News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von Saftwerk » 05.11.2011, 12:59
In dem Artikel wird zwar nicht auf Solarmodule eingegangen, aber die Technik könnte man idealerweise dafür einsetzen.Quelle DE : http://de.engadget.com/2011/11/01/unsichtbares-glas-will-schluss-machen-mit-spiegelnden-bildschi/Quelle EN : http://techon.nikkeibp.co.jp/english/NEWS_EN/20111028/199970/"Unsichtbares Glas" will spiegelnden Bildschirmen den Garaus machen Wenn das neue "unsichtbare Glas" von Nippon Electric Glass hält was sein Name verspricht, dann reduziert es Spiegelungen so stark, dass es kaum zu sehen ist. Der Vergleich zwischen normalem Glas (links) und dem neuen Produkt (rechts) fällt zumindest im Foto oben extrem überzeugend aus. Der Webseite Tech-On zufolge wurde das Spezialglas auf beiden Seiten mit einem Film versehen, der aus insgesamt etwa 30 Schichten besteht. Dank dieser Behandlung lässt das "unsichtbare Glas" angeblich 99,5 Prozent des einfallenden Lichts passieren, und nur 0,5 Prozent wird reflektiert. Bei normalem Glas werden 8 Prozent des Lichts zurückgeworfen. Links normales Glas und rechts das unsichtbare (mit einem guten Monitor kann man nur noch die Kanten erkennen)
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von buergersolar » 05.11.2011, 14:14
Interessant wäre der Vergleich zwischen "normal entspiegeltem" und dem Glas mit der neuen Super-Beschichtung gewesen. Denn dass es im Vergleich zu "unbehandeltem" Glas deutlich besser abschneidet, entspricht ja der Erwartung.
Sonnige Grüße
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von Mühli » 05.11.2011, 16:10
Sehr richtig, wenn schon Vergleich, dann mit marktüblichem Material. Solarglas ist ja eh schon ne Nummer besser als Flaschenglas Und wie bei allen Beschichtungen/Folierungen meine erste Frage: Wie lange hält das? Vor allem bei den erschwerten Aufdach-Bedingungen. Glaube nicht, dass es am Fernseher die üblen Einflüsse so mitkriegt. Extreme Temperatur, UV-Strahlung, Hagel, Bruchsicherheit etc. Nach knapp 2 Jahren hat sich letzte Woche meine Entspiegelung, meiner (schweineteuren) Brillengläser abgelöst. Krieg jetzt neue Gläser. Ebenso bei Nanoschichten etc. Es gibt sie, sie funktionieren supergut, aber sie halten nicht lang. Das sagt zumindest mein Professor, der die mitentwickelt hat. So abperlende Windschutzscheibe, geht. Leider hälts nur 1-2 Jahre und man kann das auch nicht "aufpinseln" sondern muss es bei der Herstellung einbringen. Er meinte, aufpinseln geht garantiert nicht und jeder, der dir sowas aufm Wochenmark andrehen will, hat evtl. unlautere Absichten. Gruß
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von GAST » 05.11.2011, 18:13
Hallo, hinterlässt ein wenig den Eindruck von Museenglas... Wir haben Bilder rahmen lassen, da hat man uns bei dem Laden die verschiedensten Glassorten gezeigt...beim so genannten Museen Glass konnte man das Glas praktisch nicht erkennen, sah so aus als obnur das Bild ohne Abdeckung vor einem liegt.
gruß Jörg
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von CFAR » 05.11.2011, 20:12
Ich hab irgendwann im Studium gelernt, dass bei senktrechtem Lichteinfall bei Glas pro Grenzschicht 4% Lichtintensität reflektiert wird. Und die 4% sind abhängig vom Brechungsindexunterschied. Wenn ich nun die 4 % reduzieren will, brauch ich niedrigbrechendes Glas. Ein anderes Thema ist das Entspiegeln. Da hab ich in Erinnerung, dass das pro Schicht im Prinzip nur für 1 Frequenz (und dessen Vielfache) pro Schicht geht, in dem die an verschiedenen Schichten reflektierten Strahlen destruktiv interferieren. Durch Beschichtung steigt also nicht der Transmissionsgrad. Dann hab ich mal was von Entspiegelung durch Nanoröhrchen gehört, weiß aber nicht genau, wie das funktioniert. könnte sein, dass schräg einfallendes Licht durch die Röhrchen irgendwie eingefangen wird und dann vielleicht senkrechter auf das Glas geleitet, so dass weniger reflektiert wird. Wer weiß da mehr dazu?
Sag Ja zu PV, aber Nein zum EEG! Sorry für die Tippfehler, ich bin Tabletuser.
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von diesonnelacht » 05.11.2011, 20:18
Durch die 30 Schichten soll wohl ein allmählicher Übergang im Brechungsindex hergestellt werden, was dann auch nur für eine Wellenlänge optimal funktionieren sollte (vermutlich beziehen sich die 99,5% Transmission nur darauf). Vermutlich nicht billig. Eine Anpassung von Glas-AR-Schicht, Glas, Modulfolie, Zell-AR-Schicht (ggf. 2x), Si sollte m.E. reichen und kosteneffizient sein. Bei Fraunhofer wird ja auch schon daran geforscht.
Vielleicht für Sunpower eine Option, näher an die eigenen Super-Zellwirkungsgrade heranzukommen mit dem Modul.
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von CFAR » 05.11.2011, 20:52
Du kannst so viel Schichten wie Du willst aufbringen, der Transmissionsgrad ist abhängig vom Brechungsindexunterschied der dichtesten Sxhicht zu Luft. Ein sanfter Übergang hat da keine positiven Eigenschaften.
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von PV-Berlin » 06.11.2011, 11:45
Beim PV Glas geht es ja nur darum, das Licht durchzulassen, welches man verarbeiten kann (Zelle), alles andere kann ja theoretisch zu 100% reflektiert werden. Das Menschliche Auge ist ja wenn man es genau nimmt zu ca.99% blind. Ergo ist es ohne Bedeutung, was wir sehen oder zu sehen glauben. Monitore werden aber in der Regel für Blinde gemacht. PV Glas für die Zelle.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von diesonnelacht » 06.11.2011, 12:18
In der Tat wurden die 99,5% Transmission nur von Journalisten (englisch- wie japanischsprachigen) hineininterpretiert. Was aber dieses Glas (tatsächlich für Museen, Bildschirme und vielleicht Schiebetüren gedacht, wobei ich das mit den Türen eher gemein finde) schluckt, wenn es 2-4 mm dick ist, steht da natürlich nicht, und für den Ausseneinsatz ist es nicht gedacht. Also nix Neues unter der Sonne...
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von superhaase » 07.11.2011, 16:53
Zur Klarstellung: Eine Entspiegelung (Vergütung, Mehrfachvergütung, Coating, Multicoating) erhöht normalerweise schon die Transmission, da die destruktive Interferenz in Rückwärtsrichtung (Minderung der Reflexion) gleichzeitig eine konstruktive Interferenz in Vorwärtsrichtung (Erhöhung der Transmission) zur Folge hat. Dabei beachte man, dass bei einer Reflexion an einem optisch dichteren Medium ein Phasensprung stattfindet, bei einer Reflexion an einem optisch dünneren Medium jedoch nicht. Mit anderen Worten: Die Energie bleibt ja erhalten (Energieerhaltungssatz) und wo soll sie hin, wenn nicht in die Transmission - eine erhöhte Absorption findet ja auch nicht statt. Ferner ist dieser Effekt bei einer bestimmten Wellenlänge bei einem bestimmten Einfallswinkel zwar optimal, jedoch in benachbarten Wellenlängen- und Einfallswinkelbereichen ebenfalls erheblich und keineswegs scharf begrenzt. Ein Blick ins Wiki hätte hier "Falschaussagen" vermieden. Erstaunlich, wie schnell viele Leute hier irrige Behauptungen verbreiten, obwohl man das heute ganz schnell vorher im Wiki checken könnte ...  ciao, sh
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