Auch Schwarz-Gelb könnte Atommeiler abschalten

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Auch Schwarz-Gelb könnte Atommeiler abschalten

Beitragvon sonnenökonom » 03.10.2009, 00:27

http://nachrichten.aol.de/auch-schwarz- ... 7723716531 :!:

Sind das wirklich neue Töne, oder hat da nur jemand zuviel Kreide gefressen?

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Beitragvon Sinci » 03.10.2009, 14:27

Auf Spiegel Online ist dazu auch ein Artikel

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 36,00.html
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Beitragvon eggis » 03.10.2009, 14:57

Wenn man das so liest, dann könnte man bald glauben, dass die Lobbyisten der "großen Vier" sich im Kanzleramt bald die Klinke in die Hand geben. Nicht, dass sie noch die Wahlkampfspenden zurückforden. :mrgreen:

Aber wahrscheinlich ist das alles nur Politik und soll die Verhandlungspostion der Regierung stärken, denn schließlich will die Regierung auch einen Teil von Gewinnen aus den Laufzeitverlängerungen haben.
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Beitragvon ms-ing » 03.10.2009, 15:51

frage

wenn die kkw's abgeschaltet werden, woher kommt dann die große Menge Energie, die erforderlich ist, die Module, elektrischen Gerätschaften und Montagesysteme herzustellen ?

Wo kommt sie eigentlich heute her ?
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Beitragvon hadl » 03.10.2009, 16:50

ms-ing hat geschrieben:frage

wenn die kkw's abgeschaltet werden, woher kommt dann die große Menge Energie, die erforderlich ist, die Module, elektrischen Gerätschaften und Montagesysteme herzustellen ?

Wo kommt sie eigentlich heute her ?


Antwort:
Die sind auch hergestellt worden als Biblis und Krümmel vom Netz waren.
Mehr gehen zur gleichen Zeit nach dem Ausstiegsplan auch nicht vom Netz.
Bis das letzte abgeschaltet ist haben wir so viel Strom aus Erneuerbaren Energien, das sie ohne Probleme weiter produzieren können.
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Beitragvon ms-ing » 03.10.2009, 17:00

Code: Alles auswählen
Bis das letzte abgeschaltet ist haben wir so viel Strom aus Erneuerbaren Energien...


willst du damit sagen, daß bis dahin zur Herstellung der ganzen Komponenten Atomstrom verwendet wird ?

Heißt das, daß die regenerative und nachhaltige Energieerzeugung derzeit von Atomstrom abhängt, ohne diesen eigentlich keine PV möglich wäre ?

Haben die PV-Anlagenbesitzer ein echtes Paradoxon auf ihren Dächern ?

Oder hat das alles gar nichts mit "sauberer Energie" zu tun, sondern eher mit der Gier nach Rendite, mittels der Einspeisevergütung ?
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Beitragvon eggis » 03.10.2009, 17:01

ms-ing hat geschrieben:frage

wenn die kkw's abgeschaltet werden, woher kommt dann die große Menge Energie, die erforderlich ist, die Module, elektrischen Gerätschaften und Montagesysteme herzustellen ?

Wo kommt sie eigentlich heute her ?

antwort

die KKW´s werden ja nicht sofort abgeschaltet. Das letzte Kraftwerk soll nach den derzeitigen Pläne 2023 vom Netz gehen. Der Plan ist ja bis dahin den Anteil der erneuerbaren Enerigen um diesen Anteil zu erhöhen und durch energiesparende Maßmahmen weitere Energie einzusparen. Die energetischen Amortisationszeiten der Module haben sich in den letzten Jahren ja auch schon fast halbiert. Um eine Umstellung des Energieverbrauches auf die Verfügbarkeit von Energie wird auch nicht zu umgehen sein.

Ein Umstellung der Energieumandlung auf regenerative Ernergiequellen wir uns in Zukunft vor steigenden Preisen aufgrund zu ende gehender Rohstofflager schützen. Je früher wir damit anfangen, desto eher kann die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland gewährleistet werden.

Wir können die zukünftigen Generationen nicht mehr mit unseren Altlasten wie zum Beispiel Atommüll und zerstörte Natur belasten. Durch die Fehlentscheidung einer früheren Regierung, die der Ansicht war, Atomenergie sei die Zukunft, haber wir doch erst das Endlagerproblem, erhöhte Zahlen von Kreberkrankungen in der Nähe von AKW´s und weitere hohe volkswirtschaftliche Kosten.

Wenn es keine Forschungsgelder, keine Einspeisegarantie, keine Steuererleichterungen, keine Zusagen zur Endlagerung des Atommülls und zur Übernahme sekundärer Kosten durch den Steuerzahler gegeben hätte, wären die Betreiber nie in diese Hochrisikotechnologie eingestiegen.

Atomenergie war zunächst modern und billig, aber keine Regierung der Welt kann 10.000 oder 100.000 Jahre auf den Dreck aufpassen.
Mit sonnigen Grüßen
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Beitragvon Sinci » 03.10.2009, 17:21

eggis hat geschrieben:
...erhöhte Zahlen von Kreberkrankungen in der Nähe von AKW´s


Wenn du diese Aussage schon als Argument benutzt solltest du allerdings auch dazuschreiben, dass es keinen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen den "erhöhten Zahlen von Krebserkrankungen" und den AKW's gibt.
Des weiteren leidet die Studie, deren Aussage das ist, an dem fundamentalen Problem der Statistik kleiner Zahlen... sie sind einfach kaum aussagekräftig.

Man könnte ohne Probleme auch 17 andere Gebiete finden, die nichts mit AKW's zu tun haben, und eine ähnliche Erhöhung von Krebsfällen nachweisen.
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Beitragvon eggis » 03.10.2009, 17:32

ms-ing hat geschrieben:...bis dahin zur Herstellung der ganzen Komponenten Atomstrom verwendet wird ?

Heißt das, daß die regenerative und nachhaltige Energieerzeugung derzeit von Atomstrom abhängt, ohne diesen eigentlich keine PV möglich wäre ?

Haben die PV-Anlagenbesitzer ein echtes Paradoxon auf ihren Dächern ?

Du hast ja merkwürdige Ansichten. Für die Hochöfen der Silziumherstellung wird der selbe Strommix genutzt der bei jedem aus der Steckdose kommt. Selbst diejenigen die einen Stromlieferanten habe, der nur Ökostrom anbietet, bekommen den selben Mix. Strom ist aber physikalisch nicht zu unterscheiden, ob er aus einer regenerativen Energiequelle kommt oder aus einem AKW, wenn er erstmal im Netz ist. Soweit ich weiß, nutzen aber auch viele Modul- und Wechselrichterhersteller schon die Möglichkeit Strom von regenerativen Anbietern zu beziehen.

ms-ing hat geschrieben:Oder hat das alles gar nichts mit "sauberer Energie" zu tun, sondern eher mit der Gier nach Rendite, mittels der Einspeisevergütung ?

Ist Rendite etwas schlechtes? Viele PVA´s werden fast nur zum Selbstkostenpreis betrieben. Wenn der Betreiber dann eine Aufwands- und Riskoentschädigung verlangt, willst du ihn dafür anprangern? Wenn die Photovoltaik so viel Rendite verspricht, warum haben die Energieversorger noch nicht "Heerscharen" von Mitarbeitern losgeschickt um von Hausbesitzern die Dächer zu mieten um dort PVA´s zu errichten? Wahrscheinlich ist denen die Rendite dafür noch zu gering? Mit einem abgeschriebenen Atom- oder Kohlekraftwerk lässt sich ja auch viel Rendite erwirtschaften. Wenn die Energieversorger so sozial sind, warum Spenden sie nicht ihre Gewinne, sondern zahlen Jahr für Jahr höhere Dividenden an die Aktionäre aus?

Bei der höheren Vergütung von PV-Strom geht es um eine Anschubfinanzierung zum Aufbau eine kostengünstigen Produktion. Damit es eine Anschubfinazierung bleibt wird die Vergütung für neu errichtete Anlagen auch von Jahr zu Jahr geringer. Keine der konventionellen Energieerzeugungsarten ist in den vergangenen Jahren günstiger geworden.
Investoren, egal ob Groß oder klein, lockt man mit Renditeaussichten und nicht mit grünem Gedankengut, denn die, die eine PVA ohne Aussicht auf Rentite errichten ist verschwindent gering. Diese "Grünen", "Öko´s" oder wie man sie auch nennen mag, haben ihre Anlagen auch schon vor dem EEG errichtet.
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Beitragvon cephalotus » 03.10.2009, 17:36

ms-ing hat geschrieben:
Code: Alles auswählen
Bis das letzte abgeschaltet ist haben wir so viel Strom aus Erneuerbaren Energien...


willst du damit sagen, daß bis dahin zur Herstellung der ganzen Komponenten Atomstrom verwendet wird ?


Zumindest vom Wechselrichter Hersteller SMA gibt es zu Deiner Frage erfreulich viele Details:

http://www.sma.de/de/unternehmen/co2-ne ... ktion.html

mfg
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