News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von batome » 16.09.2011, 11:38
open source energy hat geschrieben:batome hat geschrieben:Warum überhaupt Dach? Ich will nicht aufs Dach und das Dach soll auch so bleiben, wie es ist. Wir haben hier nur etwa 2000 kWh im Jahr Stromverbrauch, da reicht mir nach EV optimiert die 1kWp Mikroanlage inkl. Carport/Geräteschuppen (oder umgekehrt). Ich will auch nicht völlig am Bedarf vorbei produzieren und die Stromkunden abzocken. Ein bisschen Stromergänzung für meine E-Geräte, Notebooks etc., das wars. Vielleicht bin ich da eher eine Marktnische, aber vielleicht auch eine mit mehr Zukunft...
Aha, diese Diskussion wieder... Nur zur Info, wenn Du die Anlage NUR für den EV beziehst und sie nicht in die EEG Umlage einbindest dann gilt folgendes: 1kWp ca. 2400€ inkl UST OHNE Anschluss und Montage, ich denke da kommt man so auf ca. 3-5TEUR ob sich das rechnet muss jeder selber wissen, der Umwelt wäre mehr geholfen wenn die ganze Dachfläche belegt wäre.
"der Umwelt wäre mehr geholfen" ist deine These, die ich nicht teile (dem Solarteur wäre mehr geholfen, das wäre ehrlicher). Ich habe da eine andere und die lautet, jeder sollte sich an seinem Bedarf orientieren und in diesem Rahmen Strom produzieren (mit möglichst viel EV). Bei der KFZ-Werkstatt kann das dann auch mal eine größere Anlage sein, beim EFH würde sie dann eher kleiner. Damit werden einseitige PV-Konzentrationen vermieden, die nur zusätzliche Kosten verursachen und dazu führen, dass wir PV-Strom aus dem Fenster werfen (siehe Abregelung). Der oben genannte Preis ist natürlich völlig inakzeptable. Das sollen Standardlösungen sein (zB Geräteschuppen inkl. PV) mit 1000-1500 EUR Zusatzkosten (für 1 kWp, EEG-Gedöns brauch ich nicht, Zusatzzähler und Rumrechnerei fürn par Cent spar ich mir). Bei den kommenden Modulpreisen wäre das möglich, wenn man denn wollte... (vielleicht sollte ich mal in die Branche umsteigen, scheint mir keine schlechte Geschäftsidee).
-
batome
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1282
- Registriert: 10.09.2009, 16:31
- Info: Interessent
von wurzel0011 » 16.09.2011, 11:45
@batome "(vielleicht sollte ich mal in die Branche umsteigen, scheint mir keine schlechte Geschäftsidee)."
und dann kannst du allen solateuren zeigen wie man für 1000 eur je kwp anlagen montiert all inclusiv. dieses kannst du dann hier posten, dann werden wir es dir nachmachen.
Anhalt-Solar..Ihr Partner für Solarstrom und Solarthermie....www.powershop48.de..jetzt NEU mit Online-Shop
-

wurzel0011
- Vielschreiber

-
- Beiträge: 166
- Registriert: 01.09.2011, 15:13
- Wohnort: Dessau-Rosslau
- Info: Händler
-
von CFAR » 16.09.2011, 11:48
Ich finde es ja sehr spannend, wie unsere Solarteure reagieren, wenn man ihre heiligen Kühe in Frage stellt. Spätestens wenn die Modulpreise sich mal stabilisieren, die EEG-Umlage eine Größenordnung erreicht hat, bei der die Einspeisevergütung massiv gekürzt oder ganz gestrichen wird (vielleicht sogar auch die Einspeisegarantie) und kaum noch jemand auf die Idee kommt, eine PV-Anlage zu kaufen, ist Kreativität gefragt.
Das EEG wurde geschaffen, um PV-Strom günstig zu machen. Glaubt man der Kalkulation in Wikipedia/photovoltaik, so liegt man bei ner 2000 Euro/kWp-Anlage bei Gestehungskosten von 17 Ct. Mit Mehrwertsteuer also gut 20 Ct. Da spart man sich zwar schon mal 5 Ct zum Haushaltsstrompreis bei Eigenbedarf, aber mehr als 30 % ist da kaum drin, v. a. bei größeren Anlagen. Ich sag mal, dass 1500 Euro erreicht werden kann allein durch gefallene Modulpreise. Dann liegt man Netto bei ca. 12 Ct. . Für den Eigenverbrauch also schon interessant, aber immer noch zu teuer, wenn die hohe Einspeisevergütung weg ist und man nur noch den Börsenstrompreis bekommt. Wenn das Ziel nun lautet, die Preise so niedrig zu bekommen, dass die EEG-Umlage nicht mehr steigt, müssen die Preise aber weiter fallen, doch wie soll das gehen, wenn's bei den Modulen nicht mehr weiter nach unten geht?
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
-
CFAR
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2009
- Registriert: 28.08.2011, 11:49
- Info: Interessent
von MP4 » 16.09.2011, 12:07
Zentralschmiertechnik hat geschrieben:MP4 hat geschrieben:Hallo,
ich denke, dass der Großteil der Dächer keine aufwendige Planung braucht. Das Beste wäre wenn man die Dienstleistung der Planung von der Anlage entkoppeln würde. Das würde zu mehr Transparenz führen. Dann könnte man besser vergleichen : Der Bausatz bzw. die Komponenten kosten soviel, die Montage und AC soviel.
Es ist auch nicht sinnvoll, dass ein Solateur zig verschiedene Module und WR-Marken anbietet, weil man angeblich für jedes Dach etwas anders braucht. Das macht die Sache nur kompliziert und teuer.
Gruß MP4
Dann kann ich ja davon ausgehen,dass jedes Dach in der Grösse und Beschaffenheit gleich ist? Also das ist zu einfach gedacht und führt sicherlich in den meisten Konstellationen nicht zum erwünschten Erfolg. Jede Anlage ist ein Unikat? Da ist was dran. Um eine durchschnittliche Anlage zu bauen,brauche ich durchschnittliches Material,WG 2-3% hin oder her spielt keine Rolle,Spannungsverschiebungen nach oben oder unten auch fast egal,Jahresergebnis - 5-10% vorprogrammiert ist dann auch egal. Man könnte es so machen,aber ob sich damit jeder Betreiber zufrieden gibt,ich glaube nicht,ich jedenfalls nicht,denn das beste ist gerade gut genug  . Gruß ZST
Deshalb habe ich ja gemeint, man soll die Planung entkoppeln. Wenn ich ein verschattungsfreies Trapezblechdach habe, und der Modulhersteller steht fest, was gibts da groß zu planen? und solche Dächer gibt es massenhaft. Wer dann eben unbedingt so ein kompliziertes Ding braucht, der soll dann extra für die Planung bezahlen. Das wäre dann unabhängiger. Es ist ja sehr oft der Fall, dass die von Solateuren geplanten Anlagen nicht optimal sind. Gruß MP4
-
MP4
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 69
- Registriert: 30.04.2010, 12:49
- PV-Anlage [kWp]: 92,6
- Info: Betreiber
von CFAR » 16.09.2011, 12:29
MP4 hat geschrieben: Deshalb habe ich ja gemeint, man soll die Planung entkoppeln. Wenn ich ein verschattungsfreies Trapezblechdach habe, und der Modulhersteller steht fest, was gibts da groß zu planen? und solche Dächer gibt es massenhaft. Wer dann eben unbedingt so ein kompliziertes Ding braucht, der soll dann extra für die Planung bezahlen. Das wäre dann unabhängiger. Es ist ja sehr oft der Fall, dass die von Solateuren geplanten Anlagen nicht optimal sind.
Gruß MP4
Genau das meinte ich. Es gibt wahrscheinlich einen Markt für Standardkomponenten und für diese wären ein paar hundert Euro weniger eine willkommene Entlastung.
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
-
CFAR
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2009
- Registriert: 28.08.2011, 11:49
- Info: Interessent
von pvplaner2010 » 16.09.2011, 12:47
Es gibt wahrscheinlich einen Markt für Standardkomponenten und für diese wären ein paar hundert Euro weniger eine willkommene Entlastung.
Zukünftig gibt es keine Planung mehr, keine Verschattungsanalyse, kein Solarkabel, .... keine Solateure. Für den gewöhnlichen Familienhaushalt kommen die Modulwechselrichter, also Module mit Netzstecker. Modul hinstellen, wo Platz ist und Stecker in die Steckdose. Gekauft wird im Discounter montagsmorgen um 8.00. Disskussionen gibts dann auch keine mehr. Was man nicht selber erzeugt wird aus dem Netz gezogen oder eben eingespeist, fertig. http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/ ... 100006082/Natürlich nicht morgen, aber für die Chinesen ist das ein Kinderspiel, weil das Massenproduktion ohne Ende bedeutet. In dieser Disziplin sind die eben Weltmeister. Andere Frage: Haben sie denn in Oberbayern schon Discounter? Sonst kaufen Sie es doch über ebay, weil es oft noch preiswerter ist.
Zuletzt geändert von pvplaner2010 am 16.09.2011, 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
Sonnige Grüße
-
pvplaner2010
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1241
- Registriert: 04.08.2010, 23:07
- Info: Interessent
von Elektro und Umwelt » 16.09.2011, 13:01
pvplaner2010 hat geschrieben: Zukünftig gibt es keine Planung mehr, keine Verschattungsanalyse, kein Solarkabel, .... keine Solateure. Für den gewöhnlichen Familienhaushalt kommen die Modulwechselrichter, also Module mit Netzstecker. Modul hinstellen, wo Platz ist und Stecker in die Steckdose. Gekauft wird im Discounter montagsmorgen um 8.00.
Na dann träum mal schön weiter, Herr pvplaner2010 ( Bist Du das eigentlich wirklich?  ) Gruß E&U
-

Elektro und Umwelt
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2612
- Registriert: 04.06.2006, 14:38
- Wohnort: Oberbayern
- Info: Solarteur
von open source energy » 16.09.2011, 13:12
Elektro und Umwelt hat geschrieben:Na dann träum mal schön weiter, Herr pvplaner2010 ( Bist Du das eigentlich wirklich?  ) Gruß E&U
so einfach geht das echt nicht, denn der Strom ist nicht so leicht zu handhaben. Ob AC oder DC Modul, man muss sich an Regeln halten! Man darf auch bei einem AC Modul nur eine bestimmte Anzahl von Modulen miteinader verschalten und dann braucht man auch wieder einen neuen "String" 8-10kWp sind @ 230V AC immerhin rund 30-40A Hinzu kommt noch die Frage der Schieflast, Hier wollen die Modul WR Hersteller über eine Art "chaotische Einspeisung" eine Sonderregelung erwirken.
-

open source energy
- PV-Forum Einstein

-
- Beiträge: 12443
- Registriert: 09.08.2010, 12:01
- PV-Anlage [kWp]: 1023
- Info: Solarteur
-
von pvplaner2010 » 16.09.2011, 13:24
open source energy hat geschrieben:Elektro und Umwelt hat geschrieben:Na dann träum mal schön weiter, Herr pvplaner2010 ( Bist Du das eigentlich wirklich?  ) Gruß E&U
so einfach geht das echt nicht, denn der Strom ist nicht so leicht zu handhaben. Ob AC oder DC Modul, man muss sich an Regeln halten! Man darf auch bei einem AC Modul nur eine bestimmte Anzahl von Modulen miteinader verschalten und dann braucht man auch wieder einen neuen "String" 8-10kWp sind @ 230V AC immerhin rund 30-40A Hinzu kommt noch die Frage der Schieflast, Hier wollen die Modul WR Hersteller über eine Art "chaotische Einspeisung" eine Sonderregelung erwirken.
Jetzt erzählen Sie uns mal nicht, dass nicht jeder zuhause soviel Geräte einstecken darf, wie die Sicherung verkraftet. Übrigens kann man das schon heute machen, aber es rechnet sich nicht, weil der Netzstrom noch zu billig ist oder eben die Modulwechselrichter zu teuer. Aber China rettet gerade Europa un die USA vor dem Bankrott. Dafür müssen wir als Dank noch mehr Chinaware akzeptieren. Die kriegen das schon hin, auch mit der Schieflast! Und eigentlich brennen wir verbraucher doch darauf, noch mehr billige Ware aus Fernost zu bekommen, da es unseren Lebensstandard verbessert. Das Märchen von der Schieflast ist vom Aussterben bedroht. Man weiss ja heute schon, dass es sich dabei nur um bürokratischen Unsinn handelt.
Sonnige Grüße
-
pvplaner2010
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1241
- Registriert: 04.08.2010, 23:07
- Info: Interessent
von Elektron » 16.09.2011, 13:55
pvplaner2010 hat geschrieben:Jetzt erzählen Sie uns mal nicht, dass nicht jeder zuhause soviel Geräte einstecken darf, wie die Sicherung verkraftet...
An Verbraucher sicherlich jedoch nicht an Erzeuger! Mach Dich mal bitte etwas mit der Technik vertraut: allgemeine-anlagenplanung-f69/anlage-ohne-netzbetreiber-meldung-t59522.html (kann dort auch gerne nochmals neu aufgegriffen werden) PV-Symp-2011 Poster Modulwechselrichter mit Schuko Tagungsband und CD.pdf Poster MWR an Schuko_Staffelstein2011.pdf Stromkreis Überlastung.jpg Aber nun wieder zurück zum Thema! Gruß Elektron
Um diese Datei oder Foto laden zu können, musst Du im Forum eingeloggt/registriert sein
-

Elektron
- Administrator
-
- Beiträge: 7741
- Registriert: 10.01.2005, 16:20
- Wohnort: 88457 Kirchdorf
- PV-Anlage [kWp]: 20,18
- Info: Betreiber
-
Zurück zu PV-News
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste
|