Stabilität der Glasscheibe Suntech

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Re: Stabilität der Glasscheibe Suntech

Beitragvon MP4 » 05.12.2011, 19:44

tcosmic hat geschrieben: Bei Verwendung einer Mittelschiene wiederum 5400 N/m².


Die Mittelschiene stützt aber nur den Rahmen, Die Spannweite vom Glas bleibt trotzden unverändert bei ca.1m x 1,65m.

Gruß MP4
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Re: Stabilität der Glasscheibe Suntech

Beitragvon brick » 05.12.2011, 20:01

Das Glas biegt sich so weit durch, dass es in der Mitte des Moduls auf der Schiene aufliegen wird.
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Re: Stabilität der Glasscheibe Suntech

Beitragvon Lodda60 » 05.12.2011, 20:04

Hallo Brick,

umgekehrt wir ein Schuh draus. MP4 hat mit seiner Hand auf die Glasscheibe gedrückt und wollte wissen, ob Schnee die Scheibe zum Brechen bringen kann. Ich habe nur eine Näherungsrechnung angestellt um ihm zu zeigen, dass er da keine Bedenken haben muss. Ich glaube auch nicht, dass er am Rand gedrückt hat, sondern in der Mitte. Hätte ich dann noch die Hebelwirkung berücksichtigen sollen?

Wenn du mit 80 kg auf einem Bein auf dem Dach rumhüpfst kann es sein, dass das Dach im großen heile bleibt. An der Stelle, an der du hüpfst, kann die Pfanne oder das Blech trotzdem Schaden nehmen. Schnee hüpft außerdem nicht, ist also auch keine dynamische Kraft. Deshalb ist dein Beispiel nicht ganz so einfach übertragbar.

Man muss nicht die statischen Berechnungsformeln kennen, um mit einfachen Modellen zu einer Näherungslösung zu kommen.
Gruß
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Re: Stabilität der Glasscheibe Suntech

Beitragvon MP4 » 05.12.2011, 21:04

brick hat geschrieben:Das Glas biegt sich so weit durch, dass es in der Mitte des Moduls auf der Schiene aufliegen wird.


Dann müsste sich das Glas ja 5cm durchbiegen, damit es auf der Unterkonstruktion aufliegt.
Denn der Rahmen des Moduls ist ja 50mm.

Gruß MP4
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Re: Stabilität der Glasscheibe Suntech

Beitragvon brick » 05.12.2011, 22:05

Lodda60 hat geschrieben:Hallo Brick,[…]

Wie soll ich es erklären. Das Glas wird erst brechen, wenn ein bestimmter Biegeradius überschritten wird. Das heißt also, man muss das Glas in der Mitte um einen gewissen Betrag auslenken, damit dieser Radius überschritten wird. Das kann zum einen mit einer gleichmäßig verteilten Last, zum Beispiel Schnee, geschehen, oder durch eine Last, die nur auf einen bestimmten, kleineren Teil wirkt. Deiner Aussage entnehme ich, dass Du der Meinung bist, dass das Glas bricht, wenn Du punktuell eine bestimmte Last überschreitest. Dem ist aber nicht so, man muss das Glas insgesamt betrachten. Deswegen auch mein Vergleich mit dem Hüpfen auf dem Dach. Du hast schon richtig erkannt, dass das Dach im Ganzen ganz bleibt. Beim Glas ist es sogar so, dass es punktuell gar nicht kaputt geht.

Deswegen ist Deine Näherung auch keine Lösung. Und Berechnungsformeln muss man dafür auch nicht kennen, aber man sollte sich ein wenig mit dem Verhalten der Materialien auskennen.

Abschließend noch etwas zum Eingangsproblem. Wenn ich das auf die Schnelle richtig gesehen habe, verwendet Suntech 4mm starkes Glas. Dass es in diesen Einlegesystemen schwingt, ist aufgrund der hohen Spannweite nicht zu vermeiden. Brechen wird es aber nicht, auch wenn man es mit der Hand zum Schwingen bringen kann.
Und zu dem stabilen Rahmen, nicht die Höhe ist entscheidend, sondern die Menge des Materials, welche sich nicht im Schwerpunkt befindet. Mit anderen Worten entscheiden auch die Wandstärken des Rahmens, wie stabil dieser ist, nicht nur die Höhe.

MP4 hat geschrieben:
brick hat geschrieben:Das Glas biegt sich so weit durch, dass es in der Mitte des Moduls auf der Schiene aufliegen wird.


Dann müsste sich das Glas ja 5cm durchbiegen, damit es auf der Unterkonstruktion aufliegt.
Denn der Rahmen des Moduls ist ja 50mm.

Gruß MP4

Dass sich bei einem Modul, allerdings nur mit 3,2mm starken Glas, selbiges bis auf die Unterkonstruktion durchbiegt, ist keine Seltenheit. Dies wird zum Teil nicht nur in Kauf genommen, sondern sogar beabsichtigt, da das Modul dann höheren Lasten standhält.
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Re: Stabilität der Glasscheibe Suntech

Beitragvon FJN Sachsen » 06.12.2011, 16:34

brick hat geschrieben:Sogenanntes Solarglas ist in der Regel eisenarmes Einscheibensicherheitsglas (ESG - zerspringt wie die Seitenscheibe eines Autos in die sprichwörtlichen 1000 [nicht scharfen]Teile) aus Silizium, welches zum Teil noch mit einer Antireflexschicht aus Siliziumoxid beschichtet wird.


Danke Dir.
Ein Kollege von PV Line sprach von einem Hersteller aus Deutschland, der es schafft doch ein ganz spezielles Fertigungsverfahren, das Glas so zu produzieren, dass es die meiste Menge an Licht durchlässt. Mir fällt der Hersteller nicht ein, sobald ich es weiß, poste ich ihn.

Es ist ein einmaliges Verfahren und erhöht den Wirkungsgrad - ich möchte das in meiner Arbeit über Nachhaltigkeit ebenso erwähnen.

Alexandros
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Re: Stabilität der Glasscheibe Suntech

Beitragvon brick » 06.12.2011, 17:26

Es gibt einige Hersteller, die strukturiertes Glas herstellen, zum Beispiel Saint Gobain. Vielleicht meint Dein Kollege das.

Dieses hat den Vorteil, dass durch die Struktur, ähnlich wie bei einem Riffelblech, das - vor Allem schräg einfallende - Licht in Richtung der Zelle gelenkt wird und nicht reflektiert, oder den langen schrägen Weg durch das Glas gehen muss. Die Nennleistung des Moduls steigt in diesem Fall nur geringfügig, da beim Flashen das Licht senkrecht auf das Glas trifft. Der eigentlich Nutzen zeigt sich erst beim höheren Ertrag. Da aber die meisten Kunden nur auf die Nennleistung achten, lässt sich der höhere Preis der Module nicht rechtfertigen.
Ein weiterer Faktor, warum die meisten diese Module ablehnen, ist, dass viele davon ausgehen, dass die diese Gläser zu leicht verschmutzen.
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