Hallo
Da im neuen Jahr ein starker Preisrutsch bei Solaranlagen zu erwarten ist besteht die Befürchtung das nun auch eigentlich unrentable Dächer mit Pv-Anlagen belegt werden.
Ich habe hier noch einen sehr interessanten Bericht des 1926 gegründeten RWI gefunden.
http://www.rwi-essen.de/
Einige Auszüge:
Der vermeintliche ökologische wie auch ökonomische Erfolg ist wegen der derzeitigen Unwirtschaftlichkeit von Solarstrom teuer erkauft, löst keinerlei Klimaschutzeffekte aus und subventioniert vor allem Arbeitsplätze im Ausland.
Dies ist umso bedauerlicher, als die deutschen Stromverbraucher dadurch noch über Jahrzehnte belastet werden, selbst dann, wenn die Einspeisevergütungen für den Absatz von Solarstrom sofort gestoppt würden. Bei einem Auslaufen der Photovoltaikförderdung Ende 2007 würden die Einspeisevergütungen, so zeigen unsere Abschätzungen, insgesamt rund 31,2 Mrd. Euro ausmachen, die von den Verbrauchern über die ohnehin notwendigen Energieausgaben hinaus zu tragen wären. Bei einer Fortsetzung der Förderung in der bestehenden Weise bis 2010 wären gar Einspeisevergütungen von insgesamt rund 73,5 Mrd. Euro erforderlich - dies wäre zweifellos ein sehr gravierender Subventionstatbestand. Die einzig richtige wirtschaftspolitische Schlussfolgerung daraus ist die umgehende und deutliche Reduzierung der Einspeisevergütungen für Solarstrom sowie die signifikante Erhöhung der jährlichen Degression über das bislang geltende Maß von 5% hinaus.
Entscheidend dafür, dass der Kostenbelastung durch Erneuerbare Energien keine massiven Widerstände entgegengesetzt werden,
ist sicherlich deren Unmerklichkeit durch die Verteilung auf die Millionen von Stromverbrauchern: Legt man die 5,6 Mrd. Euro vereinfachend auf den Bruttoinlandsstromverbrauch des Jahres 2006 in Höhe von 615,8 Mrd. kWh um, ergeben sich rund 0,9 ct/kWh. Auf Basis dieses Wertes hatte ein Durchschnittshaushalt mit einem Stromverbrauch von 3 500 kWh im Jahr 2006 für die Förderung der Erneuerbaren Energien rein kalkulatorisch gerade einmal 31,50 Euro mehr zu bezahlen. Die effektive Belastung wäre tatsächlich geringer, da diese Berechnung die Kosten der ansonsten nötigen konventionellen Stromerzeugung ignoriert. Bei konventionellen Stromgestehungskosten von rund 5 ct/kWh wären bei herkömmlicher Erzeugung von rund 44 Mrd. kWh an EEG-Strom (VDN 2007) etwa 2,2 Mrd. Euro an Kosten entstanden.
Die Wirkung der Förderung von Photovoltaik
Zur Rechtfertigung dieser immensen finanziellen Belastungen sollte man positive Wirkungen auf Klima und Beschäftigung in substanzieller Höhe erwarten dürfen. Dem ist jedoch nicht so. Rein rechnerisch wurden 2006 zwar rund 1,1 Mill. t CO2 durch die Erzeugung von 2 Mrd. kWh Solarstrom eingespart, wenn man wie Nitsch et al. (2005) eine spezifische CO2-Ersparnis von 0,548 kg/kWh zugrunde legt und davon ausgeht, dass dadurch entsprechend weniger Strom aus mit Erdgas bzw. Steinkohle betriebenen Kraftwerken hergestellt wurde.
Bei einer Einspeisevergütung von 51,80 ct/kWh lagen die zugehörigen CO2-Vermeidungskosten - ebenso rein rechnerisch - bei rund 945 Euro/t und somit um ein Vielfaches über dem Preis für CO2-Emissionszertifikate, welcher bislang nie nachhaltig über 30 Euro/t hinauskam.
Gruß Rio