Temperaturkoeffizient in der Praxis

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Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon maddin86 » 05.03.2010, 09:54

Hallo,

mir ist folgendes aufgefallen:

Die eingesetzten Module (Day4 Energy 48MC-S 190Wp) haben laut Datenblatt einen TK von -0,1V/K.
Heute morgen bei Anlagenstart (~0°C Außentemp) war die Spannung 624V, mittlerweile ist die Spannung bei 579V. Das ist ein Spannungsabfall von 45V, bei einem TK von -0,1V/K müsste die Modultemperatur folglich 450°C betragen. :shock:
Edit: Das ist Blödsinn, bei 24 Modulen im Strang beträgt der TK für den Strang -2,4V/K und somit bei einem Spannungsabfall von 45V der Temperaturunterschied nur ca. 18,75K.

Die Vmp Spannung des Strings (24 Module) beträgt übrigens 576V.

Wo ist der Fehler in der Berechnung?
Sinkt die Spannung mit zunehmender Stromstärke? (Also bei zunehmender Sonneneinstrahlung) weiter ab? (Das vermute ich, wie ist der genaue Zusammenhang?)
Oder ist die Messung zu ungenau?
Oder hab ich am Ende Module mit einem viel schlechteren TK von 0,5V/K o.Ä. auf dem Dach?

Grüße

Martin
Zuletzt geändert von maddin86 am 05.03.2010, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.
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http://www.sonnenertrag.eu/de/maddin86/ ... /8560.html und die zweite Anlage findet man dort auch.
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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon mb84 » 05.03.2010, 10:02

24 Module pro Strang.
Jedes Modul verliert pro Kelvin 0,1 Volt.
Für den Strang also 2,4 Volt je Kelvin ( 24 x 0,1).
624 Volt - 579 Volt = 45 Diferenz / 2,4 V/K = 18,75 Kelvin Differenz.

Das klingt schon anderes und an einem Tag wie heute sehr vernünftig für mich.
Die spinnen die Römer!

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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon LumpiStefan » 05.03.2010, 10:05

Leerlaufspannung der mOdule (Bei Anlagenstart): 29.70V
Spannung im MPP: 24.00V

Du wirst Dich sicher irgendwo dazwischen befinden....

Im übrigen, meine MOdule hatten bei Anlagenstart eine Temperatur von -8° und haben jetzt 13°. Also ein Anstieg um über 20°

Stefan
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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon za-ass » 05.03.2010, 10:14

maddin86 hat geschrieben:Hallo,

mir ist folgendes aufgefallen:

Die eingesetzten Module (Day4 Energy 48MC-S 190Wp) haben laut Datenblatt einen TK von -0,1V/K.
Heute morgen bei Anlagenstart (~0°C Außentemp) war die Spannung 624V, mittlerweile ist die Spannung bei 579V. Das ist ein Spannungsabfall von 45V, bei einem TK von -0,1V/K müsste die Modultemperatur folglich 450°C betragen. :shock:

Die Vmp Spannung des Strings (24 Module) beträgt übrigens 576V.

Wo ist der Fehler in der Berechnung?
Sinkt die Spannung mit zunehmender Stromstärke? (Also bei zunehmender Sonneneinstrahlung) weiter ab? (Das vermute ich, wie ist der genaue Zusammenhang?)
Oder ist die Messung zu ungenau?
Oder hab ich am Ende Module mit einem viel schlechteren TK von 0,5V/K o.Ä. auf dem Dach?

Grüße

Martin

Zusammenhang zwischen Bestrahlungsstärke und Leerlaufspannung wird wie folgt dargelegt:

http://www.nils-isfh.de/joomla/index.ph ... &Itemid=76

http://www.nils-isfh.de/joomla/images/s ... elle-g.jpg
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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon maddin86 » 05.03.2010, 10:15

mb84 hat geschrieben:24 Module pro Strang.
Jedes Modul verliert pro Kelvin 0,1 Volt.
Für den Strang also 2,4 Volt je Kelvin ( 24 x 0,1).
624 Volt - 579 Volt = 45 Diferenz / 2,4 V/K = 18,75 Kelvin Differenz.

Das klingt schon anderes und an einem Tag wie heute sehr vernünftig für mich.


Ok, ich schlag grad den Kopf auf den Tisch.. da ist mir ein wohl Anfängerfehler unterlaufen.. Man sollte natürlich beachten dass jedes Modul 0,1K/V verliert..
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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon Dr. Chili » 09.03.2010, 10:37

LumpiStefan hat geschrieben:Leerlaufspannung der mOdule (Bei Anlagenstart): 29.70V
Spannung im MPP: 24.00V

Du wirst Dich sicher irgendwo dazwischen befinden....

Im übrigen, meine MOdule hatten bei Anlagenstart eine Temperatur von -8° und haben jetzt 13°. Also ein Anstieg um über 20°

Stefan


allerdings werden die module bei 25° geflasht und daher bist noch immer 12° auf der "guten seite".
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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon klatze309 » 09.03.2010, 19:12

Hallo, mal eine blöde Frage, wie messt ihr denn die Temperatur von den Modulen?
Gruss

Martin

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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon eggis » 09.03.2010, 19:20

klatze309 hat geschrieben:Hallo, mal eine blöde Frage, wie messt ihr denn die Temperatur von den Modulen?

Mal ´ne blöde Antwort! Mit einem Thermometer!

Aber mal im Ernst. Die Modultemperatur zu messen ist meiner Meinung nach falsch. Man benötigt die Zelltemperatur. Wenn man die Temperatur oben auf dem Glas mißt, sollte der Wert viel niedriger als die Zelltemperatur sein. Sinnvoller sollte es sein auf der Rückseite durch die dünne Folie zu messen. Hierfür bietet sich wohl am besten ein Infrarot-Thermometer an.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon maddin86 » 09.03.2010, 19:38

klatze309 hat geschrieben:Hallo, mal eine blöde Frage, wie messt ihr denn die Temperatur von den Modulen?


Hier hat aber gar niemand die Modultemperatur gemessen, das ist Dir klar, oder?
Ich habe nur über die Spannung Rückschlüsse auf die Modultemperatur gezogen.
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Re: Temperaturkoeffizient in der Praxis

Beitragvon Wolfgang Neumann » 10.03.2010, 00:35

Hallo zusammen,

am folgenden Beispiel kann man über die Grafik sehr schön die Auswirkung ziwschen Modultemperatur und Spannung erkennen. Die beiden Tage (März 2010 und Juli 2009) sind von den Leistungsdaten fast identisch und zeigen sehr anschaulich die Auswirkung der Modultemperatur auf die Spannung und somit Leistung auf.

sptemp1039.jpg

Das Diagramm vom 09. März 2010 zeigt eine Aussentemperatur von -8 Grad am Morgen über ca. 4 Grad in der Mittagszeit und 0 Grad beim Abschalten der WR am Abend. Die Modultemperatur steigt hier von Minusgraden am Morgen auf bis zu 27 Grad in der Mittagszeit an. Die Spannung der WR´s beträgt hier ca. 470V und ca. 400V. Die Kurve ist leicht gebogen. Die Tagesspitzenleistung liegt bei 3500W und der Gesamtertrag bei 22,26 kWh.

sptemp975.jpg

Das Diagramm vom 05. Juli 2009 zeigt eine Aussentemperatur von 13 Grad am Morgen über ca. 31 Grad in der Mittagszeit und 25 Grad beim Abschalten der WR am Abend. Die Modultemperatur steigt hier auf bis zu 57 Grad in der Mittagszeit an. Die Spannung der WR´s beträgt hier ca. 406V und ca. 350V. Die Kurve ist stärker gebogen wie die Vergleichskurve aus dem März bei kühleren Temperaturen. Die Tagesspitzenleistung liegt bei 3500W und der Gesamtertrag bei 25,85 kWh was aber durch ein längere Sonnenscheindauer zu erklären ist.

Die Temperaturen werden mit der SMA Sensorbox, Aussenfühler (Schatten) und Modulfühler (auf der Rückseite der Module angebracht) gemessen und über die WebBox an das Sunny Potal gesendet.
Für weitere Details kann man sich die Daten unter folgenden Link anschauen: Anlage Neumann-Vellmar freigegebebe Seiten oder für Sunny Portal User als Gastkennung mit Möglichkeit der Ansicht der jeweiligen Seitenkonfiguration über den Link in meiner Signatur.

Viele Grüße
Wolfgang
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