News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von sunpower16,2 » 18.03.2010, 13:30
Es heißt doch immer, dass Kohle- und Atom-KW z.B. nur schwer zu regulieren sind  Dann wird vielleicht der Strom nicht eingespeist, sondern der Wasserdampf einfach so ohne Turbine in die Luft entlassen, wenn die Pumpspeicher voll sind und eine Drosselung nicht weiter möglich ist. Keine Ahnung, doch meiner bescheidenen Meinung nach ist diese Energie zwar nicht in elektrische Energie umgewandelt worden, dennoch wurde Kohle verfeuert und hätte Strom liefern können. Habe gerade beim SFV folgenden Artikel gefunden: http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/grundlas.htm. Da heist es z.B. Der Grundlaststrom aus den belgischen Atomkraftwerken wird nachts sogar "verschenkt", indem dort die Autobahnen nachts und selbst in den Stunden nach Mitternacht bis zum frühen Morgenstunden taghell beleuchtet werden.
Es scheint also billiger zu sein, ein (Atom-)Kraftwerk einfach weiterlaufen zu lassen, als es zu drosseln oder abzuschalten. Und das meine ich schlussendlich. Mag sein, dass die Zahl 3 zu 1 nicht stimmt, doch folgendes muss man mal sehen: "100% eingespeister Strom = 94% verbrauchter Strom + 6% Netzverlust" mag aus der reinen Sicht eines funktionierenden Stromnetzes ja gelten. Doch was ist mit der Gleichung "100% herstellbarer Strom aus der verfeuerten Resource = x% benötigter Strom + y% (Stromverschwendung und Nicht-Stromgewinnung trotz Verfeuerung)". Die spannende Frage wäre das Verhältnis. Natürlich haut das dann nicht mehr mit meiner Rechnung von weiter vorn überein. Insofern habe ich dazugelernt. Wie auch immer, nach wie vor bin ich der Meinung, dass vielleicht nicht der Eigenverbrauch, aber der Ortsnahe Direktverbrauch ja eine wesentliche Stütze des Smart-Grids ist. Wenn jemand ein Smart-Grid installiert und ich eben über eine Elektronik "gesagt" bekommen kann: "Jetzt kannste Wind- und Wasser-Strom beziehen." bzw. "Jetzt ist Strom knapp, wir brauchen Deinen Sonnenstrom." dann würde ich bestimmt meine Autharkie-Bestrebungen über Bord werfen und mitmachen. Doch solange ich ausschließlich von meinem Solarlog "gesagt" bekommen kann, "jetzt gibt's 2000 Watt Sonnenstrom", werde ich gezielt diesen verbrauchen. Der Plan, dafür eine kleine Steuerung aufzubauen, steht und wird (wenn ich mal etwas Zeit dafür habe  ) auch umgesetzt. Vielleicht braucht später jemand auch dieses so erworbene Wissen, sodass ich als Programmierer bei der Optimierung von Smart-Grids mitwirken kann? Gruß, sunpower16,2
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von rierku » 18.03.2010, 15:31
In Anbetracht der sich verändernden Zusammensetzung des Energienetzes bin ich so oder so der Meinung, dass die momentane Abrechnungs- bzw. Verwaltungsmethode nicht mehr Zeitgemäß ist. Die momentane Unterteilung, welche Energie aus Welcher Quelle in welcher Menge welchen Wert hat, und der entsprechende Handel an der Strombörse sind in einem System, das immer mehr aus vielen Kleinen Minieinspeisern (private PV-Anlagen, BHKWs usw.) und Zwischenlagern (z.B. Elektroautos) einfach nicht geeignet, weil dazu ein viel zu hoher Verwaltungsaufwand notwendig ist, der mehr Geld kostet als das Energienetz, das verwaltet wird. Dass das Netz intelligenter werden muss um die Stabilität zu gewährleisten, ist völlig richtig, und die entwicklung des Smart-Grids daher eine Notwendigkeit. "Smart Grid" aber als eine Abrechnungs art zu sehen, bei der man aufpassen muss, wann man angeblich welchen "Strom" kauft und dementsprechend Verbraucher einschaltet, ist nicht nur physikalischer Unsinn (wenn die PV-Anlage des Nachbarn gerade gut Produziert, man aber lieber billigeren anderen Strom kaufen will, kommt die Energie immernoch vom Nachbarn, weil dort das nächstgelegene Bezugspotenzial liegt) sondern wird auch zu einem organisatorischen Kuddelmuddel feinster Ordnung.
Für ein Netz wie es uns bevorsteht eignet sich ein Flatrate System viel besser. Ein Netz, eine Energie, ein Preis. Wie beim Internet kommt es dann nicht mehr darauf an, wieviel man bezieht oder einspeist, sondern man zahlt als Verbraucher nur eine Pauschale die zur Nutzung der Infrastruktur berechtigt. Dadurch werden zum einen dann die Infrastrukturkosten, also das Netz, das alles miteinander Verbindet. Zum anderen werden daraus die Pauschalen an die Stromerzeuger finanziert, die nun nicht mehr nach ungefähr eingespeister Energie bezahlt werden, sondern je nach Leistungs- und vor allem Effizienzklasse einen pauschalen Betrag erhalten. So wird auch der Zubau im Bereich der Erneuerbaren Energien lukrativer, da diese nunmal wesentlich niedrigere Laufende Kosten haben, vor allem weil sie keinen Brennstoff jeglicher Art verbrauchen, sondern nur Energie dort anzapfen, wo sie natürlicherweise vorhanden ist und nichts kostet.
Mit dem momentanen hin- und herrechnen von eingespeister und bezogener Energie bekommen wir spätestens mit der elektrifizierung des Verkehrs im Rahmen des Smartgrids ein Problem, wenn darauf bestanden wird, jedes kWh so anzurechnen wie es wirklich geflossen ist. Ich persönlich habe keine Lust, jeden Monat an jeden Betreiber eines öffentlichen Energieanschlusses, bei dem während des parkens Energie entnommen wurde, eine Rechnung zu schicken, oder Rechnung von diesen zu erhalten und einzeln Begleichen zu müssen, weil dort mein Akku geladen wurde.
Ein neues Netz braucht eine neue Verwaltungsart.
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von buergersolar » 18.03.2010, 16:22
rierku hat geschrieben:Für ein Netz wie es uns bevorsteht eignet sich ein Flatrate System viel besser. Ein Netz, eine Energie, ein Preis. Wie beim Internet kommt es dann nicht mehr darauf an, wieviel man bezieht oder einspeist
Mit Verlaub, das ist Schwachsinn! Der Vergleich mit dem Internet hinkt gewaltig: Beim Internet nutze ich wirklich nur die Infrastruktur, der Server des Photovoltaikforums (z.B.) läuft eh rund um die Uhr und verursacht rund um die Uhr die gleichen Kosten. Beim Strom nutze ich auch die Infrastruktur, aber mit jeder zusätzlich nahgefragten kWh muss auch eine zusätzliche kWh eingespeist werden. Während beim Internet das Angebot also eh rund um die Uhr in gleichem Umfang zur Verfügung steht, müssen beim Strom Angebot und Nachfrage immer aufeinander abgestimmt werden. Gerade im kommenden System mit schwankender Einspeisung verschiedener Energieträger muss zur Stabilisierung des Netzes der Verbrauch auch ein Stück weit an die Erzeugung angepasst werden. Dies kann nur durch finanzielle Anreize geschehen, da sonst keiner einen Finger krumm macht. Also brauchen wir ein SmartGrid (das übrigens gerade das Gegenteil einer Flatrate ist), das Preissignale setzt und so Verbraucher steuert. Z.B. programmiert man dann seinen Kühlschrank so: Preis < 16ct/kWh: 5°C 16,1ct/kWh < Preis < 18ct/kWh: 6°C 18,1ct/kWh < Preis < 20ct/kWh: 7°C 20,1ct/kWh < Preis < 22ct/kWh: 8°C 22,1ct/kWh < Preis: 9°C Wird der Strom günstiger, wird nachgekühlt, wenn der Strom teurer wird, braucht erstmal nicht nachgekühlt werden. Der Gefrierschrank macht das gleiche bei entsprechend niedrigeren Temperaturen. Das E-Auto kühlt natürlich nicht, aber es lädt günstig und speist ab einer bestimmten Preisdifferenz teurer wieder ein. Zur Abrechnung der E-Autos: Es gibt schon den Ansatz, dass der Zähler nicht an der Säule, sondern im Auto sitzt. Muss natürlich manipulationssicher sein, aber so kannst du einmal im Monat deinen Zählerstand bezahlen und wo du "tankst" ist egal. An der "Zapfsäule" musst du dich (bzw. das Auto) natürlich authentifizieren, damit nicht jemand ungezählten Strom entnimmt. In einem System mit Preissignal muss natürlich nicht nur die Energiemenge gezählt werden, sondern auch der zugehörige Preis. Ich denke da entsprechend eines Zweitarifzählers an einen 10-Tarifzähler, natürlich alles digital, sodass man nicht so viel abzulesen hat. Sonnige Grüße
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von rierku » 18.03.2010, 19:17
Nein, der Vergleich mit dem Internet hinkt nicht, denn du nutzt nicht wirklich nur die Infrastruktur, du rufst content ab, den vorher irgendjemand zur Verfügung stellen muss. Und auch hier muss auf den zu erwartenden Datenverkehr geachtet werden. Die Server eines Angebots wie YouTube oder Google müssen mehr leisten können, als der kleine Fileserver den ich mir eingerichtet hab um unterwegs auf meine Musik zuzugreifen. In beidem gilt der logistische Grundsatz: zur richtigen Zeit, am richtigen Ort in der richtigen Menge. Dass die beiden Systeme nicht völlig identisch sind, ist klar. Aber in dieser Hinsicht bestehen durchaus Parallelen.
Die Programmierung des Kühlschranks die von dir beschrieben wurde ist hingegen wirklicher Schwachsinn: Wenn ich etwas in den Kühlschrank lege, dann will ich, dass es genau bei der Temperatur gelagert wird, die ich eingestellt habe, nicht mal eben ein paar Grad mehr, dann wieder ein paar Grad weniger. Was kommt als nächstes? Sobald der kWh preis über 20 Cent geht, fährt sich plötzlich mein PC herunter, weil das jetzt zu teuer ist? Oder schaltet sich der Fernseher unterm Film ab, weil der Wind aufgehört hat zu blasen? Oder die Waschmaschine hört auf, weil eine Wolke plötzlich die Sonne verdeckt? All das würde in so einem Modell minutenschnell die Preise der verschiedenen "Stromarten" ändern. Die ganzen verschiedenen Abrechnungen, wann warum jetzt wieviel Strom zu welchem Preis erworben wurde sind doch für Otto Normalverbraucher völlig undurchsichtig und öffnen Manipulationen Tür und Tor. 10-Tarifzähler? Was wenn es mehr als zehn verschiedene Tarife gibt? Also ein doch etwas komplizierterer Rechner, der Tabellenartig Verbrauch mit Kosten verbindet. Und weil die kWh ja ab und an 0,203€ und mal 0,205€ kostet und ja minutengenau im hundertstel Bereich schwankt, dank genauer Erfassung des Bedarfs bekommt man am Ende eine elendslange Tabelle mit hunderten unterschiedlichen Tarifen.
Und Smart Grid ist auch nicht das Gegenteil von Flatrate, da eine Flatrate ein Finanzierungsmodell ist, während der Begriff Smart Grid in aller erster Linie die technische Umsetzung eines Netzes, in dem flexiblere Regulierungstechniken als momentan eingebaut sind, beschreibt. Ein intelligenter Zähler KANN Teil eines solchen technischen Gesamtwerks sein, er MUSS es aber nicht und vor allem definiert er dieses nicht. Zudem soll es ja genau der Effekt des Smart Grids sein, dass sich der Verbraucher im kommenden, sich veränderndem Netz NICHT darum kümmern muss wann er was betreibt, sondern das Netz selbst registriert, dass sich die Belastung geändert hat, und selbstständig für entsprechenden Ausgleich sorgt. Im Gegensatz zum intelligenten Zähler ist für das Smart Grid die Verfügbarkeit von Speichertechniken viel wichtiger, da es damit die Unkontrolliertheit der EE ausgleichen kann. Diese Unkontrolliertheiten sind es ja erst, die das Smart Grid nötig machen. Für zentrale Energierzeugung reicht unser momentanes "dummes" Netz leicht. Die Technik soll uns dienen und sich unseren Bedürfnissen anpassen, nicht andersrum. Sonst sind wir, übertrieben gesagt, doch schon fast wieder in der Zeit, in der es nur Feuer gab, wenn irgendwo der Blitz einschlug und einen Baum anzündete.
Und was die Abrechnung des E-Autos angeht: Auch dieses System ist viel zu umständlich. Es benötigt zusätzliche Zähler im Auto, schafft Verwaltungsaufwand durch die zusätzliche Abrechnung und unnötige Sicherheitsmechanismen, damit auch ja keiner was abzwackt. Mit einer generellen, pauschalen Abrechnung ist das alles unnötig, da der Strom nicht gezählt werden muss, daher auch nichts abgerechnet werden muss und da sowieso jeder seinen pauschalen Beitrag geleistet hat, kann es systembedingt schon keinen Diebstahl geben, es ist also nichteinmal die Möglichkeit gegeben, dass sich jemand unrechtmäßig bereichert.
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von Freeze » 18.03.2010, 20:07
Wenn es dann mal die Stromflatrate geben wird werde ich auf jedenfall Elektroheizöfen in alle meine Zimmer stellen und die Gasheizung abschalten............
..........ich wunder mich nur noch..............
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von solerling » 18.03.2010, 20:46
Freeze hat geschrieben:Wenn es dann mal die Stromflatrate geben wird werde ich auf jedenfall Elektroheizöfen in alle meine Zimmer stellen und die Gasheizung abschalten............
..........ich wunder mich nur noch..............
Halloo Freeze Ich denke es könnte Fälle geben wo sich dann eine Warmwasserheizung (aufheizung der Pufferspeicher durch Strom (Wärmepumpe,Heizstab) rentiert..? Auf jeden Fall wird die Regelung der verschiedenen Stromerzeugungsarten (zwischen Erzeugung und Verbrauch)eine neue Herausforderung für die Ingenieure werden. Gruß Josef
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von rierku » 18.03.2010, 20:57
Klar, warum nicht? Wenn es dir Spass macht. Klar würde eine Solarthermieanlage oder eine Wärmepumpe die zur Verfügung stehende Energie aus der Umgebung (bei momentanem Stand der Technik) effektiver umwandeln. Aber wenn es dir nur ums Warm geht, warum nicht elektrisch. Elektrische Energie lässt sich so richtig schön in Wärme umwandeln. Ist ja hier der gewünschte Effekt im Gegensatz zu allem anderen. In einem dezentralen Netz mit hohem Anteilen an Erneuerbaren spielt auch die ineffizienz durch die Ineffizienten Kraftwerke keine Rolle mehr. Ich denke mal das meintest du mit gerade diesem Beispiel. Aber wie gesagt, die Ineffizienz liegt hier nciht im elektrischen Heizen an sich, sondern in der Ineffizienz der Kraftwerke. Klar ist es effizienter, Kohle/Gas direkt bei dir zu verbrennen, um Wärme zu erzeugen, statt erst Strom daraus zu machen und DANN daraus Wärme. Mit den EEs verbrenne ich aber nichts mehr. Die Energie wird direkt gewonnen und das sogar in regionaler Nähe, wodurch sich auch die Leitungsverluste in Grenzen halten.
Und um die andere Gefahr, die in deinem Post mitschwingt zu beschwichtigen: Es gibt sehr, sehr wenige Leute, die bei so einem Modell so viel wie möglich verbrauchen, nur weil sie es können. Die meisten Leute werden einfach so weiterverbrauchen wie zuvor.
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von buergersolar » 18.03.2010, 21:12
Hallo rierku,
und dein Internet-Vergleich hinkt doch. Und zwar an einer wichtigen Stelle: Klar muss jemand das File, was du downloaden willst, hosten. Aber: Das File lädt er einmal auf den Server und dann kann es sooft runtergeladen werden, wie man will. Daher macht auch eine Internet-Flatrate Sinn. Der Server wird übrigens so ausgelegt, dass er mit dem maximalen Traffic zurecht kommt und dann läuft er so rund um die Uhr. Beim Stromnetz gibt es zwei kleine, aber entscheidende Unterschiede, die den Vergleich kippen lassen: 1) Eine eingespeiste kWh kann man nicht so oft wieder rausziehen wie man will, sondern genau einmal. (im Gegensatz zum File) 2) Die Kraftwerke müssen auch so ausgelegt sein, dass sie die Maximallast decken können, aber sie fahren nicht ständig auf Maximallast, sondern nur, wenn sie nachgefragt werden. (im Gegensatz zum Server) Daher macht eine Strom-Flatrate keinen Sinn.
Zum SmartGrid: Es heißt nicht SmartPowerPlant und nicht SmartLoad sondern SmartGrid, weil es beides vereint: Anpassung der Erzeugung UND des Verbrauchs. Eine alleinige Anpassung des Kraftwerksparks (inkl. Speicherkraftwerke) an den Verbrauch ist das, was wir im Moment haben. Und das ist kein SmartGrid.
Keiner wird dich zwingen, deinen Kühlschrank so einzustellen, dass er bevorzugt günstigen (weil überschüssigen) Strom verbraucht, wenn du das nicht möchtest. Viele werden das aber dann so machen. Aber auch dein diesbezüglicher Vergleich ist ein Äpfel-Birnen-Vergleich. Natürlich macht Laststeuerung nur bei Geräten Sinn, bei denen es egal ist, wann genau sie laufen, solange die Funktion erfüllt bleibt. Das ist NICHT dein Fernseher und NICHT deine Kaffeemaschine. Keine Angst! Aber ob der Kompressor deines Kühlschranks alle halbe Stunde angeht oder ob er vielleicht mal 45min Pause macht, interessiert dich doch nicht wirklich, oder? Und ob die Batterie deines E-Autos abends um 20Uhr oder früh morgens um 4Uhr geladen wird, ist dir doch auch wurscht, wenn du es so programmiert hast, dass es um 7Uhr voll sein soll. Ebenso spielt es keine Rolle, wenn der Gefrierschrank mal 2° kälter wird um dann später weniger kühlen zu müssen. Natürlich werden auch Speicher in einem SmartGrid intelligent gesteuert, aber das wird heute auch schon gemacht. Die Verbrauchssteuerung unterscheidet also das SmartGrid vom heutigen "dummen" Netz.
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von Freeze » 18.03.2010, 21:14
Hallo Rierku,
Jedenfalls gibt es bei deinem Model nicht gerade viele Anreize Energie zu sparen und Energiesparen ist zumindest kurzfristig die einfachste möglichkeit was am Klimawandel und Ressourcenverbrauch zu ändern. Wenn endlos EE zur Verfügung steht sieht das selbstverständlich anders aus.
MFG
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von bimon » 18.03.2010, 21:40
Das mit den Internetflatrates hinkt in der Tat hinten und vorne. Der Content wird nicht über die Flatrate finanziert, sondern über Werbung oder andere Finanzierungsmöglichkeiten. Die Flatrate bietet nur den Zugang zum Netz in bestimmter Qualität. Und auch dieses Netz hat mit mehr Verbrauch ein mehr an Kosten. Nur sind diese so niedrig, dass die Kosten für Maximalgebrauch mit eingerechnet sind. Entsprechend könnte man nur eine Netznutzungsentgeltflatrate, wenn man sie denn will, vergleichen.
Und auch wenn sicherlich nicht alle mutwillig mehr verbrauchen, ergeben sich da doch relativ schnell einige Argumente, verschwenderischer zu werden. Die Heizung wurde schon genannt. Die Gaspreise steigen weiter: Besorg ich mir lieber ne billige elektrische Heizung. Dann hat man einen laufenden Kostenfaktor weniger. Und um Dämmung oder effizientere(und damit teure) Heizgeräte muss man sich auch nicht mehr scheren. Der Kühlschrank ist kaputt? Na, dann schaff ich mir doch nurnoch den billigsten an. Effizienzklasse ist mit der Flat ja egal usw...
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