EEG-Umlage zu hoch berechnet!

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EEG-Umlage zu hoch berechnet!

Beitragvon eggis » 01.03.2011, 11:13

EEG-Umlage deutlich zu hoch
Die zu hohen Kosten für die derzeitige EEG-Umlage lassen sich mit den überhöhten Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber für den Photovoltaik-Zubau 2010 erklären. Sie waren auf Grundlage einer Studie des Leipziger Instituts für Energie (IE) davon ausgegangen, dass 2010 und 2011 rund 9500 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland neu installiert würden. Dieser Zubau ist zumindest 2010 nicht erreicht worden,...


EEG-Umlage zu hoch angesetzt
EEG-Umlage soll künftig unter drei Cent pro Kilowattstunde liegen
Jetzt wo die 3,5ct/kWh Umlage kommuniziert worden sind und man dafür jede Menge Prügel bezogen hat, könnte man ja einen Teil der Vergütungssenkung wieder zurücknehmen und den Zubau nicht auf 9,5GWp aber auf evtl. 6-7GWp steigern. :roll:
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Re: EEG-Umlage zu hoch berechnet!

Beitragvon hadl » 01.03.2011, 11:31

eggis hat geschrieben:EEG-Umlage deutlich zu hoch
Die zu hohen Kosten für die derzeitige EEG-Umlage lassen sich mit den überhöhten Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber für den Photovoltaik-Zubau 2010 erklären. Sie waren auf Grundlage einer Studie des Leipziger Instituts für Energie (IE) davon ausgegangen, dass 2010 und 2011 rund 9500 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland neu installiert würden. Dieser Zubau ist zumindest 2010 nicht erreicht worden,...


EEG-Umlage zu hoch angesetzt
EEG-Umlage soll künftig unter drei Cent pro Kilowattstunde liegen
Jetzt wo die 3,5ct/kWh Umlage kommuniziert worden sind und man dafür jede Menge Prügel bezogen hat, könnte man ja einen Teil der Vergütungssenkung wieder zurücknehmen und den Zubau nicht auf 9,5GWp aber auf evtl. 6-7GWp steigern. :roll:



Da müssen die "Horormilliarden" total neu gerechnet werden. Der MdB Michael Fuchs muß seine Internetseite von den 5 Cent bereinigen die er prophezeit hat.

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Beitragvon PV-Berlin » 01.03.2011, 11:33

Da die Konstruktion der EEG so ist wie sie ist, wird nicht mal ein Großrechner mit allen verfügbaren Daten (Heute), die zukünftige EEG berechnen können.
Weder sind die Kapazitäten bekannt (in Gänze nicht mal auf 2 bis 5 Jahre) noch ist die Nachfrage in Europa vorauszusehen.
Es kann ja durchaus passieren, dass der Börsenpreis deutlich negativ wird, zwischen 10°° und 15°° Uhr. Möchte wetten, dass sich da keiner festlegen wird wollen.
Die Konstruktion selbst muss weg, denn die ist das probate Mittel zur Vernichtung der PV. Unter 3 Cent? Das wäre natürlich ein kleiner Rückschlag für die 4G.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: EEG-Umlage zu hoch berechnet!

Beitragvon cephalotus » 01.03.2011, 14:05

und 2010 war sie zu niedrig. Das liegt nun mal in den Prognoseunsicherheit.

Das IE Leipzig konnte z.B. im Oktober 2010 schwerlich die weitere Entwicklung der EE vergütung für PV Module voher sagen...

Dass die Prognose 2012 auch wieder fallen kann hatte ich vor geraumer Zeit hier schon zur Diskussion gestellt und ich bin nach wie vor der Meinung, dass das extrem(!) nützlich sein wird, wenn es zur großen Verhandlung über das EEG 2012 kommt.

Besser 2,1ct/kWh -> 3,5ct/kWh -> 2,9ct/kWh als z.B. 2,1ct/kWh -> 2,7ct/kWh -> 3,2ct/kWh, wenn es um die politische Diskussion zur großen EEG Novelle 2012 geht.
Das Signal, dass es auch mal nach unten geht mit den EE Kosten wäre ein sehr wichtiges (den Mechanismus dahinter versteht unter den Stromkundne vermutlich nicht mal 1%)

Die vermutliche Reduzierung der EEG Umlage 2012 basiert übrigens auch zwei "Sondereffekten". Zum einen wird das Grünstromprivileg auf 2ct/kWh begrenzt (die Last verteilt sich damit wieder auf mehr kWh), zum zweiten kommt es wegen der wahrscheinlichen Überschätzung des PV-Zubaus zu einer einmaligen Rückzahlung, während in der EEG Umlage 2011 noch eine einmalige Zusatzzahlung mit drin steckt.

Die EEG Umlage 2013 kann also auch wieder über 3ct/kwh liegen, u.a. abhängig vom Börsenpreis und dem Windjahr und ggf. der Frage, wie der privilegierte Letztverbrauch nach der EEG Novelle 2012 behandelt wird.

Unterm Strich bleibt: Prognosen sind schwierig.

mfg
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Re: EEG-Umlage zu hoch berechnet!

Beitragvon buergersolar » 01.03.2011, 15:45

cephalotus hat geschrieben:Besser 2,1ct/kWh -> 3,5ct/kWh -> 2,9ct/kWh als z.B. 2,1ct/kWh -> 2,7ct/kWh -> 3,2ct/kWh, wenn es um die politische Diskussion zur großen EEG Novelle 2012 geht.
Das Signal, dass es auch mal nach unten geht mit den EE Kosten wäre ein sehr wichtiges (den Mechanismus dahinter versteht unter den Stromkundne vermutlich nicht mal 1%)


Wenn das mal nicht auch zum Spiel des 4er-Kartells gehört... Man kann dann schön sagen: Seht her, der PV-Zubau wurde gebremst und schon sinkt die Umlage wieder - lasst uns die PV ganz absägen! Der normale Verbraucher glaubts dann, denn es steht ja dann sicher auch oft genug im Spiegel, Focus, FAZ, ... (nur so ein Szenario)

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Re: EEG-Umlage zu hoch berechnet!

Beitragvon cephalotus » 01.03.2011, 16:26

buergersolar hat geschrieben:
Wenn das mal nicht auch zum Spiel des 4er-Kartells gehört...


Halte ich für extrem unwahrscheinlich. Die 3,5ct kamen denen seinerzeit sehr gelegen, eine sinkende EEG Umlage heißt ja noch lange nicht (in gleichem Maße) sinkende Strompreise.
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Re: EEG-Umlage zu hoch berechnet!

Beitragvon PV-Berlin » 01.03.2011, 16:34

Da wir einer der wenigen Länder der ersten Welt leben , wo sich die Strompreise "frei" bilden und die Renditen nicht beschnitten werden, gibt es keinen Grund die Strompreise einzudampfen, zumal verschiedene Anbieter ja auch noch eine Preisgarantie gleich am Jahresanfang mit verkauft haben. Und logisch fällt die Kernbrennelemente Abgabe sozusagen im weitesten Sinne auch noch unter das EEG, oder ich erwarte, dass diese Position auf der Stromrechnung erscheint. Eben der gute Grundlaststrom. PV kann eben alles, für alles herhalten.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Das sind alles Komiker

Beitragvon hadl » 01.03.2011, 16:57

PV-Berlin hat geschrieben:Da die Konstruktion der EEG so ist wie sie ist, wird nicht mal ein Großrechner mit allen verfügbaren Daten (Heute), die zukünftige EEG berechnen können.


Das sind im gesamten Merit Order Thread meine Thesen, mit denen ich denen widersprochen habe, die mit den gegenwärtig verfügbaren Daten, die Milliarden EEG Kosten ermitteln wollten.
Unser Merit Order Thread, ist schon viel früher zu dem gleichen Ergebnis gekommen wie die DIW Studie, das da lautet
"Erneuerbare Energien mindern den Börsenpreis" Möglicherweise haben die mitgelesen.

Glücklicherweise kommen immer mehr Leute zu der Erkenntnis, dass die Erneuerbaren nicht die Preistreiber sind. Die einen früher, die anderen später.

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Re: EEG-Umlage zu hoch berechnet!

Beitragvon Montio » 01.03.2011, 17:37

Die EE wird uns noch weiterhin eine Menge Geld kosten. Der Netzausbau kostet uns Milliarden, die Speicheranbindung, die nicht ausgelasteten Kraftwerke werden ebenfalls bezahlt werden. Dass die Umlage das nächste Jahr sinkt, durfte man ja man annehmen, danach geht's wieder nach oben. Das mutmaßte ja auch das DIW. Und der BSW hat ja schließlich 2 ct für sich "reserviert" und sich vom Umweltminister absegnen lassen, das sind allein rund 8 Milliarden pro Jahr. Biomasse wird ebenfalls ein Schwergewicht werden, dann werden wir das EEG noch bei den Lebensmitteln mitbezahlen. Entwarnung ist wohl kaum angesagt.

Die eigentliche Quelle ist wohl diese:
http://www.erneuerbare-energien.de/file ... _ee_bf.pdf

Geht man nach dem BMU werden ab 2050 Rückflüsse in ungeahnter Höhe entstehen, wer sollte da jetzt kleinlich mit paar Millärdchen sein.
Doch auch hier von Cephalotus: Prognosen sind schwierig (besonders wenn sie die Zukunft betreffen).

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Re: EEG-Umlage zu hoch berechnet!

Beitragvon hadl » 01.03.2011, 18:36

Montio hat geschrieben:Die EE wird uns noch weiterhin eine Menge Geld kosten. Der Netzausbau kostet uns Milliarden, die Speicheranbindung, die nicht ausgelasteten Kraftwerke werden ebenfalls bezahlt werden.


Das sind alles indirekte Kosten. Wenn wir die mit in die Rechnung nehmen, müssen wir auch die indirekt vermiedenen Kosten berücksichtigen. Das ist das bekannte Problem der EEG Kritiker. Die machen ausschließlich Kostenrechnungen. Volkswirtschaftlich gesehen können da aber nur Kosten/Nutzenrechnungen aussagekräftig sein.

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