"BILD"-INTERVIEW MIT PETER ALTMAIER

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Re: "BILD"-INTERVIEW MIT PETER ALTMAIER

Beitragvon geothermie steinberg » 20.06.2012, 12:42

Ökostrom – BILD nennt sieben irre Wahrheiten:

1. Es gibt zu viel Ökostrom!
In Deutschland kommt derzeit ein Fünftel des Stroms aus Wind, Sonne etc. Trend rasant steigend. Weil alte Kraftwerke noch nicht abgeschaltet sind, wird der Ökostrom oft nicht ins Netz eingespeist – aus Furcht vor einer Überlastung der Leitung.


http://www.bild.de/geld/wirtschaft/oeko ... .bild.html

Dazu meint Win_solar:

win_solar hat geschrieben:Hallo,
ohje, ein nahezu in allen Punkten unrichtiger Artikel:
1. Es gibt zuviel Ökostrom: Wie kann es zuviel Ökostrom geben?? evtl. gibt es zu geringen Netzausbau
...
Gruß Win


Ein Netz ist kein Speicher.
(wer hätte das gedacht???)

Wer gigantische Quersubventionsprogramme auflegt, wie es das EEG beim Fokus auf PV nun einmal ist, aber sich nicht um die schlichte physikalische Tatsache schert, dass die Sonne des Nachts nicht scheint, der wird letztlich Profiteure des EEG im PV-Bereich einem enormen Missmut der Quersubventionszahler aussetzen.

Zahlen PV-Versicherungen auch bei Steinwurf?

Dieser Beitrag ist ein Stimmungsbild dafür, wie seit Längerem schon über PV in "normalen" Foren diskutiert wird.
Mehr nicht.

Meine Meinung dazu: Die Speichertechnologien hätten die Politiker nicht vergessen dürfen, die Vorgehensweise war fahrlässig dumm, denn niemand kann der Bevölkerung erklären, warum sie für nicht verbrauchten, aber erzeugten Strom zahlen soll.

Dieser PR-Krieg kann nicht mehr gewonnen werden.
Ist zu spät. :roll:
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Re: "BILD"-INTERVIEW MIT PETER ALTMAIER

Beitragvon Ralf Hofmann » 20.06.2012, 13:42

Hi,

geothermie steinberg hat geschrieben:denn niemand kann der Bevölkerung erklären, warum sie für nicht verbrauchten, aber erzeugten Strom zahlen soll.


was bitte hat das mit PV zu tun?
Es gibt keinen PV-Strom, der bezahlt aber nicht eingespeist werden kann.
Das ist bisher nur ein Problem vom Windstrom, nichts anderes.
Bis PV-Strom nicht eingespeist werden kann vergehen noch sehr viele Jahre.

geothermie steinberg hat geschrieben:Wer gigantische Quersubventionsprogramme auflegt, wie es das EEG beim Fokus auf PV nun einmal ist, aber sich nicht um die schlichte physikalische Tatsache schert, dass die Sonne des Nachts nicht scheint, der wird letztlich Profiteure des EEG im PV-Bereich einem enormen Missmut der Quersubventionszahler aussetzen.


Zugegeben, ich würde mir auch wünschen, dass wir bei Speichern schon weiter wären, Tatsache ist aber: Derzeit brauchen wir Speicher noch nicht wirklich.
Da ist jeglicher Missmut fehl am Platz.

geothermie steinberg hat geschrieben:Zahlen PV-Versicherungen auch bei Steinwurf?

Dieser Beitrag ist ein Stimmungsbild dafür, wie seit Längerem schon über PV in "normalen" Foren diskutiert wird.
Mehr nicht.


Ja, der blanke Neid und die Ahnungslosigkeit spricht da in manchen Foren. Wirklich erbärmlich. :?
MfG
Ralf Hofmann

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Re: "BILD"-INTERVIEW MIT PETER ALTMAIER

Beitragvon janronald » 20.06.2012, 14:09

Nachts scheint keine Sonne! Soweit richtig.
Nachts wird aber auch deutlich weniger Strom verbraucht.
Solange tagsüber mehr konventioneller Strom produziert wird als nachts, reduziert Solarstrom nur die Verbrauchsspitze. Habe mir gerade mal die Produktionsdaten der eex für diesen Montag angesehen:
- konventionell tagsüber 7 GW mehr als nachts (nur Anlagen über 100MW)
- Solar tagsüber 17 GW, nachts 0 GW
- Wind tagsüber fast 10 GW mehr als nachts

macht in der Summe tagsüber fast 35 GW mehr Produktion als nachts
Solar deckt gerade mal die Hälfte ab, eine Verdoppelung der Kapzität sollte also grob geschätzt möglich sein, lokal nicht immer.

Wenn man davon ausgeht, das früher ohne Solar, der Tag-Nacht-Wechsel in der Produktion rein durch konventionelle Kraftwerke erledigt wurde (Tags mehr, nachts weniger), könnte man auch einen umgekehrte Produktion (Nachts mehr, tags weniger) nachfahren. So wäre eine weitere Verdoppelung der Solarstromkapazität theoretisch möglich, also eine Vervierfachung der heute installierten Solarleistung.
Die erste Verdopplung dauert nach Zubauplanung der Regierung etwa 10 Jahre, die weitere Verdopplung weitere 20 Jahre, bis dahin dürften Speicher in nicht unerheblichem Maß zugebaut sein, so dass es zu keiner Nichtabnahme von Solarstrom kommt. Das es in Zusammenspiel mit Wind eher passiert ist klar, aber die Ursache ist dann Windstrom.
Auch Sonn- und Feiertags kann es deutlich eher zu Abregelungen kommen, aber hierbei handelt es sich nur um diese mit viel Sonnenschein im Sommerhalbjahr, in 10 Jahren vielleicht 20 Tage jährlich und dann auch nur wenige Stunden und nur ein kleiner Teil der Leistung. Dieses passiert lokal deutlich eher, wenn der Strom nicht in übergeordnete Netze abfliessen kann, weil das Netz nicht ausreicht.
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Re: "BILD"-INTERVIEW MIT PETER ALTMAIER

Beitragvon irgendwer » 20.06.2012, 14:52

Wenn man davon ausgeht, das früher ohne Solar, der Tag-Nacht-Wechsel in der Produktion rein durch konventionelle Kraftwerke erledigt wurde (Tags mehr, nachts weniger), könnte man auch einen umgekehrte Produktion (Nachts mehr, tags weniger) nachfahren. So wäre eine weitere Verdoppelung der Solarstromkapazität theoretisch möglich, also eine Vervierfachung der heute installierten Solarleistung.

Genau.
Und bevor man teure Stromspeicher verbauen wird, wird man zudem den Wärmebereich inkl. Warmwasser elektrifizieren und ein elektrifizierter Wärmebereich erhöht die Anzahl flexibler Verbraucher massiv (überschüssiger EE-Strom kann so leicht absorbiert und fossile, importierte Energieträger gespart werden).
Denn: 100% EE-Stromnetz mit Stromspeicher wird niemals Sinn ergeben, solange man daneben alte Ölheizungen weiter betreibt.
Besser man spart diese fossile Energie (der Ölheizungen) und verwendet ein Teil davon für flexible Kraftwerke wie BHKW oder Gasturbinen.

Dachstrom mit regionalen Arbeitsplätzen verbrauchen ist besser als ausländisches Öl für Warmwasser kaufen.
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