Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

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Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon diehl_sucks » 08.10.2011, 12:06

Deutschland verschenkt teuren Ökostrom ins Ausland - und kauft ihn teuer zurück

Oft wird Strom aus Wind und Sonne zur falschen Zeit am falschen Ort produziert – Angebot und Nachfrage passen einfach nicht zusammen. [...]


quelle : umstrittene http://www.bild.de/geld/wirtschaft/ener ... .bild.html

doch irgendwo ist an jeder geschichte meist etwas dran, und klingt irgendwo auch logisch :|



grüße
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Re: Deutschland verschenkt teuren Ökostrom ins Ausland - und

Beitragvon Eisbaer » 08.10.2011, 12:10

Ich halte ja vom Großmann rein garnichts - aber hier hat er ausnahmsweise mal was richtiges gesagt!
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Re: Deutschland verschenkt teuren Ökostrom ins Ausland - und

Beitragvon Oktaeder » 08.10.2011, 12:15

Klar, es wäre ja viel smarter, wenn der Stom an RWE & Co. verschenkt werden würde :twisted:
Die Problematik ist nichts neues. Weltökologisch betrachtet, ist das trotzdem noch sehr sinnvoll.
Und - wieviel Exportüberschuss hatte D nochmal?!
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon hans56 » 08.10.2011, 12:38

Gut das wir einige AKW abgeschaltet haben. Jetzt können wir wenigstens ein bischen überschüssige Windenergie zum Wasserpumpen benutzen und nicht nur überschüssigen Atomstrom
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon Farmjanny » 08.10.2011, 13:01

Ich denke, die Spannungsschwankungen sind weniger problematisch, als die Leistungsschwankungen. Oder hat wieder mal ein Journalist verschlimmbessert, beim Versuch es verständlicher zu schreiben?
Grüße von der Küste
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon Selma » 08.10.2011, 13:22

Man kann diesen Beitrag jetzt nutzen um die erneuerbaren Energien zu verteufeln oder aber den nächsten logischen Schritt in der "Energiewende" verdeutlichen und erklären.
Vielleicht ist so ein "Sensationsbeitrag" der "BILD" in diesem Falle gar nicht schlecht. (Fast) alle wollten den Atomausstieg und wollen keinen Neubau von Kraftwerken mit fossiler Energie. Somit muss man sich nun auch im Klaren sein, dass nun in Sachen Energiespeicher etwas unternommen werden muss. Dass die Ösis und Schweizer für die Zwischenspeicherung Geld nehmen ist doch normal.

... wenn das das einzige (Steuer-) Geld wäre, was wir zur Zeit "verbrennen", dann wäre das schön... :wink:
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon CFAR » 08.10.2011, 13:27

Genau das Problem hab ich im anderen Thread schon angesprochen. Das EEG muss so geändert werden, dass nur noch eine begrenzte Menge an PV-Strom eingespeist werden kann, wenn pro kWp 1-2 kWh Batterietechnik installiert wird. Nur so können wir weiter EE zubauen, ohne massiv die Netze auszubauen oder die EEG-Umlage in die Höhe zu treiben. Da sowohl Anlagen als auch geeignete Akkutechnik immer günstiger wird, Haushaltsstrom aber immer teurer, wird der PV-Markt in D auf diese Weise nicht zum Erliegen kommen und ein Ausbau auf 150 GWp erscheint mir möglich. Der Kerl spricht von Pumpspeicherkraftwerken. Die sind natürlich wieder zentral und belasten unsere Netze. Ich frag mich nur, wo die gebaut werden sollen. Wenn wir auf 80% EE kommen wollen, bräuchte man ein paar dutzend GW-Pumpleistug bei mehreren GWh Speicherkapazität. Da halte ich die Lösung mit dezentraler Batterietechnik für sinnvoller.
Sag Ja zu PV, aber Nein zum EEG! Sorry für die Tippfehler, ich bin Tabletuser.
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon rollkopp » 08.10.2011, 13:58

Hat der Bild-Reporter an der Grenze gestanden und genau nachgeschaut, dass nur der Öko-Strom verschenkt wird? Oder war es vielleicht doch der Kohle /AKW-Strom, weil das Herunterfahren teurer war als das "verschenken"? Oder war es doch nur ein normaler Strommix? Wer weiss ...
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon nautica » 08.10.2011, 14:25

Oft wird Strom aus Wind und Sonne zur falschen Zeit am falschen Ort produziert – Angebot und Nachfrage passen einfach nicht zusammen.


Aus "normalen" Großkraftwerken kann der Strom auch am falschen Ort produziert werden. Deshalb gibt es doch auch Überlandleitungen. :lol:
Die "falsche Zeit" wird in herkömmlichen Kraftwerken durch Regelung ausgeglichen. Für EE gibt es tagesaktuelle Prognosen und beispielsweise mögliche Regelenergien.
Angebot und Nachfrage passen zusammen und bestimmen dann den Preis. (Verkauf unter Marktwert führt zu Einkäufen und "Preisnormalisierung" vgl. Differenz HP Touchpad Ausverkauf und aktuelle ebay Preise.)

Folge: Weil Speicher fehlen, bauen sich überschüssige Mengen auf, die nur noch über die Leipziger Strombörse EEX verkauft werden können.
ABER: Wenn niemand den teuer erzeugten Strom haben will, wird er zur Not an Abnehmer ins Ausland verschenkt!


Der Strom kann auch an Abnehmer im Inland verschenkt werden.
Außerdem sind negative Strompreise eher selten - die Unternehmen haben also vielleicht keinen wirtschaftlichen Anreiz hier auszubauen.
Wenn der Strom "teuer erzeugt" wurde, dann brauch man doch nicht zu verkaufen (jaja das trifft nicht auf böse EEG Anlagen zu) - bzw. man könnte die Kraftwerke eben (teil)herunterfahren (was doch afaik gemacht wird wenn es entsprechende Prognosen gibt). Der Regelmechanismus funktioniert doch, denn sonst würde es jede Nacht negative Strompreise geben.

Aber es wird noch verrückter: In der Vergangenheit haben mehrfach Energieversorger aus den Nachbarländern Schweiz und Österreich, die große Pumpspeicherkraftwerke besitzen, den Gratis-Strom abgenommen.


Das Europäische Stromnetz (mit gemeinsamen Markt) soll doch eben diesen Ausgleichsmechanismus bereitstellen (oder?). Wenn keine Kapazitäten in DE frei sind, dann kann auf andere Länder ausgewichen werden ohne daß es in Deutschland zu Netzvorfällen kommt. Selbst bei normalen Preisen fließt "deutscher Strom" nach Österreich oder Schweiz. Die transnationalen Stromleitungen sorgen durch den Ausgleichstransport für (europäisch) einheitlichere Strompreise.

Das Problem: An schönen Sommertagen sind die Menschen am Strand oder im Schwimmbad, verbrauchen wenig Strom. Gleichzeitig speisen Fotovoltaik-Anlagen jede Menge Energie ein, die gerade niemand braucht.

Er könnte auch schreiben: An schönen Sommertagen laufen Klimaanlagen auf Hochtouren und die Reinigung der Schwimmbäder läuft auf Hochtouren (mehr Menschen = mehr Fremdstoffe = höhere Durchfluss durch Filter = höherer Wasserpumpenstrom?). Wer hat nun recht?
Natürlich können defekte Klimaanlagen (ICE, Supermärkte ) keinen Strom mehr verbrauchen (die zulässige Kühltemperatur ist afaik 7°C - in offenen Regalen schnell erreichbar) :twisted:

Denn: Der Wind weht mal stark, mal schwach, Sonnenenergie gibt es nur tags. Das belastet die Netze.

Regeltechnik 08/15 - Der Verbrauch ist auch mal stark, mal schwach. Nachts schlafen alle Leute. Tagsüber werden die Netze deshalb stärker belastet.

Für die Stromerzeuger ist auch deshalb günstiger, den Strom zu verschenken, weil ein ständiges Ab- und Anschalten herkömmlicher Kraftwerke viel teurer wäre.

Eine "Verschenkung" ergibt sich doch nur in den seltenen Fällen in denen der Börsenmechanismus der Preisbildung greift. Er schreibt doch selber, dass es für das Unternehmen wirtschaftlicher ist etwas zu verschenken, als daß ein Kraftwerk abgeschaltet wird. Wirtschaftlichkeit hat doch zu den verschiedenen Kraftwerkstypen geführt.

Das ist die einzige derzeit verfügbare Technologie. Außerdem ist der Netzausbau unerlässlich,

= "Das ist alternativlos"

Bildartikel sind immer wieder lustig. :danke:

PS: Netzausbau = Just-In-Time ; Speicher = Lagerhaltung
In den vielen Haushälten gab es früher Kohlenkeller (neben Lebensmittelkammern) und in Städten sind viele Gasometer zurückgebaut (6stk in Berlin). Platz dürfte genug vorhanden sein-obwohl ich Batteriespeicher skeptisch gegenüber bin.
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon Montio » 08.10.2011, 15:19

Selma hat geschrieben: Dass die Ösis und Schweizer für die Zwischenspeicherung Geld nehmen ist doch normal.
... wenn das das einzige (Steuer-) Geld wäre, was wir zur Zeit "verbrennen", dann wäre das schön... :wink:


Na ja,dann verbrennen wir halt noch paar Millärdchen mehr, der Stromverbraucher zahlt und und die Anlagenbetreiber und das Ausland kassieren. Tolle Logik.
Was vorher die Scheichs einstrichen macht jetzt das Ausland. Es ist ja nicht nur so, das wir die Veredelung in PSWs bezahlen, sondern auch die Strompreise im Ausland runtersubventionieren.

Auch dieser Beitrag findet das ganz Klasse:
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Mit-Profitdenken-die-Welt-retten;art4319,1140351
Hier wird mit der Verschwendung auch noch die Welt gerettet. Dämlicher geht es kaum noch.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Geld des Stromverbrauchers sieht anders aus. Es interessiert bloß niemand, der Staat kassiert ja auch fröhlich mit.
Der Staat betreibt mit dem EEG schon lange keine Förderpolitik mehr, sondern betätigt sich als unfähiger Unternehmer. Das ist das Problem: kein Konzept, kein Plan, keine Überlegungen zur Kosteneffizienz.
Pumpspeicher in Deutschland lassen sich kaum vergrößern, der Zubau dauert Jahrzehnte.

Gruß Montio
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