Das Ende des PV-Booms in Deutschland?

News über Photovoltaik und Solarstrom

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Beitragvon hgf1948 » 25.04.2008, 10:44

Mickel hat geschrieben:Zu den 8€ pro Kopf und Monat:
Nehmen wir beispielsweise einen Hartz4-Empfänger, der im Monat derzeit für sein Leben im Monat 347€ hat. 8€/347€=2,3%.

Jetzt mach' mal ne Umfrage, ob den Hartz4-Empfängern die Förderung der EE 2,3% ihres knappen Geldes wert ist.

Hallo Mickel,

wer so polemisch argumentiert, sollte wenigstens richtig rechnen:

Ein ALGII Empfänger zahlt derzeit für sämtliche erneuerbaren Energien im Monat 0,57 EUR (0,16%), für PV beträgt der aktuelle Betrag 0,15 EUR (0,04%) pro Monat (gemäß politisch bestimmter und verfassungsrechtlich bisher nicht beanstandeter Zusammensetzung des gültigen Regelsatzes).

Dein Zorn sollte sich besser gegen letzteres richten.

Gruß hgf

NB: Schon eine einfache Kopfrechnung zeigt, dass bei einem Betrag von 8 EUR pro Monat für die EE der ALGII Empfänger Stromkosten in Höhe von über 290 EUR im Monat hätte - bei einem Regelsatz in Höhe von 347 EUR :?
6,45 kWp, 30 Sanyo HIP-215NHE5, 3 SMA SB 2100TL, SL800e, Inbetriebnahme 17.12.2007
Azimuth 180°, Neigung 40°, Verschattungen (Gaube, 2 Kamine, 3 Bäume)
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http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2012
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Beitragvon Sheik » 25.04.2008, 11:38

also ich versteh unsere Regierung wirklich auch nicht mehr, erst wird auf den Häuslebesitzern rumgehackt, sie wären die größten co2 erzeuger, es werden vorschriften bzgl. heizung, solarthermie und gebäudedämmung gemacht. natürlich gab/gibts subventionen wie kfw usw., ob diese für den einzelnen aber ausreichend sind, ist fraglich. natürlich sollte förderung bezahlbar bleiben, einsparungen gibt es garantiert an anderer stelle en mass...

viele entscheiden sich gerade für die pv, um sich für die zukunft energetisch unabhängig zu machen (denke da an ww und heizung per strom). Und dann wird das auch noch vermiest. pv ist nunmal die einzige möglichkeit, sich von fossilen rohstoffen (außer die herstellung der Pv) unabhängig zu machen. das sollte vorrangiges ziel sein.
das medien und regierungsgelabere geht mir echt auf dem keks.....

unsere heutige rohstoffsituation wirkt sich auf uns noch lange nicht so aus wie die krise 1973:

Im Herbst 1973 verwenden die arabischen Staaten das bisher den Industriestaaten vergleichsweise billig verkaufte Erdöl erstmals als politische Waffe. Sie verhängen gegen die Niederlande und die USA ein Embargo wegen ihrer israelfreundlichen Haltung im israelisch-arabischen Jom-Kippur-Krieg und drosseln die Exporte in die übrigen westlichen Industrieländer.
Die betroffenen Staaten, die zum Teil ihren Erdölbedarf zu 85 Prozent aus arabischen Ölquellen decken, reagieren mit umfassenden Sparprogrammen und intensivieren die Suche nach alternativen Energiequellen. Vor allem die Atomkraft soll künftig stärker nutzbar gemacht werden, sie gilt als sicherer und scheinbar unbegrenzt vorhandener Energieträger.

vielleicht passiert uns das noch viel schlimmer:

Für die Zukunft wird - insbesondere nach einer Warnung der IEA vom Juli 2007 vor einer Ölkrise ab 2012 - aufgrund der steigenden Nachfrage nach Öl und des sinkenden Angebots durch das erreichte Ölfördermaximum eine weitere Krise erwartet.

was dann? russland - erdgas? atomkraft - tschernobyl? - erdöl - irak - krieg?

ich will hier nicht verrückt machen, aber wenn der einzelnen bürger schon eigenverantwortlich vorsorgt, dann kann das doch nur das beste für den eigenen staat sein

ich weiß, daß diese themen oft diskutiert werden, wollte aber trotzdem hier mal meinen meinung loswerden.

sonnigen stromgruß
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Beitragvon Rio » 25.04.2008, 14:42

boese, ob ich hier im Forum richtig bin......Bild Dir deine Meinung darüber! :wink: Sagst Du generell wer nicht für mich ist ist gegen mich? Querdenken und über den Tellerrand schauen .......?
Du vergleichst Sozialleistungen mit indirekten PV-Subventionen? Ich denke solche Vergleiche sprechen mehr als eine deutliche Sprache! Ich benötige keine Scheinargumente es sei denn Du bezeichnest Fakten als solche!


Gruß Rio
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Beitragvon Rio » 25.04.2008, 14:50

...noch etwas boese...Umweltschutz bedeutet bei Dir nur PV?
Setz dich vielleicht mal mit den Kosten-Nutzen der Windenergie im Vergleich zu PV auseinander.
Ging mein Gedanke nicht dahin das PV-Anlagen dort montiert werden sollten wo diese ohne riesige Subventionskosten zu betreiben wären?

Nenne doch mal Fakten boese...die Kosten-Nutzen der einzelnen erneuerbaren Energien die unter das EEG fallen. Da fällt bekanntlich nicht nur PV drunter!

Gruß Rio
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Beitragvon lehmann28 » 25.04.2008, 15:25

Rio hat geschrieben:Ging mein Gedanke nicht dahin das PV-Anlagen dort montiert werden sollten wo diese ohne riesige Subventionskosten zu betreiben wären?


Also ehrlich gesagt ist das ja im Grunde vollkommen verkehrt gedacht. Um so besser die Einstrahlungswerte in den südlichen europäischen Ländern sind, um so mehr Ertrag habe ich.

Wenn ich nun einmal annehme, daß ich in Deutschland eine 10 kWp Anlage mit 900kWh/kWp betreibe und diese kWh mit 46,75 cent betreibe, dann ergibt das pro Jahr einen Betrag von ca. 4200,-€. In 20 Jahren hat man also durch die Umlage einen Gesamtbetrag von ungefähr 84000,-€ erhalten. Steuern, Degradation, Reparaturen interessieren bei der Subvention erstmal nicht.

Jetzt stelle ich die gleiche Anlage in Spanien auf und lasse sie dort mit 1400kWh fahren. Dürfte glaube passen. Die Einspeisung beträgt dort soweit ich weiß 42 cent. Das sind somit 5880,-€. Da in Spanien die Vergütung auf 25 Jahre festgeschrieben ist, ergibt das einen Gesamtbetrag von 147000,-€ .

Wir leiegn also bei einer Differenz von 63000,-€ die die PV-Anlage in Spanien mehr "subventioniert" wird. Da frage ich mich ernsthaft, ob sich da die spanische Regierung nicht mehr Sorgen machen müßte wie wir "armen" Deutschen.

Wenn man also Rio´s Argumentation nimmt, dann ist er dafür die Spanier in den Ruin zu treiben und sieht gar nicht das eine Unterstützung in Deutschland überhaupt nicht so schlimm und teuer für jeden einzelnen Bürger ist wie alle denken. Wo wenig Einstrahlung ist, da wenig Erträge. Wo wenig Erträge sind, da gibt es auch nicht viel zu bezahlen. :)


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Beitragvon olliausbs » 25.04.2008, 16:11

Hier einmal ( nicht unzulässig ) vereinfacht meine Sicht auf die Dinge:

Die Modulhersteller verlangen die Preise, die der Markt hergibt.

Sie nehmen nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern eben den Marktpreis.

Die Modulhersteller sind nicht unverschämt, aber sie dürfen sich über unverschämte Gewinne freuen.

Die Modulhersteller werden erst dann einen Grund haben, die Preise zu senken, wenn Ihnen ihre Produkte nicht mehr - koste es, was es wolle - aus der Hand gerissen werden.

Eine Absenkung der Quasi-Subvention wird für ein nachlassendes Interesse an PV-Anlagen ( zu heutigen Preisen ) führen.

Die Modulhersteller werden neue, niedrigere Verkaufspreise finden, um 100% ihrer Produktion verkaufen zu können.

Deshalb wird weltweit nicht ein Modul weniger hergestellt und montiert werden.

Alle Märkte sind ständig in Bewegung. Alle Marktbeteiligten müssen sich ständig neuen Herausforderungen stellen. Warum sollte die PV-Branche davon ausgenommen sein?

Die PV-Branche ist nicht besonders schützenswert. Sie muß lernen, auf eigenen Füßen zu stehen.

Die Branche hat bewiesen, daß ihre beteiligten keine besseren Menschen sind, als der Durchschnitt. Wer irgendwie konnte, hat abgesahnt.

Die Branche muß jetzt aus der warmen Dusche heraus ins kalte Wasser gestoßen werden, damit sie endlich das Schwimmen, also das Bestehen im zunehmend FREIEN Markt erlernt.

Dies mag zunächst schmerzhaft sein, auf lange sicht jedoch kann es nur nützen.

To Tom:
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Wie wär´s, wenn die Profite dieses Geschäfts mal nicht nur in der Industrie gemacht würden???
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Beitragvon eurokiller » 25.04.2008, 16:11

Ich glaube nicht das Spanien pleite geht. Die haben doch immer noch uns als zahlende Urlauber, damit wir deren Anlagen Subventionieren!
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Beitragvon lehmann28 » 25.04.2008, 16:16

olliausbs hat geschrieben:To Tom:
Auch das Handwerk hat etwas davon, wenn es beim Einkauf wählen und handeln darf, statt zum diktierten Preis kaufen zu müssen, was gerade zu haben ist.
Wie wär´s, wenn die Profite dieses Geschäfts mal nicht nur in der Industrie gemacht würden???


Ähm? Wieso sprichst Du mich jetzt an? :)

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Beitragvon Rio » 25.04.2008, 16:21

lehmann28........
nenn doch mal Quellenangaben für deineVermutungen lehmann28. :wink:

:::::::::::::::::Sehr positiv sehen die Ingenieure der Solarpraxis AG die derzeit von der spanischen Regierung avisierte neue Einspeisevergütung: So soll es künftig für Photovoltaik-Anlagen mit einer Größe von weniger als 2 MW keinerlei Mengenbegrenzung mehr geben. Im Bereich der bislang in Spanien dominierenden Anlagen unter 2 MW entsteht mit dieser mehrjährigen Festlegung der Preise und Mengen eine wesentlich höhere Planungssicherheit als mit den bisher immer wieder neu definierten Regelungen. Auch werden die gezahlten Einspeisevergütungen (31 Cent/kWh bei bis zu doppelter Sonneneinstrahlung im Vergleich zu Deutschland) weiterhin einen sehr guten Rahmen für Investitionen in Spanien bieten und damit immense Exportchancen für deutsche Unternehmen eröffnen.

Gruß Rio
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Beitragvon V_Strom111 » 25.04.2008, 16:54

eurokiller hat geschrieben:Ich glaube nicht das Spanien pleite geht. Die haben doch immer noch uns als zahlende Urlauber, damit wir deren Anlagen Subventionieren!


Hallo Eurokiller,

also ich fahre schonmal nicht nach Spanien in Urlaub. Ein Land in dem sich viele Menschen noch wie Neanderthaler verhalten und aus Spaß Hunde, Katzen und Stiere quälen. Hat zwar nichts mit PV zu tun aber auch mit Umweltschutz!!

Gruß
Alex der 2 Galgos(ganz arme Schweine) aus Spanien hat
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