Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon hans56 » 25.04.2010, 13:15

cephalotus hat geschrieben:
hans56 hat geschrieben:...
b. Wenn es der Regierung um das beseitigen von Mitnahmeeffekten und einer Entlastung der Verbraucher ginge hätte sie nach der Wahl 2009 schnellst möglich eine Absenkung von 10% durchgeführt. Dann wäre der Verbraucher schon seit Monaten entlastet.
Wenn diese Aussagen so stimmen muss man sich fragen warum ist es so wie es jetzt ist. Die Antwort ist eigentlich relativ einfach. Durch das zulassen von möglichst viel GW Zubau bist 01.07.2010 hat man die Aumente die gleiche Diskussion im Winter 2010/11 noch einmal zu führen...


Es ist wohl weitaus banaler.
Man hat die Dynamik des Zubaus Ende 2009 einfach nicht vorher gesehen...
Schuld war wohl nicht zuletzt, auf die Solarbranche zu hören, die stets mit sehr niedrigen Zubauprognosen operiert hat und noch Anfang des 4. Quartals über volle Lagerhallen gestöhnt hat. Somit hat man eine extra Degression zum 1.1. verpasst und als man's dann zum 1.4. umsetzen wollte war das Geschrei ja überaus groß.

Die Wahrnehmung der Politik hier ist eine falsche. Ich wüsste dort unabhängig von der Partei niemanden, dessen Ziel es wäre, der Solarbranche maximalen Schaden zufügen. Genau das scheint aber hier irgendwie das Bild bei manchen zu sein.

Ob die Position der CDU ,bei der letzten Novelle des EEG PV um 30% abzusenken, das Ziel hatte der PV maximal zu schaden weiß ich nicht. Sie war vor der Bundestagswahl aber im Prinzip nach wie vor vorhanden und wird jetzt umgesetzt. Man versucht dabei nur den Bürger mitzunehmen. Möglicherweise will man nur erreichen das PV die großen 4 mehr unter Druck setzt nachdem die Absenkungen durchgeführt worden sind?
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon sunpower16,2 » 25.04.2010, 18:47

Hi @ all,

am Ende ist es auch fast egal, wann wie welche Studie in der Vergangenheit entstanden ist. Es ist auch egal, was die Regierung vorgibt zu wollen und was sie wirklich will. Nach der Kürzung werden wir alle sehen, ob sie zu stark war oder nicht. Und wenn sie gerade richtig gewesen sein sollte, dann werden wir einen noch nie dagewesenen Ausbau erleben, weil durch die niedrigeren Preise viele neue Investoren vom EEG angezogen werden. Doch sollte sie zu stark sein, dann gibt's einen ganzen Haufen Arbeitslose mehr. Und dann sollten wir auf die Straße gehen!

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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon diesonnelacht » 26.04.2010, 11:19

Erst fand ich, dass mehr als 10% zu viel sind. Durch den Hickhack ist jetzt aber ein "Konjunkturprogramm" (wie es hier jemand mal genannt hat) entstanden und es wird das ganze Jahr über verkauft. Unsere grossen Wechselrichterhersteller können bei der Produktion auch noch mit dem Preis nachrücken, vermute ich mal, so dass auch unsere Zell- und Modulhersteller im Rennen bleiben können. Insgesamt mache ich mir keine grossen Sorgen.

Dass die Zell- und Modulproduktion langfristig nicht in Deutschland bleibt, wäre aber auch nicht verwunderlich. Und unterm Strich ist es vielleicht besser, wenn in sonnenreichen Ländern schneller Grid Parity erreicht wird.
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Re: Eklat in der Koalition: Solar-Kompromiss muss neu verhandelt

Beitragvon sunpower16,2 » 26.04.2010, 11:52

Natürlich wäre es besser, wenn vor allem die anderen Länder sich stärker beteiligen würden. Deutschland kann nicht allein die Energiewende schaffen. Aber es wird auch nicht besser werden, wenn der deutsche Markt wegbricht. Ob das passiert werden wir sehen.

Aus meiner Sicht kann es nur 2 Reaktionen auf eine Vergütungsdegression geben:
Entweder die Hersteller können mit den Preisen ausreichend runtergehen oder nicht.
Gehen sie ausreichend runter, nimmt die Nachfrage weiter zu und der Ausbau wird weiter in astronomische Höhen schnellen und weitere Degressionen ermöglichen, die die Nachfrage noch weiter explodieren lassen.
Gehen sie nicht soweit runter, weil sie dann ins Minus kommen, dann bricht der Markt zusammen.

Kaum einer wird wohl genau den Punkt erwischen, wo die teuren Hersteller pleite gehen und die billigen weiter leben. Der Bereich dürfte wohl recht schmal sein.

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