News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von db04 » 09.01.2012, 15:11
Allein im Dezember wurden neue PV Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 3.000 MW gemeldet, meldet die Bundesnetzagentur (vorläufig). Mich überrascht diese hohe Zahl. Wie passen diese Zahlen mit den Absatzschwierigkeiten der Solarunternehmen zusammen, wo kommen diese Module her?
Zuletzt geändert von eggis am 09.01.2012, 15:31, insgesamt 2-mal geändert.
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von GAST » 09.01.2012, 15:28
Hallo, wir haben bereits in einem anderen Beitrag darüber diskutiert.
Du schreibst ja das 3GWp gemeldet wurden. Melden heist ja nicht das diese auch genau dann gebaut wurden. Man "muss" die Anlage 2 Wochen vor bis 2 Wochen nach Inbetriebnahme bei der BNA melden, das heist in der Dezemberzahl kann der halbe Januar und der halbe November enthalten sein. Hier in der Nachbarschaft wurde um Weihnachten eine PV (~8-10kWp) installiert die aber definitiv erst Mitte letzter Woche ans Netz gegangen ist...Wann ist sie gemeldet worden?? Genauso wird es bei vielen anderen sein.
Gruß Jörg
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von zarathustra » 09.01.2012, 21:19
Hier die aktuelle Pressemitteilung der BNetzA: http://www.bundesnetzagentur.de/SharedD ... cationFileTitel: Zubau an Photovoltaik-Anlagen 2011 noch höher als im Rekordjahr 2010 Zitat von BNetzA-Chef Kurth: ...Wenn der jährliche Zubau der PV-Anlagen auf dem Niveau von ca. 7.500 MW bleiben würde, wären die im Szenariorahmen für den Netzausbau erst für das Jahr 2022 geplanten Werte viel früher erreicht. Und zwar schon spätestens etwa Ende 2015... Mit sonnigen Grüßen, Zarathustra
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von mb84 » 09.01.2012, 22:07
Ich würde mal sagen das zeig gut wie schlecht die Planung dieser Herren ist.
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von open source energy » 09.01.2012, 22:15
Diese Zahlen kommen vermutlich daher, dass Hersteller die Module direkt in Parks installiert haben. Da gehen hier 45MWp und dort 60MWp ans Netz.
Ich glaube auch, dass die Zahlen zum größten Teil stimmen und nicht "falsch" gemeldet wurden. Es muss unbedingt für größere Anlagen eine vorherige Genehmigung her, so kann das nicht weitergehen!
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von Paul Panzer » 09.01.2012, 22:22
open source energy hat geschrieben:Diese Zahlen kommen vermutlich daher, dass Hersteller die Module direkt in Parks installiert haben. Da gehen hier 45MWp und dort 60MWp ans Netz.
Ich glaube auch, dass die Zahlen zum größten Teil stimmen und nicht "falsch" gemeldet wurden. Es muss unbedingt für größere Anlagen eine vorherige Genehmigung her, so kann das nicht weitergehen!
Westlich von Berlin steht neben der A10 und dem westlichen Eisenbahnring auch 2 größere Freilandanlagen welche noch im Dezember installiert wurden, aber offensichtlich nicht am Netz sind. Hier gibt es anscheinend noch keine WR sowie den Netzanschluss. Hierdurch wurde die Vergütung für 2011 gesichert. Und es ist sicherlich kein Einzelfall...
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von beziegel » 09.01.2012, 22:29
Es soll Anlagen geben die wurden mit einer Glühbirne in Betrieb genommen. Würd ich auch machen bei 15 %. Blöd nur dass das Kind nun in den Brunnen gefallen ist und Röttgen etwas gescheites einfallen muss. Es bleibt spannend.
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von Mühli » 09.01.2012, 22:32
beziegel hat geschrieben: Röttgen etwas gescheites einfallen muss
Ist dem jemals schon was gutes eingefallen? Sollten wir ihm nicht doch helfen? Evtl. Spenden sammeln bis wir einen Koffer voller Scheine haben? Oder klappt das nur bei den Fast-Drei-Prozentern? Da kann man sowas ja kaufen, nichtmal teuer. Gruß
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von Cristian_G_aus_P » 10.01.2012, 09:25
2012 Erscheinungsdatum 09.01.2012 Im vergangenen Jahr wurden Photovoltaik-Anlagen (PV Anlagen) mit einer Leistung von insgesamt rund 7.500 MW neu installiert. Dies schätzt die Bundesnetzagentur auf der Grundlage einer vorläufigen Auswertung der gemeldeten Daten. Damit wird das Ergebnis des bisherigen Rekordjahres 2010, Meldung von 7.400 MW, voraussichtlich leicht übertroffen.
""Allein im Dezember wurden uns neue PV Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 3.000 MW gemeldet – ein neuer Höchstwert. Der Wert entspricht etwa 40 Prozent der im Gesamtjahr 2011 gemeldeten Leistung"", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.
Bei den Werten handelt es sich noch um vorläufige Angaben. Insbesondere wegen der Flut an Meldungen im Dezember wird es noch einige Zeit dauern, bis die Monate Oktober bis Dezember 2011 detailliert ausgewertet sind. Auf der Basis der Meldungen ermittelt die Bundesnetzagentur nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) regelmäßig die Degressions- und Vergütungssätze für neu in Betrieb gehende PV Anlagen. Als Nächstes sind die Degressions- und Vergütungssätze für Anlagen zu ermitteln, die ab dem 1. Juli 2012 in Betrieb gehen. Dafür wird die von Oktober 2011 bis April 2012 gemeldete Leistung von PV Anlagen herangezogen, die auf den Zeitraum eines Jahres hochzurechnen ist.
""Allein für das letzte Quartal 2011 verzeichnen wir einen Zubau von rund 4.150 MW. Bereits dieser Wert würde zu einer Degression in Höhe von 12 Prozent führen. Um eine maximale Degression von 15 Prozent zum 1. Juli zu erreichen, müssten der Bundesnetzagentur für Januar bis April 2012 nach dem jetzigem Stand nur noch etwa 225 MW neue PV Leistung gemeldet werden"", erläuterte Kurth.
Die Werte von Oktober (ca. 490 MW), November (ca. 660 MW) und Dezember 2011 (ca. 3.000 MW) sind zudem für die Ermittlung des Degressionssatzes zum 1. Januar 2013 von Bedeutung. Dafür kommt es auf die Meldungen im Zeitraum Oktober 2011 bis September 2012 an. Auch hier sind erste Schlüsse möglich: Bereits die 4.150 MW im letzten Quartal 2011 würden zu einer Degression von 12 Prozent führen. Um die maximal mögliche Absenkung der Vergütungen um 24 Prozent zu erreichen, müssten in den nächsten neun Monaten zusätzlich 3.350 MW gemeldet werden.
""Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Stichtagsmechanismus dazu beiträgt, den Zubau an PV-Anlagen kurz vor einer Förderkürzung deutlich zu verstärken. Dieser Effekt konterkariert das Ziel des Gesetzgebers, die Kosten der Förderung der Solarenergie wirksam zu begrenzen. Jedenfalls hat sich trotz der bisherigen Förderkürzungen der Zubau der Photovoltaik nicht verlangsamt, und es ist auch sehr wahrscheinlich, dass wir im Juni 2012 trotz weiterer Förderkürzung wieder einen ähnlichen Zubauboom haben werden wie jetzt im Dezember. Einer der Gründe dürfte sein, dass die Preise für die Anlagen schneller fallen als die Fördersätze gekürzt werden. Wenn der jährliche Zubau der PV Anlagen auf dem Niveau von ca. 7.500 MW bleiben würde, wären die im Szenariorahmen für den Netzausbau erst für das Jahr 2022 geplanten Werte viel früher erreicht. Und zwar schon spätestens etwa Ende 2015. Aus dieser Entwicklung Schlüsse zu ziehen, ist aber Sache des Gesetzgebers"", sagte Kurth.
Die detaillierten PV Meldezahlen für die Monate Oktober bis Dezember 2011 werden voraussichtlich im März auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur veröffentlicht. http://www.bundesnetzagentur.de/cln_191 ... l?nn=65116
Zuletzt geändert von eggis am 10.01.2012, 17:38, insgesamt 2-mal geändert.
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