Die Gefahr lauert auf dem Dach

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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Amun_Ra » 23.08.2010, 12:02

solarlux hat geschrieben:
Amun_Ra hat geschrieben:Ich finde den Thread sinnfremd und maximal zur Verunsicherung (wirklicher) PV-Interessenten taugend.


Falsch, PV-Interessenten die sich mit solchen (und anderen PV- Themen) nicht intensiv befassen, können von der Brange
ganz schnell über's Ohr gehauen werden..


Nein, das ist ´ne Alibidiskussion. Ich sach nur "Vollkaskomentalität".
Was passiert, wenn die Wehren endlich umfassend geschult sind?
Existiert diese Diskussion dann immer noch, weil weiterhin ein Totalverlust eintreten kann oder eher nicht?
Die Gründe für die bisher nicht erfolgte umfassende Schulung sind ... ? Wie verhält es sich denn mit der Betreiberhaftpflicht? Oder dem Überspannungsschutz? Warum besteht dafür keine gesetzliche Verpflichtung (auch zur Nachrüstung mit Notabschaltern), wenn die Gefahr doch so immanent ist? ...
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon solarlux » 23.08.2010, 21:38

irgendwer hat geschrieben:[
Es gibt ja auch die Räubergeschichte mit dem Vollmond:
http://www.bluewin.ch/de/index.php/26,3 ... chtes/sda/
....
Dann sind dann solche batteriebetriebene Fliegenklatschen (erzeugen mehrere kV) wohl schon problematischer...:roll:


Na Herzlichen Glückwunsch, mit der Bildung könnten man fast ein Fussgängerdiplom bei einer PV-Besichtigung erwerben...


Die Feuerwehr wird nicht die große Angst haben vor der hohen Spannung, sondern vor MÖGLICHEN Stromstärken.

Die Stromstärke bei Ihrem Fliegenklatschenvergleich geht in die Milliampere, selbst bei Weidezaungeräten die mit mehren kV arbeiten sind die
Stromstärken sehr gering, und BEWUSST NICHT LEBENSGEFÄHRLICH.

Bei den PV-Anlagen kann das offenbar anders aussehen. Wobei ich denke auch hier wird es Unterschiede geben, je nach dem wie hoch die Stringspannungen (und sich daraus möglichen Stromstärken) sein können, und ob Trafolose Geräte WR oder Wechselrichter MIT Trafo /galvanische Trennung installiert sind.

Ich gehe mal davon aus, das die elektrische Gefahr für die Feuerwehr gerade beim Trafo-WR geringer ist, da die Erde nicht mehr als Bezugspotential sein muss, oder?
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Wolfsolar » 23.08.2010, 22:19

Hallo...

solarlux hat geschrieben,
selbst bei Weidezaungeräten die mit mehren kV arbeiten sind die
Stromstärken sehr gering, und BEWUSST NICHT LEBENSGEFÄHRLICH.

Lebensgefährlich nicht, aber pinkel mal an den Weidezaundraht, dann kannst Du mal die "Stromstärke" von der anderen Seite kennenlernen. :D :D :D
So meinen Kumpel geschehen, ein Schrei und schon saß er auf dem Arsch. :shock: Da sind ganz schöne "Stromstärken" unterwegs. :D

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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon solarlux » 24.08.2010, 20:51

Wolfsolar hat geschrieben:[color=#000080]Lebensgefährlich nicht, aber pinkel mal an den Weidezaundraht, dann kannst Du mal die "Stromstärke" von der anderen Seite kennenlernen. ...Da sind ganz schöne "Stromstärken" unterwegs. :D


Blödsinn, auch beim Weidezaungerät das wie alle Weidezaungeräte mit mehreren kV arbeitet, arbeitet mit FEST DEFINIERTEN möglichen Stromstärken, es basiert auf Impulswellen die in Joule (J) angegeben werden.

Wenn ich jemanden mit einem Hammer auf den Kopf haue, dann bemerkt dieser sicher auch große Energie und evt. eine schon bemerkbare "Schlagstärke". :mrgreen: Wenn man sich selber den Hammer auf sein "Holzkopf" klopft, dann besagt die Schlagstärke auch nicht wirkliche etwas mit einer klassischen Stromstärke aus.

Dein Kumpel (und wat für'n Kumpel) :juggle: hat das an den Elektrozaun-pinkeln nicht zufällig überlebt, sondern es war vom Zaungerätehersteller sogar so gewollt.

Die Stromstärke bei PV-Generatoren kann aber ggf. gefährlich und ggf. tödtlich sein, wenn z.B. durch ein Feuerwehrmann so ein paar Ampere durchfließen kann dieser sich schon gegrillt fühlen, Herzkammerflimmern könnte dann folgen, und dann.....evt. nix gut.
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Wolfsolar » 25.08.2010, 00:14

Hallo...

solarlux hat geschrieben,
Blödsinn, auch beim Weidezaungerät das wie alle Weidezaungeräte mit mehreren kV arbeitet, arbeitet mit FEST DEFINIERTEN möglichen Stromstärken, es basiert auf Impulswellen die in Joule (J) angegeben werden.


Ich habe das mit der "Stromstärke" ja auch nur sarkastisch gemeint. Es wäre ja schlimm, wenn jeder der an einen Weidezaundraht fast, ums Leben käme. Und die armen Tiere.

Aber bei einem Brand einer PV-Anlage am Tag und bei Sonnenschein, weiß der Feuerwehrmann nicht genau, wo sich gefährliche Ströme befinden. da ist das Löschen schon ein Risiko.

Aber wie hier schon oft diskutiert, sind die Hersteller von Modulen und der Gesetzgeber gefragt.

Ich möchte ja auch nicht als Rettungssanitäter zu einem Brandeinsatz gerufen werden, wo ein Feuerwehrmann beim Löschen einen Stromschlag von einer PV-Anlage bekommen hat. Das haben wir bei uns auf der Arbeit auch schon diskutiert. Da bekomme ich immer vorgehalten, dass ich auch eine PV-Anlage auf dem Dach habe. Wenn man dazu keine Argumente mehr hat, wird man schnell zum Buhmann gemacht.

Wenn man die Diskussionen hierüber verfolgt, muss man feststellen, dass die Einen die Sache gefährlich finden und die Anderen eben nicht. Das geht so lange, bis es einen Feuerwehrmann erwischt hat.

Dann möchte ich den Feuerwehrmann sehen, welcher sich hinstellt und sagt: "Da halten wir drauf, da passiert nichts"! :shock:

So schön wie Photovoltaik ist, aber hier besteht diesbezüglich ein Manko! :!:


Mit sonnigen Grüßen Wolfsolar
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Cruso » 25.08.2010, 00:30

Eigentlich sollte sich mit dem Problem ein Mathematiker beschäftigen.

Gibt es überhaupt soviel ePhotovoltaikanlagenbrände, bei welchen Feuerwehrmänner oder Personen zu Schaden kommen?
Lohnt sich der Aufwand gegenüber dem Nutzen?

Für Feuerwehrmänner gibt es sicherlich andere größere Gefahren.
Sind solche Sicherheitseinrichtungen bei richitger Schulung der Wehren notwendig?
Die Zahl der PV Anlagen wird bei gleichbleibender Wehrenanzahl steigen.

Wäre es nicht sinnvoller das gesparte Geld in Feuerwehrautos (TLF, Wasserwerfer) zu investierenß

Wir kommen sicher dann alle zu folgendem Fazit:

Pro PV- Modul und Betriebsjahr wird eine Feuerwehrabgabe von 0,50 Euro fällig.
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Wolfsolar » 25.08.2010, 03:27

Hallo...

Cruso hat geschrieben,
Eigentlich sollte sich mit dem Problem ein Mathematiker beschäftigen.

Gibt es überhaupt soviel ePhotovoltaikanlagenbrände, bei welchen Feuerwehrmänner oder Personen zu Schaden kommen?
Lohnt sich der Aufwand gegenüber dem Nutzen?

Für Feuerwehrmänner gibt es sicherlich andere größere Gefahren.
Sind solche Sicherheitseinrichtungen bei richitger Schulung der Wehren notwendig?
Die Zahl der PV Anlagen wird bei gleichbleibender Wehrenanzahl steigen.

Wäre es nicht sinnvoller das gesparte Geld in Feuerwehrautos (TLF, Wasserwerfer) zu investierenß

Wir kommen sicher dann alle zu folgendem Fazit:

Pro PV- Modul und Betriebsjahr wird eine Feuerwehrabgabe von 0,50 Euro fällig.


Was manche Menschen für Gedankengänge haben? Sagenhaft! :roll:

Einerseits mögest Du Recht haben. Aber: Bist Du der, der Strom schmecken, riechen, sehen und spüren kann? Spüren schon, aber vielleicht das letzte mal in Deinem Leben! Ist es vertretbar, eine mathematische Berechnung oder Formel in Geld umzuwandeln und gegen den Tod eines Feuerwehrmannes aufzuwiegen? :?: :?: :?:

Was ist wichtiger? Ein neues Feuerwehrauto oder neue Ausrüstung? Schulungen die nichts bringen sollen? Sicherungseinrichtungen für PV-Anlagen gegen einen ungewollten Stromschlag? :!:

Möchtest Du vor die Familie eines tödlich verunglückten Feuerwehrmannes oder Retters treten und verkünden, hätten wir einen Mathematiker beauftragt, dieses Problem zu lösen, hätten wir jetzt ein neues Feuerwehrauto! Makaber! Oder??? :shock: :roll:

Ich denke, jede weitere Diskussion hierüber hat sich erledigt! :!:

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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon superhaase » 25.08.2010, 07:29

Wolfsolar hat geschrieben:Aber bei einem Brand einer PV-Anlage am Tag und bei Sonnenschein, weiß der Feuerwehrmann nicht genau, wo sich gefährliche Ströme befinden.

Richtig.
Daher wird der Feuerwehrmann Sicherheitsregeln einhalten, die er gelernt hat.

... da ist das Löschen schon ein Risiko.

Ein Feuerwehreinsatz ist imer ein Risiko. Für das Löschen von elektrischen Anlagen gibt es Sicherheitsregeln, die ein Feuerwehrmann kennt. So betrachtet ist das Risiko beim Löschen eines Hauses mit PV-Anlage nicht höher als beim Löschen anderer Immobilien mit nicht abgeschalteter elektrischer Anlage.
Das ist für die Feuerwehr Alltag.

Ich möchte ja auch nicht als Rettungssanitäter zu einem Brandeinsatz gerufen werden, wo ein Feuerwehrmann beim Löschen einen Stromschlag von einer PV-Anlage bekommen hat. Das haben wir bei uns auf der Arbeit auch schon diskutiert.

Und was ist, wenn Du zu einem Einsatz gerufen wirst, wo ein Feuerwehrmann eine Rauchgasvergiftung hat, weil da irgendwo Plastik verbrannt ist, oder wo ihm ein Dechekbalken auf den Kopf gefallen ist?
Will man deshalb Plastik verbieten, oder gar Deckenbalken?
Nein.
Will man vielleicht sogar alle brennbaren Materialien verbieten, damit es erst gar nicht zu einem Brand kommen kann, der ja bekanntlich auch immer eine Gefährdung für Feuerwehrleute darstellt?
Nein.
Man sollte schon die Kirche im Dorf lassen und hier nicht in Prophylaxe-Hysterie verfallen.

Da bekomme ich immer vorgehalten, dass ich auch eine PV-Anlage auf dem Dach habe. Wenn man dazu keine Argumente mehr hat, wird man schnell zum Buhmann gemacht.

Dann kannst Du ganz einfach antworten, dass die Feuerwehr selbst sagt, dass sie mit PV-Anlagen umgehen kann und keine Angst davor hat, wie auch bei anderen elektrischen Anlagen.

Dann möchte ich den Feuerwehrmann sehen, welcher sich hinstellt und sagt: "Da halten wir drauf, da passiert nichts"! :shock:

Jeder ausgebildete Feuerwehrmann tut das: er hält drauf, weil ihm nichts passiert, wenn er die Sicherheitsregeln einhält - er hat das so gelernt und kann damit umgehen.
Die Einhaltung dieser Sicherheitsregeln stellt natürlich beim Löscheinsatz immer eine gewisse Behinderung dar. Das ist aber ganz normal, da ja das Leben der Feuerwehrleute Vorrang hat. Kein Feuerwehrmann wird ohne Atemschutz ein verrauchtes Haus stürmen, nur um schneller Löschen zu können.

So schön wie Photovoltaik ist, aber hier besteht diesbezüglich ein Manko!

Es gibt erkannte Verbesserungsmöglichkeiten, damit eine PV-Anlage für die Feuerwehr eine geringere Behinderung beim Löscheinsatz darstellt.
Diese Verbesserungmöglichkeiten sollten auch genutzt werden.

Die jetzige Hysterie stellt aber die Feuerwehr als dumm und unfähig oder als Angsthasen dar, und das ist ungerechtfertigt.
Das ganze Gezeter kommt auch keineswegs von der Feuerwehr, sondern von uninformierten Journalisten, die hier ein Aufregerthema schüren - aus welchen Gründen und von wem angestachelt auch immer.

Man sollte zu diesem Thema vielleicht nur diejenigen Fragen, die sich mit sowas auskennen, und keine Schreiberlinge oder PV-Gegner, die das nur aus Eigeninteresse pushen.
Hier daher mal die Stellungnahme eines Feuerwehrverbandes zum thema brandschutz und pv anlagen in Form eines Merkblatts des bayerischen Landesfeuerwehrverbands:
http://www.energieverbraucher.de/files_db/1282219336_9635__12.pdf

ciao,
sh
10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon irgendwer » 25.08.2010, 10:31

solarlux hat geschrieben, selbst bei Weidezaungeräten die mit mehren kV arbeiten sind die
Stromstärken sehr gering, und BEWUSST NICHT LEBENSGEFÄHRLICH.


Wenn ich mich richtig entsinne wusste ich diese Tatsache bereits als ich 6 Jahre alt war. Sag mal wo bist Du denn aufgewachsen, dass Du ernsthaft davon ausgehst, dass diese simple Tatsache nicht zum Allgemeinwissen gehört?

Die Fliegenklatsche war ironisch gemeint. Aber offensichtlich hat selbst der da: :roll: für Dich nicht ausgereicht...

Hier noch als Nachtrag:
*IRONIE* :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: *IRONIE*
Alles Klaro??

Bei den PV-Anlagen kann das offenbar anders aussehen.

Bei Vollmondlicht generieren Deine PV-Anlagen demnach hohe Leistungen bzw. Spannungen und Stromstärken? Darauf hat sich mein ironischer Hinweis nämlich bezogen...

Die Feuerwehr wird nicht die große Angst haben vor der hohen Spannung, sondern vor MÖGLICHEN Stromstärken.

Stromstärken, welche wiederum abhängig von der Spannung und dem Feuerwehrmannwiderstand ist. Ohne Spannung - keinen Strom. :mrgreen:
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Re: Die Gefahr lauert auf dem Dach

Beitragvon Eisbaer » 25.08.2010, 15:10

Da es nur ein paar Kilometer von mir weg ist stell ich das mal rein:
http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/schaltkasten-defekt-brand-solarpark-892640.html

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