News über Photovoltaik und Solarstrom
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von JschulzeP » 08.05.2011, 07:21
Hallo Forum was ist davon zu halten? Eure Meinung !
Photovoltaik (PV) •Beibehaltung der bestehenden Degressionsregelung ("atmender Deckel") und halbjährliche Anpassung wie im Jahr 2011. •Reduktion der Vergütungsklassen von 4 auf 3 Kategorien (bis 30, 30 bis 500, über 500 kW). •Die Eigenverbrauchsregelung wird verlängert. •Es werden gezielte Maßnahmen zur Netzintegration der Photovoltaik ergriffen (s.o.). •PV-Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen, die Schutzgebiete der höchsten naturschutzrechtlichen Kategorien sind (Nationalparks, Naturschutzgebiete, gelistete FFH-Gebiete) erhalten keine Vergütung. Bewertung Die Photovoltaik soll im Mix der Stromerzeugung auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Für den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kommt es aber stärker auf andere Formen wie Wind an. Deshalb soll die Vergütung für PV ihre Bedeutung angemessen widerspiegeln. Im vergangenen Jahr hat PV über 80 % aller Investitionen in die erneuerbare Stromerzeugung auf sich gezogen. Dieser Schieflage ist durch die erfolgten Kürzungen und die Verschärfung des "atmenden Deckels" bei der Degression effektiv entgegen getreten worden. Die Regelungen haben sich bewährt, so dass nur kleinere Anpassungen erforderlich sind. Von erheblicher Bedeutung sind die Maßnehmen zur Netzintegration der PV.
Werden durch die Reduktion der Vergütungsklassen Großanlagen wieder interessanter?MfG Jochen
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von Ulmer » 08.05.2011, 14:42
Ganz ehrlich gesagt, vor 5 Jahren hat man immer den Sachverhalt der Grid Parity genannt, wenn es um die Wirtschaftlichkeit von PV Anlagen ging. Und gesagt, wenn diese Grid Parity dann mal erreicht ist, dann ..... . Und jetzt stehen wir kurz vor der Grid Parity. Und jetzt, wie wirkt sich die Grid Parity bei der Förderung aus? Gar nicht!? Ist und war die Grid Parity heisse Luft der Solarbranche? Ohne Bedeutung?
Frage: Wo ist die Grid Parity bei deinem Vorschlag berücksichtigt?
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von rundumadum » 08.05.2011, 16:41
Warten wir mal die genauen Definitionen der Eckpunkte ab.
Momentan sind sie nur grob umrissen, aber grob gesagt sagt mir keiner dieser Punkte im entferntesten zu
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von JschulzeP » 08.05.2011, 18:22
Ulmer hat geschrieben:Frage: Wo ist die Grid Parity bei deinem Vorschlag berücksichtigt?
Hallo Ulmer das war nicht MEIN Vorschlag sondern der von Herrn Röttgen!!! Was hat die Grid Party mit Förderung zu tun??? Die Bedeutung der Gridparty ist bedeutungslos um rentabel PV zu betreiben! Eine Förderung ist noch unerlässlich!Sollte die Stromproduktion aus PV mit den EK Preisen der Strombörse gleichziehen ,ja dann..... MfG Jochen
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von Ulmer » 08.05.2011, 21:07
JschulzeP hat geschrieben:Ulmer hat geschrieben:Frage: Wo ist die Grid Parity bei deinem Vorschlag berücksichtigt?
Hallo Ulmer das war nicht MEIN Vorschlag sondern der von Herrn Röttgen!!! 
Sorry, war mir nicht klar JschulzeP hat geschrieben:Was hat die Grid Party mit Förderung zu tun??? Die Bedeutung der Gridparty ist bedeutungslos um rentabel PV zu betreiben!
Wieso bedeutungslos? Wenn die Grid Parity erreicht ist, dann ist für *mich* mein selbsterzeugter Strom preisgünstiger als der Strom aus dem Netz. Damit ist dieser Strom für mich rentabel. Weshalb soll es dann für meinen eigengenutzten Strom noch eine Förderung geben? Oder falls ich ein großes Mehrfamilienwohnhaus in der Stadt hätte, ein Bürogebäude oder einen Industriebetrieb mit relativ kleinem Dach und solidem Stromverbrauch während die PV-Anlage arbeitet (nahezu kompletter EIgenverbrauch), wieso soll dann eine PV Anlage nicht rentabel sein? Und wieso braucht es dafür dann noch eine Förderung? JschulzeP hat geschrieben:Eine Förderung ist noch unerlässlich!Sollte die Stromproduktion aus PV mit den EK Preisen der Strombörse gleichziehen ,ja dann.....
Für meinen Eiegnverbrauch kann mir der Preis an der EEX egal sein.
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von ludgerr » 08.05.2011, 21:31
Würde ich genause sehen. Wenn Grid parity, kann ich den Strom günstiger selber herstellen. also ohne Föderung sinvoll. Wiso schaftt man die ganze föderung (für Neuanlagen) nicht einfach ab ? - keine Einspiesevergütung - keine MWST zurück - kein Gewerbebetrieb - Ganz normaler Zähler ohne Rücklaufsperre, wie schon seit 100 Jahren verwendet - Zähler läuft vorwärts gut - Zähler läuft rückwärtz auch gut. Am Ende vom Jahr wird geschaut, hab ich noch was bezogen, OK dann bezahlen nach aktuellen Tarif Hab ich mehr eingespeist, OK dann hab ich pech gehabt und bekomme nix.
Das wäre mal eine Methode, die keine Föderung, ausser indirekt durch Netzregelung, hat.
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von JschulzeP » 09.05.2011, 07:33
Hallo Ludger DA man den Strom in seiner Gestehungszeit abnehmen muß ist es schwierig bei Hausanlagen über die 30% Eigenverbrauch zu kommen! Niemand kann es sich leisten die 70 % an der Börse für z.B. 6 cent zu verkaufen !!! Falls es ein Speichermedium geben wird welches den Strom aufnimmt und mit geringen Verlusten wiedergeben kann wird die Gridparty interessant, aber dieser Speicher muß auch erst bezahlt werden ! Deswegen ist die Förderung noch nötig. MfG Jochen
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von cephalotus » 09.05.2011, 08:41
Nicht zu vergessen ist folgender Teil: • Die Integration von PV-Anlagen ins Netz wird vorangetrieben: o Mit Blick auf die 50,2 Hz-Problematik (Gefahr eines großräumigen blackouts durch Selbstabschaltung von PV-Anlagen, falls die Netzfrequenz auf 50,2 Hz steigt) werden auch Bestandsanlagen nachgerüstet. o PV-Anlagen werden ins Einspeisemanagement einbezogen, können also künftig – wie alle anderen EEG-Anlagen – bei Netzüberlastung gegen Entschädigung abgeregelt werden. o Bei kleinen PV-Anlagen, für die das Einspeisemanagement zu aufwändig wäre, soll die Einspeiseleistung am Netzanschlusspunkt auf 70 % begrenzt werden, um die sehr seltenen Leistungsspitzen zu "kappen". Dies reduziert die eingespeiste Strommenge nur um rund 2 %, entlastet aber das Netz ganz erheblich. http://www.bmu.de/erneuerbare/energien/doc/47336.phpDas Ausbauziel für PV liegt bei +3,5GW/a ab 2012, das macht dann 51,8GW bis 2020. Grid parity war schon seit je her eine Luftnummer. Wir haben grid parity in Hawaii, Italien und vermutlich Spanien und was tut sich auf diesen Märkten? Vielleicht bringt langfrsitig die Einführung von Mikroinvertern hier eine kleine Nische, dass man sich Stück für Stück einzelne Module + kleinen Inverter dazu aufs Dach stellt oder an den Balkon hängt und so nach und nach einen gewissen Teil des Strombedarfs selber deckt. Aber selbst das ist eine sehr gewagte Prognose. mfg
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von cephalotus » 09.05.2011, 08:43
ludgerr hat geschrieben:...- Ganz normaler Zähler ohne Rücklaufsperre, wie schon seit 100 Jahren verwendet - Zähler läuft vorwärts gut - Zähler läuft rückwärtz auch gut. ...Das wäre mal eine Methode, die keine Föderung, ausser indirekt durch Netzregelung, hat.
Natürlich ist das eine massive Förderung, da bei dieser Methode EEG- und KWK- Umlage, Ökosteuer, Netzentgelte, MWSt, usw, usf. nicht bezahlt werden. Bei weiter steigenden Strompreisen oder einer weiter steigenden EEG Umlage wäre ein solches Vergütungsmodell eine ökonomische Zeitbombe, da hier die Förderung immer höher wird und sich selbst verstärkt.
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von pvlenkerbeck » 09.05.2011, 10:28
cephalotus hat geschrieben:Nicht zu vergessen ist folgender Teil:
o Bei kleinen PV-Anlagen, für die das Einspeisemanagement zu aufwändig wäre, soll die Einspeiseleistung am Netzanschlusspunkt auf 70 % begrenzt werden, um die sehr seltenen Leistungsspitzen zu "kappen". Dies reduziert die eingespeiste Strommenge nur um rund 2 %, entlastet aber das Netz ganz erheblich.
Diese Forderung finde ich einen echten Hammer! Hier soll dem Betreiber mal eben eine 2%-ige Kappung der Erträge zugemutet werden, ohne irgendeine Entschädigung. Bei großen Anlagen, die aktiv am Einspeisemanagement teilnehmen gibt es dagegen eine solche. Ich denke, dass dieses Regelung rechtlich schwer umsetzbar sein dürfte. Da hätte ich doch gleich einen kleineren (und billigeren) Wechselrichter einsetzen können Der Netzbetreiber sollte doch grundsätzlich erst einmal nachweisen, dass die Einspeisespitze in dem ebtsprechenden Netzknoten tatsächlich ein Problem darstellt. In dicht besiedelten Gebieten wird das wohl kaum zutreffen. Und selten sind diese Spitzen durchaus nicht. Meine Anlage (10,21 kWp) hat die Nennleistung schon mehrfach erreicht und geht an sonnigen Tagen für mehrere Stunden deutlich über 70% und das auch im Winter. Die 2% Abschlag halte ich da für zu niedrig geschätzt. mfg pvlenkerbeck
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