ÜNB: EEG-Umlage 2013 zwischen 3,66 und 4,74 ct/kWh

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Re: ÜNB: EEG-Umlage 2013 zwischen 3,66 und 4,74 ct/kWh

Beitragvon darwin » 17.11.2011, 06:22

also seit 2000:
Hausshalt von 14 ct auf 23 ct
Industrie von 2 ct auf 8 ct

Absolut
Haushalt um 9 ct
Industrie um 6 ct

Relativ
Haushalt um 64 %
Industrie um 300%

Bei der Industrie ohne Steuern, wobei der Steueranteil von der Industrie auf die Kunden umgelegt werden muss und somit deren Produktpreise beeinflusst.
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Re: ÜNB: EEG-Umlage 2013 zwischen 3,66 und 4,74 ct/kWh

Beitragvon PeterQ » 17.11.2011, 10:04

Wenn man die Heizölpreise der letzten 3 Jahre dagegen hält, dann hat sich der Strompreis trotz EEG-Umlage recht moderat entwickelt:

2009 untereres Preisniveau 50 € / 100 l - oberes Preisniveau 60 € / 100 l
2011 unteres Preisnieveau 80 € / 100 l - oberes Preisniveau 90 € / 100 l

http://www.tecson.de/tecson-heizoel-500.html (Bild hat Copyright daher nur ein Link)

Zunahme um 50 % innerhalb von drei Jahren. Und regt sich da irgendeiner von den Herrschaften auf? Wird klaglos hingenommen. Stellt man aber was auf die Beine, um in Zukunft unabhängiger von dieser Preisentwicklung zu sein, dann wird dagegen polemisiert, weil es etwas teurer auf der Rechnung werden könnte.

Ich glaube, dass manche die Verhältnismäßigkeit nicht im Auge haben.

Sonnige Grüße Peter
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Re: ÜNB: EEG-Umlage 2013 zwischen 3,66 und 4,74 ct/kWh

Beitragvon irgendwer » 17.11.2011, 10:08

Quelle: BDEW, Frontier economics, ewi, eigene Berechnungen; Stand: 12/2010, reale Preise

Gemäss dieser Grafik zahlten demnach stromintensive Industriebetriebe zwischen 2000 und 2009 gleich viel ins EEG.
Wenn man die Inflation berücksichtigt, zahlten diese Betriebe demnach weniger pro kWh im Jahr 2009 als im Jahr 2000.
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Re: ÜNB: EEG-Umlage 2013 zwischen 3,66 und 4,74 ct/kWh

Beitragvon irgendwer » 17.11.2011, 10:10

Und regt sich da irgendeiner von den Herrschaften auf? Wird klaglos hingenommen.

Korrupte Ölscheichs sind halt auch beliebter als steuerzahlende Solarteure...
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Re: ÜNB: EEG-Umlage 2013 zwischen 3,66 und 4,74 ct/kWh

Beitragvon PV-Berlin » 17.11.2011, 11:03

Wer sich die Grafik genau anschaut, der muss sich Fragen, warum die Industrie so deutlich höhere Strompreise zahlt, als noch 2000?
An den EE liegt es ja wohl kaum, denn die bremsen durch ihr höheres Angebot (Strommenge) den Börsenpreis. Die Kohle und KKW Kraftwerke wurden ja nicht plötzlich viel teurer im Unterhalt, wenn doch, dann sollte man erst recht in die EE investieren, bei dem Tempo, dass diese beiden Energieträger hinlegen (Preisanstieg) Die Wahrheit liegt woanders, die 4G haben durch einige Maßnahmen den "offenen" Markt insoweit genutzt, ihren cashflow exorbitant zu steigern und das eben nicht nur bei den Kleinkunden, sondern auch und grade bei den Großkunden.

Da ich vermuten darf, dass der VV von BASF kein Idiot ist, muss ich mich direkt fragen, wie er dazu kommt, ausgerechnet die frontal anzugehen, die seiner Firma helfen den Preisanstieg einzubremsen. Normal ist das ein klarer Fall von "Veruntreuung" der eigenen Firmeninteressen. Da ich auch Aktionär der BASF bin, sollte ich mal prüfen lassen, ob ich dieses Lügenmaul nicht haftbar machen kann. Seine Gründe können ja nur sein, dass er sein Mandat (Aufsichtsrat bei RWE) über sein Job bei der BASF stellt.

Die kurze Aussage von Eggis trifft es im Grunde genau, die EE helfen nicht nur massiv dem Finanzminister, sondern auch und grade der regionalen Kaufkraft. Als Finanzminister eines Bundeslandes muss man dafür beten, das möglichst viel EE zugebaut werden. Als Bundesbank auch, denn jede kWh im Land erzeugt, senkt den Energieimport und damit hebt es den Außenhandelsüberschuss. Die Umlage, so schmerzhaft sie auch sein mag, ist in ihrer Höhe nonsens, denn sie rotiert nur im Binnenmarkt auf Verbraucherebene und hat keinen negativen Einfluss auf die Lohstückkosten, bzw. sogar das Gegenteil ist der Fall. Daher ist auch eine EEG Umlage von deutlich über 5 Cent kein Problem. Am Ende wandern diese Gelder eh zum Finanzminister, in die Sozialkassen und in die Nachfrage und nur wenig davon an Pensionsfonds in den USA etc. *(im Gegensatz zu den 4G)

Die Sinnhaftigkeit der EE liegt eben nicht bei der CO2 Reduktion, sondern bei makroökonomischer Überlegungen. Ich hab das ja schon öfter geschrieben, das Grüne Lametta schenke ich der Regierung oder anderen, die das brauchen.

Zur Zeit setze ich einzig auf die CSU, die warum auch immer, ihre alte Position verlassen hat und nun die einzige positive politische Kraft bei den EE ist. Man kann vermuten, dass das Bundesland mit einem ausgeglichenen Haushalt einfach mal nachgerechnet hat, bzw. sich die Steuerzahlungen der letzten Jahre hochrechnet. Mit dem Zubau bei den EE, kann Bayern auch ohne viel Handstand beim Export seine Leistungsbilanz und seinen Haushalt weiter anhübschen. Dass eine FDP (Wirtschaftspartei) sich als Landesverräter profilieren möchte, ist geschenkt, bzw. ihrem baldigen Abgang geschuldet.

Die Nord und Ostländer, BW, BY und selbst Sachsen Anhalt werden dem Gartenzwerg (politisch) schon im Bundesrat seine Grenzen aufzeigen, dabei ist denen ihr eigener Haushalt wichtiger, als ihr Parteibuch, darauf wette ich glatt. Politiker sind ja nur scheinbar uninformiert. Ihre Beamten werden denen schon mitteilen dass ein KKW oder eine Kohledreckschleuder nicht nur Stress macht, sondern auch die Kassenlage verschlechtert. Nur mit Steuergeld kann man Macht erhalten und an der Macht kleben sie im Zweifel alle.

Das Argument der Modulimporte ist selbst bei Licht betrachtet Unfug. Selbst wenn wir Netto-Importeur wären (sind wir zum Glück noch nicht in Summe bei PV) Auch wenn es mich persönlich schmerzt, wäre das kein wirkliches Problem. Wir Überweisen in 10 Jahren Betrieb (Gas und Kohle) ein vielfaches der Wertschöpfung nach Russland und Australien (Baukosten/ zu Brennstoffkosten) Daher ist auch dieses Argument ein typisches Scheinargument, selbst wenn man die steigenden Weltmarktpreise außen vorlässt. *Energiehunger VR China und Indien + 10% in 2010

Daher bitte ich alle, sich von der Panik nicht anstecken zu lassen und sich eben nicht auf das Spielfeld der EEG Umlage zu tummeln. Das ist eine Scheindiskussion. Die genau so idiotisch wäre, als ob man den Bauern in D. vorwirft, nicht die Getreidepreise/Fleischpreise der USA/Brasiliens zu erreichen. Würde man das so umstellen (Schein BWL) dann ginge es uns in D. sehr schnell allen viel schlechter. Geld ist eben ein komisches Ding.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: ÜNB: EEG-Umlage 2013 zwischen 3,66 und 4,74 ct/kWh

Beitragvon hadl » 17.11.2011, 11:55

darwin hat geschrieben:also seit 2000:
Hausshalt von 14 ct auf 23 ct
Industrie von 2 ct auf 8 ct


Da war auch noch Nachholbedarf.
Jetzt zahlen sie etwa 66% weniger, vorher waren es 86%.
Dabei sollte man berücksichtigen, dass die Zahlen vom BDEW stammen. Das sind die - für Großeinkäufer - günstigen Börsenpreise, verursacht durch EEG Strom, mit Sicherheit nicht berücksichtigt.

Gruß Hadl.
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