Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon Oktaeder » 09.10.2011, 18:06

@Ruparnovic
genau so sehe ich das auch. In dieser Sache muss man weniger nationalstaatlich denken.
Und das Gejammer, wir Deutschen legen da drauf, ist schier unsittlich bei dem Außenhandelsüberschuss.
Sobald sich das lohnt, werden auch neue Speicherverfahren entwickelt werden wie Gasproduktion aus EE-Strom.
Hoffentlich dann auch nur aus diesem :shock:
Anlage I 7,9kWp; SW; 920kWh nach PVGIS -10% von 10/2009
Anlage II 5,4kWp; WSW; 870kWh nach PVGIS -10% (eigenes Dach) von 2/2010
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon CFAR » 09.10.2011, 18:46

@ose:
zentrale Speicher, die von einem übergeordneten Lastmanagment verwaltet werden haben natürlich auch Vorteile. Aber eben auch den Nachteil zentral zu sein, so dass PV-Strom wieder über die Netze fliest, die bei 100 GWp und mehr völlig am Ende wären und weiterhin führt das wieder dazu, dass Leute, die sich PV auf das Dach bauen kassieren, während die Kosten für die Speicher schon wieder diejenigen tragen müssen, die kein Geld für ein Eigenheim haben oder keines für die Anlage in PV-Projekte. Der Charme der dezentralen Lösung wäre dazu noch, dass die Leute zum intelligenten Umgang mit Strom bewegt werden können. Ich denke nämlich, dass es schwer ist, dem Verbraucher börsenähnliche Strukturen anzubieten, also stündlich oder minütlich ändernde Strompreise, an denen er seinen Verbrauch orientieren kann. Wer selbst Strom erzeugt und wer mehr profitiert, wenn er selbst den Strom nutzt, der lernt schnell dazu, wie er die Profite maximiert.

@Oktaeder:
Methanisierung von Wasserstoff über Elektrolyse mit PV-Strom ist nichts grundsätzlich Neues. Volkswirtschaftlich halte ich diese Lösung für recht teuer. 40% der Energie geht dabei verloren und die Anlagentechnik ist auch nicht gerade billig. Andererseits wäre dieses Verfahren ein Alternativweg, um das saisonale Problem des Strombedarfs und der -produktion zu lösen. Also Tages- und Wochenschwankungen über Akkus und jahreszeitliche über Methanisierung. Das hätte zumindest den Vorteil, dass man die Landschaft nicht verspargeln müsste. Betrachtet man das Ganze betriebswirtschaftlich und unter der Prämisse >80% EEs, könnte Methanisierung interessant werden, weil es den Börsenstrompreis stabilisiert, wenn mal zu viel Strom vorhanden ist aus Wind und Sonne. Aus 6 Ct/kwh Strom werden dann 9 Ct + x Ct/kWh (Anlagentechnik) reines Methan. Beim heutigen Großhandelspreis für Erdgas viel zu teuer, aber wsl. billiger als neue riesige Pumpspeicherkraftwerke.
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon open source energy » 09.10.2011, 19:06

[quote="CFAR"]@ose:
zentrale Speicher, die von einem übergeordneten Lastmanagment verwaltet werden haben natürlich auch Vorteile. Aber eben auch den Nachteil zentral zu sein.

Es gibt ja nicht nur schwarz oder weiß. Ein Speicher in der 20kV Ebene ist dezentral genug und kann auch wirtschaftlich betrieben werden und auch noch die Netzsituation mit einbeziehen. Wenn der PV Strom über die Verteilernetze direkt gebraucht werden kann ist es immer noch sinnvoller wie ihn zu puffern und dafür dann ein Kohlekraftwerk anzuschmeißen!
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon CFAR » 09.10.2011, 19:35

Da hast Du Recht, besser den leeren dezentralen Speicher in Hessen mit bayerischem Überfluss-PV-Strom füllen, als den Speicher ungenutzt lassen.
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Re: Deutschland verschenkt Ökostrom ins Ausland - und ...

Beitragvon PV-Berlin » 10.10.2011, 07:10

Die Probleme treten doch nur auf, weil es keine finanziellen Anreize gibt, die die Vorgaben auch darstellen. Wenn Kohle und KKW keinen finanziellen Nachteil erleiden (Erlöse liegen nur minimal unter den Gestehungskosten) regeln sie nicht runter, ob das technisch möglich ist, bleibt dabei vollkommen uninteressant. Zumal die Betreiber dieser Kraftwerke auch die großen Player beim Handel sind.

Mit einem Abstufungsmodell je nach technischen Möglichkeiten, würde man erhebliche Anreize schaffen.

Beispiel: bei Überschuss am Markt, kostet das Einspeisung jeder MWh zusätzlich 50 € Minus.

Ich würde wetten, dass dann ganz schnelle die Kraftwerksbetreiber reagieren. Wieso bezahlen wir eine Netzagentur? Bei Milch und anderen Produkten kostet es auch richtiges Geld, wenn ich Quoten breche.

Die technische Umsetzung ist erst der zweite Schritt, der sich aus den ökonomischen Modellen ausbildet.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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