Sweet Spot für Module basierend auf polykristallinen Zellen

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Sweet Spot für Module basierend auf polykristallinen Zellen

Beitragvon sunzi » 19.01.2012, 15:53

Hi,

Unter Berücksichtigung von Modulkosten/W, Montagekosten etc. ergibt sich doch bestimmt ein sweet spot für ein optimales Kosten/W Verhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Durch Optimierungen im Fertigungsprozess der Modul- aber auch der Panelhersteller aber auch Markteinflüsse verändert sich dieser Punkt allerdings geringfügig über die Zeitachse.
Für die Vergangenheit z.B. 2H2011 war der sweet spot vielleicht 235W?/Modul für 1H2012 könnte er aber dann bei 255W?/Modul liegen und in 2H2012 bei 265W?/Modul.
Hintergrund meiner Frage ist, wo ich mich planerisch hinlegen soll, um nicht unwirtschaftlich hohe Wirkungsgrade anzustreben, sondern eine für der Errichtungszeitraum Q2 2012 vernünftige Auswahl zu treffen.

Hinweis: Mir stehen ca 47m2 bei 27 Grad DN Ausrichtung SSW in Oberbayern zur Verfügung.

Vielen Dank für die Nachsicht für die vielleicht etwas schräg klingende Frage.

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Re: Sweet Spot für Module basierend auf polykristallinen Zel

Beitragvon KKoPV » 19.01.2012, 16:45

Gute Frage,

das habe ich auch gemacht...

Ich habe folgende "Annahmen" getroffen:

  • bestimmte Fläche (hast Du)
  • eine Modulgröße (ergibt Anzahl Module)
  • Leistungsbereich Module (5W-Schritte)
  • Aufpreis für das jeweils nächste Modul ist zw. 2 und 3 cent/Wp
  • Montagekosten je Modul gleich
  • Der ganze betrachtete Bereich ist mit einer Wechselrichter-Kombination befeuerbar (Ich habe 7,68 ... 9,6 kWp mit einem STP 8000 betrachtet)

Dann kannst Du Dir ausrechnen, bei welcher Leistungsklasse Du über 20 Jahre am meisten rausbekommst, je "mehr" Geld Du in die Hand nimmst. Abzinsen etc. noch außen vor...

Wenn Du es ganz genau machen willst, jagst Du jede Möglichkeit durch den SunnyDesigner um die optimale Performance Ratio zu erwischen.

Du musst allerdings raten, wo in ein paar Monaten der Einstiegspreis je Wp liegt...

Knut
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Re: Sweet Spot für Module basierend auf polykristallinen Zel

Beitragvon sunzi » 31.01.2012, 17:10

@KKoPV

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. der dritte Punkt war in meiner Fragestellung die Variable. Wie ich aus der Signatur entnehme, verwendest Du 235Wp Module. Wann wurde die Anlage errichtet?

bestimmte Fläche (hast Du)
eine Modulgröße (ergibt Anzahl Module) => max 28 Stück bei 60Zellen/Modul (=1.6m2/Modul)
Leistungsbereich Module (5W-Schritte) => Wenn ich von 235W ausgehe, sind es maximal 25€ Unterschied zu 265W Modulen. Erscheint mir sehr wenig.
Aufpreis für das jeweils nächste Modul ist zw. 2 und 3 cent/Wp
Montagekosten je Modul gleich => Stimmt.

Überschlägig habe ich die Alternative mit 28 Modulen à 235W oder etwas teureren 265W Modulen (> 16% Modulwirkungsgrad) von denen ich aber nur 24 Stück benötige für die gleiche Ausgangsleistung bei veringertem Montageaufwand. Als WR habe ich den SMA Sunny 5000 TL-21 im Auge.

Liege ich hier ganz falsch?

Grüße aus dem frostigen München

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Re: Sweet Spot für Module basierend auf polykristallinen Zel

Beitragvon Weidemann » 31.01.2012, 19:59

Willkommen im Forum!

Der 5000TL ist für diese Anlage viel zu klein, da er nur 4,6 kVA*0,95=4,37kWac einspeisen kann.
Bei deinem Dach bleiben also nur zwei kleine 3000er bis 4000er von diversen Herstllern, oder bald der Danfoss 6k, der ist der einzige dreiphasige in dieser Klasse (Kostal mal außen vor gelassen, da schlechter WG.)

Ich stand vor der selben Entscheidung:
230er Module für irgendwas um einen Euro, 235er für 4 Cent mehr (lohnt nicht), oder Yingli Panda 265 für 1,20. Da hab ich festgestellt: Nur bei den 265ern kann man mehr Geld ausgeben, weil deutlich mehr Leistung. Der Aufpreis für die 235er ggü. den 230ern kommt nur teurer.
(Natürlich ist die Rendite bei den billigsten Modulen am günstigsten, auch wenns nur 220er wären, aber wenn man anschaut, was in den 20 Jahren insgesamt wieder reinkommt, da sind die 265er ein bischen besser.)

Also für dich: 28*265=7,42 kWp, bei 70%-Regelung brauchst du mindestens 5,5kVA WR-Leistung (ausführliche Infos siehe hier: faq-ab-1-1-2012-neue-schieflast-leistungsbegr-blin-t70335.html ) bzw. mit Rundsteuerempfänger brauchst du mindestens 7kVA WR, also z.B. den Danfoss 8k oder Kaco 10.000 oder STP8000...
sonnige Grüße,
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