ARD Report: Subventionssumpf Solarstrom

News über Photovoltaik und Solarstrom

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Beitragvon zerstreuterprof » 07.09.2008, 12:39


Meiner Ansicht nach ist das doch die entscheidende Frage wie lange ein Modul funktioniert :?:

wichtig ist auch aus welchen Materialien das Modul hergestellt wird,ob diese in ausreichender Menge vorhanden sind oder ob diese Rohstoffe auch schon zur Neige gehen :cry:
Die zur Herstellung der Module benötigte Arbeitszeit rechne ich nicht,denn dafür werden ja die Arbeiter bezahlt (Arbeitsplätze)

Und noch ein wichtiger Punkt ist die Wiederverwertbarkeit der alten Module :idea:


Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.

Zum Thema Rohstoff gab es die Woche im ZDF eine Sendung.
guckstduhier:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/ ... Popup=true

Wie ich finde, sehr gut aufgemacht.
Sonnige Grüße
zerstreuterprof
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Beitragvon zerstreuterprof » 07.09.2008, 12:47

Nachtrag:

Ja, und wie lange hält jetzt ein Modul? Poly, monokristallin, amorph, Dünnschicht, CIS, CdTe...?
Hat jemand Erfahrungswerte?

Und macht sich überhaupt ein Hersteller Gedanken über die Wiederverwertbarkeit?
Sonnige Grüße
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Beitragvon Rio » 28.12.2008, 09:52

Hallo

Da im neuen Jahr ein starker Preisrutsch bei Solaranlagen zu erwarten ist besteht die Befürchtung das nun auch eigentlich unrentable Dächer mit Pv-Anlagen belegt werden.
Ich habe hier noch einen sehr interessanten Bericht des 1926 gegründeten RWI gefunden.

http://www.rwi-essen.de/

Einige Auszüge:
Der vermeintliche ökologische wie auch ökonomische Erfolg ist wegen der derzeitigen Unwirtschaftlichkeit von Solarstrom teuer erkauft, löst keinerlei Klimaschutzeffekte aus und subventioniert vor allem Arbeitsplätze im Ausland.

Dies ist umso bedauerlicher, als die deutschen Stromverbraucher dadurch noch über Jahrzehnte belastet werden, selbst dann, wenn die Einspeisevergütungen für den Absatz von Solarstrom sofort gestoppt würden. Bei einem Auslaufen der Photovoltaikförderdung Ende 2007 würden die Einspeisevergütungen, so zeigen unsere Abschätzungen, insgesamt rund 31,2 Mrd. Euro ausmachen, die von den Verbrauchern über die ohnehin notwendigen Energieausgaben hinaus zu tragen wären. Bei einer Fortsetzung der Förderung in der bestehenden Weise bis 2010 wären gar Einspeisevergütungen von insgesamt rund 73,5 Mrd. Euro erforderlich - dies wäre zweifellos ein sehr gravierender Subventionstatbestand. Die einzig richtige wirtschaftspolitische Schlussfolgerung daraus ist die umgehende und deutliche Reduzierung der Einspeisevergütungen für Solarstrom sowie die signifikante Erhöhung der jährlichen Degression über das bislang geltende Maß von 5% hinaus.
Entscheidend dafür, dass der Kostenbelastung durch Erneuerbare Energien keine massiven Widerstände entgegengesetzt werden, ist sicherlich deren Unmerklichkeit durch die Verteilung auf die Millionen von Stromverbrauchern: Legt man die 5,6 Mrd. Euro vereinfachend auf den Bruttoinlandsstromverbrauch des Jahres 2006 in Höhe von 615,8 Mrd. kWh um, ergeben sich rund 0,9 ct/kWh. Auf Basis dieses Wertes hatte ein Durchschnittshaushalt mit einem Stromverbrauch von 3 500 kWh im Jahr 2006 für die Förderung der Erneuerbaren Energien rein kalkulatorisch gerade einmal 31,50 Euro mehr zu bezahlen. Die effektive Belastung wäre tatsächlich geringer, da diese Berechnung die Kosten der ansonsten nötigen konventionellen Stromerzeugung ignoriert. Bei konventionellen Stromgestehungskosten von rund 5 ct/kWh wären bei herkömmlicher Erzeugung von rund 44 Mrd. kWh an EEG-Strom (VDN 2007) etwa 2,2 Mrd. Euro an Kosten entstanden.

Die Wirkung der Förderung von Photovoltaik

Zur Rechtfertigung dieser immensen finanziellen Belastungen sollte man positive Wirkungen auf Klima und Beschäftigung in substanzieller Höhe erwarten dürfen. Dem ist jedoch nicht so. Rein rechnerisch wurden 2006 zwar rund 1,1 Mill. t CO2 durch die Erzeugung von 2 Mrd. kWh Solarstrom eingespart, wenn man wie Nitsch et al. (2005) eine spezifische CO2-Ersparnis von 0,548 kg/kWh zugrunde legt und davon ausgeht, dass dadurch entsprechend weniger Strom aus mit Erdgas bzw. Steinkohle betriebenen Kraftwerken hergestellt wurde. Bei einer Einspeisevergütung von 51,80 ct/kWh lagen die zugehörigen CO2-Vermeidungskosten - ebenso rein rechnerisch - bei rund 945 Euro/t und somit um ein Vielfaches über dem Preis für CO2-Emissionszertifikate, welcher bislang nie nachhaltig über 30 Euro/t hinauskam.

Gruß Rio
Rio
 
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Beitragvon CH » 29.12.2008, 11:02

Edit Helios:

gelöscht
Christian Comes
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Vertriebsleiter Europa - Solar Department
http://eu-solar.panasonic.net
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Beitragvon Elektron » 29.12.2008, 11:06

Hallo,

Wiese hat es in einem anderen thread sehr gut zusammengefasst:

Wiese hat geschrieben:Leider ist es fast unmöglich auszurechnen, wieviel Schaden eine kWh Strom verursacht, die in einem Baunkohlekraftwerk erzeugt wird. Wie groß der Schaden wirklich ist, werden unsere Nachkommen erst in 100 oder 200 Jahren feststellen können, wenn klar wird, welche Umweltschäden wirklich entstanden sind. Vielleicht werden unsere Enkel und Urenkel für jede Kilowattstunde Strom die wir mit fossilen Energieträgern erzeugt haben mehrere Euro bezahlen müssen. Eventuell werden auch Millionen oder sogar Milliarden Menschen mit Ihrem Leben dafür bezahlen. Aber das ist für die meisten Erdenbewohner nicht wirklich relevant. Jeder ist sich selbst der Nächste.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 08,00.html
http://www.geowissenschaften.de/wissen- ... 09-15.html
http://www.wvwindkraft.de/seite2.shtm?h ... ziehen.htm
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Beitragvon mkoenig75 » 29.12.2008, 11:12

Hallo

in Anbetracht der Tatsache, das die großen Stromversorger ihre Gewinne seit 2000 mehr als verdreifacht haben, stellt sich mir doch die Frage, wer sich hier wohl die Taschen voll macht.
Siehe auch dieser Link:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ene ... is102.html

Die Namensgebung RWI ist nicht weit entfernt von RWE, was zwar nicht beabsichtigt ist, aber eher der Realität entspricht.
Wenn man sich anschaut, wer die Förderer des RWI sind, so erkennt man schnell, das dahinter auch wieder die Energieversorger stecken.
Die Finanzierung des RWI erfolgt teilweise über die Gesellschaft der Freunde und Förderer des RWI. Präsident der Gesellschaft ist Dr. Rolf Pohlig, Finanzvorstand der RWE AG :-)
Siehe dazu folgender Link:
RWI Essen[


Viele Grüße

Marco
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Beitragvon za-ass » 29.12.2008, 11:25

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Beitragvon hadl » 29.12.2008, 12:14

Hallo Marco!
Es ist gut, dass immer mehr Leute dahinter kommen (aber immer noch zu wenig).
Für genaue Beobachter hat sich das RWI schon lange geoutet.
Zu letzt bei den Diskussionen um die EEG Novelle - stärkere Degression der Vergütung – wo sie mit einer Studie 30% als volkswirtschaftlich vertretbar hielten. Was die Stromwirtschaft und einige User hier sofort dankbar aufgenommen haben.

Gruß Hadl
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Beitragvon Rio » 29.12.2008, 13:36

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Beitragvon za-ass » 29.12.2008, 13:53

hadl hat geschrieben:Hallo Marco!
Es ist gut, dass immer mehr Leute dahinter kommen (aber immer noch zu wenig).
Für genaue Beobachter hat sich das RWI schon lange geoutet.
Zu letzt bei den Diskussionen um die EEG Novelle - stärkere Degression der Vergütung – wo sie mit einer Studie 30% als volkswirtschaftlich vertretbar hielten. Was die Stromwirtschaft und einige User hier sofort dankbar aufgenommen haben.

Gruß Hadl

Dem kann uneingeschränkt zugestimmt werden. :)

Thomas
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