Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon Weidemann » 17.03.2010, 08:57

Ich denke, dass von der FDP die geringste Gefahr ausgeht ("gut geschmiert" :mrgreen: ):
Brigita Jeroncis, Büroleiterin von Horst Meierhofer (FDP):
(...)Wie der weitere Zeitplan genau aussieht, ist auch im Büro Meierhofer unklar. Sollte der Kompromiss zur Photovoltaik-Förderung wirklich nochmals komplett aufgeschnürt werden, dann sei der angestrebte Zeitplan auf keinen Fall zu halten. Dann sei auch eine Absenkung der Einspeisevergütung für Dachanlagen zum 1. Juli unwahrscheinlich, sagt Jeroncic. Eine Verständigung von CDU, CSU und FDP in allen Punkten der künftigen Solarförderung ist Grundvoraussetzung, dass der gemeinsame Antrag in den Bundestag eingebracht werden kann.

Quelle: http://photovoltaik.eu/nachrichten/deta ... 0002651/2/

Und den Eigenverbrauch will dieser Horst Meierhofer deutlich weniger fördern bzw. nur dann, wenn eine Batterie zur Speicherung bereitgestellt wird... das wäre doch mal was wirklich Neues!! :D wenn man dafür eine angemessene Mehrvergütung bekommt, könnte das einen neuen Innovationsschub bringen!


...Wenns so weitergeht, dann kommt die Absenkung erst zum Jahresende :mrgreen:
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon amoss » 17.03.2010, 09:09

Greenhorn hat geschrieben:Die von der Regierung geplanten Kürzungen der Förderung von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen sollen jetzt erst von Oktober 2010 an wirksam werden. Das melden übereinstimmend mehrere Nachrichtenagenturen. Auf diese drei Monate längere Frist verständigten sich die Koalitionäre jetzt in ihrem neuesten Gesetzentwurf. Im ersten Kabinettsentwurf waren die Kürzungen der Vergütungen für Freiflächenanlagen bereits ab dem 1. Juli geplant.


Tja, wenn es so ist, da habe ich weiter oben wohl wieder mal umsonst an das Gute im Menschen (oder der CSU) geglaubt, denn es kommt ja doch wieder nur das übliche (Schlechte) von diesen schwarzen Politnasen :(

Überall in den Gemeinden meiner Umgebung regt sich derzeit Widerstand gegen Freiflächenanlagen (Stichwort Landschaftsverschandelung) und es wird gefordert [i]"zuerst soll die PV doch auf die Dächer, dann kann man weiter sehen".
Was aber machen die CSU-Pappnasen? Sie verschieben die Verkürzung für eben diese Freiflächen-Anlagen und fördern damit wieder nur die, die eh schon groß sind. Irgendwelche Abmilderungen für potenzielle Betreiber der gewünschten Dachanlagen? Fehlanzeige! Dort bleibt alles beim Alten (Schlechten) und es wird um 16% gekürzt. Wie so "zuerst die Dächer" belegt werden sollen ist mir schleierhaft.

Denn prozentuale Rendite alleine ist nicht alles. Es muss sich rentieren UND es muss eine signifikante Summe dabei herausspringen, sonst tun sich nur wenige den Stress und das Risiko einer PV-Anlage an. Ich jedenfalls würde niemandem empfehlen, nur wegen einer prozentual akzeptablen Rendite das Dach aufzureißen wenn diese Rendite nicht gleichzeitig auch mit einer vernünftigen absoluten Summe verbunden ist. Zu groß ist bei winzigen absoluten Erträgen das Risiko, dass es irgendwelchen Ärger gibt, der dann auch die Rendite dann ganz, ganz schnell ins Gegenteil verkehrt!

Und nach der Kürzung im Januar und der kommenden im Juli ist für normale, d.h. kleine Dachanlagen sogar beides nicht mehr gegeben - weder eine vernünftige prozentuale Rendite noch eine vernünftige absolute Summe!
Aber das ist der CSU ja egal, die interessiert sich wie gewohnt nur für die Großen!
Gruß,
amoss

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon rundumadum » 17.03.2010, 09:13

15 Prozent für Solaranlagen auf Gewerbeflächen und um 11 Prozent auf so genannten Konversionsflächen.


Warum werden eigentlich Dachanlagen wieder mit 16% bestragft und die oben genannten Flächen "nur" mit 15 bzw. 11%.

Besonders kleine Dachanlagen sind in der Anschaffung deutlich teurer und in der Installation und evtl. Rückbau deutlich teurer als Großanlagen, die auf den Boden stehen. Desweiteren kann man bei Freiflächen die Module fast perfekt ausrichten, was auf Dachflächen meist nicht der Fall ist. Bei den Dachflächen ist man ja auch meist durch den Faktor Fläche begrenzt, bei Freiflächen spielt meist der Faktor Kapital die entscheidende Rolle.

Hier wird wieder der kleine Mann bestraft!

@amoss

da hatten wir anscheinend zur selben zeit die selben Gedankengänge!!
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon hadl » 17.03.2010, 09:15

Weidemann hat geschrieben:Und den Eigenverbrauch will dieser Horst Meierhofer deutlich weniger fördern bzw. nur dann, wenn eine Batterie zur Speicherung bereitgestellt wird... das wäre doch mal was wirklich Neues!! :D wenn man dafür eine angemessene Mehrvergütung bekommt, könnte das einen neuen Innovationsschub bringen!

..


Ohne lobbyistische Hintergründe, mit einzubeziehen, ist Politik nur schwer zu verstehen.Schaut mal hier:
http://www.merkur-online.de/nachrichten ... 50760.html
Wenn es ein Innovationsschub auslöst, ist es doch in Ordnung.
Solche Denkprozesse hätte man allerdings abwickeln sollen bevor man mit einem Konzept an die Öffentlichkeit geht.

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon hundertprosolar » 17.03.2010, 09:21

Moin,
rundumadum hat geschrieben:...Hier wird wieder der kleine Mann bestraft!...

genau :!: Schließlich hat ja jeder EFH-Besitzer ein unendlich großes Dach und ist nebenbei noch Großgrundbesitzer oder hat Kohle wie Heu...
[Ironie off]
Sonnige Grüße von 100% Solar (Michael)
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon rundumadum » 17.03.2010, 12:39

Angenommen ich bringe nur einen Teil meiner geplanten Anlage vor der Kürzung aufs Dach. Wird dann die komplette Anlage mit der geringeren Vergütung bestraft oder wird es anteilsmäßig berechnet?
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon eggis » 17.03.2010, 13:11

rundumadum hat geschrieben:Angenommen ich bringe nur einen Teil meiner geplanten Anlage vor der Kürzung aufs Dach. Wird dann die komplette Anlage mit der geringeren Vergütung bestraft oder wird es anteilsmäßig berechnet?

Es wird anteilsmäßig berechnet. Ein rückwirkende Kürzung wäre im Sinne des Vertrauensschutzes rechtlich fragwürdig und würde wahrscheinlich zu einer Klagewelle führen.

PS: Auf´s Dachbringen reicht nicht aus. Der Teil der Anlage muss in Betrieb genommen werden.
Mit sonnigen Grüßen
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon za-ass » 17.03.2010, 13:13

rundumadum hat geschrieben:Angenommen ich bringe nur einen Teil meiner geplanten Anlage vor der Kürzung aufs Dach. Wird dann die komplette Anlage mit der geringeren Vergütung bestraft oder wird es anteilsmäßig berechnet?

Um in der EEG-Terminologie zu bleiben: es geht um 'Technische Betriebsbereitschaft' und um 'Inbetriebnahme'.
Der Anlagenteil, der vor der wie auch immer gearteteten Kürzung die beiden vorgenannte Bedingungen erfüllt erhält die alte Vergütung, der der erst danach die Bedingungen erfüllt erhält dann die neue (reduzierte) Vergütung.
Auf Übergangsregelungen für Klein(Dach-)Anlagen wie bei den Flächenversiegelungsanlagen kann man denke ich nicht bauen.
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon eggis » 17.03.2010, 13:15

Schön, dass za-ass meine schwammigen Aussagen, immer noch so schön begründet. :D
Mit sonnigen Grüßen
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon za-ass » 17.03.2010, 13:42

eggis hat geschrieben:Schön, dass za-ass meine schwammigen Aussagen, immer noch so schön begründet. :D

Das Interessante an Beiträgen ist oft, das, was zwischen den Zeilen steht: Danke für den Einblick! :lol:

Hab' nur für meinen Beitrag eben etwas länger gebraucht. Wäre ich 5 Minuten später dran gewesen, hätte ich deinen Beitrag gesehen und mir meinen gespart.
Klar habe ich dann beim Beitrag absenden gesehen, dass da einer schneller war, aber sollte ich dann deswegen meinen Beitrag löschen? Habe mich für 'nein' entschieden und außerdem bin ich in meiner Antwort auch auf eine rückwirkende Kürzung gar nicht eingegangen: so viel nur zu deiner vermuteten 'Kommentierung'.

Und außerdem mein lieber eggis: die 2 Minuten Versatz beim Veröffentlichen würden mir nicht genügen, um in dieser Zeit eine Beitragbegründung abzugeben.

PS:
Ab und zu - heute vormittag war's z.B. so gewesen - kommt es auch vor, dass ich beim Schreiben eines Beitrag dies kurz unterbreche, um dann etwas anderes zu tun.
Ich poste dann aber trotzdem, auch wenn zwischenzeitlich ein oder zwei andere gepostet haben, eventuell auch ähnlich!
Ich werde aber jetzt künftig darauf achten, dass hier kein eggis-Beitrag davon berührt wird, da dich dies offenbar soweit stört, dass du dich sogar genötigt siehst, das zu posten! :) Sachen gibt's... :P
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