pvplaner2010 hat geschrieben:Auch in der Fläche sind die DS Module kostenintensiver zu verbauen als kristalline Module. Man benötigt viel mehr Module mit entsprechenden Montagekosten. Nach den og. Augustpreisen können die Hersteller dem chinesischen Preisdruck nicht mithalten oder sie haben Deutschland bereits aufgegeben. D ist aber zB. für First Solar der wichtigste Markt.
Kommt dann doch irgendwan das Aus oder kann der Kostenvorteil verteidigt werden?
Kommt drauf an, ob sich ein Markt für sehr große PV Kraftwerke in den Wüsten auftun wird. Dort sind meist die Löhne niedrig, also spielen Montagekosten nicht die große Rolle. Die Fläche kostet praktisch nichts.
Bei der Aufständerung dürfte es noch deutlich Potenzial nach unten geben, für die Wüste tut es evtl. auch ein 08/15 Stahl.
Bei der Verkabelung spielt es eine Rolle, welche Spannungen die Module zu vertragen, demnach bemisst sich der Kabelaufwand pro Strang.
Auf der anderen Seite sagt man den meisten Dünnschichttechnologien höhere spezifische Erträge bei Hitze im Vergleich zu c-Si Modulen voraus. Meiner Einschätzung nach könnte sich da nach wie vor ein Markt auftun.
Außerdem kann ich mir immer noch vorstellen, dass man mit Drucktechniken vielleicht was machen kann. Vielleicht liegt eine Zukunft der Dünnschichttechnologie darin, dass man sie auf eine Sauertstoff und wasserdampfdichte Folie "einfach" aufdruckt und ganze Modulbahnen dann aufs dach oder an die Fassade klebt.
Noch gibt es sowas nicht und der Neueinstieg für kleine Firmen dürfte mittlerweile nicht mehr möglich sein, aber evtl wird sowas entwickelt und einer der großen Player (BASF, M3, etc.) kauft sich da ein...
Wenn man sich vorstellt, dass Solarfolie in einer solchen (noch visionären) Fabrik auf einer 3m breiten Rolle hinten mit einer Geschwindigkeit vergleichbar dem Zeitungsdruck aufgewickelt wird, dann ist das nochmal eine Größenordnung darüber, was mit den derzeitigen Glasmodulen so möglich ist.
Eine solche Zelle könnte dann meinetwegen 3m lang und 2cm breit sein und bei 10% Zellwirkungsgrad eine Leistung von 6W haben. 1000 Stück davon hintereinander ergeibt meinetwegen 25m länge einer solchen Bahn, damit hat man ein 6kW Modul, das man direkt an den Wechselrichter anstöpseln kann. Alle 30 Zellen eine Bypassdiode eingebaut und man hätte wegen der länglichen Zellen auch ein sehr verschattungstolerantes Modul.
Verwendet man als Rückfolie ebenfalls was lichtdurchlässiges oder gar Glas dann kann man auch semitransparente Module (logischerweise mit geringerem Modulwirkungsgrad) gestalten, entweder sichtbar über entsprechende Zellmuster (Streifen, Karos, Punkte, Schriftzüge etc...) oder unsichtbar durch Mikroperforation der Einzelzellen.
Kann mir jemand sagen, was 1m² 3mm Solarglas derzeit kostet und hat zufällig auch jemand der Preis für 1m² sauerstoffdichte lichtdurchlässige Folie (das ist nämlich garnicht so trivial)
mfg