„Solarförderung ist ökonomisch und ökologisch unsinnig“

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Re: „Solarförderung ist ökonomisch und ökologisch unsinnig“

Beitragvon darwin » 23.10.2011, 02:21

GAST hat geschrieben:Klar braucht es Zeit eine GuD hoch und runterzuregeln, das geht aber schneller wie die meisten vermuten/befürchten.
Ich habe vor einigen Jahren mal einen Tag bei der KWS in Essen in einem GuD Simulator verbracht...da der angeschlossene Dampfkreislauf ein Trommelkessel ist kann man diese relativ flexibel hoch und runterregeln.
Das anfahren der GuD bis zur Netzsyncronisierung passiert in etwa 5 Minuten...


5 Minuten ? Damit hast du den Dampfprozess angepasst ? Glaube ich nicht. In den 5 Minuten ist die Gasturbine angefahren.
Für die Nächste Zeit betreibst du ein Gaskraftwerk bis der Dampfprozess Leistung bringt.

Laständerungen sollten natürlich schneller gehen, aber das ist eben kein Anfahren.

GAST hat geschrieben:Zum vergleich, ein Standart GasKW 30-40Min,


Was soll das sein ? Eine Turbine ?

GAST hat geschrieben:ein Steinkohlekraftwerk braucht je nach Auslegung und Turbinenwarmhaltung etwa. 2-3Stunden bis es am Netz ist.
Braunkohle und AKW noch länger.


Kann stimmen. Bei Kohle muss man halt den Kesselheizen und den Dampfprozess in Gang bringen. Ein Akw regelt den Nukelarprozess und anschliessend den Dampf.
Warum aber sollte ein Gaskraftwerk länger brauchen als ein GuD ?
darwin
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Re: „Solarförderung ist ökonomisch und ökologisch unsinnig“

Beitragvon GAST » 23.10.2011, 14:33

@darwin
habe ich mich so schlecht ausgedrückt, oder hast du nicht richtig gelesen.
Ich habe geschrieben das ein GuD in ~ 5 Minuten am Netz syncronisiert sein kann, nicht das dann die GuD inkl. Dampfauskopplung auf Volllast ist!! Das dauert dann noch ein wenig länger.
Zudem betreibe ich dann kein GasKW, sondern solange eine Gasturbine bis die Dampfparameter stimmen und ich mit diesem die Dampfturbine beaufschlagen kann.

Ein reiner Gaskessel braucht wenn die Turbine betriebswarm ist etwa 30-40 Min bis diese am Netz syncronisiert ist, je nach Warmhaltung und delta "T" der Anlage.

Den Verdampfungsprozess muss ich in allen DampfKW in "Gang" bringen, egal ob fossil oder Atomar betrieben...

Da eine GT meines wissens nach mit keramischen Bauteilen gefertigt ist kann man dort wesentlich höhere Lastwechseländerungen fahren wie mit allen anderen Typen....

Warum ein GasKW länger braucht wie eine GuD...weil eine GuD erst als reine GasTurbine ans Netz kann und dann erst den Dampfprozess hinterher fahren kann.
Wobei eine GuD wenn ich es richtig behalten habe einen Trommelkessel als nachgeschalteten Dampferzeuger besitzt, dieser hat den Vorteil das man damit relativ große Sprünge machen kann, sowohl bei hoch als auch beim runterfahren....
Zudem habe ich den Vorteil beim GuD das solange/sobald die GT in Betrieb ist kann der Dampferzeuger vorgewärmt werden und ist so noch schneller auf Last.

Ich hoffe das es jetzt verständlicher ist...
KW= Kraftwerk
GT= Gasturbine

gruß
Jörg
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