News über Photovoltaik und Solarstrom
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von Oktaeder » 05.04.2012, 19:28
Naja, das ist ja nichts Neues. Jetzt aber durch eine Studie des BUM bestätigt. Artikel der Süddeutschen Zeitung dazu: Die Energiewende ist machbar, wird aber ziemlich teuer: Ein Gutachten für das Bundesumweltministerium rechnet vor, wie schnell Deutschlands Stromversorgung grün werden könnte. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/energiewende-oekostrom-laut-studie-bis-billiger-als-kohlestrom-1.1327054Zur Studie: http://www.bmu.de/energiewende/downloads/doc/48591.phpdass bis 2030 Strom aus Ökoenergien nur noch 7,6 Cent je Kilowattstunde kosten könnte, während die Kosten für Strom aus Steinkohle und Erdgas dann bereits auf bis zu 9,4 Cent steigen könnten.
klingt jedenfalls gut. Wobei mir beides zu billig vorkommt.
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von Spekulatius » 05.04.2012, 23:25
Auch diese Studie geht von veralteten Gestehungskosten für PV aus (Seite 25). Demnach wird PV im Jahre 2020 Gestehungskosten von 12,8 Ct. erreichen. Die 12,8 Ct. werden wir aber mit der RöRö-Novelle schon dieses Jahr im September haben. Also Bitte die Studie in 10x10cm Quadrate zerschneiden und neben die Kloschüssel plazieren. Der Spekulatius 
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von Weidemann » 06.04.2012, 09:23
Spekulatius hat geschrieben:Auch diese Studie geht von veralteten Gestehungskosten für PV aus (Seite 25). Demnach wird PV im Jahre 2020 Gestehungskosten von 12,8 Ct. erreichen. Die 12,8 Ct. werden wir aber mit der RöRö-Novelle schon dieses Jahr im September haben.
Ich bin mir nicht so sicher, ob zu den 12,8 Cent tatsächlich gebaut wird, und wenn die Hersteller mal wieder Gewinn machen müssen, kann das schon noch ein paar Jahre dauern (auf der grünen Wiese sollte es möglich sein, aber mit Sanierungskosten und Netzanschluss bei Konversionsflächen?) Darum lieber mal konservativ rechnen, was realistisch als Kostensenkungspotential bei den Herstellern ist. und wenn wir tatsächlich 1 oder gar 2 Cent tiefer landen 2020, umso besser.
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von open source energy » 06.04.2012, 09:24
Spekulatius hat geschrieben:Auch diese Studie geht von veralteten Gestehungskosten für PV aus (Seite 25). Demnach wird PV im Jahre 2020 Gestehungskosten von 12,8 Ct. erreichen. Die 12,8 Ct. werden wir aber mit der RöRö-Novelle schon dieses Jahr im September haben. Also Bitte die Studie in 10x10cm Quadrate zerschneiden und neben die Kloschüssel plazieren. Der Spekulatius 
So schaut es aus. Die Gestehungskosten sind schon viel weiter nach unten vorangeschritten. Bin mal gespannt wie schnell wir ab heute vorankommen.
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von egnurg » 06.04.2012, 10:00
Für Endverbraucher rechnet es sich auf jeden Fall jetzt schon:
1kWp ist für 2000,- Euro machbar, 20 Jahre läuft die Anlage, 1000kWh/kWp pro Jahr gibts hier auf jeden Fall. Also 200.000cent, 20.000kWh über die Laufzeit gibt 10cent/kWh (Pi x Daumen ohne Zinsen, Abschreibung, etc.) Also ist PV-Strom zumindest für mich jetzt schon günstiger als Kohle- und Atomstrom.
und das ohne daß man die Förderung mit einrechnet! Selbst wenn man nur 50% Eigenverbrauch hätte und den Rest verschenkt wäre man bei 20cent und damit billiger als das was ENBW und Co anbieten.
Der Börsenpreis interessiert sowieso nicht, weil kein Endverbraucher den Strom zu dem Preis bekommt. 98% der Forums-Besucher müssen mit dem Preis vergleichen den sie als Endkunde zahlen. Und der dürfte allgemein mittlerweile bei > 20cent liegen.
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von Spekulatius » 06.04.2012, 10:12
open source energy hat geschrieben:So schaut es aus. Die Gestehungskosten sind schon viel weiter nach unten vorangeschritten. Bin mal gespannt wie schnell wir ab heute vorankommen.
Ab heute geht es mit den Preisen nur so schnell runter wie die Technologie voranschreiten wird. Der Preissturz in den letzten 3 Jahren war vorwiegend (in etwa 80%) der Margenkompression beim Silizium zu verdanken, das von $500/kg auf $25/kg geplumpst ist, und dabei einen Preisrutsch für alle Komponenten bewirkt hat. Jetzt ist die Luft raus und die Preise werden nur so schnell fallen können wie die Technologie voranschreitet. Das ist wissenschaftlich erforscht (Lernkurve), und beträgt ca 7-9% bei den Modulen pro Jahr, für die Gesamtanlagen weniger. Der Spekulatius 
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von Spekulatius » 06.04.2012, 10:50
Weidemann hat geschrieben:Ich bin mir nicht so sicher, ob zu den 12,8 Cent tatsächlich gebaut wird, und wenn die Hersteller mal wieder Gewinn machen müssen, kann das schon noch ein paar Jahre dauern (auf der grünen Wiese sollte es möglich sein, aber mit Sanierungskosten und Netzanschluss bei Konversionsflächen?)
Ich beziehe mich auf Freifläche, das ist logo. Mit 12,8 Cent kann man noch knapp leben, darüber hinaus wird die Luft sehr dünn. Gebaut wird wahrscheinlich trotzdem nicht viel werden, da wahrscheinlich ab November wieder rasant gekürzt wird (2,8% monatlich), so dass ein Verzug in der Projektgenehmigung einen Strich durch die Wirtschaftlichkeit machen würde. Ergo investiert man erst gar nicht in die Entwicklung. Konversion inkl. Kampfmittelräumung und Netzanschluss ist für 12,8 Ct. zu machen. Beseitigung von Giften im Erdreich eher nicht. Sanierungskosten würde ich aber nicht in die Prognose der Gestehungskosten packen, da das nur künstliche Belastungen sind, die der PV in den Weg gelegt wurden. Man verbietet PV auf Ackerfläche aus "ethischer Verantwortung" und lässt den Anbau von Energiepflanzen wie gehabt weiterlaufen, obwohl die Energieausbeute der Energieplfanzen weniger als 1/10 der der PV beträgt. Reine Farce. Weidemann hat geschrieben:Darum lieber mal konservativ rechnen, was realistisch als Kostensenkungspotential bei den Herstellern ist. und wenn wir tatsächlich 1 oder gar 2 Cent tiefer landen 2020, umso besser.
Bei der PV haben wir in Deutschland das Problem dass man die Gestehungskosten nicht endlos lange abfallend in die Zukunft projizieren kann, da ab einem bestimmten Zeitpunkt Systemkosten erreicht werden, mit denen PV im Sonnengürtel selbst zu GuD Kosten Strom erzeugt, was eine de facto unendliche Nachfrage und deshalb einen Preisboden nach sich ziehen wird. Als Faustregel würde ich mal sagen dass Gestehungskosten von unter 10 Cent in Deutschland nicht möglich sind (zumindest solange PV nicht 30%-50% der Stromversorgung weltweit erreicht hat). Der Spekulatius 
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von irgendwer » 06.04.2012, 11:30
Energiepflanzen wie gehabt weiterlaufen, obwohl die Energieausbeute der Energieplfanzen weniger als 1/10 der der PV beträgt.
Es sind sogar weniger als 1/100 bei Raps: http://miscanthus.at/production.php
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von open source energy » 06.04.2012, 11:56
Spekulatius hat geschrieben:open source energy hat geschrieben:So schaut es aus. Die Gestehungskosten sind schon viel weiter nach unten vorangeschritten. Bin mal gespannt wie schnell wir ab heute vorankommen.
Ab heute geht es mit den Preisen nur so schnell runter wie die Technologie voranschreiten wird. Der Preissturz in den letzten 3 Jahren war vorwiegend (in etwa 80%) der Margenkompression beim Silizium zu verdanken, das von $500/kg auf $25/kg geplumpst ist, und dabei einen Preisrutsch für alle Komponenten bewirkt hat. Jetzt ist die Luft raus und die Preise werden nur so schnell fallen können wie die Technologie voranschreitet. Das ist wissenschaftlich erforscht (Lernkurve), und beträgt ca 7-9% bei den Modulen pro Jahr, für die Gesamtanlagen weniger. Der Spekulatius 
Das ist klar... wobei man den Wechselkurs jetzt wieder in den Fokus rücken sollte. Bei kleineren Anlagen sollte es aber im gleichen Maße voranschreiten, wenn die Kunden bereit sind auf die hohen Vertriebskosten zu verzichten...
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von energyturnaround » 06.04.2012, 13:50
open source energy hat geschrieben:Das ist klar... wobei man den Wechselkurs jetzt wieder in den Fokus rücken sollte. Bei kleineren Anlagen sollte es aber im gleichen Maße voranschreiten, wenn die Kunden bereit sind auf die hohen Vertriebskosten zu verzichten...
Der Wechselkurs wird für uns als Käufer chinesischer Module eher schlechter werden. Der Euro wird durch die Geldschwemme immer schwächer und der Renminbi wird ob der steigenden Wirtschaftskraft der Chinesen auch global eher steigen. Das könnte schon fast wieder ein Grund sein, dass sich Produktion hier wieder eher lohnen könnte. Schwache Währung ist gut zum Exportieren, aber schlecht beim Importieren. Somit wird man nur das importieren, was man trotz schlechter Wechselkurse nicht/schwer selbst produzieren kann.
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