrwerte nicht oder erst viel später als nötig erzielt werden.

Alle diese Mehrwerte fließen aber sowieso an die Allgemeinheit zurück, die selbe, die vorher etwas mehr für Solarstrom bezahlt hat. Ich finde, das ist besser als wenn das gleiche Geld ausschließlich zu Gewinnen der großen Konzerne wird.

Es ist wie mit Arbeitslosengeld. Es ist billiger, die Allgemeinheit zahlt dieses Geld und erhält die Arbeitslosen für die Wirtschaft als dass diese Leute ganz durch's Raster fallen und damit auch dem Wirtschaftskreislauf entzogen werden.
Es ist besser, die Allgemeinheit zahlt Geld für saubere Energien mit Mehrwert als nur für kurzfristig billige, langfristig aber zu teuere Energien mit weiteren Nachteilen.
Es ist besser, das Geld bleibt im Volk (mehrere Millionen Pesonen als Betreiber, Solarteure+Mitarbeiter, Mitarbeiter mittelständischer Hersteller usw.) und wird dort breit verstreut statt sich in Konzernzentralen zu konzentrieren.

cephalotus hat geschrieben:Und was sagen all diese Leute zu den Maismonokulturen bis zum Horizont?

Blödes Beispiel, ich bin persönlich nicht GEGEN Freiflächenanlagen, wohl aber würde ich Dachanlagen stärker bevorzugen als derzeit (bzw. weniger abstrafen). Deshalb habe ich es gewählt um die Widersprüchlichkeit aufzuzeigen.

Du reißt Deine Dächer für PV Anlagen auf?

Du lässt die Anlagen also ohne die Dachhaut anzufassen darüber schweben? Das Forum ist voll von Beispielen, wie riskant die Sache auch sein kann.

Ansonsten ist Deine Forderung gleichzusetzen mit einer immerwährenden superhohen Vergütung für PV Anlagen.

Das sehe ich anders: Die zuvor vom EEG vorgesehenen Kürzungen hätte ich für sinnvoll erachtet. Nicht aber diese brachialen, zeitlich und finanziell völlig überzogenen zusätzlichen Kürzungen.

Die Preise für die Stromkunden bei den geplanten Ausbauzielen (+3GWp/a) wären astronomisch, der deutsche Markt würde eine Blase jenseits jeglicher Vernuft weiter aufblähen.

Auch das sehe ich anders. Wir alle wissen, dass der Strompreis derzeit aus ganz anderen Gründen gezinkt ist und eigentlich viel niedriger liegen müsste. TROTZ des zur Zeit hohen Anteils "teuerer" Neueer Energien. Hohe Strompreise würden übrigens nebenbei auch zu sparsamerer Verwendung zwingen, das wäre auch eine Art von Energiegewinn - es kann nicht immer nur Wachstum geben.

ich bin aber doch sehr froh darüber, dass Politik noch nicht an den Stammtischen gemacht wird.

Politik ist nichts als Lobbyarbeit in Hinterzimmern und damit schlimmer als Stammtisch. Wer zahlt schafft an, das wird bei uns nur besser maskiert als in echten Bananenrepubliken. Bei diesen Hinterzimmerentscheidungen stört dich das Gewinnstreben einiger offenbar weniger?

Dieses Verhalten aber auch noch mit dem Geld der Allgemeinheit zu befördern halte ich für Wahnsinn.

Wie gesagt, ich bin der festen Überzeugung, dass beim Ausbau der PV auch zu hohen Fördersätzen das Geld im Sinne dieser Allgemeinheit besser angelegt ist und sie mehr Vorteile dadurch erhält als nur scheinbar billigen Strom durch die Großkonzerne. Vorteile, die nicht nur in Geld zu messen sind. Die Förderungsgelder sind derzeit eine Investition für die Allgemeinheit, keine Geldvernichtung. Eine Investition, die bei geringeren Fördersätzen zu langsam ablaufen würde.
Ausgerechnet jetzt wird die Sache gewaltsam abgewürgt. Jetzt, wo wir kurz davor waren, dass die Sache zum Selbstläufer wurde und endlich signifikante Zubauraten erzielt worden sind, die weit über den mageren, bisher überwiegend von Idealisten befeuerten Raten liegen. Mit den Zubauraten vor 2009 haben wir jedenfalls keine Blumentöpfe gewonnen, das waren peanuts.

Übrigens, ich selbst könnte gar nicht mehr groß profitieren, da ich keine signifikanten Flächen mehr habe, nicht damit da ein falscher Eindruck entsteht. Ich argumentiere als Bürger, der selber die Vergütungen über den Strompreis bezahlen muss!
Gruß,
amoss

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon cephalotus » 17.03.2010, 23:14

amoss hat geschrieben:...und vielen anderen hier, die ähnlich wie ich denken...

Denn Fakt ist...
Fakt ist...
Fakt ist...

... Wir alle wissen, dass...


Im Deutschunterricht seinerzeit ist zumindest genug hängen geblieben, um eine Häufung "unlauterer rhetorischer Stilmittel" zu erkennen.

Zur Solarförderung.

Derzeit haben wir einen PV Zubau in der Größenordnung um 2GWp/Quartal.

Würde man das als "gute Marktentwicklung" betrachten und dem nicht gegensteuern, so ergäbe sich bei linearer Enwticklung eine PV Leistung von 50GW in nur 5 Jahren. Damit würden entweder die Stromnetze kollabieren oder aber (ich denke ersteres ist keine Option), es würde zu massiven Abschaltungen von PV Anlagen kommen, Deine Anlage in Freising natürlich mit eingeschlossen.

Die Kosten für den Strombezug würden nur für den PV Anteil um weitere 3-4ct/kWh steigen, ob man diese Umlage der Industrie und dem Gewerbe noch zumuten möchte ist durchaus fraglich, würde man sie nur noch auf die Haushalte umlegen wären wir dann eher bei +10ct/kWh nur für die Haushalte und nur für den PV Anteil.

Der Anteil der EE im Stromnetz würde sich um vielleicht 5% erhöhen, je nachdem wieviel der PV ins Netz passt.

Ich hlate es für wahrscheinlich, dass in diesem Szenario der Markt für praktisch alle EE Anlagen in Deutschland kollabieren würde, da es zu massivsten Probleme bei der Akzeptanz als auch bei der Netzregelung kommen würde.

Ich hlate die Politik bzw die Berater für weise genug, diese Gefahr zu erkennen.

Folgerichtig hat das BMU einen weiteren Ausbaupfad für PV definiert und den mit +3GWp/a durchaus sehr ambitioniert hoch angesetzt, wenn man ganz banale Dinge wie Lastgänge und Netzausbau betrachtet.
Ausbauziele für den Rest des Strommixes wird Berlin vermutlich im Herbst präsentieren.

Mein persönlicher Wunsch ist es, möglichst schnell möglichst viele EE im deutschen Energiemix zu bekommen. Ein PV Zubau auf derzeitigem Niveau verhindert dies ganz massiv. Wir haben keine neuen Energiespeicher, wir haben keine Supernetze, wir haben keine E-Mobile in v2g Konzepten, wir haben keine Lastmanagmentesysteme, wir haben keine Biogasanlagen mit Spitzenlasterzeugung, wir haben keine ausreichende Menge an Gaskraftwerken, usw, usf...

Wir können jetzt noch ein paar Dutzend Milliarden Euro in den massiven PV Zubau stecken und dann sind wir 2015 in einer Sackgasse und bei viellicht 25% EE im Stromnetz ist erstmal Schluss. Ob dann noch die Gelder zu Verfügung stehen, um die Strukturen für den weiteren EE Ausbau zu schaffen halte ich für sehr fraglich.

Oder aber wir haben eine Gesamtstrategie für den Kraftwerkspark und wir versuchen mit den Milliarden möglichst viel EE ins Stromnetz zu bekommen und gleichzeitig die notwendigen Strukturen für noch mehr EE zu schaffen. Dann ahben wir weniger PV im Netz, dafür aber viel, viel mehr GWh an Windkraft, evtl flexible Biomasse, den K-Bonus im EEG, erste Ansätze für Speicher und Netzausbau und einen Strommix, der den weiteren Ausbau von EE ermöglicht.

Du hast also meiner Meinung nach die Wahl:

1. Den derzeitigen Boom bei der PV nicht "mäßigen" und weiter +8GWP/a zuzulassen. Dann wird Deine Anlage bereits in 2015 vielleicht 20% des Stroms nicht mehr einspeisen können, der Haushaltsstrompreis liegt dann um 4ct/kWh nur für PV höher als heute oder aber um 10ct/kWh nur für PV höher, weil man Industrie ud Gewerbe nicht weiter belasten möchte. Ein weitere Ausbau der EE ist durch die hoffnunglos überlasteten Netze auf viele Jahre hinaus blockiert, die Biogas-, die Wind- und die PV Branche kollabieren beim Inlandsabsatz auf nahezu Null, Speicherentwicklung wird nicht vorangetreiben, weil das für den teuren PV Strom uninteressant ist.

2. Man versucht ein Gesamtkonzept zu erstellen, bei denen der EE Anteil am Stromnetz schnell und über viele Jahre hinweg wachsen kann und dessen Kosten im überschaubaren Bereich bleiben, ohne gleichzeitig einen stabilen (stabil =/= überhitzt) Inlandsmarkt zu gewährleisten. Gleichzeitig versucht man das Netz und den Lastgang der Verbraucher zu optimieren und zu stärken und baut ausreichend Regelkraftwerke. Man wird versuchen, einen möglichst ausgewogenen Mix an verschidenene EE Syste,en zu etablieren, die sich gegenseitig auch von der Menge her gut ergänzen.

Wenn Du Nr 2 wählst musst Du Dich davon verabschieden, PV wie heute hinzu zu bauen. das führt in wenigen Jahren zu Kollaps.

Und weniger Zubau erreicht man durch eine Kürzung der Förderung. Hier die richtige Zahl zu finden ist Glaskugelschauerei, aber definitiv ist die Zahl nicht 0%, also alles weiter wie bisher.

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon Sinci » 18.03.2010, 02:24

amoss hat geschrieben:Hohe Strompreise würden übrigens nebenbei auch zu sparsamerer Verwendung zwingen, das wäre auch eine Art von Energiegewinn - es kann nicht immer nur Wachstum geben.


Ja, es würde in manchen Bereichen sogar enorm gespart werden, z.B. in der ganzen energieintensiven Industrie. Und zwar nicht nur an Energie, sondern auch an ca. 80000 Arbeitsplätzen in der Stahlindustrie, weil bei hohen Energiepreisen kein wirtschaftlich konkurrenzfähiger Stahl mehr produziert werden kann. Aber macht ja nix, haben erstens genug Arbeitsplätze und ausserdem haben wir ja der Umwelt geholfen.
Dass die gleiche Menge an Stahl nun in China, am Ende sogar noch mit genau den gleichen Produktionsanlagen (hab schon einen Bericht gesehen wie eine unwirtschaftliche Produktionsanlage für Stahl in Deutschland demontiert, nach China verschifft und dort wieder in Betrieb genommen wurde), nur mit sehr viel dreckigerem Kohlestrom produziert wird und die Umwelt dadurch sogar stärker belastet wird ist ja egal ... hauptsache ein paar in Deutschland haben ihr gutes Gewissen ...
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon HL72 » 18.03.2010, 06:24

Ich bin glücklich, für diese neue Regierung nicht verantwortlich zu sein, aber ich habe es auch nicht geschafft, sie zu verhindern. Nun denn bin ich wohl ein zu kleines Licht, aber immerhin in meiner Region haben sie nicht gewonnen und das ist auch gut so :-).

Unabhängig davon ist das unfreiwillig von der Regierung aufgelegte Konjunkturprogramm für die Solarindustrie einfach klasse. Im 4. Quartal beeilten sich alle noch ihre Anlagen zu installieren, da ab 1.1.10. die Förderung planmäßig sank. Die Preise der Solarmodul- und Wechselrichterhersteller blieben stabil und es entstanden sogar Wartezeiten. Auch die Solarteure, Elektriker, Dachdecker... verdienten gut.

Im Januar kam dann das Gerücht auf, zum 1.4. fällt die Förderung erneut. Wieder setzte ein Run ein und die Preise blieben hoch und die Materialien knapp. Gleichzeitig wissen aber alle, dass sie effizienter werden müssen, denn die Absenkung kommt ja (irgendwann). Das 1. Quartal 2010 war damit aber vollkommen gesichert, anders als in den vergangenen Jahren.

Dann plötzlich wurde aus dem 1.4. der 1.7. - auch das 2. Quartal war gesichert. Immer noch Wartezeiten, immer noch Vollauslastungen, immer noch keine Preissenkungen.. Im Gegenteil. Einige Schlaue verkaufen u.a. Wechselrichter zu Mondpreisen und verdienen dabei kräftig.

Wer nun Angst vor dem 3. Quartal hat muss sich keine Sorgen machen. Auf die Regierung ist Verlass. Wieder steht alles in den Sternen. Vielleicht ist es nun der 1.10. und auch das 3. Quartal ist gesichert. Das 4. Quartal läuft sowieso gut, denn zum 1.1.11 fällt ja die Einspeisevergütung planmäßig.

Die Beteiligten haben dann das Jahr 2010 prima überstanden. Sie konnten bei Vollauslastung die Preise hoch halten und arbeiten gleichzeitig daran, effizienter zu werden, denn sie müssen ja fit für die Zukunft sein. Das übrigens nicht nur wegen der fallenden Förderung sondern insbesondere wegen der starken Konkurrenz vor allem aus Fernost.

Wer zahlt denn die Zeche? Natürlich die Investoren, aber auch diese haben einen entscheidenden Vorteil. Sie wurden "gezwungen" ihre Vorhaben schneller als vielleicht geplant in die Praxis umzusetzen. So wurde die Anlage vielleicht etwas teurer, aber dafür begann die Einspeisung früher als geplant.

Der Dumme ist damit der Stromnutzer aus Deutschland. So werden nämlich noch mehr Anlagen mit hoher Förderung ans Netz gehen als eigentlich geplant und die Kosten werden auf die Stromverbraucher umgelegt. Richtig so! Und wer hat das veranlasst? Die grüne ach nee die schwarz-gelbe Regierung... :-)

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon kegeljunge » 18.03.2010, 07:58

Wenn man hier so mitliest und feststellt wie weit die Meinungen auseinanderliegen, ist es kein Wunder, dass Leute die dafür bezahlt werden unterschiedliche Meinungen zu haben (ich meine unsere Politiker) erst Recht keinen Konsens finden.

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon wesozell » 18.03.2010, 08:11

Solange man sich nicht mal über die Ziele einig ist, ist es müßig über die Wege zu streiten.
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon za-ass » 18.03.2010, 08:13

kegeljunge hat geschrieben:Wenn man hier so mitliest und feststellt wie weit die Meinungen auseinanderliegen, ist es kein Wunder, dass Leute die dafür bezahlt werden unterschiedliche Meinungen zu haben (ich meine unsere Politiker) erst Recht keinen Konsens finden.

Kegeljunge

Du meinst also auch, dass das Volk die Regierung hat, die es verdient?! :D

Andererseits ist es doch auch so, dass man trotz unterschiedlicher Meinungen zu einem Konsens kommen kann oder kommen können sollte.
Das was die Koalitionäre in Sachen EEG-Novellierung hier aber abliefern ist in erster Linie polit-handwerklich keine Meisterleistung.
Um im Bild zu bleiben würde ich eher in Hr. Röttgen den Polit-Azubi sehen, der sich, die Koalitionäre und den wirtschaftlichen Kontext in dieser Sache völlig falsch eingeschätzt hat.
Das Fatale an dem Ganzen ist schlussendlich dann aber, dass die Polit-Gesellen auch wild umherproleten und der Meister, in dem Fall also eher die Meisterin, sich aus der Sache völlig heraushält und immer noch einen auf Mikado macht. :roll:
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon buergersolar » 18.03.2010, 11:05

Wahrscheinlich ist eine außerplanmäßige Absenkung dieses Jahr garnicht notwendig, da der "Zielkorridor" aufgrund der immer wiederkehrenden Panikmache dermaßen überschritten wird, dass allein die planmäßige Absenkung schon hoch genug ausfällt...

Sonnige Grüße
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon Jester » 18.03.2010, 11:31

Hallo zusammen,

irgendwie blicke ich da nicht mehr durch. Kann mir einer bestätigen, dass zum 01.04. die Einspeisevergütung für Dachflächen nicht gekürzt wird? Denn wenn sie nun am 01.04. anstatt am 01.07. gekürzt wird, dann brauche ich mir die Anlage nun nicht mehr zu bestellen.

Gruß
Jester
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon za-ass » 18.03.2010, 11:32

buergersolar hat geschrieben:Wahrscheinlich ist eine außerplanmäßige Absenkung dieses Jahr garnicht notwendig, da der "Zielkorridor" aufgrund der immer wiederkehrenden Panikmache dermaßen überschritten wird, dass allein die planmäßige Absenkung schon hoch genug ausfällt...

Wer's glaubt wird selig! :roll:
Im EEG 2009 ist für 2011 eine 9%-ige Absenkung vorgesehen, die bei einem Zubau 2010 > 1700 MW um 1 Prozentpunkt erhöht wird. Die 1,7 GW sind ja schon längst geknackt und mehr Absenkung gibt das EEG 2009 nicht her.
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