Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon glv2010 » 28.12.2011, 19:12

Da muss ich eggis widersprechen, das sehe ich nicht so!

Einen Lieferanten zu entwickeln, sein/e Produkt/e zu evaluieren und zu qualifizieren,
das ist schon eine typisch deutsche Tugend, das hat nichts mit Lieferverträgen zu tun.
Wozu gibt es Materialspezifikationen, Qualitätssicherungsvereinbarungen und Wareneingangs-
kontrollen? Da kann der Zulieferer nicht einfach mal eben die Rezeptur verändern.

Spätestens wenn in der PV-Industrie der Standard von ISO9001 auf ISO/TS16949
gehoben wird, wird's für unsere chinesischen Freunde schwerer werden, das hat
man ja vor über 15 Jahren schon in der Microelectronic gesehen.

Unter deutschen Modulherstellern sind jedenfalls EVA von Hanzhou First PV, Rückseitenfolien
von Toyo Aluminium, Ribbon Tapes von Jiangsu Tayal und Anschlussdosen von Amphenol nicht
weit verbreitet. Aber genau diese sind m.E. für € 0.15 - € 0.20/Wp Preisunterschied verantwortlich.
Ob sie auch potentiell für Schneckenspuren verantwortlich sind, wage ich nicht zu behaupten.

Micro-cracks und Verwendung bestimmter Rückseiten- & EVA-Folien sind es jedenfalls. Wenn die
ersten Module mit Schneckenspuren in die Klimakammern gesteckt werden, und wir sehen, wieviel
davon noch aus selbigen zurückkehren, werden wir alle mehr wissen.
Wir erleben in 2013 das grosse Zittern und Sterben im PV-Bereich. Ab Q3/2013 dürfte dann langsam Ruhe einkehren.
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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon open source energy » 28.12.2011, 19:30

glv2010 hat geschrieben:Da muss ich eggis widersprechen, das sehe ich nicht so!

Einen Lieferanten zu entwickeln, sein/e Produkt/e zu evaluieren und zu qualifizieren,
das ist schon eine typisch deutsche Tugend, das hat nichts mit Lieferverträgen zu tun.
Wozu gibt es Materialspezifikationen, Qualitätssicherungsvereinbarungen und Wareneingangs-
kontrollen? Da kann der Zulieferer nicht einfach mal eben die Rezeptur verändern.

Spätestens wenn in der PV-Industrie der Standard von ISO9001 auf ISO/TS16949
gehoben wird, wird's für unsere chinesischen Freunde schwerer werden, das hat
man ja vor über 15 Jahren schon in der Microelectronic gesehen.

Unter deutschen Modulherstellern sind jedenfalls EVA von Hanzhou First PV, Rückseitenfolien
von Toyo Aluminium, Ribbon Tapes von Jiangsu Tayal und Anschlussdosen von Amphenol nicht
weit verbreitet. Aber genau diese sind m.E. für € 0.15 - € 0.20/Wp Preisunterschied verantwortlich.
Ob sie auch potentiell für Schneckenspuren verantwortlich sind, wage ich nicht zu behaupten.

Micro-cracks und Verwendung bestimmter Rückseiten- & EVA-Folien sind es jedenfalls. Wenn die
ersten Module mit Schneckenspuren in die Klimakammern gesteckt werden, und wir sehen, wieviel
davon noch aus selbigen zurückkehren, werden wir alle mehr wissen.


20€ Cent / Wp MEHR für andere Folien und Anschlussdosen... Kannst DU das etwas näher darlegen ?
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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon WurstBoy » 04.10.2012, 12:46

bei manchen die chinesichen EVA's fehlt der UV Blocker....diese fuehrt zur Alterung der Rueckseitenfolie und Delaminierung & Degradierung.
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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon GAST » 04.10.2012, 14:47

WurstBoy hat geschrieben:bei manchen die chinesichen EVA's fehlt der UV Blocker....diese fuehrt zur Alterung der Rueckseitenfolie und Delaminierung & Degradierung.


Das ist schon klar, wobei ich nicht davon ausgehe das der UV-Blocker fehlt, sondern einfach das er nicht die Qualität von anderen UV-Blockern hat!!
Das das bischen (wir reden hier manchmal von wenigen ct/kg Preisunterschied zwischen Qualität und Ersatzprodukt!!) Preisunterschied aber mehrere ct je Wp ausmachen soll kann ich mir kaum vorstellen....
Wenn alleine eine billige Folie und Anschlussdose schon 20ct/Wp ausmachen, dann wären das ja schon 1/3-1/4 des Komplettpreises....

Kann mal jemand rechnen wieviel Silicium in einem Modul mit 200Wp stecht, wieviel Alu man für den Rahmen braucht, was Verpackung und Transport kostet??

Ich könnte mir vorstellen das es der Unterschied zwischen Qualitätsprodukt und Billigprodukt bei Folie&Dose vielleicht 5€ je Modul sind, das sollte es dann aber sein.

gruß
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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon WurstBoy » 05.10.2012, 09:55

einen 156mm Zelle wiegt etwa 11-12 gramm
Glas und Alurahmen kosten ca. $8-9/lfm bzw $8-9/kg in China
Anschlussdosen kosten ~$5 (samt Kabel und Stecker)
Backsheet etwa $4
EVA etwa $1,50 (x 2)
Transport ca $0.04/Wp (240W)
Verpackung $3-4

damit habe man etwa $20/modul unterschied
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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon phoenixx2007 » 05.10.2012, 18:47

WurstBoy hat geschrieben:bei manchen die chinesichen EVA's fehlt der UV Blocker....diese fuehrt zur Alterung der Rueckseitenfolie und Delaminierung & Degradierung.


......ich Denke das man so stehenlassen kann und auch akzeptieren sollte das das so ist!
Sonst hat derjenige ein wirkliches Problem.
:mrgreen:

Das fehlen der UV-Blocker führt aber wieder zu einen besseren WG beim neuen Modul :wink: Da sind dann doch alle Chinafreunde begeistert und Posten das wir hier nur Chinamodule schlechtreden wollen. Das dadur vieleicht eine Degradation bei Modulen früher und/oder stärker einsetzen könnte wollte noch nie jemand Glauben.
Das da freudig experimentiert wurde und immer noch wir ist allerdings schon ein alter Hut meine lieben PV-Freunde.
Alle wollen das die Scheiben billiger werden, das geht nicht mit Hockuspockus!
Die Hersteller lassen sich dadurch seit einigen Jahren wieder viel einfallen und nun sind Freifächenversuche bei Betreiber am laufen.
Gelb werdende Module, Farbig werdende Module, Mikrorissige Zellen, Schneckenspuren und anders in erscheinung tretende Chemiesche reaktionen in Modulen geben darüber schon erfahrungswerte ab das nicht alle maasnahmen zur Kostenreduzierung gut waren!

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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon PV-Berlin » 06.10.2012, 17:15

Die Hersteller denken mit! Sie wollen dass die EEG Umlage sich halbiert! :D

Wenn ich mal ein Angebot bekomme, wo ich den realen Preisunterschied durchgereicht sehe, dann würde ich glatt auch mal Rot-China Module kaufen. Bis jetzt waren die immer zu teurer. OSE hofft ja, dass die Dinger solange durchhalten, bis die Kredite auf Null sind und dann baut man neue Module rauf, aber bei Austauschkosten von ca. 200 € je kWp (pure Montage) müssten die Dinger aus China ja in 5 bis 8 Jahren umsonst sein, damit sich das rechnet.

Zudem, wenn ich auf Hoffnung setzen will, spiele ich lieber an der Börse, da ist wenigstens Geld drin, wenn ich richtig liege.

Geld ist das, was unter dem Strich bleibt. Eine WB ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Schon komisch, dass auf solche Ideen nur Leute kommen, die kaum bis wenig Geld haben. Leute mit Geld scheuen keine "teuren Preise" sondern nur Risiko , sozusagen manifestierte Allergie.

Ganz lustig wird es bei den Freiflächenanlagen die gehebelt wurden. 15 Jahre müssen die gut durchhalten, ansonsten wird wohl nicht mal nominal das Geld zurückfließen. Einige Bemerkungen (Banken) in der Branche sind da auffallend konkret.

Wer möchte gegen mich wetten, dass wir Demos sehen werden? (" Betrogende Anleger" Rentner und andere Oberschlaue)

Aber schön, dass die EEG Umlage entlastet wird! sozusagen eingebaut. Danke KP
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon open source energy » 06.10.2012, 17:35

@ PV Berlin

Grundsätzlich gilt die Aussage für beide Hersteller und wenn Du noch die Finanzierung hinzu nimmst sieht es leider noch ganz anders aus. Es ist ja nicht so dass die Dinger auseinander fallen. Bislang laufen alle Anlagen ohne Probleme und das nicht erst seit wenigen Tagen. Bei uns im Umkreis wurden hingegen schon viele Anlagen getauscht, by the Way es war keine chinesische dabei
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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon funky63 » 06.10.2012, 17:44

Ja, einfach Schade, dass hier weiter Humus für Fremdenfeindlichkeit angebaut wird. Wo bleiben denn die Argumente gegen Chinascheiben? Völlige Fehlanzeige bei Argumenten und Fakten. Ich denke es spricht einiges dafür, dass es umgekehrt ist und China schon richtig gute Qualität abliefert. Allein die Stückzahlen. Niemand mit großen Stückzahlen kann sich Qualitätsprobleme leisten. Als hätten deutsche Solarmodulhersteller noch nie Mist ausgeliefert. Was soll das denn immer wieder für eine Diskussion sein? Und siehe die Probleme bei First Solar. Das ist übrigens auch kein chinesischer Hersteller.
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Re: Warum sind China Module schlechter als Deutsche?

Beitragvon win_solar » 06.10.2012, 18:09

Hallo,
ich befürchte die Fragestellung wird sich bald eh erledigt haben, da es keine deutschen Hersteller mehr geben wird :?
Gruss Win
2,4kWp BPsolar BP275F/Sunways NT2500 seit 2000
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2,7kWp Suntech STP225/Solarmax 3000S seit 2010
2,2kWp Schott PolyProtect 180/SMA SB3800 (vorüberg.) seit 2011
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