Die Gefahr lauert auf dem Dach

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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon superhaase » 02.09.2010, 19:21

jodl hat geschrieben:geschätzter super-Haase:
die Geschichte von dem Brand in Schwerinsdorf wurde vor einem halben Jahr schon lang und breit ausgetreten
wenn dich das Für und Wider dazu interessiert, kannst du das gerne in dem damaligen Thread alles nachlesen
es gibt keinen vernünftigen Grund, das hier und jetzt alles wieder von vorne auszubreiten, oder hast du neue Fakten?

Nein, hab ich nicht. Ich hab hier auch nicht mit diesem Thema angefangen, ich hab nur auf die Hintergründe verwiesen, als dieser Fall wieder mit der falschen Aussage "Feuerwehr lässt Haus wegen PV-Anlage abbrennen" zitiert wurde.

Ich kann auch überhaupt nicht verstehen - und finde es wie gesagt reichlich arrogant und unangemesen - dass Du hier in diesem Thread ohne neue Informationen zu dem Fall und nur anhand von irgendwelchen Bildern aus dem Internet solche unqualifizierten Urteile abgibst wie z.B.
aber wenn eineinhalb Stunden lang im Gebäude "massiv" gelöscht wird, dann müsste man wohl auch Schlauchleitungen sehen die ins Gebäude führen
und es müsste da Löschwasser im EG zu den Fenstern herauslaufen

und damit die Feuerwehr bzw. den Einsatzleiter lügen schimpfst. :(
Das ist leider nicht nur lächerlich, sondern geradezu ärgerlich.

ciao,
sh
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Harvester66 » 02.09.2010, 19:44

...aber sonst habt ihr keine Probleme :?:

Naja im I-Net entstehen sehr leicht Mißverständnisse. Wenn man sich da "bei nem gepflegten Bier" bei unterhalten würde, würde es gewiss nicht so zugehen wir hier manchmal in den Threads :juggle:

Sonnige Grüße
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Eisbaer » 18.10.2010, 19:41

...und wieder mal eine Neuauflage - musste mich in der Kaffeerunde schon wieder für meine PV-Anlagen rechtfertigen.
http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-ebersberg/toedlicher-oekostrom-966676.html

Besonders "beeindruckend" ist der Satz, dass mit den Scheinwerfern der Feuerwehr lebensgefährliche Spannungen erzeugt werden.

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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon jodl » 18.10.2010, 22:31

http://dl.einsatzpraxis.org/pdf/de_Vrie ... 1_2002.pdf

interessant so ab ca. Seite 30

dann gibs von demselben Verfasser einen Artikel zur Hohlstrahlrohr-Diskusson, da schreibt er u. a.

"" ... Interessant, wenn auch nur bedingt auf den Wehrdiensteinsatz anwendbar, sind Festlegungen in der Euronorm 50.186-1. Diese Norm regelt das im Ausland praktizierte Reinigen unter Spannung stehender Hochspannungsanlagen mit Wasserstrahl. Bei einer Spannung von 30.000 Volt, Vollstrahl und gutem Wasser ([Leitfähigkeit] wird ein Abstand von 3 Metern und bei schlechtem Wasser (bis zu hundertfacher elektr. Leitfähigkeit) ein solcher von 5 Metern gefordert. Es ist davon auszugehen, daß selbst in diesen Abständen noch eine sehr hohe Sicherheitsmarge enthalten ist."

die Veröffentlichungen von Herrn de Vries lassen einen die vielgefürchtete "elektrische Gefahr" dann doch unter einem etwas anderen Blickwinkel sehen
und daß dieser Mann fachkundiger ist als alle die hier immer wieder aufgeführten Sensationsjournalisten, das ist offensichtlich

Gruß,
jodl
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon eggis » 19.10.2010, 00:07

Moin Toni,
Eisbaer hat geschrieben:...und wieder mal eine Neuauflage - musste mich in der Kaffeerunde schon wieder für meine PV-Anlagen rechtfertigen.
http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-ebersberg/toedlicher-oekostrom-966676.html

Besonders "beeindruckend" ist der Satz, dass mit den Scheinwerfern der Feuerwehr lebensgefährliche Spannungen erzeugt werden.

diese Aussage finde ich besonders gut.
So könnte ... ein Sprengschalter unmittelbar am Dach angebracht werden, der im Brandfall ausgelöst wird ...

Ich bin ja für Sprengdachhaken (wie beim Spaceshuttle) die die Anlage vom Dach sprengt, wenn ein Fahrzeug mit Blaulicht am Haus vorfährt. :mrgreen: :twisted:
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon schmankerl » 19.10.2010, 06:42

eggis hat geschrieben:Moin Toni,
Eisbaer hat geschrieben:...und wieder mal eine Neuauflage - musste mich in der Kaffeerunde schon wieder für meine PV-Anlagen rechtfertigen.
http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-ebersberg/toedlicher-oekostrom-966676.html

Besonders "beeindruckend" ist der Satz, dass mit den Scheinwerfern der Feuerwehr lebensgefährliche Spannungen erzeugt werden.

diese Aussage finde ich besonders gut.
So könnte ... ein Sprengschalter unmittelbar am Dach angebracht werden, der im Brandfall ausgelöst wird ...

Ich bin ja für Sprengdachhaken (wie beim Spaceshuttle) die die Anlage vom Dach sprengt, wenn ein Fahrzeug mit Blaulicht am Haus vorfährt. :mrgreen: :twisted:



Na ja!
Die Blaulichter werden es wohl nicht sein, eher die Flutlichtstrahler der Feuerwehrfahrzeuge. Haha!

Das Problem liegt meiner Meinung nach daran, daß momentan bei den Feuerwehren Ratlosigkeit herrscht! Keiner hat ein Konzept, wie man im Brandfall mit Photovoltaikanlagen verfahren soll. Da nützen die modernsten und technisch bestens ausgerüstetsten Fahrzeuge nichts wenn sie mit einem riesigen Fuhrpark vor einem Brand mit PV-Anlage stehen und den dann "kontolliert" abbrennen lassen!
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon open source energy » 19.10.2010, 06:46

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Bei Gleichspannung gibt es KEIN ernstes Potential gegen Erde. Daher ist ein Kontakt mit einem Pol der Module i.d.R. ungefährlich. Zudem kann man ja auch davon ausgehen, dass nach der Zerstörung von einigen Modulen die Stränge so oder so unterbrochen sind.

Außerdem kann die AC Seite auch nicht immer abgeschaltet werden, dennoch geht die Feuerwehr dann in das Gebäude.
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Trabi » 27.10.2010, 23:56

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Bei Gleichspannung gibt es KEIN ernstes Potential gegen Erde.


Ach? Und was ist mit WR-Designs, die den neutralleiter durchverbinden? Oder Trafo-WR mit bewusster Erdung eines DC-Pols? Von Erdung eines DC-Pols in folge beschädigter Isolierung mal ganz abgesehen.

Daher ist ein Kontakt mit einem Pol der Module i.d.R. ungefährlich.


Wenn das WR-Design stimmt und sonst kein Fehler vorleigt. Kann man insbesondere in einer Brandsituation aber nicht mehr von ausgehen.

Zudem kann man ja auch davon ausgehen, dass nach der Zerstörung von einigen Modulen die Stränge so oder so unterbrochen sind.


Wen interessieren brennende Module? Da kann man von außen mit Wasser oder Schwerschaum draufhalten und gut. Nicht sooo das Problem, zumal in D.Land im überwiegenden Teil nicht brennbare Dachbedeckungen üblich sind. Wesentlich kritischer sind die DC-Leitungen, die dann "irgendwie" nachträglich durch das Gebäude gezogen werden. Je nach Gebäudekategorie erfordelriche Brandschotts etc. sucht man da auch gerne mal vergebens, wenn Herr Solarteur seinen Bohrhammer wieder verstaut hat. Und dann hat man da Kunstoffisolierte Leitungen mit Kunststoffbasierter Befestigung _irgendwo_ durch das Gebäudeverlaufen. Viek Spaß, wenn sie einen direkt vom Brand betroffenen Bereich queren und die Isolierung in Teilen weggebrutzelt ist. die Plastikschellen ebenso und dann baumelt das gedöns einem auf Brusthöhe quer über den Flur. Sieht man nur dank Verrauchung rein gar nix von. Senkrecht an der Wand ist auch nicht besser, schließlich oreintiert man sich mangels sicht durch vorgehen an der Wand...

Außerdem kann die AC Seite auch nicht immer abgeschaltet werden, dennoch geht die Feuerwehr dann in das Gebäude.

Immerhin besteht eine gute chance, dass bei die Isolierung schädigenden Temperaturen ein kurzschluss resultiert, der die Sicherung bis zum fraglichen Kontakt mit dem Feuerwehrmann schon auslösen lassen hat. Daneben sind AC-Lichtbögen wesentlich gutmütiger im Löschverhalten als DC-Lichtbögen, die wesentlich resistenter sind, weil es da im Stromverlauf keine Nulldurchgänge gibt, in denen die Ionisierung der Luftstrecke zusammenbrechen kann. Spannung von bis 1000V fällt zwar in die gleiche Spannungsebene, ist aber trotzdem noch der Faktor vier, was es sicher nicht angenehmer macht. und nicht zuletzt wird das PV-Gelumpe gerne nachträglich mit Plastik angebracht, während im Wohnbereich die AC-Leitungen meist unter Putz liegen. Kann zwar im Brandverlauf abplatzen, aber dann ist höchstwahrscheinlich auch irgednwo ein Kurzschluss am Start, der die Sicherung ansprechen lässt. Kurzschluss kann an der DC-Leitung natürlich auch auftreten, nur kann sich der schnell beheben, wenn der Feuerwehrler dranpackt. und dann ist mangels Abschaltung im DC-Strang wieder Spannung drauf. Plus noch 'nen schöner Lichtbogen.

Wäre doch eignetlich mit ein paar simplen Maßnahmen alles in den Griff zu kriegen. Keine Gebäudedurchziehenden DC-Leitungen. Kann man ja auch außen in den Keller führen (oder wo auch immer der WR sitzt). Oder verlegt in geerdetem Metallrohr. Oder besagte Freischalter (Was kostet der Safety real? Finde da Angebote zu ~300 Ocken? Oder ist das nur überzogener Listenpreis? PSOL 20 für 50 Öre + 25 Öre für Unterspanungsauslöer als Anbaumodul leistet praktisch das gleiche...)
Trabi
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