Der Grund für die Diskrepanz liegt nach Ansicht der Hochschule darin, dass die Solarlobby auch Handwerker mitgezählt hat, die nur gelegentlich ein Solarmodul aufs Dach schrauben.
Wenn dieses gelegentlich auf´s Dach geschraubte Modul, dazu dient einen Arbeitsplatz zu sichern, warum sollte man diesen nicht zählen? Das selbe gilt m.E. für die vielen zusätzlichen Aufträge für Elektriker, neue Zählerplätze zu errichten oder Kabel zu den Netzverküpfungspunkten zu verlegen. Andere bereits bestehende Industrien (ALU, Glas, Folie) haben sicherlich auch profitiert.
Ein nicht entlassener Arbeiter ist genauso zu zählen wie ein neu eingestellter Arbeiter.
Warum muss man gleich schreiben "der BSW schummelt"? "BSW rechnet anders" hätte es doch auch getan?
Mit sonnigen Grüßen -eggis-
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft." (George Bernard Shaw)
Das ist doch klar und überall dort wo es Fortschritt gibt, werden Köpfe rollen. Nur das auf der anderen Seite viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden sieht niemand. Nehmen wir mal die Automation in der Industrie zum Beispiel. Jeder hat gejammert wenn ein Roboter 10 Mitarbeiter eingespart hat. Das dieser Roboter aber auch hatte müssen entwickelt, gebaut, programmiert, montiert und gewartet werden muß, und dadurch mindestens doppelt soviele neue Arbeitsplätze entstanden sind, will niemand sehen. Es gibt immer eine Verlagerung von Arbeitsplätzen. Das nennt man Markt.
Ich habe den Titel der Nachricht und den Inhalt entsprechend "gewürdigt":
Rund 75 Prozent der Jobs, so die HTW-Experten, seien zudem nicht dem eigentlichen Hightech-Bereich der Wafer- und Zellenfertigung zuzuordnen, sondern dem Handel und dem installierenden Handwerk.
Wenn davon "nur ab und zu einer mal ein Modul aufs Dach schraubt", wieviel wird wohl dem Bereich Solar zuzuordnen sein? Nach dauerhaften HiTech-Arbeitsplätzen klingt das jedenfalls nicht, und die Aussichten sind auch nicht gerade rosig, da werden wohl noch einige abgezogen werden müssen.
Das HTW, von dem die Meldung ursprünglich kommt, ist im Übrigen kein "Haudrauf", Volker Quaschning ist dort auch tätig.
Gruß Montio
Zuletzt geändert von Montio am 15.08.2011, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
Die HTW nimmt den Mund ganz schon voll und macht sich extrem wichtig. Ihre Kompetenz in Sachen PV entspricht in keiner Weise der Menge an zitierten Artikeln. In Berlin expandiert auch die Old Energie, soll heißen, die Siemens Aktivitäten. Deren Produkte (Turbinen) sind ja sehr gefragt, also ich sehe da kein Fressen, eher im Gegenteil. Exportanteil steigt sogar. Bei Steinkohle und Braunkohle Kraftwerksanlagen liegt der Witz ja zur Zeit auf dem WG und der Filtertechnik, da gibt es im Bestand genug zu tun. Überall auf der Welt ist das gefragt, ergo auch hier fressen die EE kein Bestand auf. Im Betrieb ist ein Kohlekraftwerk nicht grade eine Jobmaschine. PV sicher auch nicht. Stimmt.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Ich würde das Wort Schummeln auch nicht verwenden. Dass der BSW oftmals sehr schnell mit viel zu optimistischen Zahlen ans Werk geht ist aber auch seit langem bekannt.
Bei rund 3.150.000.000 Modulen die in Deutschland in einem Jahr montiert werden und bei rund 90 Minuten Aufwand je Module (ohne Produktion) entstehen rund 30.000 direkte Arbeitsplätze.
Hinzu kommen noch periphere wie Finanzierung, Versicherung, Reinigung, Marketing, etc.
------------------------- "Sonnenenergie steht für alle gleichermaßen zur Verfügung, es geht nur noch um die richtige und effiziente Nutzung" Orange Solar GmbH - Ihr TÜV zertifizierter Anbieter von schlüsselfertigen Solaranlagen
Nicht zu vergessen die ganzen Handwerker, die die Gebäude für PV errichten. Und bei uns wird vieeel NUR wegen der PV gebaut, während der Wohnungsmarkt eher rumzickt.
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
"Schummeln" ist m.E. noch eine Verniedlichung. Ich würde eher sagen: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er nie die Wahrheit spricht" (den letzten Teil habe ich entsprechend den Fakten etwas angepasst
BSW glänzt durch Unter- oder Übertreibungen, je nach eigenem Vorteil, siehe zB Zubauprognosen der letzten Jahre, Preisverfall der natürlich beim absoluten Hoch 2005/2006 beginnt (und nicht zB. 20002/2003, wo die Systempreise deutlich niedriger lagen, als 2005), Arbeitsplätzen und 15% Kürzungen, die dann bei 0% ausfallen (konnten sie natürlich überhaupt nicht wissen
Aus dem Artikel zitiert: Weil auf Druck der Billig-Konkurrenz aus Fernost immer mehr deutsche Solar-Unternehmen ihre Produktion nach Asien auslagern, werde es fraglich, ob die Zahl der Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien die wegfallenden Stellen im Bereich fossiler und atomarer Energieerzeugung voll ersetzen könnte, meint HTW-Energie-Experte Wolfgang Hummel: "
Na also, jetzt sollen wir doch lieber auf den „Supergau“ warten, damit sicher gestellt ist, dass die neu entstehenden Arbeitsplätze ( für die Aufräumungsarbeiten ) auch tatsächlich alle im Land bleiben.
Im „Krieg“ der Systeme, werden ständig neue Geschütze aufgefahren. Leider argumentieren die Verteidiger der alten Strukturen nicht vor dem Hintergrund einer künftigen Energieversorgung. Auf dem Weg dort hin, sind ein paar Arbeitsplätze mehr oder weniger, auf der einen oder anderen Seite, sicher kein Hindernis.
Wer irgendwo was liest, was mit seiner eigenen Wahrnehmung nicht ganz übereinstimmt, sollte sich das hier mal anschauen.
Aus dem Grund verkaufen wir heute auch noch Decken für Rauchzeichen und haben die Mobiltelefone nicht eingeführt. Es wird immer ewig Gestrige geben die auch in gewissen Positionen sitzen.
Viele neuen Dinge werden erstmal als Teufelszeug abgetan... Am Ende aber werden sich andere Länder bald umschauen wie gut das Leben in D ist.
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