von CFAR » 09.10.2011, 18:46
@ose:
zentrale Speicher, die von einem übergeordneten Lastmanagment verwaltet werden haben natürlich auch Vorteile. Aber eben auch den Nachteil zentral zu sein, so dass PV-Strom wieder über die Netze fliest, die bei 100 GWp und mehr völlig am Ende wären und weiterhin führt das wieder dazu, dass Leute, die sich PV auf das Dach bauen kassieren, während die Kosten für die Speicher schon wieder diejenigen tragen müssen, die kein Geld für ein Eigenheim haben oder keines für die Anlage in PV-Projekte. Der Charme der dezentralen Lösung wäre dazu noch, dass die Leute zum intelligenten Umgang mit Strom bewegt werden können. Ich denke nämlich, dass es schwer ist, dem Verbraucher börsenähnliche Strukturen anzubieten, also stündlich oder minütlich ändernde Strompreise, an denen er seinen Verbrauch orientieren kann. Wer selbst Strom erzeugt und wer mehr profitiert, wenn er selbst den Strom nutzt, der lernt schnell dazu, wie er die Profite maximiert.
@Oktaeder:
Methanisierung von Wasserstoff über Elektrolyse mit PV-Strom ist nichts grundsätzlich Neues. Volkswirtschaftlich halte ich diese Lösung für recht teuer. 40% der Energie geht dabei verloren und die Anlagentechnik ist auch nicht gerade billig. Andererseits wäre dieses Verfahren ein Alternativweg, um das saisonale Problem des Strombedarfs und der -produktion zu lösen. Also Tages- und Wochenschwankungen über Akkus und jahreszeitliche über Methanisierung. Das hätte zumindest den Vorteil, dass man die Landschaft nicht verspargeln müsste. Betrachtet man das Ganze betriebswirtschaftlich und unter der Prämisse >80% EEs, könnte Methanisierung interessant werden, weil es den Börsenstrompreis stabilisiert, wenn mal zu viel Strom vorhanden ist aus Wind und Sonne. Aus 6 Ct/kwh Strom werden dann 9 Ct + x Ct/kWh (Anlagentechnik) reines Methan. Beim heutigen Großhandelspreis für Erdgas viel zu teuer, aber wsl. billiger als neue riesige Pumpspeicherkraftwerke.
Sag Ja zu PV, aber Nein zum EEG! Sorry für die Tippfehler, ich bin Tabletuser.